Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

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RF_NWD
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Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von RF_NWD »

Über die unzureichende Berichterstattung im WDR TV + Hörfunk gestern Abend und in der Nacht gibt es viele empörte Hörer-Reaktionen.
Ein Lokalradio aus Wuppertal, zeigt was es kann. Der WDR dagegen reagiert spät mit Sondersendungen auf allen Wellen erst heute.
Eine ausführliche Dokumentation dazu hier:
www.rnd.de/medien/kritik-an-hochwasser- ... PL7BU.html
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Habakukk
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von Habakukk »

Schon interessant, dass eines der vielgescholtenen privaten NRW-Lokalradios da einen besseren Job gemacht hat als der große WDR mit seinen vielen Möglichkeiten.
DH0GHU
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von DH0GHU »

Klar, wenn das Studio betroffen ist, ist das schwierig. Aber wieso haben nicht alle öffentlich-rechtliche Studios eine Notstromfähigkeit? Wieso wird auf nichtlineare medien verwiesen? Wenn, wie bei einem Bekannten in Framersheim die BTSe ausgefallen sind, Kabel-TV/DSL vielleicht auch weg ist, dann hilft nur noch der nächste UKW- oder DAB-GNS. Der ja hoffentlich ebenfalls Notstrom hat. Mit dem Taschenradio am Fenster ist da auch noch Empfang, wenn im 20km-Umkreis kein Strom mehr fließt.
Sicher, der Spardruck... aber damit öffnen Anstalten wie der WDR Tür & Tor für nachvollziehbare Fundamentalkritik am öffentlich-rechtlichen System. Vielleicht war's auch keine so gute Idee, öffentlich-rechtliches Radio einer Flachfunkexpertin zu überlassen...
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Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.
http://zitate.net/kritik-zitate
Georg A.
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von Georg A. »

Das Problem ist IMO, dass der ÖR sich inzwischen vollständig in der "Gefangenschaft" des Anspruchs an eine absolut perfekte Produktion befindet. Das geht unter Schönwetterbedingungen problemlos. Da ist dann mit einer Riesenmannschaft auch ein super audio- und videophiles Ergebnis mit perfekten Bildausschnitt, 4:2:2 und Audio-SNR von 90dB möglich. Diese Abgehobenheit teilweise auch der Zielgruppe hat man ja auch im anderen Forum bei dem Thema Telefonqualität vs. Teams&Co gesehen. Mit der Denke ist nix mehr mit schnell, spontan und reaktiv. Wenn man sich für jeden Fehlpixel eines Videotelefonats in die Pampa entschuldigen muss, ist das ein ganz deutliches Zeichen. Ich glaube, jeder Zuschauer kann inzwischen erahnen, wo sowas herkommen kann. Und die, die es nicht ahnen, bemerken meiner Erfahrung nach das ohnehin nicht.

Und auch wenn inhaltlich die Event-Berichterstattung von CNN sehr repetitiv ist, sind denen AV-Qualitätsprobleme am Anfang einer "developing story" piepegal, es geht um die Information an sich. Und das muss verdammt nochmal auch in der Betonköpfe der ÖR. Und wenn es nur ein krakeliger Telefonanruf ist.
RF_NWD
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von RF_NWD »

"Radio Wuppertal übernimmt in der Stadt die Aufgabe des Warnradios - der Sender hat sich zur Ausstrahlung behördlicher Warnmeldungen verpflichtet. Und so liest das Team des Senders neben seiner eigenen Berichterstattung viel Mal in der Stunde auch die jeweils aktuelle Warnmeldung der Behörden vor, dazwischen Musik."
www.rnd.de/medien/hochwasser-flutet-wup ... OBHVQ.html
Eigentlich war für die MA um 19:30 Schichtende bis um 20:35 der Chefredakteur die SMS aus dem Rathaus bekommt. Um 21:00 sind sie dann wieder auf Sendung.

Nach Telefonkontakten mit Aussenstellen in Wuppertal und Düsseldorf., weiß ich, dass es echt schon ganz schön heftig immer noch ist . Problem ist nicht nur das Hochwasser, sondern dass Serverräume und Telefonanlagen durch eingedrungenes Wasser von oben außer Funktion sind. Ein Homeoffice MA wird zuhause mehrere Tage keinen Strom haben.
Ein Nachbar aus Stadthagen ist beim THW und heute Morgen zum Einsatz im Bergischen für mehrere Tage gerufen worden.
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Manager
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von Manager »

Und selbst wenn das WDR Studio in Wuppertal 3 Meter unter Wasser stehen würde, wäre die Nicht-Information unentschuldbar.
Gerade der WDR hat über das ganze Land verteilt Studios und Mitarbeiter für seine gefühlt 58 Lokalzeiten. Da wird man doch noch in der Lage sein mit ein paar Mitarbeitern in der Kölner Zentrale eine Sondersendung zu produzieren. Aber Beamtenmentalität schlägt Improvisationsfähigkeit. :gutenacht:

Und im Radio ist das doch noch viel einfacher als im TV. Wenn aber Pseudo Lokalsender das besser hinbekommen als der gebührenfinanzierte landesweite ÖR, kann man einpacken. Schönen Dank, WDR 2.
NDR 2 hätte bei so einer Situation im Norden die ganze Nacht durchgesendet. Der BR ebenso.

In der ARD Infonacht wurde gestern am späten Abend vor Reisen nach NRW gewarnt. Dem ist nichts hinzuzufügen. :sagnix:
DH0GHU
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von DH0GHU »

das ist doch wieder Wasser auf die Mühlen der ÖR-Kritiker. Und diesmal kann man nicht mal widersprechen. :kopf:
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PAM
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von PAM »

...und wenn eines der in Sicherheit liegenden Regionalstudios in Münster oder gar Bielefeld übernommen hätte.
Manager hat geschrieben: Do 15. Jul 2021, 19:44 Und selbst wenn das WDR Studio in Wuppertal 3 Meter unter Wasser stehen würde, wäre die Nicht-Information unentschuldbar.
Gerade der WDR hat über das ganze Land verteilt Studios und Mitarbeiter für seine gefühlt 58 Lokalzeiten. Da wird man doch noch in der Lage sein mit ein paar Mitarbeitern in der Kölner Zentrale eine Sondersendung zu produzieren. [...] Dem ist nichts hinzuzufügen. :sagnix:
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Japhi
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von Japhi »

Ich vermute mal es lief die Rhein-Ruhr-Version aus Düsseldorf bzw. Essen über 99,8/95,7 und 91,8. Da hätte man sicher auch über das im Sendebereich von Langenberg liegende bergische Städtedreieck berichten können.
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jkr 2
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Re: Kritik an Hochwasser-Berichterstattung des WDR

Beitrag von jkr 2 »

Regionaler Wechsel nach Bayern:
Das Berchtesgadener Land und das benachbarte Hallein (Salzburger Land) wurden heute nacht ebenfalls schwer getroffen.

Sowohl das Bayerische Fernsehen wie auch Österreich 2 berichten derzeit umfangreich. Man hat anscheinend aus dem WDR-Fiasko gelernt.
QTH: Regensburg
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