Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

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macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

Heute die selbe Strecke (Senke, keine Höhenlage, ca. 500 m ü.d.M.) inkl. Tunnel nochmals abgefahren, diesmal mit ANTENNE BAYERN - Hochries 107,7
https://youtu.be/zk7KLZQir34

vergleichsweise dazu Empfangsdemonstration aller Bayernkanäle von Hochries und Wendelstein sowie der Füllsender von -AUSTRIA und ARABELLA in Höhenlage von St. Georgen (Dorf Berg im Attergau, ca. 700 m ü.d.M.), in unmittelbarer Nähe der Autobahn A1 Straßenkm. 239, kurz vor der Ausfahrt St. Georgen:
https://youtu.be/Y9L4nooCumk

Die von mir gewählte Höhenlage ist repräsentativ. In den erhöht gelegenen Dörfern um St. Georgen haben -AUSTRIA und BAYERN 3 immer ungefähr gleichen Pegel. Hier konkret bei diesem Empfangsplatz (Dorf "Berg") trennt mein Empfänger bei stehendem Auto derzeit einigermaßen sauber, im fahrenden Auto spratzen beide.
Im Umland normalerweise -AUSTRIA hörbar angekratzt, BAYERN 3 sehr stark bis zur Unhörbarkeit beeinträchtigt.
Bei ARABELLA zu BR24 kann die enorm gute Qualität des Empfängers jedoch auch im Stand nichts mehr ausgleichen, und man merkt auch ohne Bewegung des KFZ deutliche Spratzer.
Vergleichend für den brachialen Einfall von Wendelstein und Hochries in erhöhten Lagen noch die "freien" Frequenzen 93,7 - 89,5 - 102,3 - 107,7, knacksauber auch bei klassischer Musik (B4) und das RDS schlägt bei allen sofort an.

Das Video aus vorletztem Post (Demonstration BAYERN 1 im Ortsgebiet von St. Georgen - Senke, keine Höhenlage, ca. 500 m ü.d.M.) habe ich aus Qualitätsgründen nunmehr auch auf YouTube geladen.
https://youtu.be/kJV2MUFlnQo

=> Beifahrertauglich?
Würde man hier gemäß ITU Bestandsschutz für stark einfallende Ortssender reklamieren, erschiene dies nicht abwegig.
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

Darf ich sehr höflich fragen, ob - in mittelfristigem Zeithorizont - hier noch Anstrengungen unternommen werden, um diese (auf Biegen und Brechen gewählte) 100kHz-Annäherungskollision zu entschärfen bzw. auf eine "unbelastete" Alternative auszuweichen?

Nochmals betonen möchte ich
a) die direkte Sichtverbindung des Attergaus zum Wendelstein (siehe Foto Vorposting),
b) die Empfangsprognose "Frankenmarkt unversorgt" lt. Senderkataster und
c) die von mir erstellten Empfangsvideos erstens von der Kollisionssituation (Durchschlagen/Spratzer) und zweitens von der Signalgüte der weiteren, unbelasteten Wendelstein-/Hochriesfrequenzen im Attergau.

Ein weiterer Lösungsvorschlag meinerseits:
Wenn eine völlig neue Frequenz nicht gewünscht ist und die Erweiterung der 106,7/101,8 auf Gleichwelle wie auch immer zu teuer käme, würde es vermutlich auch ausreichen, wenn man die 106,7 vom Zwölferhorn mit der für sie eigentlich koordinierten Leistung betreibt. In nordöstlicher Richtung St. Georgen und Vöcklabruck ist statt der derzeit benutzten funzeligen 0,05 kW eine mid-power Leistung von 1kW (!!) vorgesehen, hier ginge sich sogar auf diesem Wege eine Versorgung des Attergaues inkl. Frankenmarkt und der Stadt Vöcklabruck auf guter, interferenzfreier Frequenz aus.

Empfang des Zwölferhorns bspw. in der Stadt Vöcklabruck ist ohne jede Berg-Abschattung - siehe Screenshot, ca. 40 km Distanz.

