** Der ultimative CORONA-Thread **

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Thomas(Metal)
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Thomas(Metal) »

DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 08:20
Mir graut davor, dass eine regionale Kleinpartei demnächst möglicherweise ins Kanzleramt einzieht, die sich ungeprüft solcher Einflüsse hingibt. Wobei es ja auch bei der großen Schwester genug "Putin-Versteher" und Ähnliches gibt.
:spos: :spos: :spos:
Konkret wäre auch zu fragen an welchen eigenen Standards angelehnt man denn lernen möchte wenn die andere Seite, freundlich ausgedrückt, keine offene Kommunikation betreibt. Sicherlich sind auch Erkenntnisse die aus dem Trüben stammen nicht völlig zu ignorieren. Das ist dann eher das Feld von Geheimdiensten. Entsprechend vorsichtig sind derartige Kenntnisse zu werten und einzubeziehen.
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Jürgen Martens
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Jürgen Martens »

Wie so oft, wenn Zeitpläne von Juristen, BWLern und anderen fachfremden Personen aufgestellt werden.
Das kommt davon, wenn man denen beibringt, dass z.B. eine Produktion einfach durch Drücken eines roten Knopfs losläuft.


Den Eindruck hatte ich in letzter Zeit auch, wenn etliche Politiker und "Experten" (d.h. Schwafler) meinten,
man hätte bloß mehr bestellen müssen. Das dieses Produkt auch erst einmal hergestellt werden muss,
wie z.B. ein Auto, und dann auch noch in riesigen Mengen (1 Million und so), scheint diesen Leuten nicht vorstellbar zu sein.
Wahrscheinlich haben diese sich nur (lange) auf einer höheren Bildungseinrichtung aufgehalten und nie
einen Hammer in der Hand gehabt, um es als Handwerker mal rustikal auszudrücken.
Schönen Tag noch,
Jürgen Martens, Handwerksmeister

RF_NWD
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von RF_NWD »

Spiegel Essay zu 1 Jahr Coronavirus : ( jetzt frei verfügbar)
www.spiegel.de/psychologie/corona-das-e ... e8b94d7396
"Ein Jahr Coronavirus Sind wir dümmer als dieses Ding ohne Hirn?
Ein Essay von Cordt Schnibben
Zwölf Monate – zwei Millionen Tote: Sars-CoV-2 zerfrisst die Substanz der menschlichen Gesellschaft. Es zwingt uns, anders zu leben, zu arbeiten, zu lernen, zu lieben, zu sterben. Elf Lektionen, damit wir eine Perspektive haben."

Eine von vielen lesenswerten Thesen:
"Es sieht so aus, als würde uns diesmal die Klugheit der Wissenschaftler retten: Die Impfstoffe können uns den medizinischen Schutz geben, den wir durch unser soziales Verhalten, durch Ignoranz, Dummheit und Egoismus nicht erreichen konnten.
Das Problem: Länder wie Deutschland werden länger brauchen, die Mittel zu verimpfen, als die Forscher brauchten, sie zu entwickeln. Was hierzulande und in der EU schieflief, ist inzwischen halbwegs bekannt, offenbar glaubten die Regierenden nicht so recht an das Erfindungstempo der wissenschaftlichen Intelligenz."
QTH: 52,32 /9,21

UKW/DAB + : Panasonic RF D10
mobil: Sony XDR P10DBP / Sangean DPR 34

Chris_BLN
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Chris_BLN »

Danke für den Link!

Daraus:

So einfach, dass man daran zweifeln muss, ob jeder Mensch wirklich mehr Hirn hat als diese Kette von Genmaterial in Form eines gewickelten Stranges Ribonukleinsäure, die nicht mal ein richtiges Lebewesen ist.

Gerade das sogenannte "Denken", das wir mit "Intelligenz" verwechseln, ist doch das Problem. "Denken" ist nur "Selbstgespräch im Kopf" - motiviert von den eigenen Wünschen und Vorlieben, gerne völlig abgekoppelt von der Realität. Seit jahrzehnten bekannte Begriffe wie "positive thinking" aus der Psycho-Blablubbszene zeigen doch, wie so etwas funktioniert. Mit einem unbestechlich naturgesetzlichen "Gegner" wie einem Virus ist sowas blöderweise halt nicht zu machen.


