Musikwelle auf UKW

Radioforum Österreich
Habakukk
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Habakukk »

Eben. Es gibt nicht "die". Wenn 88.6 und Arabella der Meinung sind, in ihrem Sendegebiet durch ein dichtes Sendernetz und hohe Leistungen für möglichst guten Empfang zu sorgen, ist das deren gutes Recht. Niemand zwingt die Musikwelle dazu, nur mit 50W rumzufunzeln. Aber es ist alles auch eine Frage der Finanzen.

Es gibt Regeln bei der nationalen und internationalen Frequenzkoordination. Und es gibt Regeln aus dem Privatradiogesetz, die man einhalten muss. Das ist (leider) so. Man kann RTR/KommAustria in der einen oder anderen Entscheidung evtl. unterstellen, nicht immer 100% gleiche Maßstäbe anzusetzen, aber prinzipiell ist das alles hochgradig transparent und gerecht geregelt.

Übrigens wird jeder Antrag auch auf vermeidbare Mehrfachversorgungen abgeklopft, auch da gibt es Richtlinien, die einzuhalten sind.

Kurz gesagt: jammern, wie ungerecht angeblich alles ist, bringt nichts. Gute leistungsstarke Frequenzen an guten Standorten finden, die in Summe mehr als 50000 EW erreichen, Ausschreibung initiieren, gute Bewerbung abgeben, vom Konzept her besser als die Konkurrenz sein, Zuteilung bekommen... Nur darüber geht der Weg

Dann wird es auch was mit dauerhaftem guten Musikwelle-Empfang.
MHM
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MHM »

So ist es. Am Netzausbau von 88.6 und Arabella gibt es nichts zu kritisieren - Doppel- und Mehrfachversorgungen sind vom Privatradiogesetz abgedeckt, sofern das nicht gerade einen größeren Teil der gesamten Versorgungsfläche betrifft. Und nicht vergessen, es zählen die ITU-Empfehlungen! Ich finde genügend Punkte, wo 88.6 auf fünf Frequenzen reingeht, aber wenn die alle mit 45 dBµV/m bei Antennenhöhe 10 m über Grund empfangbar sind, wäre dieser Punkt schlichtweg unversorgt gemäß ITU. Moderne Autoradios kommen damit aber spielend zurecht. Darüber könnte man lange diskutieren, Beschwerden und Anregungen wären an die ITU in Genf zu richten.

Man muß vielleicht nicht mit allen Entscheidungen von KOA/RTR einverstanden sein, aber die Abläufe sind jedenfalls eines Rechtsstaates würdig, im Gegensatz zur benachbarten BRD (Abkürzung für Bananenrepublik Deutschland).

Damit alles in geordneten Bahnen abläuft, müssen sich aber alle Beteiligten an Recht und Gesetz halten, die Behörde wie der Radiobetreiber. Bei den jetzigen Veranstaltungsfunkfrequenzen paßt alles, die Abstrahlungen davor waren aber nicht astrein. Die RTR hat mich nämlich kontaktiert und gefragt, ob ich etwas wüßte zu dieser 103,6 oder 103,1. Ein falsches Wort von mir, und es wäre für die Musikwelle-Leute richtig teuer geworden!

Nein, ich will nicht als Projektverhinderer auftreten und auch nicht als Projektretter, aber ich würde darum bitten, künftig im Rahmen der bestehenden Regeln zu agieren.

Die Vorwürfe gegen 88.6, in Gföhl weitere Konkurrenz verhindern zu wollen, passen in die Kategorie "Verschwörungstheorie" (obwohl ich sonst mit dem inzwischen inflationär gebrauchten Begriff sehr zurückhaltend bin). Die Stadtgemeinde mit ihren knapp 3800 Einwohnern gehört nicht gerade zu den heiß umkämpften Radiomärkten, das ist nicht Wien! Selbst war ich natürlich oft in Gföhl, der Ort liegt in einer flachen Mulde und wird von weiter entfernt liegenden Sendern nicht gut versorgt.
Wie gut diese flachen Hügel abschirmen können, sieht man an den beiden 94,9 für Radio Arabella (Zwettl und Gföhl). Bei 25 km Distanz kommen sich beide Versorgungsgebiete nicht ansatzweise in die Quere, sodaß auf eine Synchronisierung von vornherein verzichtet wurde.

