Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

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Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von - »

Grrr....und schon wieder Regen...an ES ist bei dem Scheißwetter natürlich nicht zu denken:(

Mathias Volta

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von Mathias Volta »

ParadiseFM hat geschrieben: Grrr....und schon wieder Regen...an ES ist bei dem Scheißwetter natürlich nicht zu denken:(
Was hat ES mit lokalem Wetter zu tun?
Während meiner gestrigen ES-Empfänge hat es bei 9°C geplästert, aber sowas von.

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Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von - »

Na ganz einfach: Bei Regen herrscht Tiefdruck. Da habe ich (Ausnahme: Ein legendärer Tag im Sommer 2008 als Rumänien bis auf 107.8 kam) noch nie was Gescheites empfangen. Kein Wunder, denn die Signale (die ja oberhalb der für das Wetter verantwortlichen Schichten entstehen) kommen nicht durch die fette Wolkendecke.

pg09

Re: Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von pg09 »

Und wieso konnte ich dann bei Starkregen und Gewitter schon mal einige Spanier mit RDS empfangen?

Allerdings scheint es bei schönem Wetter in der Tat etwas besser zu gehen

DX-Matze

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von DX-Matze »

Ich hatte am verlägertem Wochenende wunderbare OIRT- und UKW-Empfänge, und draussen gabs Dauerregen um 10-15°C. Soviel dazu.

Mathias Volta

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von Mathias Volta »

Also bei den letzen beiden miesen Sommern und dem vom fast hochsommerlichen Start abgesehen bisher sehr miesen Mai waren meine ES-Empfänge alles andere als übel. ;-)

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Re: Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von - »

Naja an schwülen Tagen habe ich generell mehr Logs.
Aber solange nicht bewiesen werden kann, dass Sporadic-e und das Wetter nichts miteinander zu tun haben, ist es müßig, darüber zu spekulieren.

DX-Matze

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von DX-Matze »

@Namensvetter: Meine Meinung. Letzen Samstag war das Band europaweit am kochen, von der früh bis spät. :spos:

Mathias Volta

Re: Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von Mathias Volta »

Den Mund fusselig getickert haben wir ja über das Thema en masse, auch was eventuelle Gewitter angeht. Nur liegen leider bis heute offenbar keine konkreten Forschungs-Ergebnisse vor.

DX-Matze

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von DX-Matze »

Das Internet ist voll davon, Schwerewinde, Meteorreste usw.

Das einzige was sicher ist ist die Beeinflussung durch den Sonnenstand.

Radio-DX

Re: Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von Radio-DX »

Sporadic-E gibt es bei jedem Wetter.
Ich hatte auch schon bei Dauerregen ES-Empfänge.
Zieht aber wärend einer Öffnung ein Regengebiet oder Gewitter auf, so brechen hier die Empfänge sofort weg.
Diese Beobachtung konnte ich schon öfters machen.
Wo nun der Unterschied zwischen "schon vorhandenem" und aufziehendem Regen liegt, weiß ich nicht.

delfi

Re: Abgespaltet: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von delfi »

Was die Überreichweitenempfänge und deren Wetterabhängigkeit betrifft....

Ihr wisst sicher, dass es Leute "mit einer eigenen Weltanschauung" gibt. Denen gibt man am besten bei allem recht. Wohl wissend, dass die Wirklichkeit anders aussieht.

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Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von - »

