Wanderung auf den Pizzo Groppera

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Maxtech
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Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Maxtech » Fr 28. Jun 2019, 12:29

Heute den 28.6.19 wandert ein Team von Radio 24 auf den Pizzo Groppera
https://www.radio24.ch/shows/back-to-th ... -134546245

Bestimmt wird es Bilder geben.
Ich war 2012 bis zu hinterst beim Lago di Lei gewandert. Es wären von dort noch 1000 Höhnmeter rauf gegangen. zu weit für einen Tag.
Aber von dieser Seite noch am einfachsten, da es keine schwierigen Stellen drin hat.

Bild

Radiomonitor
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Radiomonitor » So 30. Jun 2019, 19:41

Hallo zusammen

Auf der Homepage von Radio 24 ist nun ein Video aufgeschaltet, welches die Wanderung dokumentiert.

Hier den Link: https://www.radio24.ch/40-jahre-radio-2 ... -134688536

Aber viel von der Antenne sieht man jedoch nicht. Vor allem viele Details fehlen.
Ich gehe im August da wohl selber vorbei und mache eine ganze Reihe Fotos sowie einen Film.

73 ond ned vel QRM

de Peter

Maxtech
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Maxtech » Mo 1. Jul 2019, 10:51

Man müsste wissen wie lange die Marschzeit auf den Groppera dauert. Schon bis Seeende des Lago di Lai hin und zurück ist eine Tageswanderung.
Nach Madesimo geht es über felsiges Gelände T4. Bleibt wohl nur der Zugang über das Valle di Lei und dort fand ich bisher keine näheren Infos.
http://www.hikr.org/tour/post68918.html

Funkantenne
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Funkantenne » Di 2. Jul 2019, 13:11

Die Wanderung wurde sehr lieblos gemacht. Man hätte mehr Infos zur Antenne erwartet. Auch wusste die Crew nicht, dass das Sendestudio in Como / Cernobbio und NICHT auf dem Pizzo war.
Die jüngere Generation wurde nicht richtig aufgeklärt, warum es überhaupt so eine Antenne brauchte, die ältere Generation bekam zuwenig Infos. - Läuft die Antenne noch? als Beispiel.

Auch hätte Roger Schawinski oder ein altes Crewmitglied auf dem Pizzo am Schluss sein sollen. Frank Baumann oder Röbi Koller wären dafür sicher begeisterungsfähig gewesen. Da hätte man dann halt wissen müssen, dass sie seinerzeit zur Crew gehörten.

Fazit: Tolle Idee, vergebene Chancen.
Zuletzt geändert von Funkantenne am Mi 3. Jul 2019, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.

Maxtech
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Maxtech » Di 2. Jul 2019, 13:50

Das Gebäude in Cernobbio (hinterstes Reihenhaus braun) sieht immer noch wie vor 37 Jahren aus als ich dort einen Besuch abstattete.

https://goo.gl/maps/gyUJUkgit3vYBN6u7

Radiomonitor
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von Radiomonitor » So 25. Aug 2019, 20:56

Hallo zusammen, Freunde des Pizzo Groppera!

Gestern, am 24. August 2019 war es soweit. Nachdem ich letztmals vor ca. 30 Jahren auf dem Berg war, hatten meine Frau und ich den Pizzo Groppera zu Fuss besucht und über 100 Fotos geschossen sowie einen Film gedreht.

Wir haben den Berg vom Val di Lei aus angegangen und hatten von der Staumauer eine Laufzeit von knapp 5 Stunden aufwenden müssen. Unterwegs trafen wir verschiedene Einheimische an, welche auf der Alpe Groppera über 100 Kühe betreuen. Wir durften etwas Bergkäse, Gropperawasser und etwas Veltliner kosten. Zum Abschluss offerierten die sehr netten Leute einen Instantkaffee sowie selbstgebrannten Grappa, welcher wir mit einer grosszügigen Gabe (per la Casa) sowie mit einem herzlichen Grazie honorierten.

Als wir den Gipfel von der Talstation des Skilifts sehen wollten, war dieser noch mit Nebel umhüllt. Wir haben jedoch das letzte Stück unter die Füsse genommen und erreichten den Gipfel nebelfrei, wobei immer wieder einzelne Nebelzüge vorbeihuschten.

Im Grossen und Ganzen bot sich von den installierten Einrichtungen ein desolates Bild. Alles ist veraltet und zum Teil sehr ungepflegt und ungewartet. Bei der damaligen Antenne von Radio 24 bzw. Soundradio angekommen, haben wir gesehen, dass einzelne Partien der Fundationen zum Teil bis zur Sohle frei waren. Der Hang, in welcher die Antenne vor 40 Jahren verbaut wurde, ist extrem rutschig und man musste aufpassen, dass man nicht abstürzte. Ein Fundament ist sogar eingesunken und hat einen Stahlträger der Antenne mitgenommen, welcher sich deformiert hat. Hier dürfte wohl eine tickende Zeitbombe ruhen!

