Re: NiUS Radio
Verfasst: Di 5. Mai 2026, 15:22
Danke für den Tipp! Schade das man mittlerweile zu solchen Tricks greifen muss...
Ungefähr genau so viel, wie andersdenkende als "versifft" zu diffamieren. Wie man in den Wald hinein ruft...
Nein. Nachrichtenmedien haben außerhalb gekennzeichneter Kommentierungen und Interviews neutral und auf Basis von Fakten (z.B. auch wissenschaftlichem Konsens) zu berichten. Davon ist NIUS weit weg.Es ist doch gut, wenn es Sender wie NIUS gibt, wer das nicht mag, kann doch auch die taz, die Junge Welt oder das ND lesen.
Was machen Nicht-Linke, die NIUS kritisch sehen? Ach so, das sind ja alles "links-grün versiffte", dann lesen auch alle die taz, Junge Welt oder ND.
Doch. Aber ich zitiere hier mal unverschämter weise DH0GHU "Wie man in den Wald hinein ruft...".
Hier möchte ich noch ergänzen das NIUS für mich nicht zu den Nachrichtenmedien zählt. Das sind schlicht und ergreifend Brandstifter die sich den Anstrich eines Nachrichtenmediums geben. So wäre es doch nicht auszudenken gewesen was bei NIUS los gewesen wäre wenn das neuerliche Attentat von Leipzig von einem Ausländer verübt worden wäre.
ARD und ZDF sind neutral. Natürlich sind einzelne Journalisten "gefärbt", ein Mensch, der sich für Politik interessiert, und das ist bei Journalisten Grundvoraussetzung, wird immer eine eigene Meinung haben, und die wird sich nie komplett verstecken lassen. Wir reden da aber von einer spanne "mitte-links" bis "mitte-rechts" bzw "liberal" bis "konservativ". Problematisch wäre Faktenleugnung oder Verdrehung, also z.B. die Verbreitung von Positionen, die faktisch falsch sind (z.B. die Verbreitung von mit wissenschaftlicher Methodik eindeutig widerlegten Behauptungen).
Bei aller Ernsthaftigkeit, die man dem Thema entgegenbringen sollte, der Spass sollte wirklich nicht zu kurz kommen.Chief Wiggum hat geschrieben: ↑Di 5. Mai 2026, 13:43Ob nun Fa, AXE oder Nivea. Hauptsache ist doch, das man überhaupt ein Deo benutzt.
Riechen die dann nach geplatztem Elko? Lecker! endlich fällt man im Labor nicht mehr auf^^OnkelSven hat geschrieben: ↑Fr 8. Mai 2026, 10:05 Bei Edeka gibt es in der Kosmetik-Abteilung ganz viele Elkos: https://www.edeka.de/unsere-marken/elkos.jsp![]()
Ich glaube, es geht weniger um "faktenwidrigen Bullshit von Klimaleugnern und Ähnliches", sondern um eine Entwickung, die schon länger anhält.DH0GHU hat geschrieben: ↑Do 7. Mai 2026, 18:29ARD und ZDF sind neutral. Natürlich sind einzelne Journalisten "gefärbt", ein Mensch, der sich für Politik interessiert, und das ist bei Journalisten Grundvoraussetzung, wird immer eine eigene Meinung haben, und die wird sich nie komplett verstecken lassen. Wir reden da aber von einer spanne "mitte-links" bis "mitte-rechts" bzw "liberal" bis "konservativ". Problematisch wäre Faktenleugnung oder Verdrehung, also z.B. die Verbreitung von Positionen, die faktisch falsch sind (z.B. die Verbreitung von mit wissenschaftlicher Methodik eindeutig widerlegten Behauptungen).
Nur weil ARD und ZDF klar faktenwidrigen Bullshit von Klimaleugnern und Ähnliches nicht verbreiten und sich nicht an pauschalisierender Hetze beteiligen, sind sie noch lange nicht unneutral.
Ich habe in der „Gremienvorsitzenden Konferenz der ARD“ schon vor 10 Jahren gesagt: Mein Eindruck ist, dass Journalismus in Deutschland zum Aktivismus verkommt. Und das merkt man daran, dass etwas was zum journalistischen Handwerkszeug gehört, nämlich die klare Trennung von Bericht und Kommentar, im Grunde verwischt wurde.
Wenn du heute, und da kannst du "heute" oder "heute journal", "Tagesschau" oder "Tagesthemen" nehmen, als die großen Flaggschiffe der Nachrichten in Deutschland, die ja auch Millionen von Menschen jeden Abend - noch – erreichen und beeinflussen, da ist fast jede Nachricht mit einer kommentierenden Bemerkung verbunden.
Es gibt nicht mehr diese innere Einstellung: „Ich berichte und überlasse dem Zuschauer oder Zuhörer, sich dann seine Meinung auf der Basis der Fakten zu bilden.“ Sondern, „Ich muss erziehen, ich muss den Menschen klarmachen, was sie zu denken haben, wie sie sprechen sollen – und das mache ich ihnen alles vor. Auf der Mattscheibe und am Mikrofon im Radio.“
Und das habe ich schon vor 10 Jahren gesagt. Und ich finde, der Trend hat sich nicht abgeschwächt, sondern er ist massiv verstärkt worden. Wer eine objektive Analyse der Berichterstattung in unseren großen öffentlich-rechtlichen Anstalten, einschließlich der Deutschen Welle macht, kann nicht zu dem Ergebnis kommen, dass da von Ausgewogenheit gesprochen werden kann. Definitiv nicht.
Damit sage ich nicht, der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss abgeschafft werden. Aber wenn er nicht die Kraft aufbringt, sich selbst - im Sinne von Ausgewogenheit und Rückkehr zu Qualitätsjournalismus und Abkehr von politischem Aktivismus - in der Lage ist zu reformieren, schaufelt er sein eigenes Grab.
Und die, die darauf hinweisen, sollen bitte nicht als die Totengräber des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diffamiert werden, das machen die Journalistinnen und Journalisten schon selber.