Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

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PAM
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von PAM »

Berliner-Zeitung.de:
„Zwei bis drei Stunden“: Giffey zu Stromabschaltungen als Notmaßnahme für Berlin
[...] Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) kann sich ein kurzzeitiges Abschalten der Stromversorgung in einzelnen Stadtteilen als Notmaßnahme in der Energiekrise vorstellen. Das Allerwichtigste sei der Schutz der Infrastruktur der Stromversorgung vor einer Überlastung, sagte Giffey am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow Markus Lanz. [...]
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Felix II
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Felix II »

kurzzeitiges Abschalten der Stromversorgung
Dann aber bitte bei Ihr zuerst.
mfG: Felix II

[hr]

Zitat:Man könnte das Stöffchen doch auch gleich dem Trinkwasser zusetzen.
Sticks and stones may break my bones but there will always be something to offend a feminist.
Wikipedia: Standart bezeichnet häufig eine Falschschreibung des Wortes Standard
PAM
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von PAM »

Felix II hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 13:27 Dann aber bitte bei Ihr zuerst.
Neee! In Lichtenberg, Marzahn/Hellersdorf und Hohenschönhausen zuerst, damit's in der City-West noch für die Leuchtreklame und in der Adventszeit auch für die Lichterketten reicht!
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Thomas(Metal)
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Thomas(Metal) »

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ob ... en,TIFMbWj

Strom dürfte auch für die Landesrundfunkanstalten bald sehr teuer werden und man wird einsparen wo es nur geht Ich lehne mich mal aus dem Fenster und male tiefschwarz: Bis zum Jahresende ist nur noch eine UKW-Kette aktiv, hier Bayern1. Den Rest gibt es terrestrisch nur noch via DAB. Immerhin kann sich der BR das bei seiner lobenswerten DAB-Abdeckung leisten.
...andere werden folgen...
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Habakukk
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Habakukk »

Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Eher, dass man bestimmte UKW-Sender, die sich leicht kompensieren lassen, oder erst spät in Betrieb gingen, abschaltet. Bad Tölz, Burgberg-Halden, Ulm, Augsburg, wie man das ja ohnehin schon begonnen hat.

Vielleicht trifft es noch ein paar Frequenzen von BR-Klassik. Man hätte dessen UKW-Verbreitung ja schon mal gerne für Puls geopfert, also erscheint mir diese Kette als diejenige, auf die der BR am ehesten verzichten würde. Komplett abschalten wird man aber auch diese nicht.

Mehr als das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
das letzte MHz
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von das letzte MHz »

Habakukk hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 19:41Mehr als das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
BR Fernsehen durch eine 24/7 Bob-Ross-Schleife ersetzen :danke:

Vor allem, wäre er denn jemals mit dieser Frisur berühmt geworden :gruebel:

https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/ ... y55.01.png
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Nicoco
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Nicoco »

Nur zwei deutsche Atomkraftwerke sollen weiterlaufen, und auch nur im Notbetrieb – so lautet Habecks Plan für den kommenden Bibber-Winter, bei dem es auf jede Megawattstunde ankommt.

Doch dieser Notbetrieb wird wohl nötig – davon geht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (53, Grüne) mittlerweile selbst aus. Heißt: Die beiden AKW bleiben wohl am Netz!

„Wir sind jetzt schon in einem Bereich, wo der Stresstest sagt: Da kann es notwendig werden, Atomkraftwerke für die Netzsicherheit einzusetzen“, sagte Habeck auf einer vom „Spiegel“ organisierten Konferenz. „Das werden wir jetzt weiter beobachten, aber die Situation in Frankreich entwickelt sich nicht gut“, sagte der Grünenpolitiker weiter.
https://www.bild.de/politik/inland/poli ... .bild.html
DH0GHU
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von DH0GHU »

.. gibts übrigens auch im Liveticker auf spiegel.de ;)

Und: Es zeigt, dass Atomkraft das Problem ist, nicht die Lösung - das weiterlaufenlassen davon mal ausgenommen. Nachwievor sind 50% der französischen Reaktoren nicht betriebsbereit. Der Rest liefert 28 GW bei 50 GW Spitzenlast - die Frankreich gestern zB. sogar Dank Solar und Wind decken konnte...
Im Winter liegt die Spitzenlast in Frankreich allerdings bei 80 GW - also sogar noch höher als in Deutschland.
Ohne Wiederinbetriebnahme von fast allen AKWs fehlen 30 GW. Da helfen auch deutsche AKWs nicht weiter. Naja ein bischen.

