oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Radioforum Österreich
UK-DX
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Re: oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Beitrag von UK-DX »

RZCH hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 10:33 Hier scheint jemand gekränkt zu sein, weil ein User seine eigene Meinung gegenüber einer Verbreitungstechnologie ausgedrückt hat.

Die Radiolandschaft in Österreich ist nicht sehr schön, aber durch persönliche Anpöbeleien an jemanden, der nur seine Arbeit macht, werden ORF & kronehit nicht plötzlich auf DAB senden wollen.
Namen nennen waere auch ganz gut, wer gemeint sei. Sollte ich gemeint sein jemanden gekraenkt zu haben, entschudlige ich mich gerne.

Radio ist halt ein gewisser Kulturschock in Oesterreich. Es scheint eine geballe Welle von Veraenderungsresistenz und Inkompetenz zu sein, - so nimmt man das wahr.

Und was den User MHM betrifft, im Beruf muss man halt die Meinung des Auftraggebers oder des Vorgesetzten haben, sonst bekommt man den Job eben nicht.

In der Republik Irland ist es zumindest so, dass die Radiomacher auch Radio machen koennen, egal ob der RTE oder die Privaten, so faellt Inkompetenz schon einmal weg, Veraenderungsresistenz gegenuber DAB+ auf Grund von Angst von Marktverschiebungen ist dennoch da.

In Oesterreich ist halt beides verbreitet, die Radiomacher koennen kaum etwas , besonders Fellner, und die neue Technik wollen sie auch nicht, - trotz dessen, dass sie in der Schweiz mehr als erfolgreich eingefuehrt wurde und wunderbare Empfangsbedingungen in den Bergen bietet, zusammen mit guter Vielfalt.

Da wundert man sich schon irgendwie und muss Kritik nicht gleich als Anpoebeleien beschreiben. Gut, man faehrt auch wegen den Bergen nach Oesterreich und sicher nicht wegen den Radiosendern......
andimik
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Re: oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Beitrag von andimik »

Radio in Österreich ist - im Gegensatz zu Irland mit den Piratensendern, die offensichtlich unter keiner medienrechtlichen Kontrolle stehen - aber rechtlich abgesichert.

Ein einziger Radiosender darf (sofern er denn die Zulassung erhielte) noch keinen Multiplex mit seinen Programmen alleine betreiben, weil - so weit ich das in Erinnerung habe - mindestens die Hälfte des Multiplexes mit Nutzdaten gefüllt sein muss laut AMD-G.

Weil es nur max. 144 CUs pro Service sind und (!) ein Betreiber max. zwei Programme verbreiten darf (die Änderung wird von vielen Marktteilnehmern gewünscht, siehe auch aktuelle Bedarfserhebung), braucht er zumindest einen weiteren Partner, damit ein Mux mindestens 50% voll ist.

Das fällt bei UKW weg.

Ich verstehe auch die UKW-Hörer, weil diese vermutlich noch nie DAB eingeschaltet haben (oder minderwertige DAB-Geräte verwenden und glauben, DAB klinge schlechter als UKW).
Habakukk
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Re: oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Beitrag von Habakukk »

Ich glaube, wir müssen jetzt hier nicht die zweitausenddröflte DAB-Diskussion führen. Vor- und Nachteile von DAB+ sind mittlerweile ausreichend bekannt.
Auch das ewige Gejammer, wie schrecklich die österreichische Radiolandschaft sei, kann ich wirklich nicht mehr hören. Es gibt fast überall ein vergleichsweise vielfältiges Angebot, von dem manche deutlich dichter besiedelte Ecke in Deutschland z.B. nur träumen kann. Man kann an den Fellner-Programmen und seinem Vorgehen auch wirklich sehr viel kritisieren, aber das stellt ja bei weitem nicht die gesamte Medienlandschaft Österreichs dar.