Gföhl ist insofern von Bedeutung, als der Standort einen Zusammenschluß mehrerer größerer Versorgungsgebiete ermöglicht. Daher macht der Standort durchaus Sinn, teuer darf er natürlich nicht sein und ist er auch nicht.

Fazit: Nicht lange herumlamentieren und mit den Fingern auf andere zeigen, sondern selbst aktiv werden! Für die Musikwelle stehen genügend freie Frequenzen zur Verfügung, für den Ballungsraum Wien sogar 1-kW-Frequenzen, die auf eine technische Reichweite von 1,4 Millionen Einwohner kommen. Ist natürlich alles eine Frage des Geldes, ist mir schon klar. Aber selbst für Wien gibt es inzwischen recht preisgünstige und enorm reichweitenstarke Standorte. Man muß nur lieb zu den anderen Leuten sein, dann eröffnen sich einem selbst ganz neue Mittel und Wege!
Jakob N
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Jakob N »

Welche 1kw Frequenz ist in Wien frei? Könnte man ja dann von dem frei gewordenen Platz auf Wien 1/Kahlenberg abstrahlen!
Lg
Wizard
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Wizard »

@MHM Danke für die ausführliche Antwort! Dann sollte aber auch im Donaugebiet was besseres frei sein als die zwei 50 WTt funzeln.
MHM
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MHM »

Bitte sehr! Wenn man die Region Krems mit Umgebung plus Tulln und Umgebung versorgt, erreicht man an die 60.000 Einwohner, das reicht für eine Ausschreibung. Mit zweimal 50 W schafft man es zwar nicht, aber die beiden Frequenzen sind ja zunächst vorläufig und nicht (inter)national koordiniert. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Gebiete mit einer Gleichwelle zu versorgen, das erleichtert die Koordinierung. Es ist aber zwingend darauf zu achten, daß die beteiligten Sender im Paket bei der RTR eingereicht werden. Die Behörde behandelt das dann als ein Versorgungsgebiet und dabei spielt es keine Rolle, ob dieses von ein, zwei, fünf oder zehn Sendern aufgespannt wird. Eine nachträgliche Erweiterung mit Gleichwelle kollidiert hingegen mit dem Privatradiogesetz, das geht leider nicht (Ausnahme: bundesweite Lizenz, weil bei dieser im juristischen Sinne nur eine Verdichtung, aber keine Erweiterung möglich ist). Allerdings braucht es für die Gleichwelle einen einmaligen zusätzlichen Invest für die Hardware zur Synchronisierung der Trägerfrequenzen und des MPX-Signals. In manchen Fällen kann auf die Synchronisierung verzichtet werden, das hängt von der Topographie ab.
MHM
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MHM »

Jakob N hat geschrieben: Sa 3. Jul 2021, 17:47 Welche 1kw Frequenz ist in Wien frei? Könnte man ja dann von dem frei gewordenen Platz auf Wien 1/Kahlenberg abstrahlen!
Lg
Nun ja, am Kahlenberg wurde ein Antennenplatz frei, das nützt zunächst aber nichts - schließlich ist die Frequenz 88,6 MHz nur 3 km weiter südwestlich gewandert. Der Kahlenberg als ORS-Standort hat auch seinen Preis und dieser ist kein Geheimnis, die ORS-Preisliste ist im Internet abrufbar. Ein Großsender im Kilowattbereich kostet im Jahr eine sechsstellige Summe, vor allem wenn man eine vollumfängliche Infrastrukturnutzung im Vertrag drin hat. Außerdem sind die Verträge auf 10 Jahre abzuschließen. Andererseits ist die ORS ein zuverlässiger Standortbetreiber, man bekommt schon etwas für sein Geld.

Ein bißchen neugierig wurde ich jetzt doch und hab mal die Situation genauer unter die Lupe genommen. Man könnte sogar die drei Senderstandorte Wien 11/KW Simmering, Tulbinger Kogel/Leopold-Figl-Warte und Krems/Feuerbrunn (oder so ähnlich) zu einer Gleichwelle zusammenbinden. Macht zusammen eine technische Reichweite von ca. 1,5 Mio. Einwohner, die versorgt werden können. Aber die Standorte sind unbedingt gemeinsam im Paket einzureichen, nicht nacheinander, sonst gilt es nicht. Ob man nach erfolgter Zuteilung alle Standorte aktiviert, ist eine andere Frage. Zumindest erwartet es die Behörde.

