DAB(+) in NRW
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Das ist kein NRW-Problem, sondern ein MB-Plattform-Problem. (Auch NDS, SH, usw.)
Wenn man als großer Anbieter die Preise machen kann wie man will, dann kommt sowas dabei heraus.
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Die Frage sollte man sich anders stellen. Warum wurde diese Bedeckung als landesweite regionalisierte Kette ausgeschrieben? Warum sind die einzelnen Kacheln nicht einzeln als Regionalmux ausgeschrieben worden? Dass der große Anbieter gute Lobbyarbeit betreibt, ist klar. Die Frage ist, warum die Lobbyarbeit der kleinen Anbieter so schlecht ist? Wollten diese womöglich diesen Multiplex nicht selber betreiben, weil das unternehmerische Risiko zu groß ist? Man muss verdammt viel in Vorleistung gehen und das bei diesen Wackelkandidaten als Kunden. Der Lokalfunk ist im Umbruch und viele Lokalradios sind bis 2027 bzw. 2028 zugelassen. Schon bald beginnt die große Neusortierung der Verbreitungsgebiete. Zwar hat Radio NRW für die Lokalradios verhandelt, aber mit wem wurden die Verträge unterzeichnet? Mit der jeweiligen Betriebsgesellschaft?
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Was hätte das denn für einen Unterschied gemacht?SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑Sa 15. Nov 2025, 17:43 Warum wurde diese Bedeckung als landesweite regionalisierte Kette ausgeschrieben?
Es gab doch trotz der gemeinsamen Ausschreibung für fünf Regionen die Möglichkeit sich nur auf bestimmte Regionen zu bewerben, was auf Plattformseite auch von Milling (R1) und AMS (R3) getan wurde.
Hätte man jede Region separat ausgeschrieben, wäre das Ergebnis das Gleiche gewesen.
Am Ende hätte MB auch mit an jedem Verständigungstisch gesessen und die Kleinen genauso abgefrühstückt, wie das bei der großen Runde für alle fünf Regionen jetzt auch passiert ist.
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Irgendwie muss am Ende abgewogen werden und der Gesetzgeber gibt vor, wie gewichtet wird. MB bekommt Punkte für die Teilnahme am Pilotprojekt und Investitionen, die zum Aufbau des Sendenetzes eingesetzt wurden, die bereits für das Pilotprojekt und das erste Netz getätigt wurden. Bei einzelner Ausschreibung der Regionen könnte man mit Anbietervielfalt argumentieren.
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Das was du hier auflistest, gilt doch alles erst in dem Fall, wenn das Verständigungsverfahren zu keinem einvernehmlichen Ergebnis kommt.
Soweit wollte es bisher aber niemand kommen lassen.
Auch deshalb dürfen sich die Lokalfunker später nicht beschweren, dass die DAB-Verbreitung ohne dauerhafte Förderung zu teuer sei.
Sie hätten die Möglichkeit gehabt, dem ganzen Wahnsinn direkt zu Beginn den Stecker zu ziehen, indem man das Verständigungsverfahren sprengt.
Radio NRW wusste doch auf den Cent genau, was sie regelmäßig an MB für den Platz in 9D überweisen dürfen. Das ganze brauch man dann nur auf die Regionen runterbrechen (+ die zusätzlichen Sendestandorte).
Niemand kann behaupten, es nicht gewusst zu haben wie teuer es wird.
Selbes gilt auch für Radio 21 in der Causa The WOLF.
Soweit wollte es bisher aber niemand kommen lassen.
Auch deshalb dürfen sich die Lokalfunker später nicht beschweren, dass die DAB-Verbreitung ohne dauerhafte Förderung zu teuer sei.
Sie hätten die Möglichkeit gehabt, dem ganzen Wahnsinn direkt zu Beginn den Stecker zu ziehen, indem man das Verständigungsverfahren sprengt.
Radio NRW wusste doch auf den Cent genau, was sie regelmäßig an MB für den Platz in 9D überweisen dürfen. Das ganze brauch man dann nur auf die Regionen runterbrechen (+ die zusätzlichen Sendestandorte).
Niemand kann behaupten, es nicht gewusst zu haben wie teuer es wird.
Selbes gilt auch für Radio 21 in der Causa The WOLF.
