** Der ultimative CORONA-Thread **

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maroon6
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von maroon6 »

DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 12:27
maroon6 hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 10:45
Gerade die PK des RKI angeschaut. Dort wurde eine Mobilitätsstudie vorgestellt und man gibt nun der Mobilität die Schuld am hohen Infektionsgeschehen. Von der 15-Kilometer-Beschränkung sind nur rund fünf Prozent aller Reisen der Bürger betroffen, die dadurch nicht mehr stattfinden. Man schlägt daher nun Bund und Länder eine erhebliche Reduzierung des Bewegungsradius vor (bundesweit) und zwar nicht mehr ab Stadt- oder Ortsgrenze, sondern ab der Haustür. Also ggbf. nur 1 km wie in Frankreich. Ausnahmen bleiben Arbeit, Arzt, Einkaufen, Post, Bank etc. Darüber hinaus nochmal Reduzierung der privaten Kontakte, was dann wohl bedeutet, dass man nur noch sich selbst und die Mitglieder des eigenen Hausstands treffen darf, sofern vorhanden ;)
Irgendwann ist das Maß aber voll.
Wen soll ich allein im Auto bitteschön anstecken? Das ist Idiotie pur.
Es geht wohl auch darum, dass man dann den besten Freund nicht mehr besuchen kann, wenn dieser weiter als 1 km weg wohnt (was ja höchst wahrscheinlich ist) und das wiederum führt zu einer weiteren Kontaktreduzierung. Aber wenn man eh alle privaten Kontakte verbietet, ist es eigentlich wurscht, wie weit weg man sich vom Haus bewegt, da hast du freilich recht.
Zuletzt geändert von maroon6 am Do 14. Jan 2021, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

maroon6 hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 12:32
DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 12:27
maroon6 hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 10:45
Gerade die PK des RKI angeschaut. Dort wurde eine Mobilitätsstudie vorgestellt und man gibt nun der Mobilität die Schuld am hohen Infektionsgeschehen. Von der 15-Kilometer-Beschränkung sind nur rund fünf Prozent aller Reisen der Bürger betroffen, die dadurch nicht mehr stattfinden. Man schlägt daher nun Bund und Länder eine erhebliche Reduzierung des Bewegungsradius vor (bundesweit) und zwar nicht mehr ab Stadt- oder Ortsgrenze, sondern ab der Haustür. Also ggbf. nur 1 km wie in Frankreich. Ausnahmen bleiben Arbeit, Arzt, Einkaufen, Post, Bank etc. Darüber hinaus nochmal Reduzierung der privaten Kontakte, was dann wohl bedeutet, dass man nur noch sich selbst und die Mitglieder des eigenen Hausstands treffen darf, sofern vorhanden ;)
Irgendwann ist das Maß aber voll.
Wen soll ich allein im Auto bitteschön anstecken? Das ist Idiotie pur.
Es geht wohl auch darum, dass man dann den besten Freund nicht mehr besuchen kann, wenn dieseer weiter als 1 km weg wohnt (was ja höchst wahrscheinlich ist) und das wiederum führt zu einer weiteren Kontaktreduzierung. Aber wenn man eh alle privaten Kontakte verbietet, ist es eigentlich wurscht, wie weit weg man sich vom Haus bewegt, da hast du freilich recht.
Verstehst Du die Idiote in dem Gesamtprinzip? Arbeiten mit zig potentiellen Kontakten (je nach Firmengröße) ist okay, aber z.B. eine Fernbeziehung mit EINER Person nicht? Was ein Schwachsinn. Das würde hoffentlich sofort von Gerichten kassiert.
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Thomas(Metal)
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Thomas(Metal) »

Gerichte kassieren derzeit mal gar nichts sondern warten auf "danach". Allenfalls für Einzelne werden Maßnahmen kurzfristig ausgesetzt.

Wenn Söder von einer Corona-RAF spricht übersieht er eines: Diese Gruppierung hatte damals keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Bisher verschrecken die Querdenker, einmal hier als Oberbegriff genannt, die normalen Bevölkerungsteile die ihnen wohlgesonnen sind (erfreulicherweise) recht schnell wieder. Noch ist das so...
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planetradio
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von planetradio »

„Der Regierungschef Kretschmann will bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf dringen, dass die ursprünglich für den 25. Januar geplante Videokonferenz mit den anderen Ministerpräsidenten auf nächste Woche vorgezogen wird. Er werde sich für „weitere und schärfere Maßnahmen“ einsetzen.“

https://www.welt.de/politik/deutschland ... g-aus.html

Habakukk
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Habakukk »

DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 12:27
Irgendwann ist das Maß aber voll.
Wen soll ich allein im Auto bitteschön anstecken? Das ist Idiotie pur.