Es ist klar, daß ein technisches Konzept mit einer derartigen lukrativen Reichweite auch woanders Begehrlichkeiten wecken wird. Die Zahl der ernsthaften Mitbewerber würde aber auch für Wien sehr überschaubar bleiben. Wenn aber die Musikwelle sagt, wir wollen ja gar nicht nach Wien, sondern ein Lokalradio für´s Tullnerfeld bleiben, dann kann man die beiden letztgenannten Standorte in Gleichwelle betreiben. Eine technische Reichweite von insgesamt über 100.000 Einwohner ist damit immer noch möglich. Mehr kann ich dazu nicht sagen, es hat ja niemand offiziell ein technisches Konzept beauftragt.
andimik
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von andimik »

Gehen wir davon aus, dass der Betreiber selbst nicht weiß, was er will. Siehe Bescheid der RTR, da will er unbedingt auf DAB, aber geht nach kurzer Zeit wieder runter.
Habakukk
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Habakukk »

Es ist zugegebenermaßen ein schwieriges Eck von Österreich. Die letzten Ausschreibungen in Wien und St.Pölten gingen alle nicht ohne Rechtsstreitigkeiten über die Bühne. Siehe 102,1 Wien und jetzt 104,6 Wien, aber auch 93,2 St.Pölten. Nichts davon ist heute auf Sendung, obwohl die Ausschreibungen tlw. schon lange zurück liegen.

Je attraktiver das Paket ist, das da geschnürt wird, umso höher die Chance, dass es wieder wegen zu vieler Begehrlichkeiten jahrelange Verzögerungen gibt.

Ich persönlich würde glaube ich Wien nicht mit dazu nehmen. Aber auch ein reines Sendegebiet Krems+Tulln könnte für alle Wiener Programme als Zusatz interessant sein. Man kann sich leider nicht drauf verlassen, dass die Neuschaffung eines Versorgungsgebiets immer Vorrang vor einer Erweiterung hat.
MHM
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MHM »

Es ist fast sogar umgekehrt, dem etablierten Radiobetreiber gibt die Behörde eher den Vorzug gegenüber dem Neuling, das hängt aber von der Einzelsituation ab und kann sich auch ins Gegenteil verkehren. Wären in einem Verfahren die Parteien Musikwelle und LoungeFM vertreten, würde die Behörde wahrscheinlich der Musikwelle den Vorzug geben. Programminhalte und Finanzierungskonzept spielen natürlich auch eine Rolle. Ebenso hat die bundesweite Lizenz Vorrang bei Ausschreibungen und sollten sich zwei bundesweite Lizenznehmer bewerben (was inzwischen möglich ist), wird derjenige mit der insgesamt geringeren technischen Reichweite bevorzugt.

Diese Rechtsstreitigkeiten haben zwar den Vorteil, daß die Anwälte Geld verdienen, aber Radiobetreiber und Radiohörer bleiben dabei für längere Zeit auf der Strecke, erstere verbraten dabei jede Menge Geld, das man besser in den Netzausbau stecken könnte. Der Unfug ließe sich aber bereinigen, wenn man den Kontrahenten klarmachen kann, daß sie im Falle der Nichtberücksichtigung einfach ein neues technisches Konzept hinterherschieben sollen. Die Kosten für das alte Konzept bekommen sie ja refundiert und muß der Gewinner der Ausschreibung übernehmen. Leider gibt es aber immer noch jede Menge Hosenbiesler, die die Mär verbreiten, es gäbe keine freien Frequenzen mehr. Das sind nämlich diejenigen, die auf UKW nix zustandegebracht haben.

