Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

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uhf
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von uhf »

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Test mit der ausgerichteten Vertikalantenne. Ich drücke die Daumen, dass es klappt.
ulionken hat geschrieben:
Di 29. Dez 2020, 17:25
Ich habe noch keine weiteren Versuche gemacht, weil das Wetter zu ungünstig war, um aufs Dach zu steigen und die Yagi probeweise auf vertikal und nach Südwesten zu drehen.
.....
Von daher bezweifle ich, dass der Chasseral-Empfang bei der kleinen Sendeleistung und ohne Sichtverbindung gelingen wird, auch wenn ich die Antenne genau ausrichte. Les Ordons liegt hier einfach günstiger. Aber Versuch macht klug...

73 de Uli

uhf
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von uhf »

Hallo 2222.ch,

ja, wir brauchen da noch ein Sponsoring auch von deutscher Seite.
Meine Hoffnung ist weiterhin, dass aus Töpfen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von F-CH-D auf deutscher Seite Geld fließt.

Der Oberrheinrat wurde von ulionken bereits informiert.
Eine Politikerin von der SPD wollte sich doch auch einsetzen für den Bereich an der deutsch-schweizerischen Grenze bzgl. Rückkehr des terrestrischen Schweizer Fernsehen.

Ich hoffe wir finden einen Sponsor aus der Politik.
Aus der Wirtschaft wird sicher schwer einen zu finden.
Bliebe am Schluss noch Crowdfundig.

Jetzt freuen wir uns erstmal über RTS Un und RTS Deux.
Dann kommt SF 1 in SD.
Und dann schauen wir mal, ob wir nicht doch es irgendwie ermöglichen können, dass SF 2 mitkommt, vielleicht HD, vielleicht mehr Sendeleistung.
Da wollen wir vielleicht auch noch ein wenig werben bei den Deutschen, dass wir Sponsoren brauchen.

Mich freut es, dass hier neue Wege gegangen werden und Lösungen gefunden.

CBS
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von CBS »

Ich hatte letzthin die Möglichkeit bei meinen Eltern zu testen aber leider klappte es auch nicht. Die Signalstärkeanzeige am TV sprang ab und zu aber da war nichts dekodierbares. Die kanalideale Antenne Kathrein AU 16/29-32 ist wie gesagt noch auf Chrischona/Eggfluh ausgerichtet und aufs Dach zum besser ausrichten kann man zur Zeit einfach nicht. Aus der Analogzeit weiss ich noch, dass dort Les Ordons recht gut zu empfangen war aber Chasseral nur sehr schlecht. Bei Freunden eine Straße weiter und günstiger gelegen war auch Chasseral wieder gut empfangbar. Les Ordons hat hier den Vorteil, im Vergleich zum Chassera,l das Markgräfler Hügelland etwas besser von Westen zu "erleuchten" und es befindet sich keine Bergkette dazwischen (die Fresnelzone von Chasseral wird da recht gut durch Les Ordons auf dem Weg zu uns "getroffen). Ich habe im Ort noch das eine oder andere Haus mit Vertikal gedrehter Yagi auf Les Ordons gesehen, wenn es sich mal ergibt, kann man vielleicht mal die Leute ansprechen.

wolfgangF
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von wolfgangF »

uhf hat geschrieben:
Di 29. Dez 2020, 19:37
Hallo 2222.ch,

ja, wir brauchen da noch ein Sponsoring auch von deutscher Seite.
Meine Hoffnung ist weiterhin, dass aus Töpfen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von F-CH-D auf deutscher Seite Geld fließt.

Der Oberrheinrat wurde von ulionken bereits informiert.
Eine Politikerin von der SPD wollte sich doch auch einsetzen für den Bereich an der deutsch-schweizerischen Grenze bzgl. Rückkehr des terrestrischen Schweizer Fernsehen.

Ich hoffe wir finden einen Sponsor aus der Politik.
Aus der Wirtschaft wird sicher schwer einen zu finden.
Bliebe am Schluss noch Crowdfundig.

Jetzt freuen wir uns erstmal über RTS Un und RTS Deux.
Dann kommt SF 1 in SD.
Und dann schauen wir mal, ob wir nicht doch es irgendwie ermöglichen können, dass SF 2 mitkommt, vielleicht HD, vielleicht mehr Sendeleistung.
Da wollen wir vielleicht auch noch ein wenig werben bei den Deutschen, dass wir Sponsoren brauchen.

Mich freut es, dass hier neue Wege gegangen werden und Lösungen gefunden.
Dein Enthusiasmus in allen Ehren.

Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn SRF wieder empfangbar wäre. Hier auf der Baar bräuchte es aber schon Säntis (habe die Antenne dorthin. immer noch auf dem Dach) oder Üetliberg.