Die meisten potentiellen Kontakte hat man beim Arbeiten, beim Einkaufen, beim Arzt, etc. Oder auf dem Weg dahin. Beim Sport in der freien Natur, bei der Wahrnehmung einer Fernbeziehung, etc, ist das Risiko doch demgegenüber minimal.
Sehe ich auch so! Ich kann hier 15km herumwandern ohne eine Menschenseele zu treffen. Warum sollte ich da meinen Radius auf 1km beschränken? Damit ich keine Eichhörnchen oder Rehe anstecke?
Thomas(Metal) hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 08:01
Nach meiner Überzeugung ist da der 50er Wert nicht zielführend. Dies wurde immer wieder von verschiedenen Wissenschaftlern festgestellt.
Jein! Ich denke, maßgeblich ist nach wie vor die Belegung in den Krankenhäusern und die Zahl der belegten Intensivplätze. Da hat sich absolut nichts zum besseren verändert. Und heute war ein neuer Höchstwert bei den Todeszahlen. Davon ausgehend, dass man immer noch eine kleine Marge braucht, damit die Zahl nicht plötzlich explodiert und das Virus damit unkontrollierbar wird, dürfte ein valider Wert schon ein Stück unterhalb dessen sein, wo wir gerade stehen, denn jetzt geht das ja gerade noch so gut in den Krankenhäusern. Ob 50 zu niedrig ist, weiß ich nicht. Aber über 100 sollte er vermutlich nicht dauerhaft sein.
Thomas(Metal) hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 08:01
Man darf abschließend nicht vergessen daß das Volk irgendwann die Schnauze voll hat und man durch übertriebene Maßnahmen das Vertrauen in staatliche Institutionen nachhaltig beschädigen kann.
Ja! Ich sehe mich durchaus als jemanden, der bisher sehr auf Seite der Regierung war und viel Verständnis auch für ungerechte Maßnahmen hatte (es ist ja auch gar nicht so einfach, die zig Eventualitäten und Details alle zu berücksichtigen). Aber selbst mir fällt es zunehmend schwer, mich noch länger und v.a. noch massiver einschränken lassen zu wollen.

Langsam wird es auch wirklich schwer erträglich! Wir sind jetzt (Soft-Lockdown eingeschlossen) in der MItte des dritten Monats des 2.Lockdowns mit massiven Einschränkungen und nichts tut sich bei den Zahlen (der Sommer davor war ok, weil alles etwas lockerer war, mehr aber auch nicht, denn normal war das ja auch nicht).
Jetzt also vielleicht noch drastischere Einschränkungen (1km Bewegungsradius, praktisch keine Kontakte mehr), und das nochmal weitere 3 Monate? Bei aller Gefahr, die von den Mutationen ausgeht: da drehen die Leute glaube ich langsam durch! Das Leben besteht mittlerweile gefühlt eh nur noch aus Arbeiten, dem dämlichen Virus und draußen ist dank Winterhalbjahr eh nur Kälte+Dunkelheit samt miesem Dauergrau! Irgendwie schlägt das selbst mir auf das Gemüt, und ich bilde mir ein, dass meine Situation eigentlich noch vergleichsweise privilegiert ist (wohne auf dem Land, wo man nicht ständig viele Menschen trifft, Arbeite im Home Office, habe schöne Natur auch direkt draußen vor der Tür). Wie soll das erst sein, wenn du in einer Miniwohnung in einem Wohnblock in der Stadt wohnst und da nicht mehr raus darfst außer zum malochen?

RF_NWD
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von RF_NWD »

Einen kleinen Hoffnungsschimmer sehe ich aktuell darin, dass sich der Durchschnittsalter der Infizierten wieder deutlich um 5 Jahre gesenkt hat und die Todesfälle pro Woche weniger werden. In der Statistik der Region Osnabrück kann man die Entwicklung auch über einen sehr langen Zeitraum zurückverfolgen.
Aber das Niveau bleibt einfach noch viel zu hoch. Für die 520 T Einwohner waren die aktiven Fallzahlen zuletzt Anfang November unter 1000 und schwanken seit einigen Wochen in einem Korridor zwischen 1000 und 1200.
Der 7 Tage Index pendelt sich auf 150 pro 100 T Einwohner ein.
Ich hoffe auch noch, dass die Schließungen der Schulen und die Impfungen sich bald in der Statistik positiv auswirken
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Westallgäu
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Westallgäu »

Deutschland : Im Blindflug gegen die Wand!