Hab jetzt eine Interferenzrechnung durchgeführt, im SFN-Betrieb kann man auf eine Synchronisierung zwischen KW Simmering und Tulbingerkogel vielleicht sogar verzichten, die Verwirrungszone liegt auf den Anhöhen des Wienerwalds. Zwischen Tulbingerkogel und Feuersbrunn wäre eine Synchronisierung dagegen empfehlenswert. Eigentlich ein höchst attraktives Versorgungsgebiet, man deckt mit nur einer Frequenz nicht nur einen Großteil Wiens ab, sondern auch noch das angrenzende Tullnerfeld bis nach Krems. So etwas gibt es bislang nicht, eine derartige Ausschreibung würde wohl einige sehr neugierig machen. Ich will mir noch anschauen, ob dank der Abschattung durch den Wienerwald eine SFN-Erweiterung möglich wäre.
Skizer
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Skizer »

Gott bewahre daß jetzt hier statt der Welle wieder so ein Dudelsender aus Wien kommt. :motz:
Radiosound
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Radiosound »

Skizer hat geschrieben: So 4. Jul 2021, 21:58 Gott bewahre daß jetzt hier statt der Welle wieder so ein Dudelsender aus Wien kommt. :motz:
Seh ich genauso :D aber das würde den Dudelsendern ähnlich schauen!
GuterEmpfang
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von GuterEmpfang »

MHM hat geschrieben: Sa 3. Jul 2021, 13:01 So ist es. Am Netzausbau von 88.6 und Arabella gibt es nichts zu kritisieren - Doppel- und Mehrfachversorgungen sind vom Privatradiogesetz abgedeckt, sofern das nicht gerade einen größeren Teil der gesamten Versorgungsfläche betrifft. Und nicht vergessen, es zählen die ITU-Empfehlungen! Ich finde genügend Punkte, wo 88.6 auf fünf Frequenzen reingeht, aber wenn die alle mit 45 dBµV/m bei Antennenhöhe 10 m über Grund empfangbar sind, wäre dieser Punkt schlichtweg unversorgt gemäß ITU. Moderne Autoradios kommen damit aber spielend zurecht. Darüber könnte man lange diskutieren, Beschwerden und Anregungen wären an die ITU in Genf zu richten.

Man muß vielleicht nicht mit allen Entscheidungen von KOA/RTR einverstanden sein, aber die Abläufe sind jedenfalls eines Rechtsstaates würdig, im Gegensatz zur benachbarten BRD (Abkürzung für Bananenrepublik Deutschland).

Damit alles in geordneten Bahnen abläuft, müssen sich aber alle Beteiligten an Recht und Gesetz halten, die Behörde wie der Radiobetreiber. Bei den jetzigen Veranstaltungsfunkfrequenzen paßt alles, die Abstrahlungen davor waren aber nicht astrein. Die RTR hat mich nämlich kontaktiert und gefragt, ob ich etwas wüßte zu dieser 103,6 oder 103,1. Ein falsches Wort von mir, und es wäre für die Musikwelle-Leute richtig teuer geworden!

Nein, ich will nicht als Projektverhinderer auftreten und auch nicht als Projektretter, aber ich würde darum bitten, künftig im Rahmen der bestehenden Regeln zu agieren.

Die Vorwürfe gegen 88.6, in Gföhl weitere Konkurrenz verhindern zu wollen, passen in die Kategorie "Verschwörungstheorie" (obwohl ich sonst mit dem inzwischen inflationär gebrauchten Begriff sehr zurückhaltend bin). Die Stadtgemeinde mit ihren knapp 3800 Einwohnern gehört nicht gerade zu den heiß umkämpften Radiomärkten, das ist nicht Wien! Selbst war ich natürlich oft in Gföhl, der Ort liegt in einer flachen Mulde und wird von weiter entfernt liegenden Sendern nicht gut versorgt.
Wie gut diese flachen Hügel abschirmen können, sieht man an den beiden 94,9 für Radio Arabella (Zwettl und Gföhl). Bei 25 km Distanz kommen sich beide Versorgungsgebiete nicht ansatzweise in die Quere, sodaß auf eine Synchronisierung von vornherein verzichtet wurde.

Gföhl ist insofern von Bedeutung, als der Standort einen Zusammenschluß mehrerer größerer Versorgungsgebiete ermöglicht. Daher macht der Standort durchaus Sinn, teuer darf er natürlich nicht sein und ist er auch nicht.

