DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

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andimik
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von andimik »

dxbruelhart:

> Gemeldet wurde während der Verschlüsselung ja ein stärkeres Signal

Hm. Kann ich mir jetzt nicht unbedingt vorstellen, ohne dass man an der Leistung geschraubt hat.

Falls man auf 1/32 und 2/3 geht, das wären dann noch immer 24,12 MBit und es reicht 1 dB weniger für ein Bild. Das hat aber nichts mit "stärkeres Signal" zu tun.
mittendrin hat geschrieben:
Sa 11. Jul 2020, 10:11
Hier ist die (theoretische) Antwort:
http://www.saschateichmann.de/dvb-t-hf.html
DVB-T, 8 MHz, 8k, short (1/16), sensitive (64QAM), adaquate (3/4) --> 26.346 Mbit/s --> 2 Px @ MPEG4 HighDef-TV
Vielleicht könnte man die Parameter wieder überprüfen, ob sich da was geändert hat?

Winfried Haug
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Winfried Haug »

joachim b. hat geschrieben:
Di 8. Sep 2020, 08:53
Was mich aber schon wundert: Stört Lampert diese Verschlüsselung nicht auch selbst?
Es kann doch kaum sein, dass sich keiner ihrer Kabelkunden über diesen zuletzt recht langen Ausfall der beiden Schweizer Programme "beschwert".

Also entweder kann die Lampert DVB-T2 Empfangseinrichtung mit der Verschlüsselung umgehen und auch automatisch, on-the-fly, auf das verschlüsseltes Signal umschalten.
Oder der ganze DVB-T2 Sendebetrieb vom Hohen Kasten ist nur ein Vehikel, Zugang zum Schweizer Fernsehen auf "over-spill" Basis zu bekommen.
Das eigentliche Signal, das Lampert in ihr Kabel einspeist, käme dann vom Satellit... Internet?
Der Sender auf dem Hohen Kasten dient dem Rechtsfrieden. Es ist ja kein Problem eine SRG Karte zu bekommen, die wird eben verwendet. Da das Signal in einigen Kabelnetzen vorhanden war, kann das kaum vom Hohen Kasten kommen. Es ist ja auch einfacher, im Headend das direkt mir einer SAT Karte zu machen als das DVB Signal zu empfangen und dann wieder ins Kabel umzusetzen. Wenn jemand mal einen TS Stream von Lampert analysiert, kann man evtl. die Quelle rausfinden.

Der Overspill vom Hohen Kasten ermögliche die Einspeisung ausserhalb der Schweiz, mehr aber auch nicht. Es spricht aber nicht für das NOC von Lampert, man überwacht wohl das eigene Netz und die primören Quellen, aber den Hohen Kasten überwacht man nicht *g*. Es ist halt etwas doof, wenn man bei solchen Störungen sieht, was technisch gemacht wird *g*

Rolf, der Frequenzenfänger
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Rolf, der Frequenzenfänger »

An der Signalstärke hat sich meiner Beobachtung nach nichts geändert. In Bietingen habe ich nach wie vor ein grösstenteils stabiles Signal mit gelegentlicher Klötzchenbildung, wie schon vor der Störung. Wenn ich mal gaaaanz viel Zeit habe, schaue ich, ob ich eventuell noch einen besseren Platz für die Antenne finde, mit etwas mehr Reserve. Habe im Moment aber dringendere "Baustellen"...

Frankfurt
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Frankfurt »

Wurde terrestrisch auch die Viaccess Verschlüsselung gesichtet ?
Dann würde die Programmzulieferung ja über SAT erfolgen. Beim Remultiplexing kann ja die CI-Karte ausgefallen oder das Abo darauf nicht aktualisiert worden sein. Das passiert irgendwie sehr oft bei den Karten habe ich gehört.
Konnte das jemand verifizieren ?

Robert-am-See
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Robert-am-See »

Rolf, der Frequenzenfänger hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 09:16
An der Signalstärke hat sich meiner Beobachtung nach nichts geändert. In Bietingen habe ich nach wie vor ein grösstenteils stabiles Signal mit gelegentlicher Klötzchenbildung, wie schon vor der Störung. Wenn ich mal gaaaanz viel Zeit habe, schaue ich, ob ich eventuell noch einen besseren Platz für die Antenne finde, mit etwas mehr Reserve. Habe im Moment aber dringendere "Baustellen"...
Ob sich an der Signalstärke etwas geändert hat, kann ich nicht ohne Weiteres feststellen, da mein Verstärker Avant-X die Signalstärke gleichmäßig einpegelt und ich daher bei allen Programmen jederzeit "100% Signal" habe.
Meine Beobachtung war eine deutliche Veränderung der "Qualität", die beim SRF mittlerweile wieder mit 10-20% angezeigt wird, also Werte wie vor der Verschlüsselung. Das muß ja in keinem Zusammenhang mit der Verschlüsselung stehen, es ist mir da einfach aufgefallen.
(Zumal der Anzeigebalken in meinem Receiver ohne jeden Zweifel ein hochpräzises Meßinstrument mit jederzeit reproduzierbaren Meßwerten in der international normierten Einheit "Prozent Qualität" ist! :bruell: )