Vielleicht kann ein Admin das Thema abspalten? Ich finde es nämlich durchaus interessant, möchte aber den Thread nicht mit OT-Beiträgen verunstalten. Vielleicht gibt es ja seitens der Wissenschaft mittlerweile neue Erkenntnisse?!
1 hat geschrieben:Zieht aber wärend einer Öffnung ein Regengebiet oder Gewitter auf, so brechen hier die Empfänge sofort weg.
Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Meine besten Logs (200 - 400 innerhalb von zwei Stunden) habe ich in den Jahren 2005, 2006 und 2010 gemacht, und das immer in den 2 schwülwarmen Stunden vor einem Gewitter. Beim ersten Regenguss war alles wieder aus. Auch in den Anfangsjahren, als ich mich mit den unterschiedlichen Sprachen und Programmformaten noch kaum auskannte, war von Mitte Mai bis Ende August jeden Tag eine gewaltige Anzahl an Sendern empfangbar - aufgrund meiner damals mangelnder Erfahrung waren es natürlich kaum konkrete Logs, während die Unids überwogen. Damals konnte ich mit einem indoor auf dem Fußboden stehenden Kofferradio italienische Sender auf Ortssenderfrequenzen (90.3 und 91.2) hören, die meine NDR 1-Stationen weggehauen haben. Die 88.4 von Algerien kam über 7 Stunden ohne Rauscheinbrüche rein, so dass ich sie für einen Tropo-Empfang aus Frankreich hielt. In den letzten Jahren wurden die Sommer jedoch immer nasser und kälter. Dabei weht ständig ein unangenehmer Wind und auch die Niederschläge und heftigen Gewitter haben zugenommen. Vor einigen Tagen wurden etliche Dutzend Menschen bei einem Blitzeinschlag auf einer Wiese in Mecklenburg-Vorpommern verletzt. Bei unseren Bekannten ist durch Blitzschlag vor einigen Jahren die Scheune abgebrannt, am vergangenen Wochenende gab es gleich zwei durch Blitze zerstörte Wohnhäuser im Norden. Es vergeht kaum ein Sommerabend, an dem sich der Mist nicht in Form von heftigen Schauern oder Gewittern entlädt. All das sind Folgen des Klimawandels und ich spüre sie deutlich dadurch, dass sich meine Logliste seitdem mittlerweile halbiert hat - trotz immer besserer Kenntnisse der Radiolandschaft in den meisten Ländern Europas.
2 hat geschrieben: Ihr wisst sicher, dass es Leute "mit einer eigenen Weltanschauung" gibt. Denen gibt man am besten bei allem recht.
Was willst du denn damit sagen? Ich für meinen Teil kann nur meine Erfahrungswerte ansprechen und da war in den Jahren 2007, 2011 und 2012 kaum etwas rauszuholen dank der vielen Regengüsse und Gewitter. Wenn ich das Radio eingeschaltet hatte, regnete es sich ab und alles war gleich wieder vorbei, noch bevor die MUF 89 MHz überschritten hatte! Ich kann dir auch sagen, dass ich in Norddeutschland von Mai bis September nur das Radio den ganzen Tag laufen lassen muss und am Ende des Tages sicher mindestens 5 identifizierte ES-Empfänge habe während ich hier schon so manches Wochenende vergeblich auf der Burg herumgesessen bin. Im Norden Deutschlands ist die Chance auf Sporadic-E größer als in den Bergen. Man liest ja auch kaum Logs aus den Alpen (Habakukk) oder z.B. aus Österreich und der Schweiz!
3 hat geschrieben: Wohl wissend, dass die Wirklichkeit anders aussieht.
Ja, ich bin mir sicher, du weißt es besser. Wenn du so ein Experte auf dem Gebiet bist, dann kannst du uns allen hier ja bestimmt auch anschaulich darlegen, wie Sporadic-E entsteht und weshalb es dann deiner Meinung nach nichts mit der aktuellen Wetterlage zu tun hat. Sprich: Mit deinem geballten Physikwissen darfst du mir schwarz auf weiß erläutern, weshalb ich heute keine Empfänge mehr zu erwarten habe. Komisch, dass man von dir nie irgendwelche Logs gelesen hat und ich mit meiner Einschätzung, ob es an einem Tag noch Sporadic-E geben wird oder nicht, meistens richtig liege. Ich habe bei weitem keine herausragenden Logs wie Israel, Jordanien oder Zypern vorzuweisen. Auch kann ich nicht mit jahrzehntelanger Erfahrung darüber dienen, welcher Tuner oder welcher Weltempfänger am besten zu welcher Antenne passt. Dafür haben wir echte Profis unter uns. Aber ich betreibe dieses Hobby seit exakt zehn Jahren und habe daher gewisse Erfahrungen gemacht. Ich sehe auch an meinen QSL-Ordnern, woher die meisten Sender kommen (das sind zu 70% Spanien, Italien oder Algerien - danach folgen Griechenland, Rumänien, Bulgarien, die Türkei und Frankreich. Mit großem Abstand folgen dann Marokko, Tunesien, UK, Irland, Skandinavien und der Balkan). Ich hatte vor einigen Jahren eine Karte mit der prozentualen Häufigkeit meiner Logs veröffentlicht. Dabei fiel mir auf, dass sich die am häufisten empfangenen Städte alle nahe des 40. Breitengrades liegen. In selber Richtung nach Norden hin finden quasi - von 2 bis 3 Tagen im Jahr abgesehen - keine Überreichweiten in diesem Ausmaß (z.B. dass das komplette UKW-Band von Athen hierzulande abgebildet wird) statt. Dieses Beobachtungen fanden weitgehend Zustimmung, mit einigen wenigen regional bedingten Ausnahmen (so ist in der Mitte und im Westen Deutschlands deutlich häufiger Marokko oder Tunesien zu hören als an den Küsten). Wenn du dann mal soweit bist, bei Sporadic-E einen Low-Distance-Log aus Ungarn mit RDS in Deutschland auf einer Ortssenderfrequenz vorweisen zu können, sprechen wir uns wieder:)

DX-Matze

Re: Sporadic-E Diskussion (Entstehung/Ursachen)

Beitrag von DX-Matze »

ParadiseFM hat geschrieben: Vielleicht kann ein Admin das Thema abspalten?
Bitteschön.


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