Mit Erhöhung des interferenzfreien Zwölferhorns auf das maximal Koordinierte könnte die interferenzbelastete Frequenz abgeschaltet werden, zwei Mal Standortmiete weniger ist vielleicht auch nicht unerheblich. Zudem: Bevor man etwas so Störbehaftetes wie die derzeit in Betrieb befindliche Frequenzwahl so belässt wie es ist, sollte man jede andere Alternativmöglichkeit definitiv ausgeschlossen haben, es ruiniert ja nicht nur das bislang 60 Jahre vom Wendelstein einwandfrei empfangbare BAYERN 3 bei uns, sondern beeinträchtigt auch das neue -AUSTRIA selber erheblich.

Ich gebe nochmals zu bedenken, dass St. Georgen keine 40km Luftlinie von Bayern entfernt liegt. In einem solchen eng grenznahen Radius ohne erhebliche topographische Trennung den mit O-4 bis O-5 einfallenden 100kW-Grundnetzsender des (noch dazu gleichsprachigen!) Nachbarlandes auf Kampf wiederzubelegen, muss wirklich nicht sein und rächt sich stark von selbst.
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MHM
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von MHM »

Sofern das Wetter die nächsten Tage wieder besser (=winterlicher) wird, will ich geruhen, in die Region um Vöcklabruck zu reisen, um alles nochmal unter die Lupe zu nehmen. Dies mit diversen Meßempfängern und Antennen, wobei ich das Band auch genau durchscannen will für neue Frequenzen.
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

Zur Info dazu vorab:

Der Brotjacklriegel fällt in der Region Vöcklabruck/Attergau gefühlt noch besser und stärker ein als Wendelstein und Hochries und ist für +/- 0,1 DEFINITIV NOCH UNGEEIGNETER als das bisher Versuchte mit Wendelstein. Und das eigentlich nicht nur bei uns, sondern im gesamten oö. Alpenvorland bis Linz.
Der Jauerling ist bei uns schon merklich schwächer, wobei ich jetzt auch nicht unbedingt empfehlen würde, den auf 0,1 wiederzubelegen.


Hochberg/Traunstein ist durchwegs auf Gleichkanal mit Jauerling, was bei uns unschönen Matsch erzeugt. Recht stark ist der aber nicht mehr. Bei seiner 95,9 könnte man sich eventuell eine 96,0 vorstellen da die eh schon durch LoungeFM 95,8 eingezwängt ist, eher mehr für SG als für VB, wegen Ried 96,2.

Was schon machbar wäre, ist eine Gleichkanalbelegung der Untersbergfrequenzen 91,9 (91,8) oder 92,9 (92,8/93,0) - der Untersberg hat so enorme Richtstrahlung, dass bei uns nicht mehr viel (eher nahezu: null) aufzunehmen ist.
Evtl. auch 100,7 (für SG - hier wäre zu argumentieren, dass Life Radio einen Füllsender in SG hat)

Ansonsten:
107,9 (für VB);
107,5 (für SG);
102,5 oder 102,7 (für VB - bei letzterer wenn man die Ambitionen 102,8 auf den Gaisberg zu kriegen fallen lässt),
105,0 (für VB);
103,3 (für SG)
98,3 (für SG)
91,3 (für VB/SG - da Attergauwarte Richtstrahlung von Strasswalchen/Tannberg weg hat)

schlecht wegen Jauerling, aber evtl machbar:
89,3 (für VB/SG - Neukirchen b. Altmünster Ö1 89,2 ist in einem topographisch entkoppelten Talkessel),
96,9 (für VB/SG)
105,2 (für VB/SG)

und bei einem Agreement mit dem ORF, ähnlich gemacht wie bei Arabella St. Georgen 97,8 zum Versorger Ö1 97,5:
die 101,5 (VB/SG).


=> Wenn die Stadt Vöcklabruck besucht wird, nach Möglichkeit beim ÖBB-Bahnhof scannen. Das ist für den Ort dort am repräsentativsten.
=> Zudem: Baumarkt Hellweg/Baufreund in Vöcklabruck, Gymnasium Schloss Wagrain, weiters Krankenhaus
=> als Kontrast dazu gute Höhenlage in VB: Kabelkopfstation der ASAK, Oberhaus 7 4840 Vöcklabruck

