Mittelwelle in den 70er Jahren

Werbe- und Austauschplattform für Radiobegeisterte - Tipps zum Reinhören!
Allgäu_Süd
Beiträge: 517
Registriert: Di 18. Jan 2022, 10:02
Wohnort: Unterwegs zwischen Sonthofen und Lindau. Wohnort: Irgendwo zwischendrin.

Re: Mittelwelle in den 70er Jahren

Beitrag von Allgäu_Süd »

Auch ich habe die Mittelwellenzeit noch recht gut in Erinnerung. Bis in die frühen 70 er Jahre war bei uns ein Schaub-Lorenz Röhrenradio im Einsatz. UKW hat bei diesem Gerät nie funktioniert, dafür aber MW und LW um so besser. Ich zähl mal auf was hierzulande so reinging:
Schweizer Radio, Österreich Regional, Südwestfunk, sowie der Deutschlandfunk kamen tatsächlich Rauschfrei in Ortssenderqualität herein.
Südfunk Stuttgart, Hessischer Rundfunk, Stimme der DDR, und der Bayerische Rundfunk waren leicht bis mässig verrauscht, aber dennoch gut hörbar.
Das war die Situation Tagsüber. Nachts kam natürlich halb Europa rein. Exakte Frequenzangaben habe ich hierzu keine zur Hand, da 1978 verschiedene Frequenzen abgeändert wurden.
Zum Hörverhalten anno dazumal: Favorit bei meinen Eltern war Ö-Regional weil hier überwiegend Volksmusik und auch Deutscher Schlager gesendet wurde. Der Deutschlandfunk war damals ein Bunter Mix aus verschiedenen Musikrichtungen und auch viel Politischen Wortbeiträgen, hat damals unser Schulbusfahrer mit Vorliebe laufen lassen. Beim Südwestfunk habe ich noch recht gut die Sendung "Vom Telefon zum Mikrofon" in Erinnerung. Lief Jahrzehntelang immer Mittwoch Abend. Der Schweizer Sender diente als zuverlässige Quelle in Sachen Wetterbricht. Daran hat sich bis Heute nichts verändert. Ziemlich bald hab ich dann Radio Luxemburg zu meinem Lieblingssender auserkoren. Bei Einbruch der Dunkelheit ging diese Station überraschend gut rein. Ab 19 Uhr lief zuerst ein Niederländisches, später ein Englischsprachiges Programm. Das war für mich der einstieg in die Welt der Pop und Rockmusik!
Die UKW Ära begann dann Weihnachten 72 mit einem Telefunken Radiorecorder. Da hatte die Radiolandschaft auf einen Schlag ein ganz anderes Gesicht.
Soweit meine Ausführungen zu diesem Thema!
Antworten