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Das ist eine sehr spannende Entwicklung, denn der Ankermieter hat bereits einen UKW-Anbieter und liefert seine Streams an diesen aus. Trotzdem hat man einen Wettbewerber beauftragt und dazu noch einen Anbieter der noch vor 6-7 Jahren für massive Verunsicherung gesorgt hat. Ich glaube kaum, dass sich der Ankermieter kein Angebot von allen zukommen ließ.
Wir müssen aufpassen, denn Klagen ist des Kaufmanns Gruß. Schaut man sich die MB-Preise von 2018 für UKW-Antennenmitbenutzung an, dann relativiert sich einiges.
Radio Essen beide Standorte zusammen über 35.000 Euro
Radio Herne über 50.000 Euro
Radio Bochum über 62.000 Euro
Damals hat Radio Berg für UKW-Antennennutzung ungefähr das gezahlt, was sie auch DAB+ kosten wird, bei Radio Sauerland könnte DAB+ günstiger als UKW sein und auch für Radio K.W. ist DAB+ ein Schnäppchen, wenn man sich den damaligen Preis allein für Wesel-Bünderich anschaut. Pech für Radio Herne und Radio Bochum, dass beide im Allotment Südwestfalen gelandet sind.
Dem Verständigungsverfahren müssen alle zustimmen und anscheinend war keiner dagegen.
Jeder der eine Zulassung hat, hätte bei den potentiellen Netzbetreiber anklopfen und fragen können, das hat auch die LfM entsprechend öffentlich kommuniziert. Trotzdem wurde die LfM gefragt, wer überhaupt die potentiellen Netzbetreiber wären. Irre ich mich so oder standen die Preise auch im Goldmedia-Gutachten? In vier von sechs Regionen kommt man auch mit dem angekündigten Betrag ganz gut oder in etwa aus. Die beiden teureren Regionen hätte man tatsächlich aufteilen sollen.
Es gab aber auch Versuche das ganze ein wenig anders zu sortieren, ich erinnere nur, dass WAF zu OWL wollte, heute wissen wir warum, weil WAF und Gütersloh ein gemeinsames Funkhaus haben und bei einer Senderzwangsheirat im gleichen Allotment wären. Herne sollte zum Niederrhein, dass wollte auch die betroffene Betriebsgesellschaft, die LfM NRW ließ es wieder ändern. Das war auch ein Blödsinn hoch drei. Aber immer wenn die LfM NRW die Lokalfunker nach konstruktiven Ideen für die Allotment-Aufteilung fragte, gab es entweder nur unsinnige Ideen oder eine generelle ablehnende Haltung.
Es gibt in der DAB+-Geschichte Deutschlands keinen vergleichbaren Fall, wie dieser Multiplex. Die Niedersachsen haben aus Vernunft das ganze in wenigen Monaten durchgezogen und die Akteure in NRW haben gewartet, bis sie die Hörerabwanderung in ihren E.M.A-Ergebnissen schwarz auf weiß präsentiert bekommen.
Die Argumentation von Radio 21 und The WOLF hört sich noch vernünftig an. Wer in den Regionalmux will, muss Strukturen in NRW aufbauen, das gilt nicht für den Landesmux. Mir ist nur nicht klar, ob das auch für bundesweite Anbieter gilt, die bereits eine Zulassung haben. Das wäre natürlich eine Diskriminierung, der kleineren Anbieter, die keine bundesweite Zulassung haben. Im Grund würde es sich dann für The WOLF lohnen eine bundesweite Zulassung zu beantragen und auf die Strukturen in NRW zu verzichten. Eine zweite Lösung: Warten auf einen Platz im Landesmux. Für Oldie und Rock Antenne würde es reichen vom Landesmux in die Regiolmuxe OWL und Südwestfalen umzuziehen. Ob Schöppingen zum Glück nötig ist?
Re: DAB(+) in NRW
Ja, wenn das Verständigungsverfahren von einem Protagonisten mit den Worten aufgemacht wird: "Wenn wir uns nicht einigen und ich nicht dabei bin, klage ich bis zum Sankt Nimmerleinstag" hat für feuchte Windeln bei den Programmanbietern gesorgt und man hat sich einlullen lassen. Und wenn dann die ausschreibende Anstalt der Meinung ist: "Monopol ist uns scheissegal, wir sind nicht das Kartellamt", sagt das sehr viel über das Verständnis von Pluralität und Chancengleichheit aus. Man hätte es niemals als Plattform ausschreiben dürfen. Gottseidank sehen mittlerweile mehr und mehr Anstalten ein, dass dieser Plattformbetrieb der größte Humbug deutscher Medienpolitik der letzten 15 Jahre war.SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 03:02 Dem Verständigungsverfahren müssen alle zustimmen und anscheinend war keiner dagegen.