Habakukk
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Habakukk »

Westallgäu hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 17:26
Deutschland : Im Blindflug gegen die Wand!
Solche Kommentare sind aber auch völlig unnötig! Deutschland macht nichts wesentlich besser oder schlechter als alle anderen Länder.

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Habakukk hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 16:17
DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 12:27
Irgendwann ist das Maß aber voll.
Wen soll ich allein im Auto bitteschön anstecken? Das ist Idiotie pur.

Die meisten potentiellen Kontakte hat man beim Arbeiten, beim Einkaufen, beim Arzt, etc. Oder auf dem Weg dahin. Beim Sport in der freien Natur, bei der Wahrnehmung einer Fernbeziehung, etc, ist das Risiko doch demgegenüber minimal.
Sehe ich auch so! Ich kann hier 15km herumwandern ohne eine Menschenseele zu treffen. Warum sollte ich da meinen Radius auf 1km beschränken? Damit ich keine Eichhörnchen oder Rehe anstecke?
Das wäre jetzt durchaus ein Punkt ;) Tiere kommen auch als Zwischenwirte oder Wirte in Frage. Katzen zum Beispiel.
Gut, 1km klappt hier auch. Da bin ich bei einigen meiner Standard-Spaziergängen sogar drin, bei einigen nur knapp draußen - da muß man halt für die 200m schauen, ob Polizei in der Nähe ist ;)
Bei 2 km wäre ich bei sport & Bewegung an der frischen Luft weitgehend uneingeschränkt.
Aber schon am Zweit-QTH wäre ich damit fast nur noch innerorts unterwegs gewesen.
Oder: Wenn die Münchner ins Umland strömen, stecken sie sicher weniger Leute an, wie wenn sie alle zwischen ihren Wohnblocks vagabundieren.

Für meine Fernbeziehung (knapp 300 km) so oder so ein Horrorszenario. Für mein Hobby auch, das kann ich von zuhause kaum ausüben. Dazu muß ich entweder zu unserem Vereinsstandort (35 km) oder zum Zweit-QTH (400 km). Schwimmen ist auch nicht mehr (war im Frühjahr (dank des milden Winters sehr früh) und Sommer kein Problem), mein Rücken meckert entsprechend - es gibt Tage, da weiß ich abends nicht, wie ich liegen soll...
Thomas(Metal) hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 08:01
Nach meiner Überzeugung ist da der 50er Wert nicht zielführend. Dies wurde immer wieder von verschiedenen Wissenschaftlern festgestellt.
Jein! Ich denke, maßgeblich ist nach wie vor die Belegung in den Krankenhäusern und die Zahl der belegten Intensivplätze. Da hat sich absolut nichts zum besseren verändert. Und heute war ein neuer Höchstwert bei den Todeszahlen. Davon ausgehend, dass man immer noch eine kleine Marge braucht, damit die Zahl nicht plötzlich explodiert und das Virus damit unkontrollierbar wird, dürfte ein valider Wert schon ein Stück unterhalb dessen sein, wo wir gerade stehen, denn jetzt geht das ja gerade noch so gut in den Krankenhäusern. Ob 50 zu niedrig ist, weiß ich nicht. Aber über 100 sollte er vermutlich nicht dauerhaft sein.
Naja, ein bischen veränderung ist da schon. Die Zahl der belegten Intensivplätze geht derzeit zurück, auch die Zahl der belegten Beatmungsplätze.
Der Peak der Todesfälle kommt immer zeitversetzt, momentan sind sicher auch immer noch Nachmeldungen dabei. Infektionen mag man über die Feiertage übersehen haben, Todesfälle zeigen sich mit deutlichen Symptomen (Temperaturrückgang, Aussetzen des Herzschlags und der Atmung, ... ärhm).
Ich denke, eine richtige Entspannung in dem Bereich gibt es ab ca. März, wenn die meisten Hochrisikopatienten ihre zweite Spritze bekommen haben.