Die Macht dieses Virus speist sich nur aus der Dummheit unserer Spezies, es braucht unsere Nachlässigkeit, um sich zu vermehren, es braucht unsere Mobilität und die Kontakte zwischen uns.


Schön, das mal so direkt zu lesen. Diese "Dummheit" nennen wir "Intelligenz" und irren damit heftig. Die gleiche "Dummheit" wenden wir an, wenn wir debattieren, ob der Kohleausstieg bis 2030, 2050 oder niemals stattfinden soll.


aber immer mehr Menschen dämmert, dass kein Staat der Welt sie schützen kann vor der sozialen Wucht des Virus. Es hat in Deutschland Hunderttausende den Job gekostet und bis zu sechs Millionen in Kurzarbeit geschickt; es hat monatelang Kindern und Schülern den Zugang zu Kindergärten und Schulen versperrt. Es verödet die Innenstädte, schließt Hotels, Bars, Klubs, es ruiniert Airlines und Kaufhäuser, es treibt Künstlerinnen und Künstler, Ladenbesitzerinnen und Köche in die Verzweiflung.

Aber genau da sist die Folge der massiven Ignoranz der Gefahr, die von der Pandemie ausgeht. Das monatelange Siechtum ist so bestellt worden von der Zivilgesellschaft. Es hätte anders laufen können - wenn die Bevölkerung die Gefahr ernstgenommen hätte. Richtig ernstgenommen. Sie tut es heute noch nicht und klagt gleichzeitig über die Dauer der Einschränkungen. Das ist krank.


Das Virus entfacht einen inneren Bürgerkrieg: Der besorgte Bürger in uns kämpft mit dem sorglosen Bürger – wie sehr schützen, wie sehr öffnen?

Nein. Das Virus ist die Waffe in einem Bürgerkrieg. Willkommene Waffe. Vorher waren es die Flüchtlinge - das Virus ist aber viel effizienter als Waffe geeignet.

Und dann kommt das Grundproblem, an dem auch dieser Autor zerbricht: "Demokratie". Demokratie und Naturgesetze gehören nicht zusammen. Naturgesetze sind Diktatur. Solange das nicht vollumfänglich begriffen wird, wird es weder etwas mit der Pandemiebekämpfung noch mit der Energiewende noch mit allen sonstigen Herausforderungen jenseits von Fragestellungen, deren Antwort-Optionen alle naturgesetzlich gleichwertig sind.


bizarr war der pandemische Opportunismus derjenigen Journalist:innen, die im Sommer den Regierenden vorwarfen, zu zögerlich zu lockern, um ihnen im Winter vorzuhalten, sie hätten die Vorbereitung auf die zweite Welle verschlafen.

"...und immer an die Leser denken." - Es geht um Zustimmung, also um eine Entsprechung des Geschriebenen / Gesendeten mit der vemreintlichen Mehrheitsmeinung. Auch wenn die falsch ist. Man kann es auch Versagen nennen - glücklicherweise waren bei weitem nicht alle Journalisten und nicht alle journalistischen Kanäle so dauf.


und das Virus politisiert und ideologisiert

Das ist in der deutschen Bevölkerung ja nicht wesentlich anders. Und in der großen Politik nur deshalb noch nicht, weil die AfD bislang nirgendwo die Regierung stellt. Noch nicht.


»Das Ding ist uns entglitten«, räumt die Kanzlerin inzwischen ein. Warum? Wie? Die Regierenden würden in ihrer Ratlosigkeit gern auf Virologen hören, aber sie wissen nicht mehr, auf welche.

Wiebitte was? Ich hoffe, das hat sich der Autor nur ausgedacht.


Wie sagte der Nobelpreisträger und Molekularbiologe Joshua Lederberg? »Viren sind unsere einzigen und wahren Rivalen um die Herrschaft auf diesem Planeten«.

