Chief Wiggum hat geschrieben: ↑Do 20. Nov 2025, 12:22
Was für eine Mitte?
Gibts doch garnicht mehr
Es gibt in einem demokratischen System immer eine Mitte, egal mit welcher denkbaren Definition. Wobei man schon an den Definitionen sieht, dass der Begriff relativ problematisch ist.
Per mathematischer Definition wäre die Mitte da, wo 50% der Positionen bzw Wähler rechts von einer und 50% links von einer bestimmten Position sind. Sinnvollerweise würde ich sie als den Bereich innerhalb des politischen Spektrums sehen, in dem sich die Mehrheit der Wähler wiederfindet. Oder: X % sind rechts der Mitte, genauso viele % sind links der Mitte. Insofern gibt es immer eine Mitte. Man kann sie auch über politische Positionen definieren, der zugehörige Wikipedia-Artikel erklärt Dir das sicher ganz gut. Die Definition ist dann "zeitlos", während die Definition über prozentuale Verhältnisse immer eine Verschiebung zugunsten tagesaktueller Strömungen verursacht.
Oder Du definierst die Mitte einfach dort, wo Du bist. Ist dann halt ein wiggumzentrisches Weltbild. Wenn Du dann merkst, dass rechts oder links davon nicht viel über bleibt, solltest Du DIESE Definition allerdings überdenken
Man fährt wohl ganz gut damit, wenn man Parteien wie CDU/CSU, FDP, Grüne, SPD, Freie Wähler etc. als "politische Mitte" definiert. Die einen sind etwas rechts davon, die anderen etwas links davon.