Und es hat nichts, garnichts, mit der Ukraine zu tun. Denn so viel Strom kann F garnicht aus Erdgas produzieren (12,2 GW installierte Kapazitäten) - und wir nicht rüberleiten.
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Habakukk
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Habakukk »

Bild hat geschrieben: Bibber-Winter
Da fragt man sich schon, wer da die Angst schürt...
Nicoco
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Nicoco »

DH0GHU hat geschrieben: Di 27. Sep 2022, 16:21 Und: Es zeigt, dass Atomkraft das Problem ist, nicht die Lösung
Wenn man sich um seine Stromversorgung nicht kümmert, so wie die Franzosen es bei ihren AKWs getan haben, nützt die beste Technik nichts ;)
das letzte MHz
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von das letzte MHz »

Habakukk hat geschrieben: Di 27. Sep 2022, 16:44
Bild hat geschrieben: Bibber-Winter
Da fragt man sich schon, wer da die Angst schürt...
Für die Franzosen kann das ohne ihren Atomstrom durchaus so kommen, denn die heizen überdurchschnittlich viel elektrisch, weil Atomstrom dort als Verbraucher immer billigst zu haben war. Will die französische Regierung den Stromverbrauch reduzieren, muss der Preis hoch und dann passiert was hier wegen des Erdgases passiert: Die Heizung bleibt aus. Aber mal ehrlich: Das ist doch gelebte deutsch-französische Freundschaft: Beim Frieren vereint :cheers:
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PAM
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von PAM »

Das europäische Stromverbundnetz ist eine Solidargemeinschaft. Reicht die Produktion nicht, muss das Netz durch Lastabwürfe erleichtert werden, bis wieder ein Gleichgewicht hergestellt ist. Ballungsräume abzuwerfen bietet die Chance auf eine größere Erleichterung. Das Abwerfen im ländlichen Raum, wo es keine industriellen Großverbraucher gibt, wäre feiner dosierbar.

Kenne ich aus meiner Kindheit noch: Das Berliner Umland wurde abgeschaltet, damit in Berlin die Leuchtreklamen weiter strahlen konnten. Unterschied zwischen damals und heute war, dass Gas für den Herd und den Durchlauferhitzer auch ohne Strom kam und dass der Kohleofen auch ohne Strom kuschelige Wärme produzierte. Es war Winter, der Inhalt des Kühlschranks kam aufs Fensterbrett.
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von Starsailor001 »

Enorme Energiekosten und Inflation auch in userem Nachbarland Polen.

Die polnische Regierung bereitet ein umfangreiches Paket vor um die Bevölkerung von immens ausunfernden Energiepreisen zumindest teilweise zu entlasten.

Aus der FAZ: (C)

""Kohlekrise stellt Regierungspartei PiS vor Zerreißprobe

Polen leidet jedoch an hohen Strompreisen, die sich für viele Verbraucher etwa verfünffacht haben. Am späten Montagabend stellte die Regierung den Entwurf einer Preisbremse vor:

Für die Haushalte sollen im kommenden Jahr 2000 Kilowattstunden zum Preis des Vorjahrs erhältlich sein. Für Familien mit Behinderten sollen 2600, für Landwirte und kinderreiche Familien sogar 3000 kWh gelten.
2000 kWh sei der Durchschnittsverbrauch im Land, hieß es dazu. Diese als „Solidaritätsschild“ bezeichnete Maßnahme solle umgerechnet knapp fünf Milliarden Euro kosten.


........................................................................................................
Die größte Sorge ist jedoch nach wie vor die Versorgung mit Steinkohle für etwa drei Millionen Haushalte, die auf diese Weise heizen. Im Frühjahr hatte die Regierung Morawiecki den Verzicht auf die umfangreichen russischen Kohleimporte verkündet, um die wirtschaftliche Abnabelung von Moskau voranzutreiben. Inzwischen sind nicht nur die Preise stark gestiegen, auch bezweifeln Fachleute, ob es überhaupt noch gelingt, vor Wintereinbruch mehrere Millionen Tonnen Kohle auf dem Weltmarkt aufzutreiben und nach Polen und zu den Endverbrauchern zu schaffen.

Zur Abfederung soll jeder „Kohlehaushalt“ im Land vor dem Winter einen Zuschuss von umgerechnet etwa 640 Euro bekommen.

Zugleich bringen Schiffe den Brennstoff über die Weltmeere nach Polen.
Seit Tagen berichten regierungskritische Medien von besorgten Menschen in Kleinstädten, die bei den Kohlehändlern Schlange stehen, um Kohle zu kaufen oder sich zumindest auf die Warteliste setzen zu lassen. Der Streit, wer die Kohlekrise zu verantworten habe, stellt die Regierungspartei PiS vor eine Zerreißprobe. Ministerpräsident Morawiecki liegt dabei im Streit mit einem seiner Stellvertreter, dem Minister für die Staatsaktiva, Jacek Sasin. ""
FAZ.de
QTH:Zwischen Rhön und dem Thüringer Wald............FRANKEN und dem Schiefergebirge//
4 Km südöstlich vom Döbraberg(795m NN)-- Höchster Berg des Frankenwaldes
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Re: Kernkraft? Ja, bitte! - Eine Frage der Energiewende

Beitrag von DH0GHU »

PAM hat geschrieben: Di 27. Sep 2022, 18:56 Das europäische Stromverbundnetz ist eine Solidargemeinschaft. Reicht die Produktion nicht, muss das Netz durch Lastabwürfe erleichtert werden, bis wieder ein Gleichgewicht hergestellt ist.
Wobei man dabei nicht vergessen darf, dass Leitungskapazitäten begrenzt sind - national wie international. Zwischen Deutschland und Frankreich "stehen" ca. 5 GW.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gre ... sleitungen

Edit: Die 3 AKWs in D liefern ca. 4 GW - also aus Sicht Frankreichs immerhin 80% der Menge, die wir nach F liefern könnten. Was für den Weiterbetrieb bis zur Lösung des Unterversorgungsproblems in F spricht..
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
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