Auch das ist ein Irrtum und zeugt von der ganz normalen Psychose der Menschheit: Größenwahn. Die Herrschaft auf diesem Planeten haben die Naturgesetze inne. Wer an sie am konsequentesten angepasst ist, hat bessere Überlebenschancen. Der Mensch ist die einzige Speizies, die es aufgrund ihrer Fähigkeit zum "Denken" schafft, die Akzeptanz der Naturgesetze zu verweigern und vorsätzlich selbstzerstörend leben zu wollen. Das sind denkbar schlechte Bedingungen für ein Überleben. Jede andere Spezies ist da mangels "Denken" besser aufgestellt.

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Thomas(Metal) hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 08:48
DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 08:20
Mir graut davor, dass eine regionale Kleinpartei demnächst möglicherweise ins Kanzleramt einzieht, die sich ungeprüft solcher Einflüsse hingibt. Wobei es ja auch bei der großen Schwester genug "Putin-Versteher" und Ähnliches gibt.
:spos: :spos: :spos:
Konkret wäre auch zu fragen an welchen eigenen Standards angelehnt man denn lernen möchte wenn die andere Seite, freundlich ausgedrückt, keine offene Kommunikation betreibt. Sicherlich sind auch Erkenntnisse die aus dem Trüben stammen nicht völlig zu ignorieren. Das ist dann eher das Feld von Geheimdiensten. Entsprechend vorsichtig sind derartige Kenntnisse zu werten und einzubeziehen.
Wie gesagt, wenn ich irgendein Land brauche, von dem ich lernen könnte, finde ich das zum Beispiel in Südkorea. Relativ früh von der Pandemie betroffen, auch keine Insel, die wie Neuseeland eine Quasi-Ausrottung erreicht hat. Südkorea hat es trotz immer wiederkehrender Öffnungen geschafft, die Fallzahlen klein zu halten, ohne eine Diktatur zu sein. Natürlich gab es auch dort massive Maßnahmen. Aber eben längst nicht so extrem wie bei uns. Und man ist bei allen fatalen Kennziffern in Relation zu Deutschland im einstelligen Prozentbereich.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Chris_BLN hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:15
bizarr war der pandemische Opportunismus derjenigen Journalist:innen, die im Sommer den Regierenden vorwarfen, zu zögerlich zu lockern, um ihnen im Winter vorzuhalten, sie hätten die Vorbereitung auf die zweite Welle verschlafen.

"...und immer an die Leser denken." - Es geht um Zustimmung, also um eine Entsprechung des Geschriebenen / Gesendeten mit der vemreintlichen Mehrheitsmeinung. Auch wenn die falsch ist. Man kann es auch Versagen nennen - glücklicherweise waren bei weitem nicht alle Journalisten und nicht alle journalistischen Kanäle so dauf.
Leider stimmt aber beides. Es hätte sowohl mehr Lockerungen im Sommer geben können (wenn man gleichzeitig die Grenzen auch klar durchgesetzt hätte)*, und man hat ja auch tatsächlich versäumt, klare Regeln für den Fall steigender Fallzahlen aufzustellen. Das hat uns letzenendes von Ende Oktober bis Mitte Dezember fast 2 Monate gekostet, in denen es viel zu lange Totzeiten in den Entscheidungsprozessen gab. Man hat früh gesagt: Bei einer Inzidenz von 50 müssen wir lokal handeln. Und es gab lokale Inzidenzen über 50, man hat aber über damals eigentlich nicht notwendige landesweite Maßnahmen debattiert - so lange, bis die dann tatsächlich nötig waren, weil aus lokalen Bränden ein Flächenbrand wurde.

Abgesehen davon gehört es durchaus zur menschlichen Intelligenz, dass er in der Lage sein kann, eine Position vom Sommer im folgenden Winter zu korrigieren, wenn er sie als falsch erkannt hat. Eine falsche Entscheidung zu treffen, dies festzustellen und dann das Gegenteil anzustreben, weil man es eben als doch richtig erkannt hat, ist übrigens nicht Schwäche, sondern Stärke. Und ja, Journalisten dürfen erst recht beides, denn sie sind nur Beobachter. Sie können von Entscheidern durchaus mehr Kompetenz als von sich selbst einfordern.