Etwas aussagekräftiger als das Lügemeter am Receiver ist da bestimmt die Konzession der Fa. Lampert. Da ich sie nirgends finden konnte, habe ich beim BAKOM nachgefragt. Mein Dank geht an dieser Stelle an Herrn R. W. vom Bakom, der mir freundlicherweise die Funkkonzession und den technischen Beschrieb zugestellt hat.
:danke:

Er hat mir auf Nachfrage auch bestätigt, daß ich diese Dokumente hier veröffentlichen darf: "Eine Konzession ist ein öffentliches Dokument (das wir aus Effizienzgründen nicht publiziert haben), in dem keine Geschäftsgeheimnisse enthalten sind. Sie können es somit gerne aufschalten. Ich sehe da keine Hinderungsgründe"

Somit findet ihr die Konzession mit dem Segen des BAKOM im Anhang.

Daraus geht unter anderem hervor, daß die Zuführung tatsächlich per Satellit erfolgt.
Und über diese Aussage habe ich mich besonders gefreut: "Die Konzessionärin darf die zu verbreitenden Programme der SRG SSR nicht verschlüsseln." :spos:


Edit: sagt, daß der Avant-X der Verstärker und nicht der Vor-Verstärker ist ;)
Dateianhänge
Techn. Netzbeschrieb DVB-T Lampert, 18.11.2019.pdf
(129.85 KiB) 72-mal heruntergeladen
Sign.Ex. BAKOMKabel TV Lampert - Funkkonzession DVB-T.pdf
(454.95 KiB) 63-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von Robert-am-See am Mi 9. Sep 2020, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
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mittendrin
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von mittendrin »

Modulation - Fehlerschutz 64-QAM 5/6, 8 MHz band
FFT Länge – Guard Intervall 8k - 1/32
Aus der oben genannten pdf - Netzbeschrieb
Ergibt 30,16 Mbit/s
@Habakukk: Bitte einarbeiten ;)
mittendrin ist hier: QTH 11e59 / 51n23 (südlich von Halle/Saale)
DAB+: PEAQ PDR-050B (Teleskopantenne)

CBS
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von CBS »

Danke für die interessanten Dokumente. Verschlüsselt werden darf zwar nicht, kann aber beantragt werden. Wie diese Entscheidung dann ausginge, steht auf einem anderen Blatt. Andererseits, warum sollten sie.

Was bei mir noch Fragen aufkommen lässt ist der Absatz: Die Konzessionärin kann aus dem ihr in Ziff. 2.1 eingeräumten Nutzungsrecht kein Recht auf uneingeschränkte und vollständige Verbreitung von bestimmten Radio- und Fernsehprogrammen der SRG SSR geltend machen, wenn andere Rechte, insbesondere Urheber- und verwandte Schutzrechte, an den zu verbreitenden Programminhalten entgegenstehen

Was ist damit gemeint? Könnte es sein, dass manche Sendungen dem Urheberrecht unterliegen, die nicht mal auf dem schweizerischen DVB-T Sender ausgetrahlt werden dürfen und somit einzelne Sendungen, wie früher im Kabel auch schon, ausgeblendet werden müssen?

Robert-am-See
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Robert-am-See »

CBS hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 19:02
Danke für die interessanten Dokumente. Verschlüsselt werden darf zwar nicht, kann aber beantragt werden. Wie diese Entscheidung dann ausginge, steht auf einem anderen Blatt. Andererseits, warum sollten sie.

