Pfennigfuchser hat geschrieben: ↑Fr 17. Apr 2026, 07:35
Naja, AKWs aufbauen sieht man ja in Nachbarländern schon. Man arbeitet an kleinen Fusionskraftwerken. Die Niederlande plant beispielsweise, in der Provinz Limburg welche zu bauen. Inwieweit das Sinn ergibt und diese Technologie sicher und funktionstüchtig ist, bleibt erst einmal noch ungelöst. Die derzeitigen noch vorhandenen Bauteile bei uns sind wahrscheinlich nicht mehr nutzbar und neue AKWs baut man auch nicht so schnell.
Besser finde ich da schon die Inbetriebnahme von Nordstream und das Nutzen von unseren Gas- und Kohlevorkommen (Forderung von Kubicki). Ich finde, es muss sichergestellt sein, dass Jeder Heizung und Strom hat. Die AfD redet ja nicht von Kosten.oser Energie, sondern von günstiger Energie aus Russland.
Bei den Windrädern ist es ebenfalls Populismus. Mal eben abreißen macht keinen Sinn. Aber Windräder bauen, die dann nicht genutzt werden können, macht ebenfalls keinen Sinn.
Du redest ERNSTHAFT von Fusionskraftwerken? Es gibt noch nicht mal einen Prototyp, der effektiv nur ein bisschen Energie liefert, und selbst die Versuche, das Plasma überhaupt lange am Laufen zu halten, haben ungefähr die Haltbarkeit von Bierschaum. Es muss auf jeden Fall daran weiter geforscht werden, aber für eine Energieversorgung JETZT sind das alles nur absolut dumme Hirngespinste. Selbst wenn es jetzt einen einen Bauplan für ein funktionierendes Fusionskraftwerk gäbe, was meinst du, wie lange die Sicherheitsprüfungen, Genehmigungen und der Bau dauern würden? Schon in den AKW-freundlichen 60ern und 70ern war das eine Sache von 5 bis >10 Jahren. Da gabs aber noch keine AKW-Gegner und es wurde alles auf dem kleinen Dienstweg durchgewunken.
Unter Hirngespinst fällt auch der Bullshit vom Söder mit seinen Mini-AKWs. Das erweckt den Eindruck, als würden das so kleine Dinger ala Schiffscontainer sein und man stellt das dann mal eben auf einem Lidl-Parkplatz ab und wickelt einfach etwas Wildzaun rum. Das Zeug ist immer noch gross und braucht vor allem immer noch viel Infrastruktur um den eigentlichen Reaktor drumherum. Abklingbecken, Zwischenlager, Generatoren, Umspannwerk, Wasseraufbereitung, Werkstätten, Vorratslager, Sicherheitsbereiche etc. Nein, das baut man nicht mal schnell im Gewerbegebiet auf.
Ohne technische Fantastereien und ganz real machbar dagegen wäre einfach ein Ausbau unserer Strominfrastruktur. Die ist halt historisch bedingt für recht zentrale Erzeugung ausgelegt und die oligopolischen Netzbetreiber haben auch ein Interesse daran, dass es so bleibt, weil sich auch daran verdienen, wenn die Netze theoretisch verfügbare Leistung nicht mehr transportieren können. Die von Gas-Kathl vorgeschlagenen Änderungen bei den Regelungen sollen das auch zementieren (naja, passt ja auch zu Betonköpfen...).
Und dass wir mit dem aktuellen Russland keine Geschäfte machen sollten, sollte eigentlich jedem klar, der noch etwas Überlebenswillen hat. Ausser Putins Marionetten in der AfD... Gestern war ja wieder Droh-nerstag und zB. Münchens Hinterland wurde auf die Liste lohnenswerter Angriffsziele von Russland gesetzt, weil es da ein paar Drohnenfirmen gibt, die für die Ukraine arbeiten. Gehts noch? Will man solchen Arschlöchern echt Geld geben?
Und ja, auch USA ist kritisch. Von daher sollten wir doch alles daran setzen, unser Geld so zu investieren, dass wir unabhängiger von solchen Energieimporten werden. Ja, mag kurzfristig teurer sein, aber langfristig ist es billiger. Wie schon mal erwähnt, das BlingBling in Dubai&Co (und vermutlich auch viel von Putins Protz) ist zu grossen Teilen auch unser Geld (gewesen).