*Diverse Nicht-Lockerungen haben zu einer Verlagerungsbewegung bestimmter Aktivitäten ins Ausland geführt (siehe Partytourismus in Kroatien und anderen Urlaubsländern), abseits jeder Nachverfolgbarkeit. Genauso zu einer Verlagerung ins Private, ebenso abseits jeder Nachverfolgbarkeit. Da ist genau das eingetreten, was ich im Sommer immer wieder prophezeit habe. Auch Psychologie ist eine Wissenschaft, deren Input man berücksichtigen muss, denn letztenendes sind reflexhafte Reaktionen des unvollkommenen Wesens Mensch auch nur Teil der Natur. Deshalb ist und bleibt es dumm, NUR auf Virologen und Epidemologen zu hören. Die haben primär recht - aber ihre Maßnahmen funktionieren nur, wenn man ALLE Stakeholder berücksichtigt. Und da ist der Mensch mit seiner Psyche eben neben dem Virus zu berücksichtigen. Alles andere funktioniert nur auf dem Papier. Oder mit drakonischen Mitteln wie in China.
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maroon6
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von maroon6 »

DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:22
Thomas(Metal) hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 08:48
DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 08:20
Mir graut davor, dass eine regionale Kleinpartei demnächst möglicherweise ins Kanzleramt einzieht, die sich ungeprüft solcher Einflüsse hingibt. Wobei es ja auch bei der großen Schwester genug "Putin-Versteher" und Ähnliches gibt.
:spos: :spos: :spos:
Konkret wäre auch zu fragen an welchen eigenen Standards angelehnt man denn lernen möchte wenn die andere Seite, freundlich ausgedrückt, keine offene Kommunikation betreibt. Sicherlich sind auch Erkenntnisse die aus dem Trüben stammen nicht völlig zu ignorieren. Das ist dann eher das Feld von Geheimdiensten. Entsprechend vorsichtig sind derartige Kenntnisse zu werten und einzubeziehen.
Wie gesagt, wenn ich irgendein Land brauche, von dem ich lernen könnte, finde ich das zum Beispiel in Südkorea. Relativ früh von der Pandemie betroffen, auch keine Insel, die wie Neuseeland eine Quasi-Ausrottung erreicht hat. Südkorea hat es trotz immer wiederkehrender Öffnungen geschafft, die Fallzahlen klein zu halten, ohne eine Diktatur zu sein. Natürlich gab es auch dort massive Maßnahmen. Aber eben längst nicht so extrem wie bei uns. Und man ist bei allen fatalen Kennziffern in Relation zu Deutschland im einstelligen Prozentbereich.
Bei vielen südostasiatischen Ländern hat man halt gemerkt, dass sie bereits Erfahrung mit solchen Viren hatten und SARS-CoV-2 nur ein weiteres unter vielen ist. Sie wussten, was zu tun ist: Während man in Deutschland selbst zu einer Zeit, als die Intensivstationen in Wuhan schon vollliefen, noch munter Berater, Coaches und mehr aus dieser Region in deutsche Unternehmen einlud, die so das Virus verbreiten konnten, gab es in den beschriebenen Ländern längst Einreisestopp aus China. Andere Länder wie Thailand haben auch, als das Virus schon im Land war, sofort die betroffenen Regionen abgeriegelt. Jemand aus Bangkog kam dann eben mal für mehrere Wochen nicht in andere Landesteile und zwar nicht erst, als es in Bangkog schon 1000 Fälle gab, sondern bereits bei einem Dutzend. So stoppte man eine überregionale Ausbreitung.

Wie ich bereits an anderer Stelle schrob, war der größte Fehler die Pandemie erst eine Pandemie werden zu lassen. Ich befürchte aber, dass man nichts aus dieser Krise lernen wird. Das zeigt sich aktuell an der Kritik der EU an den Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol, die ich für völlig richtig halte.