Doch wer soll hier sponsern? Ex-Unitymedia zeigt überhaupt kein Interesse. Und wie soll es sonst gehen?

Für terrestrischen Empfang bräuchte es, da hast du völlig recht, eine ordentliche Sendeleistung, doch dann steigen die Kosten exorbitant.

Ich befürchte, dass über die jetzt lokalen Bemühungen nichts zustande kommt.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich es schon mies, dass die Schweiz den Menschen im Grenzgebiet, da wo der terrestrische Empfang früher möglich war, keinerlei Entgegenkommen anbietet, z.B. den legalen Erwerb einer Sat-Karte. Und dabei konsumiert man aber hemmungslos selber sämtliche deutschen und österreichischen Programme. Gute Nachbarschaft sieht aus meiner Sicht anders aus.

Manager
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von Manager »

wolfgangF hat geschrieben:
Mi 30. Dez 2020, 11:28
Wenn ich ehrlich bin, finde ich es schon mies, dass die Schweiz den Menschen im Grenzgebiet, da wo der terrestrische Empfang früher möglich war, keinerlei Entgegenkommen anbietet, z.B. den legalen Erwerb einer Sat-Karte. Und dabei konsumiert man aber hemmungslos selber sämtliche deutschen und österreichischen Programme. Gute Nachbarschaft sieht aus meiner Sicht anders aus.
Typisch Schweiz. De Fünfer und s' Weggli... :sagnix:

2222.ch
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von 2222.ch »

Hallo alle!

Es gibt verschiedene Dingen zu sagen.
1) Antennenfernsehen betrifft weniger als 2% der Schweizer Zuschauer. Da wurde Sparpotential gefunden, was ich bedaure (10 Millionen Franken pro Jahr - man gibt für Kooperationsprogramme um die Welt viel viel viel mehr Geld - ich bin damit völlig einverstanden, daß Nachbargebiete müssen alle Nachbarwellen empfangen können)
2) Urheberrechtsfragen sind zu betrachten Dieses Problem kommt mehrheitlich nicht aus der Schweiz (Weltkino, Sport, usw). Es ist also nicht erlaubt, Satellitenkarten außerhalb der Schweiz zu verbreiten.
3) Daß private Mitteln, DVB-T in der Schweiz wieder starten konnten, ist einfach toll und war vor 2 Jahren undenkbar
4) Die Deutsche Schweiz ist sehr passiv geblieben: Hoher Kasten (Appenzell/St-Gallen) ist die einzige Ausnahme. Wahrscheinlich kein Interesse für eine große Mehrheit der Zuschauer.
5) 2 Sender (Dôle und Salève) in der Genfernseegebiet wurden in Juni 2020 wieder eingeschaltet, mit 6 TV-Programme aus der Französische Schweiz. Französische Unterstützung war in diesem Sinn ausschlaggebend.
6) 1 Sender (Chasseral) auf der Jurakette, mit großer Deckung des Flachlandes (auch Plateau gesagt) wurde Ende Dezember 2020 in Dienst gebracht, nochmals mit Französischen und Westschweizer finanziellen Mitteln
7) Chasseral wird demnächst mit weiteren TV-Programmen in Französischer Sprache ergänzt. Am Anfang konnten nur RTS1 und RTS2 rechtzeitig da sein. Weitere Programme folgen aber bald.
8) Aus freundlichen Gründen für die Deutschsprechenden wurde intern entschieden, "gratis" SF1 SD auf allen Drei Sender bald zu verbreiten. Für die Region Genf/Waadt/Haute-Savoie/Ain, handelt es sich um einen Beitrag, für Deutschsprechende Gäste (zum Beispiel Internationale Organisationen in Genf).
Im Fall von Chasseral, ist es uns bewußt, daß dieser Sender großteils in der Deutschschweiz empfängt werden kann (Bern, Biel, Aarau, Friboug, Thun, manchmal Olten oder Basel, vielleicht manchmal auch teilweise in kleinen Teilen Elsaß, Baden Württemberg, usw.).
Wir hoffen damit, Interesse für Antennenfernsehen auch in der Deutsche Schweiz zu erwecken. Im Fall eines Erfolges, kann man nicht ausschließen, daß es ein Bedürfnis für SF1 in HD oder SF Zwei gibt. Dann dürften sich auch andere Regionen die Frage stellen, ob zusätzliche Sender reaktiviert werden sollten (z.B. Großraum Zürich). SwoxTelecom steht dafür bereit.
9)Mit Chasseral ist es zu erwarten, daß SF1 auch manchmal in Süddeutschland empfangen kann. Ob das Signal in manche Deutsche Kabelnetze eingespeist werden kann, wäre toll (wie in Vorarlberg mit Hoher Karsten). Wenn es den Fall wäre, könnten diese Deutsche Kabelfirmen auch die Verbreitung von SF1 in HD oder SF Zwei finanziell unterstützen. Es geht schlußendlich um wenig Geld.