Interessant ist ja auch die Darstellung der Fälle nach Infektions- und Meldedatum auf der RKI-Webseite. Der Peak steht weiterhin um den 15.12. Weihnachten war aber erst am 24.12., und schon in der Woche vor Weihnachten sieht man, dass die Wachstumsdynamik (Black-Friday-Peak und Glühweinpeak?) etwas nachlässt. Für mich sieht das schon so aus, dass die Maßnahmen ein wenig gewirkt haben.
Damals waren die Schulen noch offen, und auch wenn mich eltern nun steinigen werden: Deren Schließung ist das A&O. Schulen Schließen bringt vermutlich mehr als Speiserestaurants und Geschäfte zu schließen. Man erkennt infizierte Schüler nicht am Husten, denn die sind meist symptomlos. Studien zeigen in deren Altersgruppen sehr hohe Dunkelziffern und damit recht hohe Infektionsraten. Zahlenanalysen haben gezeigt, dass Schußschließungen helfen. Mutterreflexe verbieten den Schluß, aber: Kinder im Schulalter sind Pandemietreiber, und es ist richtig, die Schulen dicht zu machen. Lasst dafür in Gottes Namen Ferien in der warmen Jahreszeit ausfallen.

Thomas(Metal) hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 08:01
Man darf abschließend nicht vergessen daß das Volk irgendwann die Schnauze voll hat und man durch übertriebene Maßnahmen das Vertrauen in staatliche Institutionen nachhaltig beschädigen kann.
Ja! Ich sehe mich durchaus als jemanden, der bisher sehr auf Seite der Regierung war und viel Verständnis auch für ungerechte Maßnahmen hatte (es ist ja auch gar nicht so einfach, die zig Eventualitäten und Details alle zu berücksichtigen). Aber selbst mir fällt es zunehmend schwer, mich noch länger und v.a. noch massiver einschränken lassen zu wollen.
Ich habe eigentlich vor allem mit folgenden Punkten ein Problem - und die haben meine Meinung über die Politiker im Land massiv negativ beeinflusst:
- Die Politik legt in der Öffnungsphase Maßnahmen fest, deren Umsetzung dann nicht durchgesetzt wird. Maskenpflicht, etc. Man hat Gebiete ohne vernünftiges Pandemie-Tracking bzw ohne vernünftige Maßnahen als risikoarm eingestuft - und schon gab es Re-Importe. Wir leiden jetzt alle unter der Inkonsequenz beim Durchsetzen der Maßnahmen im Sommer. Ich bin immer noch der Überzeugung, dass die ausreichend waren - es hätte nur eine bessere Durchsetzung (und mehr Akzeptanz) gebraucht.
- die Politik legt irgendwelche Kriterien fest, bei deren Erreichen etwas getan werden muss. Wird das Kriterium erreicht, gackert ein Hühnerhaufen drauf los. Die einsame Ruferin mit wissenschaftlichem Hintergrund wird erst mal ignoriert (Merkel. Wohl die erste Person im Kanzleramt, die im Zenith ihres Ansehens abtritt). Zwei Wochen später wird dann mal entschieden. Dann aber nicht mehr punktgenau (z.B. im Oktober nicht auf Kreisebene, sondern im November dann für alle, weil die Lage bis dahin eskaliert ist)
- die gefassten Beschlüsse werden sofort wieder aufgeweicht.
- Das Ergebnis der Maßnahmen wird vor Erreichen des Zeitpunkts, ab dem sie zuverlässig bewertbar sind, öffentlich diskutiert. Sinnlos. Wenn dann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem man es bewerten kann, wird erstmal weiter diskutiert, ob man etwas erkennt.
Hätte man die oben aufgeführten Fehler nicht gemacht, hätten wir heute deutlich niedrigere Fallzahlen.

- Ich habe volles Verständnis für Schließungen von Betrieben. Dann müssen aber Entschädingungen gezahlt werden, damit wir nach der Pandemie nicht auf einem Trümmerhaufen stehen. Genau das funktioniert nicht. Wie kann es sein, dass man Ende Oktober Hilfen zusagt, die dann Mitte Januar noch nicht ausgezahlt sind?