Zero Covid halte ich auch für die beste Strategie. Aber eben nicht, wenn man eine Inzidenz von 100 oder gar 200 hat, sondern wenn sie 1 statt 0 beträgt. Methode Sydney oder Melbourne: Bei einem einzigen Fall fünftägiger Lockdown und testen, testen, testen. Wenn es wieder clean ist, alles öffnen und die Party kann weiter gehen. In Neuseeland etwa mit Rockkonzerten, die von 30.000 Leuten besucht werden. Für die gesamte Gesellschaft ist diese Vorgehensweise besser. Man kann sie nur nicht einem psychisch demoralisierten Volk nach 16 Wochen Lockdown anbieten und bräuchte zudem noch Folgemaßnahmen, etwa Grenzschließungen, um das Erreichte auch zu festigen. Inseln wie Australien und Neuseeland haben es da freilich einfacher.

Scrat
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Scrat »

DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:22
Wie gesagt, wenn ich irgendein Land brauche, von dem ich lernen könnte, finde ich das zum Beispiel in Südkorea. Relativ früh von der Pandemie betroffen, auch keine Insel, die wie Neuseeland eine Quasi-Ausrottung erreicht hat.
Da Südkorea vom Norden völlig isoliert ist, kann man es schon wie andere Inseln betrachten. Man braucht Flugzeug oder Schiff um es zu erreichen. Eigentlich ist es für unsere Verhältnisse am Arsch der Welt.
Und da ist der eklatante Unterschied zu uns. Wir sind im Zentrum Europas. Alles geht und fährt hier durch. Viele Gastarbeiter aus den benachbarten Ländern, Urlauber die uns queeren. LKWs aus aller Herren Länder fahren zu vielen Tausenden hier durch usw.

maroon6
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von maroon6 »

Scrat hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:52
Urlauber die uns queeren.
Das aber nur zum Christopher Street Day ;)

Übtrigens: Mehrere Bundesländer, darunter sogar Bayern, öffnen ab 1. März wieder die Baumärkte.

maroon6
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von maroon6 »

Oh je, die "Wer öffnet am meisten"-Challenge hat begonnen, die Länder können mal wieder nicht den 3. März abwarten und geben dem Druck aus der Bevölkerung nach. Okay, Baumärkte sehe ich unkritisch, richtig schweirig wird es, wenn es an Themen wie Restaurantöffnungen und private Treffen geht. Mit viel Pech wird da gerade mal der ganze Sommer verhagelt, wenn man nun zu viel auf einmal öffnen will. Und das sage selbst ich, der dem Lockdown oft auch kritisch gegenüber steht.

https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/ne ... --38097476

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Scrat hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:52
DH0GHU hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:22
Wie gesagt, wenn ich irgendein Land brauche, von dem ich lernen könnte, finde ich das zum Beispiel in Südkorea. Relativ früh von der Pandemie betroffen, auch keine Insel, die wie Neuseeland eine Quasi-Ausrottung erreicht hat.
Da Südkorea vom Norden völlig isoliert ist, kann man es schon wie andere Inseln betrachten. Man braucht Flugzeug oder Schiff um es zu erreichen. Eigentlich ist es für unsere Verhältnisse am Arsch der Welt.
Und da ist der eklatante Unterschied zu uns. Wir sind im Zentrum Europas. Alles geht und fährt hier durch. Viele Gastarbeiter aus den benachbarten Ländern, Urlauber die uns queeren. LKWs aus aller Herren Länder fahren zu vielen Tausenden hier durch usw.
Südkorea hat aber anders als andere Insel-Länder eine inländische Infektionsbasis GEHABT, aber diese sehr gut in den Griff bekommen - im Grunde mit Fallzahlverläufen wie bei uns, nur auf viel niedrigerer Basis, weil viel schneller und beherzter reagiert (und auch wieder gelockert) wurde. Außerdem: Natürlich muss man EU-weit identisch handeln. Wenn die Vorgehensweise überall GLEICHARTIG ist, inklusive Vernetzung von Daten (z.B. zur Rückverfolgung), braucht man keine Grenzschließungen, sondern steuert / regelt regional bzw lokal. Nur: Das war's eben nicht. Im Sommer konnte man problemlos beispielsweise nach Kroatien reisen, wo Covid19-Kranke oft garnicht in der Statistik auftauchten, weil sie den Test hätten selbst zahlen müssen. Das ist NICHT gleichartige Vorgehensweise, und ermöglicht schon gar keine Rückverfolgung. Und die Einstellung z.B. im Alpen-Wuhan tut ihr übriges.
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DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