Weiters:
=> Bundesstraße B1 zwischen Vöcklabruck und Vöcklamarkt/Frankenmarkt abfahren (ca. km 242 bis km 264), insbesondere Höhe Krankenhaus ca. km. 246, Parkplatz Baumarkt Greinöcker&Willibald in Vöcklamarkt, ca. km 255
=> Autobahn A1 kurz vor St. Georgen bei km. 239 (oder alternativ: Ortschaft Berg im Attergau)
=> Buchbergparkplatz, Nähe Berg im Attergau 18, 4880 St. Georgen
=> "Seewalchener Bezirksstraße" ab Ortschaft Eisenpalmsdorf runter nach St. Georgen
=> Landesstraße "Mühlreith Bezirksstraße" zwischen Frankenmarkt und St. Georgen
=> Landesstraße zwischen Vöcklamarkt und St. Georgen (Schmidham)
=> Ortsumfahrung St. Georgen inkl. Tunnel (drei Kreisverkehre abfahren)
=> Gemeindestraße zwischen Fornach und Pfaffing; innerorts Markt Vöcklamarkt

=> ehemalige Kabelkopfstation St. Georgen der LIWEST/ASAK, auf Höhe Kogl 2, 4880 St. Georgen für demonstrativ brachialst guten Brotjacklriegel-Empfang (rund 75dB, der drückt dort bei meinem trennscharfen Tuner noch hörbar auf +/- 0,1 durch), das ist nicht mal sonderlich hoch gelegen dort

=> Extreme Höhenlage für St. Georgen: Lichtenberg, Berghof Danter - Talfahrt nach Weißenkirchen
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

Achja, und zum Essen gehen kann ich - wenns nicht der Lichtenbergwirt als Eigentümer der Attergauwarte werden soll - "Die Wirterei" wärmstens empfehlen (Schmidham 68, Vöcklamarkt).

Wirklich verdammt gute, preisgekrönte Küche, super Aussicht auf St. Georgen und den Attersee - und auf seinem Kundenparkplatz vorm Haus kriegt man ebenfalls gut vor Augen geführt, was die hineinkoordinierte 98,6 in der Region anrichtet, obwohl nur moderate Höhenlage.
Habakukk
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von Habakukk »

Aus dem Thread nebenan, dort aber Offtopic, deshalb bitte hier weiter diskutieren:
macright hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 17:40 Schaut sich das die RTR vorab nicht an, wenngleich vonmiraus nur nach Computersimulationen?
Wie kann so etwas seitens der Behörde genehmigt werden? Extrembeispiel Attergau in anderem Thread: auf der Umfahrungsstraße von St. Georgen/Attergau und im gesamten Umland des Marktes hat Wendelstein 55-60dB und glasklare RDS-Qualität, trotzdem wurde ein -AUSTRIA Füllsender auf Nachbarkanal koordiniert. Störungen (Überschläge) in beidseitiger Richtung evident, siehe Thread dort.
Habakukk hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 19:52 Klar tut sie das.
macright hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 21:37 https://www.youtube.com/watch?v=Y9L4nooCumk

Sieh Dir mal dieses Video an; achte, wie schnell bei den Bayern RDS/RT+ anschlägt und auf deren Empfangsgüte (vor allem hörbar bei Bayern 4 Klassik).
Mitten im Zielgebiet der neu hineinkoordinierten 98,6 - moderat erhöhte Dorflage (Weiler nahe St. Georgen).
Sehr guter, für normal extrem trennscharfer Empfänger (Fabrikat Harman/Becker wsl. mit Dynas, VW MIB 2.5)

Dass da die Schutzabstände WEIT, WEIT nicht mehr eingehalten werden, liegt wohl auf der Hand...
Die Behörde in Wien achtet also definitiv nicht darauf. Für den Attergau wäre das sogar bei einer Computersimulation (bspw. Radiomobile-Karte vom Wendelstein) vorab aufgefallen...
MHM hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 21:50 In St. Georgen ist der Wendelstein genau durch den Lichtenberg abgeschirmt, da geht´s also erstmal 300 m rauf. Die Attergauwarte ist Luftlinie nur 4 km von St. Georgen entfernt, da kann der 115 km entfernte Wendelstein nicht mehr mithalten. Hab ich mir alles angeschaut! Bei Tropo-Wetterlagen wird es sicherlich anders ausschauen, genau deswegen spricht man ja von einer gewissen Orts- und Zeitwahrscheinlichkeit des einwandfreien Empfangs.