- Warum wird in Deutschland immer noch so wenig getestet? Warum gibt es keinen Schutz von Risikogruppen durch verpflichtende Schnelltests für jeden Besucher und jeden Mitarbeiter z.B. von Pflegeheimen JEDEN TAG? Bei der Testhäufigkeit ist Deutschland weltweit auf Platz 49! Selbst in Ländern wie Weißrußland wird (dort geringfügig) mehr getestet. Warum wurde das Thema "Innenraumluftqualitätverbesserung" nicht konsequenter verfolgt? Warum ist das Thema FFP2-Masken immer noch so ein Problem? Sorry, aber jedem Bürger jeden Tag eine FFP-2-Maske zu schenken, wären Peanuts gegen die Gesamtkosten der Pandemie.

Dazu kommt dann noch bei manchen Politikern eine Rhetorik, die jeden, der sich mit Sachfragen abwägend auseinander setzt, in die Nähe von Covidioten oder Terroristen setzt. Und diese Typen bekommen auch noch breite Zustimmung... :kopf:

Langsam wird es auch wirklich schwer erträglich! Wir sind jetzt (Soft-Lockdown eingeschlossen) in der MItte des dritten Monats des 2.Lockdowns mit massiven Einschränkungen und nichts tut sich bei den Zahlen (der Sommer davor war ok, weil alles etwas lockerer war, mehr aber auch nicht, denn normal war das ja auch nicht).
Jetzt also vielleicht noch drastischere Einschränkungen (1km Bewegungsradius, praktisch keine Kontakte mehr), und das nochmal weitere 3 Monate? Bei aller Gefahr, die von den Mutationen ausgeht: da drehen die Leute glaube ich langsam durch! Das Leben besteht mittlerweile gefühlt eh nur noch aus Arbeiten, dem dämlichen Virus und draußen ist dank Winterhalbjahr eh nur Kälte+Dunkelheit samt miesem Dauergrau! Irgendwie schlägt das selbst mir auf das Gemüt, und ich bilde mir ein, dass meine Situation eigentlich noch vergleichsweise privilegiert ist (wohne auf dem Land, wo man nicht ständig viele Menschen trifft, Arbeite im Home Office, habe schöne Natur auch direkt draußen vor der Tür). Wie soll das erst sein, wenn du in einer Miniwohnung in einem Wohnblock in der Stadt wohnst und da nicht mehr raus darfst außer zum malochen?
Die drehen doch jetzt schon durch. In meinem Bekanntenkreis beobachte ich immer mehr, dass man sich entweder nicht mehr dran hält oder nur mit masiv geballter Faust dran hält, oder dass Leute in Richtung Depression abgleiten.
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PAM
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** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von PAM »

Aus dem Kollegenkreis hörte ich heute Berichte, wonach zufällig (?) mal funktionierende Kontaktverfolgungen (in Berlin) sehr wohl Schüler als Infektionsherde herausfanden, die ihrerseits Lehrer und ihre Eltern sowie Geschwister ansteckten. Sie selbst und Geschwister waren überwiegend symptomfrei. Ausbrüche bei Eltern und Lehrern dagegen nie. Zum Glück trotzdem ohne schwere Verläufe.

Für mich schreit das dort nach regelmäßigen und verdachtsunabhängigen Tests!

Eilmeldung: Thüringen verschiebt seine Landtagswahl auf den 26. September, der zugleich auch Wahltag für die Wahl zum 20. Bundestag ist.
⚠️ Bitte Abstand halten! ⚠️

planetradio
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von planetradio »

Thüringer Landtagswahl wird auf 26. September verschoben

https://www.welt.de/politik/deutschland ... hoben.html

PAM war schneller

Habakukk
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von Habakukk »

DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 18:23
Die drehen doch jetzt schon durch. In meinem Bekanntenkreis beobachte ich immer mehr, dass man sich entweder nicht mehr dran hält oder nur mit masiv geballter Faust dran hält, oder dass Leute in Richtung Depression abgleiten.
Ja, das sehe ich durchaus als Problem! Weil das sind keine Covidioten und Querdenker, sondern eigentlich Leute mit gutem Verständnis für die Einschränkungen und die sich eigentlich schon weitgehend an die Regeln halten. Aber die Leute haben den Zustand langsam einfach satt. Hilft nur nix.
PAM hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 18:55
Aus dem Kollegenkreis hörte ich heute Berichte, wonach zufällig (?) mal funktionierende Kontaktverfolgungen (in Berlin) sehr wohl Schüler als Infektionsherde herausfanden, die ihrerseits Lehrer und ihre Eltern sowie Geschwister ansteckten. Sie selbst und Geschwister waren überwiegend symptomfrei. Ausbrüche bei Eltern und Lehrern dagegen nie. Zum Glück trotzdem ohne schwere Verläufe.
Das ist für mich auch eine der Irrfahrten in dieser Pandemie. Wie kommt man denn auf die Idee, dass Kinder und Jugendliche so drastisch weniger ansteckend sein könnten? Was soll bei denen denn grundsätzlich anders sein? Klar, die haben häufiger keine Symptome, aber darüber hinaus? Auch einige der letzten Fälle in meinem Bekanntenkreis haben sich mutmaßlich über Kita oder Schule infiziert.