Fazit: es ist fast ein Wunder, daß ein paar Leute etwa ein Drittel der Schweiz mit Antennenfernsehen wieder sorgen konnten (geschätzte Empfangskarte in der Schweiz ist auf 2222.ch zu sehen - Empfangszone in Frankreich oder Deutschland ist unterschätzt).

Die mögliche Erweiterung (zusätzliche Schweizer Deutschsprachige TV-Programme oder mehr Senderorte) liegt an Interesse im Deutschsprachigem Raum und an finanzielle Teilnahme.

Unterstützung aus der Deutschschweiz oder aus Süddeutschland ist bis heute so gut wie abwesend.

(bitte schreiben Sie mir Privat um mir zu helfen, mögliche Schreibfehler zu korrigieren) :D

ulionken
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von ulionken »

Am 20. Dezember haben France Bleu Besançon und France Bleu Belfort-Montbéliard über die neuen TV-Aussendungen vom Chasseral berichtet, diese laufen offiziell seit heute: https://www.francebleu.fr/infos/societe ... 1608297244. Das Département Doubs beteiligt sich an den Kosten für drei Jahre mit jährlich 30'000 EUR.

73 de Uli
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Harrytheharrier2021
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von Harrytheharrier2021 »

Das ist ein Witz! Ich wohne in Neuchatel und kann die Programme RTS 1 HD, sowie RTS 2 HD des Senders nicht empfangen. Jede Weihnachtskerze hat mehr Kraft als diese schlappe Notfunzel von 650 Watt! 😡

andimik
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von andimik »

Welchen Aufwand betreibst du?

uhf
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von uhf »

Neuchatel - Chasseral sind ca. 25 km Luftlinie.
Sollte da eine aktive Zimmerantenne nicht sogar ausreichen ?
Der Kanal 48 (und auch 30) sind ja frei und in der Gegend nicht durch Gleichkanalstörungen behindert.
Hat denn vor der Abschaltung 2018 (und nach der damaligen Leistungsreduzierung 2016) mit dem gleichen Equipment der Chasseral Empfang via DVB-T in Neuchatel problemlos geklappt ?

Die Sendeleistung ist wirklich nicht viel.
Wieviel Sendeleistung lag den vor der Leistungsabsenkung damals am Chasseral an ?
Hat jemand noch die alten Chasseral Antennendiagramme von K 48 und K 30 der BNetzA parat (bspw. von 2014) ?

Wir brauchen einen Sendeleistungssponsor.
Am Besten einen Stromanbieter, der Strom übrig hat ;)
Das wird schwierig.
Die Stadtwerke Konstanz werden wohl nicht in Frage kommen :-)

dxbruelhart
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von dxbruelhart »

Harrytheharrier2021 hat geschrieben:
Mi 6. Jan 2021, 12:57
Das ist ein Witz! Ich wohne in Neuchatel und kann die Programme RTS 1 HD, sowie RTS 2 HD des Senders nicht empfangen. Jede Weihnachtskerze hat mehr Kraft als diese schlappe Notfunzel von 650 Watt! 😡
Du hast die tolle König-Antenne, einfach diese besser ausrichten, so klappt es auch mit dem Chasseral-Empfang. Die bisherige Position einfach gut markieren, damit Du weiter die französischen Programme sehen kannst.
QTH: CH-8754 Netstal, 9E 03 27 / 47N 03 50, HB3YOC
Mitglied des UKW/TV-Arbeitskreis e.V. - www.ukwtv.de

ulionken
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von ulionken »

uhf hat geschrieben:
Mi 6. Jan 2021, 15:00
Neuchatel - Chasseral sind ca. 25 km Luftlinie.
Sollte da eine aktive Zimmerantenne nicht sogar ausreichen ?
Der Kanal 48 (und auch 30) sind ja frei und in der Gegend nicht durch Gleichkanalstörungen behindert.
Hat denn vor der Abschaltung 2018 (und nach der damaligen Leistungsreduzierung 2016) mit dem gleichen Equipment der Chasseral Empfang via DVB-T in Neuchatel problemlos geklappt ?

Die Sendeleistung ist wirklich nicht viel.
Wieviel Sendeleistung lag den vor der Leistungsabsenkung damals am Chasseral an ?
Hat jemand noch die alten Chasseral Antennendiagramme von K 48 und K 30 der BNetzA parat (bspw. von 2014) ?
E30 war nie mit hoher Leistung in Betrieb und wurde erst nach Leistungsreduktion auf 1.6 kW als Ersatz für E56 benutzt. E56 lief am Chasseral mit 11 kW und ähnlichem Diagramm wie später E30 mit Maximum in Richtung 340° (fast Nord). E48 wurde bei der sogenannten Optimierung von 10 kW auf 0.65 kW gedrosselt.