Was bei mir noch Fragen aufkommen lässt ist der Absatz: Die Konzessionärin kann aus dem ihr in Ziff. 2.1 eingeräumten Nutzungsrecht kein Recht auf uneingeschränkte und vollständige Verbreitung von bestimmten Radio- und Fernsehprogrammen der SRG SSR geltend machen, wenn andere Rechte, insbesondere Urheber- und verwandte Schutzrechte, an den zu verbreitenden Programminhalten entgegenstehen

Was ist damit gemeint? Könnte es sein, dass manche Sendungen dem Urheberrecht unterliegen, die nicht mal auf dem schweizerischen DVB-T Sender ausgetrahlt werden dürfen und somit einzelne Sendungen, wie früher im Kabel auch schon, ausgeblendet werden müssen?
Der Absatz ist mir auch aufgefallen. Ich vermute, daß sich das BAKOM hier einfach mal vorsorglich aus dem Spiel nimmt, falls irgendwann irgendein Rechteinhaber auf die Idee kommt, hier gegen die Ausstrahlung durch Lampert vorzugehen.

Mal angenommen, die Konzession würde Lampert verpflichten, das Programm der SRG nur uneingeschränkt und vollständig zu übertragen. Weiter angenommen, ein Pay-TV-Rechteinhaber würde ein Verfahren gegen die Fa. Lampert anstrengen, sie dürften irgendeinen Inhalt nicht unverschlüsselt ausstrahlen (lassen wir mal außen vor, ob das überhaupt möglich oder berechtigt wäre). Dann könnte sich Lampert darauf berufen, daß sie das ja ausstrahlen müssen, weil die Konzession sie dazu verpflichtet. Dann wäre der Ball bei dem BAKOM. Mit dieser Klausel bleibt das BAKOM in einem solchen Rechtsstreit aber außen vor, da es Lampert freigestellt ist, einen bestimmten Inhalt eben nicht auszustrahlen. Dann läge es allein an Lampert, sich damit auseinanderzusetzen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es hier im Bezug auf die Schweiz irgendwelche Inhalte geben kann, die sie nicht ausstrahlen dürfen. Sie strahlen von einem Schweizer Standort das Schweizer Fernsehen für die Schweiz aus. Das Zielgebiet ist zweifelsfrei die Schweiz und nicht Vorarlberg, das sieht man ja am Strahlungsdiagramm: Versorgt wird das Appenzell. Daß es Overspill gibt, liegt in der Natur der Sache, und ist unter den gegebenen Umständen meiner Ansicht nach auch überhaupt nicht angreifbar: Es wird ja gerade nicht gezielt ins Ausland gestrahlt! Für Lampert ist es ein erfreulicher "Nebeneffekt", da es ihr die Verbreitung vom SRF im Kabel legalisiert. Daher halte ich es auch für unwahrschelnlich, daß sie das SIgnal verschlüsseln würden, weli damit der legalisierende (weil frei empfangbare) Overspill wegfallen würde. Dann bräuchten sie einen Vertrag mit der SRG, um das Programm einspeisen zu dürfen. Und wenn sie den hätten, könnten sie ja legal vom Satelliten entschlüsseln und einspeisen und sich den ganzen Aufwand mit dem Hohen Kasten sparen. Denn nur zur Signalzuführung brauchen sie das DVB-T nicht.
Da sie diesen Vertrag mit der SRG aber eben nicht haben, brauchen sie zur Legalisierung ihrer Einspeisung vom Satelliten das Vorhandensein vom terrestrischen Overspill, und zwar unverschlüsselt.
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alfmelmaker
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von alfmelmaker »

bengelbenny hat geschrieben:
Di 18. Aug 2020, 18:22
@uhf

Ein großes Dankeschön an dich für die Links. Ich habe mal den Fracarro-Katalog ein wenig durchgesehen und da sind einige interessante Antennen dabei.
Ich habe mich eigentlich vom terrestrischen Fernsehempfang schon verabschiedet, da ich in meiner Wohnung am Zwangskabel hänge und ein Stück Draht für den Empfang des deutschen DVB-T2 Angebots hier in Augsburg ausreichen würde. Da ist für mich einfach kein Reiz mehr vorhanden.

Jetzt sehe ich aber, dass Fracarro sogar eine relativ kompakte Antenne für E21-26 im Angebot hat. Und da der einzige empfangstechnisch reizvolle Kanal bei mir der ORF auf E24 ist juckt es ein bisschen in den Fingern, zumindest einen Versuch zu starten.