maroon6 hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 16:38
Oh je, die "Wer öffnet am meisten"-Challenge hat begonnen, die Länder können mal wieder nicht den 3. März abwarten und geben dem Druck aus der Bevölkerung nach. Okay, Baumärkte sehe ich unkritisch, richtig schweirig wird es, wenn es an Themen wie Restaurantöffnungen und private Treffen geht. Mit viel Pech wird da gerade mal der ganze Sommer verhagelt, wenn man nun zu viel auf einmal öffnen will. Und das sage selbst ich, der dem Lockdown oft auch kritisch gegenüber steht.

https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/ne ... --38097476
Hab' ich doch im Frühjahr schon gesagt. Der Söder macht, was laut Umfragen für ihn gerade opportun ist. Und da der Druck zur Öffnung groß ist, gibt er nach.
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Habakukk
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Habakukk »

Es ist aber auch eine Mentalitätsfrage. Die Asiaten ticken anders als wir. Es braucht kein Unrechtsregime wie in China oder Nordkorea. Die Bevölkerung macht auch in Südkorea und Japan vieles freiwillig und ohne Murren mit, wofür die Leute hierzulande auf die Barrikaden gehen würden. Man ist dort allgemein deutlich folgsamer und obrigkeitshöriger als in Europa.

Auch die Apps, die z.B. in Südkorea verwendet werden: viel Spaß, sowas mit der Datenschutzgrundverordnung zu vereinbaren.

So lässt sich das alles nur begrenzt auf Europa übertragen.

Landesteile komplett abriegeln wie in Thailand? Kann man machen, wenn man eine de fakto Militärregierung hat (mit einem König, der lieber in Starnberg ist). Militärische Checkpoints gab es vor Corona dort schon. So harmlos Thailand als Urlaubsland wirken mag, auch das ist weitgehend eine Diktatur.

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Habakukk hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 19:21

Auch die Apps, die z.B. in Südkorea verwendet werden: viel Spaß, sowas mit der Datenschutzgrundverordnung zu vereinbaren.
Das ist genau der Punkt, der mir nicht in den Kopf rein geht und über den ich mich jetzt so aufregen könnte, dass mir ein Admin gleich den Saft abdreht... *beherrschungsversuch*
Wir haben Einschränkungen in extrem vielen elementaren Lebensbereichen. Sozialkontakte sind massivst eingeschränkt, und damit absolute Grundbedürfnisse der menschlichen Psyche.
Aber der Datenschutz, der ist vollumfänglich gewahrt. Jede poblige Sonstwas-App greift mehr Daten ab.
Ich verstehe es bis heute nicht. Also: ich habe kein Verständnis dafür. Absolut keines. Ich halte es für ein Unding.

Kein Mensch dürfte WENIGER als heute, wenn er zum Betreten eines Restaurants eine aktive App mit entsprechenden tracking-Funktionen vorweisen müsste. Er könnte schlicht freiwillig auf den Restaurantbesuch verzichten. So müssen wir das halt alle. Dankeschön.
Für nichts .
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DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Es gibt auch gute Nachrichten von der Impffront:
https://www.n-tv.de/wissen/Biontech-Gei ... obal-de-DE

Biontech-geimpfte erkranken nicht nur meistens nicht, sondern geben in der 90% der Fälle auch das Virus nach einer Ansteckung nicht weiter. Das hat dann mit steigender Impfzahl auch direkte Auswirkungen auf den R-Wert - damit ist Herdenimmunität prinzipiell erreichbar.

Allerdings droht laut diverser Corona-Newsblogs wohl eine weitere Reduktion der Liefermengen von AstraZeneca. :kopf: :motz:
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