Die Frage nach den Diagrammen hattest Du im November schon mal gestellt, und ich hatte die Antwort als Kopien aus FMLIST hier gepostet: viewtopic.php?p=1573113#p1573113. Im unteren Bild dort sind das ursprüngliche Diagramm und das nach "Optimierung" des E48 mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. Bei E30 gibt's halt nur ein einziges Diagramm, das ehemalige von E56 kann man auch in FMLIST nachgucken (Status "c" für closed), aber es ist sehr ähnlich zum E30.

Ich bin nicht sicher, ob es überall in Neuchâtel Sichtverbindung zum Chasseral gibt. Da ist noch der Bergrücken, der auf der Landeskarte mit Chaumont gekennzeichnet ist. Von oben sieht man zwar den See, aber nicht unbedingt die Stadt... Es kann also schon sein, dass von den 0.65 kW dort unten zu wenig ankommt. Und E30 strahlt nach Norden, da geht in Richtung Neuchâtel sowieso nicht viel raus.

73 de Uli
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Rete_Svizzera
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von Rete_Svizzera »

Neuchâtel city war noch nie versorgungsgebiet von Chasseral da er im Funkschatten liegt, auch in FM / DAB+ nicht,
dort geht Bantiger sehr gut aber auch Mont Gibloux und natùrlich der
Hauptversorger in Neuchâtel ist in DAB+ Vully Vallamand und in FM Cudrefin Tremblex.
Auch in DVB-T war das nie anders.

uhf
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von uhf »

ulionken hat geschrieben:
Mi 6. Jan 2021, 18:51
uhf hat geschrieben:
Mi 6. Jan 2021, 15:00
.....
Wieviel Sendeleistung lag den vor der Leistungsabsenkung damals am Chasseral an ?
Hat jemand noch die alten Chasseral Antennendiagramme von K 48 und K 30 der BNetzA parat (bspw. von 2014) ?
.....
E30 war nie mit hoher Leistung in Betrieb und wurde erst nach Leistungsreduktion auf 1.6 kW als Ersatz für E56 benutzt. E56 lief am Chasseral mit 11 kW und ähnlichem Diagramm wie später E30 mit Maximum in Richtung 340° (fast Nord). E48 wurde bei der sogenannten Optimierung von 10 kW auf 0.65 kW gedrosselt.

Die Frage nach den Diagrammen hattest Du im November schon mal gestellt, und ich hatte die Antwort als Kopien aus FMLIST hier gepostet: viewtopic.php?p=1573113#p1573113. Im unteren Bild dort sind das ursprüngliche Diagramm und das nach "Optimierung" des E48 mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. Bei E30 gibt's halt nur ein einziges Diagramm, das ehemalige von E56 kann man auch in FMLIST nachgucken (Status "c" für closed), aber es ist sehr ähnlich zum E30.
......

73 de Uli
Ich war mir nicht mehr sicher, ob die Antennendiagramme tatsächlich gleich blieben, aber das ist ja jetzt dankenswerterweise aufgeklärt durch den bereits erfolgten Hinweis auf die FMList Diagramme.
Hätte ich selbst drauf kommen können. Vielen Dank für die nochmalige Klärung.
Die Leistungsreduktion von 11 kW auf 1.6 kW (E56) und von 10 kW auf 0.65 kW (E48) hatte ich gesucht.
Das sind schon enorme Feldstärkereduktionen für die Empfangswilligen.

uhf
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Re: Schweizer Fernsehen in DVB-T/DVB-T2

Beitrag von uhf »

Wenn man die Sendeleistungen bspw. mit

- den 100 kW (Mulhouse Belvedere)
- den 50 kW (Freiburg Totenkopf) oder
- den 5 kW (Freiburg Schönberg)

vergleicht, ist das in der Tat einiges weniger.

Da waren die älteren Sendeleistungen mit 11 kW (1,6 kW - Faktor 7) bzw. 10 kW (0,65 kW - Faktor 15) schon eher eine gute Basis für Empfang.

Zumal auch jetzt die Senderdichte durch die vielen Sender des SFN nicht die homogene Feldstärke bringt.
Dafür fällt das früher vorhandene (außerhalb des Kerngebietes) SFN Laufzeitproblem weg.

Aber gut, Sendeleistung liese sich erhöhen, wenn jemand die Stromkosten übernimmt.
Das hatten wir ja schon.

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