maroon6
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von maroon6 »

... und jetzt kommt es ganz hart, ganztägige Ausgangssperren wie in Spanien, Kontaktverbote, Verkehr wird komplett runtergefahren und Arbeiten nur noch, wenn Home Office möglich. Aus anderer Quelle heißt es sogar, die Deutschen werden gebeten sich für vier Wochen mit Lebensmitteln einzudecken. Es soll wohl nur noch eine Notversorgung geben. Der Mega-Shutdown ist wohl vorerst für den gesamten Februar vorgesehen. https://m.focus.de/gesundheit/news/aktu ... d=14012021

PAM
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Beitrag von PAM »

Habakukk hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 19:22
Das ist für mich auch eine der Irrfahrten in dieser Pandemie. Wie kommt man denn auf die Idee, dass Kinder und Jugendliche so drastisch weniger ansteckend sein könnten? Was soll bei denen denn grundsätzlich anders sein? Klar, die haben häufiger keine Symptome, aber darüber hinaus? Auch einige der letzten Fälle in meinem Bekanntenkreis haben sich mutmaßlich über Kita oder Schule infiziert.
Daraus hätte man schon vor mehr als einem halben Jahr lernen können! Regelmäßig und verdachtsunabhängig testen! Problem damals war allerdings auch, dass weder Tests noch Laborkapazitäten ausreichten.

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass der jetzige lock down nicht nur bereits vorzeitig verlängert, sondern noch einmal verschärft werden soll. Schauen wir mal, was ihnen noch einfällt! Nächtliche Ausgangssperren brachten offenbar gar nichts, zumal sie nicht ansatzweise kontrolliert werden konnten. Somit schaffte sie Brandenburg auch wieder ab. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten aber auch, dass scharfe Ausgangssperren tagsüber ebenso nicht nachweisbar zu einer Eindämmung führten. Blieben noch die als unvermeidbar gesehenen Kontakte am Arbeitsplatz, im privaten Umfeld sowie in ÖPNV und Einzelhandel. In Krankenhäuser und Altenheime darf praktisch niemand mehr rein, der dort nicht wohnt oder arbeitet. Angehörige kommen ohne aktuellen Negativtest nirgends rein, um die Tests muss man sich selbst kümmern - kriegt sie aber nicht. Eine Nachbarin hat ihren Mann nach Herzinfarkt und ihren Sohn wegen schwierigem Beinbruch in Krankenhäusern. Wenn keiner von denen anruft, dann erfährt sie nichts.
⚠️ Bitte Abstand halten! ⚠️

DH0GHU
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Re: ** Der ultimative CORONA-Thread **

Beitrag von DH0GHU »