Wir haben gesehen, dass die Antennenarpetur nicht mehr dem Originalzustand von damals entsprach. Verschiedene Antennenfelder sowie Dipole fehlen. Hier hat sich wohl mal jemand bedient. Dann hat man die Verkabelung geändert. Jedenfalls sind beim ersten Hauptverteiler zwei der vier Abgänge mit den originalen Werksabdeckungen versehen. Gut erkennbar sind die Phasenkabel, welche man nachträglich einbauen musste, um die Antenne elektrisch drehen zu können. Aufgefallen sind verschiedene, noch montierte Koaxialkabel, welche verbrannt sind. Eines hatte sogar ein Loch drin. Dann haben wir die umfangreichen Erdungsmassnahmen gesehen, welche wohl nicht viel genützt haben.

In den Senderaum konnten wir nicht. Die beiden Türen zum Verbindungsstollen waren verschlossen. Als ich vor ca . 30 Jahren letztmals auf dem Berg war, der damalige Seilbahnchef Silvio Gazzoli hat mich persönlich auf den Berg begleitet, hatte ich die beiden Einzelsender A und B sowie den Combiner mit Plastikplanen abgedeckt vorgefunden. Verschiedene Einschübe inklusive Steuersender lagen ausgebaut und gestapelt auf dem zum Teil nassen Boden und hatten wegen des damals schon undichten Daches zusätzlich Schaden genommen. An der Wand beim Cobiner war ein grosses Übersichtsschema aufgehängt, in welchem verschiedene Notizen und Änderungen eingetragen waren. Im noch aufgelegten Stationsbuch habe ich gelesen und schnell gesehen, dass der Sender nie richtig mit der vollen kombinierten Leistung von 50 kW über eine längere Dauer funktioniert hat. Es ging keine Woche vorüber, als dann wieder jemand intervenieren musste. Sogar an Wochenenden hat man daran gearbeitet. Mal am Sender A und mal am Sender B. Einmal hatte man das Programm über zwei Frequenzen ausgestrahlt. Der Sender A lief mit der alten 103.5 MHz der Sender B auf der neuen 104.25 MHz. Erinnern kann ich mich noch an zwei Holzisten, welche mit Varian Zug beschriftet waren und je eine alte Röhre beinhaltet hatten. Eine Röhre hatte sogar auf der Seite des Schirmgitters ein eingebranntes Loch. Vor langer Zeit konnte ich von einem ehemaligen Techniker, welcher die Anlage bis zum Blitzschlag vom Sommer 1984 mitbetreut hatte, erfahren, dass der Sender zum Teil ausgebaut wurde um einem Umrichter für einen neuen Skiliftantrieb Platz zu machen.

Speziell aufgefallen auf dem Berg und an den Hägen ist uns der extrem hohe Anteil an Abfall, Plastik, gebrochene Kunststoffrohre, alte Kabelzüge, verrosteter Stahl, verrostete Stahlseile, etc. etc. Ebenso sind verschiedene nicht mehr benötigte Bauten und Fundamente vorhanden, welche nie zurückgebaut wurden. Das würde hier in der Schweiz nie toleriert. Man erkennt sehr schnell, dass es am fehlenden Geld liegt.
Etwas spät sind wir in Innerferrera angekommen, wo wir uns auf ein gutes Nachtessen sowie auf einen ruhigen Schlaf freuten. Der Besuch hat sich gelohnt und uns nebst der Bewegung reichlich mit verschiedenen, netten Begegnungen und Eindrücke belohnt.

Ich wollte noch eine Auswahl aktueller Fotos der Antenne anfügen. Aufgrund ihrer Grösse schlug dies fehl. Hat jemand eine Idee?

73 von mir ond vo miinere Frau ond witerhin ned vel QRM


de Peter
Zuletzt geändert von Radiomonitor am Mo 26. Aug 2019, 08:26, insgesamt 1-mal geändert.

dxbruelhart
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von dxbruelhart » So 25. Aug 2019, 21:26

Ich würde die Fotos und Videos auf Dropbox oder eine andere Cloud hochladen und hier verlinken.
Danke für die ausführliche Schilderung des Zustandes und der Verhältnisse am und auf dem Groppera!
QTH: CH-8754 Netstal, 9E 03 27 / 47N 03 50, HB3YOC
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tommy_radiofan
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Re: Wanderung auf den Pizzo Groppera

Beitrag von tommy_radiofan » Di 27. Aug 2019, 15:04

Wer ist denn heute Besitzer der Antennenanlage? Ist dies immer noch die Groppera Radio AG von Jürg Marquard?

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