@Rolf
Glückwunsch zum Empfang der Schweizer Programme in Bietingen. Das freut mich wirklich für dich!
Ich greif' das noch 'mal mit den "optimalen" Antennen auf, von bengelbenny kam auch die Frage nach den Abmaßen usw.

ich hänge hier 'mal ein paar Fotos mit 'dran bzgl. "meiner" Antennen, mit den ich gute Erfahrungen gemacht habe (betrifft teilweise auch den ORF Pfänder K21+24). Also:

v.l.n.r:
(1) Fracarro 10F2734 (Länge 110cm)
(2) TRAIECT Rumänien (Länge ca. 1,2m)
(3) TRAIECT Rumänien (Länge ca. 1,2m)

(1) und (2) sind optimal für K34, das zeigen auch die Diagramme, wobei der Gewinn der "Fracarro" dann allerdings "zu den unteren Kanälen" (unterhalb ca. Kanal 24) relativ "steil" abfällt.

Bei (2) nehme ich als Beispiel ein Diagramm aus dem Antennenbuch, nachdem wir in der DDR die Antennen dimensioniert haben. Ich habe die Abmessungen verglichen, die sind praktisch identisch.

Einziger Unterschied, dass die rumänische Antenne 5 Reflektoren hat, lt. meinem Buch nur 3 Stück.

Man konnte die Antennen beliebig verlängern (also die Anzahl der Direktoren beliebig vergrößern bis max. 26 Direktoren. In diesem Antennenbuch wurden dann die technischen Daten von Antennen mit 6 Elementen (3xRefl. / 1xDipol / 2xDirektor), 10 Elementen (6 Direktoren), 20 Elementen (16 Direktoren) und 30 Elementen (26 Direktoren) abgehandelt.

Antenne (2) entspricht mit Ihren 7 Direktoren ungefähr der in diesem Buch behandelten "10 Elemente Antenne". Dafür wurde ein Gewin von 11dB angegeben (das sind ca. 13 dbi).

Antenne (2) entspricht den im Buch genannten Arbeitsbereich "AB III" = K21...35, vorzugsweise K31-35. Laut Diagramm fällt zwar der Gewinn zu den unteren Kanälen auch ab, -im Gegensatz zur Fracarro- jedoch relativ "gleichmäßig".

Antenne (3) ist mehr oder weniger wieder eine o.g. "10-Elemente-Antenne", jedoch für den AB I (K21-25), also nicht für den "legendären" K34 des SRF, sondern für den von bengelbenny gewünschten ORF-Kanal 24.

Die Antenne (2) und (3) sind eigentlich noch wesentlich länger (siehe Fotos...), aus mechanischen Gründen hatte ich diese jedoch nur in der "gekürzten" Version (was von der Dimensionierung zulässig zulässig ist...natürlich auf Kosten des Gewinns...) eingesetzt in der dann praktischen "Vor-Mast-Montage".

Vergleich der theoretischen Gewinne für K34 (grafisch abgelsen bzw. geschätzt...):
(1): 15dBi (lt. Datenblatt)
(2): 13dbi
(3): ===

Vergleich der theoretischen Gewinne für K24 ca. 500Mhz ("Wunschkanal" Bengelbenny):
(1): 14dBi
(2): 12dbi
(3): 13dbi

Also rein nach den "theoretischen Schätzungen" (weil nur grafisch abgelesen...) ist wohl die Fracarro vorne. Aber rein praktisch hatte ich mit der Antenne (2) über längeren Zeitraum einen etwas besseren Empfang als mit der Fracarro (kann ich aber meßtechnisch nicht nachweisen...).

Meinen Erfahrungen zufolge sind jedoch die Angaben in dem Buch eher "tiefgestapelt" (weil in der DDR nicht aus verkaufstechnischen Argumenten die Werte "höhergeschraubt" werden mußten, deshalb auch Angaben in dB, und nicht in dBi...)und in den heutigen Katalogen eher "hochgestapelt" (eben aus verkaufstechnischen Argumenten...).

Die Fracarro hat jedoch den Vorteil, dass diese auch noch mechanisch leichter ist, jedoch den Nachteil, dass bei ungenügendem Empfang nicht einfach mit weiteren Direktoren erweitert / verlängert werden kann...

Mein Fazit @bengelbenny: mit der Fracarro fährst Du sicherlich ganz gut... Und bzgl. der Frage ob Verstärker Terra AB010 oder Terra AB011: Der AB010 ist für Deine Belange die bessere Wahl, weil dieser ein wesentlich geringeres Rauschen hat als der AB011....und bei sehr schwachen Signalen ist es beim "ersten Verstärker" nicht entscheidend, wie groß die Verstärkung ist, sondern eben das Rauschen (Noise Level).
Dateianhänge
01.JPG
02.JPG
03.jpg
04.JPG
06.JPG
Gigablue Quad Plus
2 x DVB-S (Diseq Hotbird+Astra)
1 x DVB-C/T (Kabelanschluß unitymedia)
1 x DVB-C/T (Zimmerantenne DVB-T2 Sender Fürstenberg)

bengelbenny
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von bengelbenny »

@alfmelmaker

Danke für die umfassenden Schilderungen. Den AB010 habe ich tatsächlich schon bekommen, allerdings noch nicht in Betrieb genommen. Der Vorverstärker wird ja vielerorts gelobt, daher musste ich bei dem günstigen Anschaffungspreis einfach zuschlagen. Und eben genau das Noise Level hat mich dazu bewogen, mal einen Versuch zu starten. Zudem brauche ich kein externes Netzteil, sondern kann den Verstärker über den Receiver versorgen.