Habakukk hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 19:22
DH0GHU hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 18:23
Die drehen doch jetzt schon durch. In meinem Bekanntenkreis beobachte ich immer mehr, dass man sich entweder nicht mehr dran hält oder nur mit masiv geballter Faust dran hält, oder dass Leute in Richtung Depression abgleiten.
Ja, das sehe ich durchaus als Problem! Weil das sind keine Covidioten und Querdenker, sondern eigentlich Leute mit gutem Verständnis für die Einschränkungen und die sich eigentlich schon weitgehend an die Regeln halten. Aber die Leute haben den Zustand langsam einfach satt. Hilft nur nix.
Wer Regeln kritisch hinterfragt oder gar psychische Probleme entwickelt, sollte niemals als Querdenker oder Covidiot abgestempelt werden. Jene sind für mich Leute, die die Schwere der Pandemie und die Notwendigkeit ihrer Eindämmung oder der Eindämmung ihrer gesundheitlichen Folgen in Frage stellen. Es ist hingegen in meinen Augen durchaus zulässig, ja sogar notwendig, das Wie zu diskutieren, da man sich hier auf dem extrem komplexen Terrain der gegenseitigen Abwägung von Grundrechten bewegt. Das ist nun nichts, was "einfach so" durchgewunken werden kann. Letztenendes folge eine Pandemie einem mathematischen Modell - es gibt eine Unmenge von Konstanten, und ebenso eine Unmenge von Variablen, die man beeinflussen kann. Da ist dann schon die Frage, an welcher Stellschraube wie stark gedreht wird, zulässig, bzw man muss sie auch als Politiker akzeptieren - und nicht wie unser MP das Recht dazu in Abrede stellen. Vor allem kann es nicht sein, dass in Studien nachgewiesene Stellschrauben einfach ignoriert werden.
PAM hat geschrieben:
Do 14. Jan 2021, 18:55
Aus dem Kollegenkreis hörte ich heute Berichte, wonach zufällig (?) mal funktionierende Kontaktverfolgungen (in Berlin) sehr wohl Schüler als Infektionsherde herausfanden, die ihrerseits Lehrer und ihre Eltern sowie Geschwister ansteckten. Sie selbst und Geschwister waren überwiegend symptomfrei. Ausbrüche bei Eltern und Lehrern dagegen nie. Zum Glück trotzdem ohne schwere Verläufe.
Das ist für mich auch eine der Irrfahrten in dieser Pandemie. Wie kommt man denn auf die Idee, dass Kinder und Jugendliche so drastisch weniger ansteckend sein könnten? Was soll bei denen denn grundsätzlich anders sein? Klar, die haben häufiger keine Symptome, aber darüber hinaus? Auch einige der letzten Fälle in meinem Bekanntenkreis haben sich mutmaßlich über Kita oder Schule infiziert.
Es ist ganz einfach eine Frage der politischen Zustimmung. Jeder Politiker, der sich für das vermeintliche Kindeswohl über alles einsetzt, ist sich der Stimmen der Muttis und Pappis sicher.
Versuch doch mal im Kollegenkreis unter Anwesenheit von Eltern dieses Thema sachlich zu diskutieren. Ich habe es zwei oder drei mal gewagt, die Schließung von Schulen unter Verweis auf Studienergebnisse als nachvollziehbar darzustellen. Ich wurde - von ansonsten eher sachlichen Kolleginnen - regelrecht niedergebrüllt. Das könne nicht sein, denn in Irland habe es auch ohne Schulschließungen geklappt, und so weiter. Die Gefährlichkeit von Kücken auch nur anzudeuten ist für die typische Glucke nunmal ein Sakrileg... Ja, ich habe volles Verständnis über den Ärger nicht funktionierender Fernunterrichtsinfrastruktur, ich habe volles Verständnis dafür, dass es für Arbeitnehmer ein extrem anstrengender Spagat zwischen Beruf und Kinderbetreuung ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu leugnen hat aber noch nie ein Problem gelöst.
Es ist ja auch unbestritten, dass Kinder Sozialkontakte mit Gleichaltrigen benötigen. Das bedeutet aber nicht, dass wegen 2-3 Monaten ohne Klassenverbund, vielleicht nur mit 1-2 besten Freunden, das Kind gleich zum mordlüsternen, durchgeknallten Zombi mutiert. Das bedeutet auch nicht, dass alle anderen für das Kindeswohl monatelang auf jedes eigene Wohl zu verzichten haben. Vor allem: Famillien sind eigentlich in der glücklichen Lage, sich selbst zu haben - was machen eigentlich heute Singles? Fernbeziehungen mögen ja schon schwierig genug sein, aber ich möchte nicht wissen, wie es heute einem Single geht, der in einer 30-qm-Wohnung in der Münchner Innenstadt vor sich hin vegetieren muss - und dessen Leben sich sonst meist außerhalb des 1-Zimmer-mit-Küchenzeile-und-Bad-Miefs abspielt. Sofern er sich an die Regeln hält, was er aus (für ihn) guten Gründen oft wohl nicht tun wird (bzw sie im Rahmen der Gesetze ausnutzt: 3 serielle Kontakte sind auch nur einer gleichzeitig). Wie datet man eigentlich in Pandemiezeiten?

Mir fiel es als Kind übrigens viel leichter, mal eine Weile auf Sozialkontakte zu verzichten, als heute. Damals wäre in einer Pandemie das Problem eher gewesen, genug Bücher heranzuschaffen. Online-Bestellmöglichkeiten gabs damals noch nicht...
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