Übrigens steht sogar die Hochries ein bißchen im Weg, allerdings wird das eher unter der Rubrik "beugende Kante" laufen.

In Frankenmarkt ballert der Wendelstein jedoch ordentlich rein, der Ort liegt zudem in der Nullstelle des Antennendiagramms der 98,6. Dort ist der "best server" der Gaisberg, also ist es egal, wenn die 98,6 zerfleddert wird. Sie muß dort nicht versorgen.
Zuletzt geändert von Habakukk am So 11. Feb 2024, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

MHM hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 21:50 In St. Georgen ist der Wendelstein genau durch den Lichtenberg abgeschirmt, da geht´s also erstmal 300 m rauf. Die Attergauwarte ist Luftlinie nur 4 km von St. Georgen entfernt, da kann der 115 km entfernte Wendelstein nicht mehr mithalten. Hab ich mir alles angeschaut! Bei Tropo-Wetterlagen wird es sicherlich anders ausschauen, genau deswegen spricht man ja von einer gewissen Orts- und Zeitwahrscheinlichkeit des einwandfreien Empfangs.

Übrigens steht sogar die Hochries ein bißchen im Weg, allerdings wird das eher unter der Rubrik "beugende Kante" laufen.

In Frankenmarkt ballert der Wendelstein jedoch ordentlich rein, der Ort liegt zudem in der Nullstelle des Antennendiagramms der 98,6. Dort ist der "best server" der Gaisberg, also ist es egal, wenn die 98,6 zerfleddert wird. Sie muß dort nicht versorgen.
Im absoluten Ortskern (Attergaustraße) stimmt das. Kommt man aber aus diesem Kern heraus oder nutzt einfach nur die Ortsumfahrung (die sich auf gleichem Höhenniveau wie der Markt befindet, also nicht erhöht gelegen ist), sind -AUSTRIA und B3 vom Pegel her weitgehend gleich und B3 spratzt. In den erhöht gelegenen Weilern wie Berg (Video-Link) und den Straßen nach Seewalchen, zur Autobahn, nach Vöcklamarkt und nach Frankenmarkt hat man dann die gegenseitigen Überschläge.
Diese Empfangssituation ist dauerhaft, das Video ist zB von einem Tag, an dem es 3 Grad Außentemperatur gehabt hat (Temperatur am Radio ersichtlich). Daher da keine Tropo-Zustände.

Ist das optimal gewählt, einen Füllsender zu betreiben der
a) wirklich nur im dezidiertesten Ortskern "störungsfrei" funktioniert, in den anderen Gebieten jedoch störungsbehaftet ist und Autoradios lange davon abhält, auf die mit ITU-Stereomindestpegel versorgende 101,8 zu wechseln,
b) für offenkundig lt. RTR-Senderkataster bestehende Löcher der 101,8 nordwestseitig von St. Georgen (= Frankenmarkt) nichts taugt und vor allem
c) den jahrzehntelang empfangbaren Bestandssender so angreift, dass der defacto nicht mehr zu hören ist?

Mein Vorschlag: Gleichwelle Zwölferhorn/Attergau/Vöcklaberg auf die in der ganzen Region interferenzfreie 106,7 bringen oder wahlweise das Zwölferhorn mit koordinierter Maximalleistung von 1kW alleine betreiben, 98,6 in der Region abschalten und gut ist.
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

MHM hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 21:50 Hab ich mir alles angeschaut!
Heißt das, es wurde jetzt (in den vergangenen Tagen) realiter ausgemessen?
Wenn ja, wie wurden die von mir genannten Örtlichkeiten (auch: Bundesstraße 1 zwischen Vöcklamarkt & Vöcklabruck) befundet - allen Ernstes als "ideal"?


Wenn schon ein Füllsender, dann soll der doch nicht nur den allerinnersten Markt von St. Georgen versorgen können, sondern idealerweise den gesamten mittleren Bezirk Vöcklabruck, welcher von Gaisberg 10kW zwar meiner Erfahrung nach schon noch beifahrertauglich, aber nicht mehr mit Pegel lt. Versorgungskriterien erreicht wird (selbst bei den 100kW-ORF-Radios nimmt das RDS hier schon eher Linz-Lichtenberg oder Gmunden). Und um diesen durchgängigen Mindestpegel am Papier scheint es ja hier zu gehen, sonst hätte man für den inneren Markt St. Georgen auch keinen Füllsender gebraucht, beifahrertauglich hörbar ist die 101,8 auch dort.