Die Fracarro-Antenne hätte ich gestern bekommen sollen, aber die Zustellung hat nicht funktioniert, da niemand zu Hause war. Vielleicht kann ich am Wochenende schon testen. Das Thema TV-Empfang über Antenne war für mich eigentlich schon gegessen, aber die Fracarro ist wohl scheinbar das passende Spielzeug, um nochmal ein wenig herumzutesten. Und wenns nicht klappt, ist es für mich auch kein Beinbruch.

Euch allen wünsche ich, dass das SRF weiterhin über euren Bildschirm flimmern kann.

uhf
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von uhf »

Bitte noch berichten, was mit Fracarro Kanalantenne und Terra LowNoise PreAmp rauskam
Viel Spaß und Erfolg :-)

ulionken
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von ulionken »

@Robert-am-See: Vielen Dank für den technischen Netzbeschrieb! Ich habe die Daten sind in TVLIST eingetragen, sie sind nun unter fmscan.org abrufbar (das Antennendiagramm "nur" in Schritten von 10° aufgelöst).

73 de Uli
UKW/TV-Arbeitskreis, FMLIST
QTH: Lörrach, JN37TO

Robert-am-See
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von Robert-am-See »

ulionken hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 21:40
@Robert-am-See: Vielen Dank für den technischen Netzbeschrieb! Ich habe die Daten sind in TVLIST eingetragen, sie sind nun unter fmscan.org abrufbar (das Antennendiagramm "nur" in Schritten von 10° aufgelöst).

73 de Uli
Bitte, gerne! Ich dachte mir einfach, ich frag mal höflich nach beim BAKOM - diese Methode hat mir im Leben schon oft weitergeholfen! ;)
Und danke Dir für's Eintragen in der TVLIST, so haben viele etwas davon! :spos:
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bengelbenny
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von bengelbenny »

OT:

Ich habe inzwischen meine Fracarro-Antenne bekommen und den Empfang heute ausgiebig getestet (unter anderem mit drei unterschiedlichen Verstärkern). Leider ist es nicht möglich, den K24 in meiner Wohnung zu empfangen. Da es bei einem Arbeitskollegen mit relativ geringem Aufwand 10km südlich von meinem Standort recht problemlos funktioniert, würde ich als Ursache tatsöchlich den starken K25 vom Hotelturm sehen, der quasi in Spuckweite meiner Wohnung steht.
Ein ähnliches Phänomen habe ich ja auch auf DAB+, wo auf 9D Aalen neben dem 9C vom Hotelturm in meiner Wohnung gar nicht geht, während er ein paar Kilometer südlicher ohne größere Probleme funktioniert. Und ich weiß dann jetzt wohl auch, was mit dem 12C aus der Schweiz in Augsburg passieren wird, wenn der Bundesmux 2 auf 12D vom Hotelturm an den Start geht. Vermutlich wird der Empfang aus der Schweiz auch ein paar Kilometer zurückgedrängt werden.

Da mittelfristig ein Umzug anstehen wird, werde ich zu gegebener Zeit nochmals testen. Zumindest DAB+ werde ich weiterhin auf dem Radar haben

Und euch wünsche ich, dass ihr so lange wie möglich Freude am "legendären" K34 haben werdet.

uhf
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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Beitrag von uhf »

Ein Versuch könnte es sein den störenden Nachbarkanal mit einem Kanalfilter und einem Saugkreis zu eliminieren.
Dadurch kommt der gewünschte Empfangskanal mit weniger Übersteuerung durch Nachbarkanäle an.
Ich hatte bei HF Rittmann aus Pforzheim mir solch einen 3-Kreis Kanalfilter für K34 (SRF D) mit Saugkreis für den starken Ortssender auf K33 bauen lassen. Funktioniert soweit gut - einzige Bedingungen genug Grundpegel auf dem Wunschkanal und keine Auslöschung durch Guard Intervall.

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