Ich denke, wir wollen hier über Ö24, Radio Austria und die drei Antenne-Programme von Fellner sprechen, und bevorzugt über die UKW-Versorgung.
Für DAB+ haben wir eh einen separaten Thread und da tut sich vorerst sowieso nichts.
UK-DX
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Re: oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Beitrag von UK-DX »

Habakukk hat geschrieben: Do 10. Mär 2022, 12:46 Ich glaube, wir müssen jetzt hier nicht die zweitausenddröflte DAB-Diskussion führen. Vor- und Nachteile von DAB+ sind mittlerweile ausreichend bekannt.
Auch das ewige Gejammer, wie schrecklich die österreichische Radiolandschaft sei, kann ich wirklich nicht mehr hören. Es gibt fast überall ein vergleichsweise vielfältiges Angebot, von dem manche deutlich dichter besiedelte Ecke in Deutschland z.B. nur träumen kann. Man kann an den Fellner-Programmen und seinem Vorgehen auch wirklich sehr viel kritisieren, aber das stellt ja bei weitem nicht die gesamte Medienlandschaft Österreichs dar.

Ich denke, wir wollen hier über Ö24, Radio Austria und die drei Antenne-Programme von Fellner sprechen, und bevorzugt über die UKW-Versorgung.
Für DAB+ haben wir eh einen separaten Thread und da tut sich vorerst sowieso nichts.
Schon klar, ist halt etwas schockierend wenn man die Verhaeltnisse nicht kennt. Ich wollte hier niemanden beleidigen oder anpoebeln. Nur so schlechtes Radio wie in Oesterreich, oeffentlich rechtlich wie privat kenne ich von nirgendwo her. Mir kann's ja auch egal sein, ich lebe ja auch nicht dort, und mobiles Internet gibt's ja heutzutage auch.
MHM
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Re: oe24 / Radio Austria: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Beitrag von MHM »

Hab hier gar nicht weitergelesen, beim kurzen Überfliegen aber schon gemerkt, daß offensichtlich wilde Verschwörungshypothesen zusammengebastelt werden. Daher eine kurze Klarstellung:
1.) Ich vertrete grundsätzlich von niemandem eine Meinung und selbst meine Meinung halte ich meistens zurück, da ich Meinungen generell für überbewertet halte. Das klingt hart, aber es wird irgendwann nervig, wenn jeder sogenannte "Spezialist" meint, er müßte seinen Senf dazugeben oder gar den Herrn Oberlehrer spielen, obwohl er von der Materie keine Ahnung hat und verschiedenste Zusammenhänge nicht kennt bzw. als Außenstehender auch gar nicht kennen kann.
2.) Damit leite ich zum nächsten Punkt über: Diverse "Spezialisten" haben bis heute nicht begriffen, daß es so etwas wie Versorgungsgebiete von "Übertragungskapazitäten" gibt (so heißt es in der Behördensprache). Innerhalb dieser Versorgungsgebiete soll der Empfang einwandfrei sein (gemäß ITU-Richtlinien), außerhalb davon ist es völlig wurscht, ob das Signal gestört ist oder nicht. Wichtig ist dann nur, daß das Sendegebiet einer anderen Übertragungskapazität nicht gestört wird.
3.) Was die "Spezialisten" natürlich auch nicht bedenken: Würde man Frequenzen koordinieren, die völlig unbrauchbar sind, läuft man Gefahr, daß einem juristische Schritte einschließlich Regreßforderungen um die Ohren fliegen. Kostet jede Menge Zeit, Geld und Nerven! Also ist selbstkritisches Reflektieren über die eigene Arbeit fast schon oberste Maxime! Die Verbreitung von Rundfunkprogrammen ist in der Regel mit kommerziellen Interessen verbunden und dient nicht der Belustigung von Usern in Radiohobbyforen.
4.) Niemand wird erwarten, daß jeder alles weiß (die Zeit der Universalgelehrten ist seit Jahrhunderten vorbei, gibt es heute so nicht mehr), und so ist es überhaupt nicht schlimm, wenn sich jemand nicht mit HF-Technik/Wellenausbreitung auskennt. Das ist absolut in Ordnung, völlig inakzeptabel ist aber, wenn Laien daherkommen und jenen geballte Inkompetenz vorwerfen, die seit vielen Jahren beruflich mit der Thematik beschäftigt sind. Kenne ich übrigens auch, wenn es um das Narrativ "Klimawandel" geht.
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