Gehe ich aus dem inneren Markt St. Georgen nur auf die Umfahrung raus, und weiter gedacht dann vor allem nördlich oder östlich rauf (Vöcklamarkt, Bierbaum, Gampern, Timelkam, Stadt Vöcklabruck - entlang Bundesstraße B1 ostwärts, quasi "Verlängerung" von Frankenmarkt beim Wendelsteinempfang) verdeckt mir der Attergau-Lichtenberg den Wendelstein zweifelsohne NICHT MEHR und ist das Gebiet Richtung Westen völlig offen und auf Sichtverbindung. Siehe voriges Panoramafoto. Hier gibt es unter Normalbedingungen (ohne Tropo!) auf 98,5 wie 98,6 gleichermaßen Überschläge und habe ich daher bei der neuen 98,6 einen wirklich heillos unterschrittenen Schutzabstand, da Wendelstein hier mit gut 60dB reinknallt. Das kann keine Funzel mehr überblasen. Aber selbst im ("abgeschatteten") innersten Markt St. Georgen werden sich die vollen rechnerischen 33dB Abstand nicht ausgehen, da Wendelstein auch hier in der ärgsten "Gruabn" noch rund 45dB erreicht. Nur hört mans halt auf 98,6 dort noch nicht.
Wie stark der ist, sieht man doch bitte auch daran, dass Bayern 1 in meinen Videos in den halben Straßentunnel der Umfahrung St. Georgen reingeht - ein wirklich schwacher Sender bricht da sofort bei der Einfahrt weg. Im Video liegt im Umkreis Schnee, also keine Tropo.

Eine Standortkombination Attergauwarte/Vöcklaberg auf unbelasteter Frequenz - oder auch nur das Zwölferhorn allein auf 1kW erhöht - würde im gesamten mittleren Bezirk Vöcklabruck problemlos versorgen (Beispiel: KRONEHIT 87,9 und 88,4), die jetzige auf Konfrontation gewählte Konstellation wegen der Überschläge nicht.

Das müsste doch eigentlich bei den Meßfahrten alles festgestellt worden sein...


Und nochmals: das mehrmals bemühte Frankenmarkt ist im RTR-Senderkataster als vom Gaisberg unversorgt (!) dargestellt, sieht man sich das Bild an, endet die rechnerisch ermittelte Versorgung des Gaisberg gefühlt ca. auf Höhe Pöndorf/Schwertfern vor Frankenmarkt (weißer Übergang), alles andere östlich davon wird die Attergauwarte (aber unter "Laborbedingungen", dh. OHNE Berücksichtigung der Wendelsteinbeeinträchtigungen) sein.
Die Attergauwarte (5 km Luftlinie entfernt) hätte aber das Potential dazu, Kronehit 88,4 und Liferadio 89,9 versorgen Frankenmarkt auch mit!
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MHM
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von MHM »

Ehrlich gesagt, ich hab vorerst nur im Flachgau gemessen sowie in Thalgau und Hof bei Salzburg. Alles weitere folgt später (weil das Wetter so schiach war), allerdings gab es in der fraglichen Region bereits Messungen von mir, und meine Resultate wurden später von einer anderen Meßgruppe (nicht aus dem eigenen Hause) bestätigt. Ganz so falsch werden die Resultate also nicht gewesen sein. Ein Ergebnis besagt, daß in Frankenmarkt der Gaisberg versorgen kann - mag sein, daß in irgendeiner Simulation etwas anderes herauskommt, aber ich orientiere mich lieber an der Realität. Eines habe ich mittlerweile auch gelernt: Das kostenlose Radiomobile oder das relativ günstige Programm "Radio Planner" aus Sibirien (erhältlich für 600 €, kostet jetzt wohl mehr) ist professioneller Software der Klasse 50.000 bis 100.000 € nicht unbedingt unterlegen, mit letzterer sind halt mehr Darstellungen möglich (etwa hinsichtlich der Interferenzsituationen).