Fazit: Nicht lange herumlamentieren und mit den Fingern auf andere zeigen, sondern selbst aktiv werden! Für die Musikwelle stehen genügend freie Frequenzen zur Verfügung, für den Ballungsraum Wien sogar 1-kW-Frequenzen, die auf eine technische Reichweite von 1,4 Millionen Einwohner kommen. Ist natürlich alles eine Frage des Geldes, ist mir schon klar. Aber selbst für Wien gibt es inzwischen recht preisgünstige und enorm reichweitenstarke Standorte. Man muß nur lieb zu den anderen Leuten sein, dann eröffnen sich einem selbst ganz neue Mittel und Wege!
Ui, da spricht scheinbar der Gott der Frequenzen... Gföhl als dringendes Versorgungsgebiet von 88.6? Zwettl oder (plötzlich) Horn als unverzichtbares Sendegebiet von Arabella? Ja - wenn es hier regionale Berichterstattung geben würde. Gibt es aber nicht.
Da höre ich in den Musikwelle Regionalnews mehr Infos als ich auf beiden Sendern den ganzen Tag höre.
Wien ist für die Musikwelle sicher uninteressant. Eine ordentliche Versorgung des jetzigen Einzugsgebiets wäre sicher auch mit einer einzigen Frequenz (und das ohne aufwändige Gleichwelle) möglich.
Das strebt die Musikwelle aber soweit ich das hier lese eh an. Gut so - viel Glück dabei, nicht unterkriegen lassen.
MHM
Beiträge: 205
Registriert: Sa 26. Okt 2019, 07:51

Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MHM »

Es ist nicht meine Aufgabe, darüber zu urteilen, wo 88.6 und Arabella zu versorgen haben und wo nicht. Das ist Sache der Radiobetreiber, diese zahlen schließlich auch für die Sendestandorte. Mir ist es auch egal, ob die Musikwelle nach Wien senden will oder nicht - das ist deren (Eure?) Angelegenheit. Vom Tulbingerkogel kann man auf alle Fälle das gesamte Tullnerfeld bis rüber nach Krems versorgen, wenn man die passende Frequenz mit der passenden Leistung dazu hat. Vielleicht findet Ihr ja eine schöne Frequenz mit 5 oder 10 kW, die Behörde wird es uns dann schon mitteilen.

Anmerkung am Rande: Ich bin keine Frequenzbeschwerdestelle oder so was ähnliches, vielleicht gibt es bei der KOA eine solche Anlaufstelle, weiß ich nicht.
Wizard
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von Wizard »

Ich finde in diesem Forum geht es in erster Linie um die Technik dahinter und nicht welcher Sender welche news bringt. :) Das Ara zu einem Dudler verkommen ist ist ja kein Geheimnis und 88.6 eher die Rockgemeinde anspricht und nicht das ältere Klientel wie die Musikwelle.

Ich finde es sehr interessant über die Sendetechnik und Frequenzen zu lesen und ich finde MHM hat da einiges aus technischer Sicht zu bieten :dx:
MPDX
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Re: Musikwelle auf UKW

Beitrag von MPDX »

Ich war am Mittwoch letzte Woche im UKW Sendegebiet der Musikwelle unterwegs und war positiv über die Reichweite überrascht!
Von Neulengbach kommend Richtung Tulln war der Sender auf der 96,0 MHz noch sehr gestört durch die 96,0 von "88,6" aus Oed, allerdings wurde der Empfang immer besser - ab ca. Asperhofen ohne Probleme.
Nach einem kurzen Zwischenstop am Senderstandort der 96,0 MHz beim Silo in Judenau (Fotos folgen demnächst) bin ich dann weitergefahren nach Krems. Interessant war, dass im Autoradio relativ oft auf die 100,4 MHz gewechselt wurde (auch im Zielgebiet der 96,0 Mhz). In Krems selbst war der Empfang nicht perfekt, aber in Ordnung.
Spannend finde ich, dass man mit den beiden 50 Watt Sendern das gesamte Tullnerfeld gut erreichen kann - hätte ich mir so nicht erwartet.

Allerdings laufen beide Sender nicht Syncron - die 100,4 MHz aus Krems ist eine Spur früher und etwas lauter, das ist relativ unangenehm bei der RDS Umschaltung (Betreiber wurde informiert)...
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