You get what you deserve. Ist halt die Konsequenz daraus, wenn technische Dinge von BWLern entschieden werden. In 2-3 Jahren kommen wir dann mit Kehrblech und räumen den "radio(in)aktiven Fallout" weg und denken nochmal neu.
Re: DAB(+) in NRW
Wir leben in 2025 und nicht in 2018. Andere Welt, andere Preise. Andere Antenneneingentümer. Andere Betreiber. Furchtbar, immer diese "ich hab da n Dokument im Internet gefunden und interpolier das jetzt mal" Mentalität.SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 03:02 Wir müssen aufpassen, denn Klagen ist des Kaufmanns Gruß. Schaut man sich die MB-Preise von 2018 für UKW-Antennenmitbenutzung an, dann relativiert sich einiges.
Radio Essen beide Standorte zusammen über 35.000 Euro
Radio Herne über 50.000 Euro
Radio Bochum über 62.000 Euro
Re: DAB(+) in NRW
@shortwave. Danke für die wie immer klaren Aussagen.
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Günstiger oder teurer, darüber sagt deine Aussage nichts aus.shortwave hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 12:12Wir leben in 2025 und nicht in 2018. Andere Welt, andere Preise. Andere Antenneneingentümer. Andere Betreiber. Furchtbar, immer diese "ich hab da n Dokument im Internet gefunden und interpolier das jetzt mal" Mentalität.SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 03:02 Wir müssen aufpassen, denn Klagen ist des Kaufmanns Gruß. Schaut man sich die MB-Preise von 2018 für UKW-Antennenmitbenutzung an, dann relativiert sich einiges.
Radio Essen beide Standorte zusammen über 35.000 Euro
Radio Herne über 50.000 Euro
Radio Bochum über 62.000 Euro
Re: DAB(+) in NRW
Eine Frage : Wer von euch beiden ist näher an der Materie ?
Re: DAB(+) in NRW
Freuen wir uns auf dem 18. Dezember. 
Re: DAB(+) in NRW
Ja aufjedenfall ein schönes grosses Weihnachtsgeschenk
Re: DAB(+) in NRW
Nabend erst mal in die Runde!Bin der Carsten wohne in Hamm Westfalen und bin auch Funkamateur(Klasse A)!
Habe für DAB+ und FM eine alte VHF Yagi nicht drehbar Richtung Osnabrück.
Bin auch gespannt was ich bald für Regional Muxxe empfange werde.
Auf jeden Fall spannend was da für Sender neben den üblichen Lokalradios zu finden sind.
Habe für DAB+ und FM eine alte VHF Yagi nicht drehbar Richtung Osnabrück.
Bin auch gespannt was ich bald für Regional Muxxe empfange werde.
Auf jeden Fall spannend was da für Sender neben den üblichen Lokalradios zu finden sind.
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Sarstedter
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Re: DAB(+) in NRW
Hallo und Willkommen. Ich war öfters im Raum Hamm... dort kam aus NDS mobil natürlich 10A immer gut rein auf DAB... 8B natürlich schlechter weil keinen Sender an der Grenze wie 10A. Welche DAB-Muxxe kriegst du denn aktuell mit dieser alten Yagi aus Richtung Norden dauerhaft und Audio bei dir stationär?Ham71 hat geschrieben: ↑So 16. Nov 2025, 20:29 Nabend erst mal in die Runde!Bin der Carsten wohne in Hamm Westfalen und bin auch Funkamateur(Klasse A)!
Habe für DAB+ und FM eine alte VHF Yagi nicht drehbar Richtung Osnabrück.
Bin auch gespannt was ich bald für Regional Muxxe empfange werde.
Auf jeden Fall spannend was da für Sender neben den üblichen Lokalradios zu finden sind.
Ich werde wohl (wie neulich erwähnt) höchstens per Grasnarben-Empfang den 12D kriegen. (Analog bei mir geht am besten der 4kW-Brummer von Radio Hochstift bei den NRW-Lokals. Radio Lippe 107,4 ging vor Klassik Radio auch.) Die Karten von Nicoco zeigen ja auch die unterschiedlichen Feldstärken (9D-12D/ 10kW - 2kW) Damit enden auch die Zeiten mit BHEins aus Potsdam bei Tropo via 12D.