PowerAM hat geschrieben:
Die hiesige Grundschule fordert die Abtretung von Bildrechten pauschal und für jedes Schuljahr erneut ein. Verweigern Eltern das, so ist z. B. die Teilnahme am Sportfest der Schule für das betroffene Kind ausgeschlossen. Je nach aktueller Personaldecke gibt es dann eine alternative Beaufsichtigung oder die Eltern müssen sich selbst darum kümmern. Sollte eine Beaufsichtigung möglich sein, so bleiben die Kinder auch bei feinstem Sonnenschein drinnen. Es könnte sich ja ein Fotograf verlaufen.
Das wäre ein Punkt wo mir die Hutschnur reißt. Schule ist keine Freiwilligkeit. Natürlich weiß ich zu diffrenzieren: Sicherlich hätte ich nichts gegen Aufnahmen für einen Jahresbericht oder ähnliches. Derartiges sehe ich als wünschenswert an! Das wird dann eben einer geschlossenen Benutzergruppe zugänglich gemacht. Sobald das aber über Extern, z. B. Hosting über Facebook u. a., läuft oder, wie hier am Kindergarten, gar für Werbezwecke verwendet werden soll ist Schluß.
Ja, ich sehe es schon, es wird mit mir und der Schule der beiden Großen noch richtig lustig werden, vielleicht sollte ich direkt einmal eine/die Rechtschutzversicherung prüfen

. Von anderen Schulen ist mir durchaus bekannt daß man da erwartet daß die Kinder ein Smartphone inklusive Whatsapp haben. Mache ich nicht mit. Strikt. Das ist sicherlich einerseits durch den Landesdatenschutzbeauftragten kein freigegebenes Mittel und damit schon zu verwerfen, andererseits ist nach Schulschluß Feierabend. Auch für die Kinder, auch die sind dann per neue Medien nicht mehr zu belästigen.
Und wozu sollten die überhaupt ein Smartphone brauchen? Das ist in Bayern in der Schule verboten, während des Schulweges ebenso sinnlos (wenn er länger sein sollte lieber nochmals in die Hefte schauen oder, von mir aus Hausaufgaben teilweise abschreiben). Ein Verbot das ich als sehr sinnvoll ansehe und hoffe das es bleibt. Alles andere sind Absprachen und eben Einhalten dessen. Auch das sind wichtige Erziehungsziele, später heißt das dann einmal Termintreue. Hat bei uns vor 35 Jahren auch prima geklappt. Bus nicht bekommen, dann eben den nächsten oder die nächste Bahn. Dafür bedarf es kein Kommunikation mit den Eltern. Datensparsamkeit ist defintiv das Gebot der Stunde. Besonders nach diversen Angriffen auf §10GG, auch wenn ich keine Verschwörung dahinter sehe (da gibt es schöne Nachrufe im Netz zu sehen). Es gibt hier schlicht etwas ganz wichtiges: Die Privatsphäre meiner Knder. Dem gegenüber sehe ich mich für meine Kinder die das jetzt noch nicht selbst entscheiden können verpflichtet.
Und was ich da nicht verstehe: Warum weicht offenbar die breite Masse da zurück?