Für den Standort Attergauwarte scheint die 92,9 durchaus geeignet zu sein, wenn man das vorhandene Antennendiagramm zugrundelegt. Das BR-Signal bricht am Mondsee komplett zusammen. Die 92,8 würde evt. auch gehen, aber die Linzer 92,6 brettert so stark rein, daß 300 kHz Abstand zu bevorzugen sind.
macright
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Re: Radio Austria - Gleichwelle 98,6 Kirchdorf/Vöcklabruck/Attergau - Störungen

Beitrag von macright »

MHM hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 20:26 Für den Standort Attergauwarte scheint die 92,9 durchaus geeignet zu sein, wenn man das vorhandene Antennendiagramm zugrundelegt. Das BR-Signal bricht am Mondsee komplett zusammen.
Hab ich ja immer gepredigt, und wundere mich heute noch, wie Richtstrahlung bei so einem exponierten Standort so derartig wirken kann. In absoluten Extrem-Höhenlagen im Attergau wo sonst alles TOP TOP reinkommt und wo man sogar teilweise die Spitze vom Untersberg noch sehen kann (Buchberg 808m) hast da nur mehr ein ganz schlechtes, schwaches, verrauschtes, grausiges Monosignal, mehr nicht. Weiter unten im Markt und auf der Umfahrung kein Ton mehr zu verorten.
Zum Hören bei uns im Attergau und in VB jedenfalls unmöglich, daher NULL schad drum bzw. ja geradezu prädestiniert zum friktionsfrei Wiedernutzen.
Das Gleiche gilt übrigens für die 91,9 (oder evtl die 91,8 - aber NUR JA NICHT 92,0).

(Zum Kriseln fangt der Untersberg auf der A1-Westautobahn übrigens schon ab Thalgau an, wenn man von dem erhöhten Plateau bei Eugendorf/Wallersee herunterfährt. Und auf der anderen Seitn raus kanns der allen Ernstes mit 100W bis zu den Toren von München...?!)
(Energy Gaisberg 94,0 ist so ein ähnlicher Fall, da hörst bei uns auch keinen Hasenfurz mehr von dem - das sowas techn möglich ist glaubt man kaum!
Den hab ich aber bewusst nicht vorgeschlagen, der wäre unbrauchbar, weil zwischen 93,9 und 94,1 eingezwängt.)


Glaub aber auch, dass die 92,9 in Gleichwelle zudem vom Vöcklaberg genutzt werden könnte. Die Keule vom Vöcklaberg geht ja nach Nordwesten, auf die Stadt Vöcklabruck hin. Das würde man zu Ö1 Kirchdorf (schon aufgrund der Topographie) mit Sicherheit koordinierungsfähig getrennt bekommen, in den theoretischen Überlappungsgebieten wie Scharnstein und Grünau versorgt Linz-Lichtenberg bzw. war dort Kirchdorf NIE relevant...

Mit dem hätte man dann einen kollisionsfrei gewählten Füllsender, der wirklich tut was er soll (den mittleren Bezirk VB gut abdecken), und der selbst in Frankenmarkt wo allenfalls nötig noch stützend eingreift - der Sender ist immerhin keine 5km weg, auf unbelasteter Frequenz wird eine Nullstelle bei dieser geringen Distanz und Sichtverbindung nicht hörbar auffallen.

Die Alternative wäre halt immer noch die 106,7 - sei es als Dreifachgleichwelle, sei es als 1kW-Nutzung die definitiv auf Versorgungspegel mindestens bis Stadt Vöcklabruck kommt (Zwölferhorn sauguter Standort!). Deutlich einfacheres Behördenverfahren, und sollte irgendwann einmal derjenige von dem ich es in absehbarer Zeit vermute (R**io 8*,6) auf die Attergauwarte wollen, hätte man die gut verträgliche 92,9 für ihn noch über. Am Vöcklaberg braucht der wegen Gmunden/Grünberg 90,6, die VB gut versorgt, eh nichts.

Ist dann ganz Geschmackssache, mir alles egal, Hauptsache man hat die wirklich unsägliche Situation von jetzt (98,5/98,6) in meinem Wohnort mal weg und gut bereinigt.
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