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Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 10:14
von uhf
Freenet, Unitymedia, Vodafone.

Ideale Höhenstandorte wären
- Chasseral (1.600 m ü NN): könnte weit in die Schweiz, Südbaden bis Nordbaden Karlsruhe auf freiem Kanal und angrenzende Bereiche von Frankreich erreichen.
Müsste high power + high tower rund und mit genügend Sendeleistung abstrahlen
und
- Säntis (2.500 ü NN)): könnte in die Schweiz, angrenzende Bezirke Österreichs, den gesamten Bodenseeraum bis nach Stuttgart reichen. Genügend Sendeleistung, kein abgesenktes Antennendiagramm und rund strahlend vorausgesetzt.

Vorteile:
DVB-T2 mit HEVC einsetzbar
Die Schweizer haben auch was davon
DVB-T bliebe rudimentär erhalten
Die Bürger der Nachbarstaaten können terrestrisch empfangen (nicht nur Kabelanschluss Kunden)
Die Kabelanschluss Anbieter dürften dann Overspill einspeisen.

F R E E N ET -> warum nicht die zwei Standorte betreiben ?

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 11:00
von Radio Fan
Es wird wohl leider bei könnte, müsste oder ähnlich bleiben... :rolleyes:

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 11:13
von uhf
Radio Fan hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 11:00
Es wird wohl leider bei könnte, müsste oder ähnlich bleiben... :rolleyes:
Davon gehe ich auch aus.
Immerhin hat freenet einen Anteil an Sunrise und damit ev. auch schon ein Standbein in der Schweiz.
Aber gut.
:kopf:

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 11:19
von delicious
Freenet müßte den Spaß bezahlen, aber als Service für deutsche Kunden? viel zu teuer..
da werden dann sicherlich auch ein paar deutsche Privatsender was dagegen haben, vielleicht auch Rechteinhaber..
und die Schweizer möchten doch auch lieber sparen.
wird also nicht passieren...

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 11:31
von uhf
Das ist Frage der Verhandlungen.
Österreich, Frankreich und Deutschland sind ja betroffen.
Wenn freenet mit Österreich, Schweiz und Frankreich eine Einigung auf Kostenteilung machen könnte, wären diese beiden Standorte vermutlich schon möglich.

Es wäre ja auch möglich gewesen, dass die Schweizer selbst ein minimales Rumpfnetz betreiben und damit für Overspill sorgen.
Das wäre die Erwartungshaltung gewesen.

Ich bin gespannt, was rauskommt.
Wenn die Franzosen, Österreicher, Deutschen und Schweizer einen Willen haben, müsste am Schluss auch eine Lösung da sein, wie eine weitere terrestrische Verbreitung für Overspill doch noch erfolgen kann.

Wenn die Rechteinhaber noch ne Weile so irre agieren, kann es auch passieren, dass die Bevölkerung keine Lust mehr auf die Rechteinhaber hat.
Dann bleiben sie sitzen auf ihrem Mist.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Di 14. Mai 2019, 12:48
von Bugi
Der Betrieb von Höhenstandorten wie Säntis oder Chasseral ist viel zu teuer um von deutschen Gesellschaften wie z.B. Freenet refinanziert zu werden. So lange sie die Signale nicht verschlüsseln, verdienen sie daran überhaupt nichts und bei einer Verschlüsslung schauen die Kabelnetze auch wieder in die Röhre. Gelöst werden könnte das also allenfalls auf kleiner, regionaler Ebene.

Nimmt man z.B. einmal See Connect, einen kleinen Kabelbetreiber für Konstanz und ein paar umliegende Orte. Scheinbar haben sie bei der SRG nachgefragt, ob sie das Signal weiterhin beziehen können und ein Nein erhalten. Insofern war die Frage vielleicht ein Fehler. Hätten sie einfach ohne zu fragen ein Käbele von Kreuzlingen über die Grenze gezogen und die Sender weiterhin eingespeist, hätte die SRG aufgrund der geringen Größe des Kabelnetzes möglicherweise nie etwas gesagt. Dabei gibt es das "Käbele" ja eigentlich schon, denn der DVB-T-Sender für Kreuzlingen steht ja auf Deutscher Seite, gehört vermutlich irgendwem in Deutschland und ist von der SRG nur angemietet.

Laut des weiter oben verlinkten Artikels aus dem Südkurier könnte es nun theoretisch möglich sein in Kreuzlingen eine regionale Gesellschaft für die Versorgung von Kreuzlingen und Umgebung zu gründen. Dann könnte der kleine Sender in Konstanz weiterbetrieben werden und auch die Kabeleinspeisung wäre wieder legal. Allerdings kämen neben den Betriebskosten für den Sender laut Artikel auch noch Verwaltungskosten von jährlich 12000 Franken hinzu. Ob sich der finanzielle Aufwand für ein kleines Kabelnetz wie See Connect lohnt ist zweifelhaft - dann müsste schon noch Unitymedia mit im Boot sein. Das Problem: Dort dürfte man kaum bereit sein etwas für die Einspeisung der Schweizer zu zahlen. Vermutlich steht man dem Thema relativ gleichgültig gegenüber. Man verzichtet ja auch auf die ORF-Einspeisung, welche regional begrenzt problemlos möglich wäre. Rauswerfen musste man den ORF ja nur, weil damals eine Regionalisierung des digitalen Netztes noch nicht möglich war und der ORF eine Verbreitung in Großstädten wie Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim usw. nicht mehr weiter akzeptieren wollte. Mehrere Jahre lang gab es diese landesweite Einspeisung ja. Und offenbar verwendete man hierfür sogar eine ORF-Sat-Karte - ohne Autorisierung seitens des ORF - anders war die exzellente Bildqualität jedenfalls nicht zu erklären.

Vielleicht wäre es klüger gewesen nicht zu viel zu fragen und einfach auf Duldung zu hoffen. Offiziell JA sagen darf die SRG nun mal nicht, aber Möglichkeiten an das Signal zu kommen gibt es viele. So hat man es früher gemacht und viele kleine halten es heute immer noch so - ohne dass irgendwas passiert. Allerdings fehlt bei Unitymedia seit geraumer Zeit das Interesse den Kunden etwas extra zu bieten und wenn es dann nur regional ist schert man sich erst recht einen Dreck. Insofern ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendwas passiert. Es ist nun mal nichts damit zu verdienen.

Allerdings ist im letzten Abschnitt des Artikels angedeutet, dass es wohl einige Anträge auf Weiterverbreitung des Signals (über DVB-T?) auf regionaler Ebene innerhalb der Schweiz geben soll. Sollten diese "Weiterverbreitungen" nicht verschlüsselt sein und irgendwo in Süd-BaWü mit einer aufwändigen Antenne empfangbar sein, dann wäre das Problem gelöst, bzw. könnte gelöst werden, insofern der Wille dazu da ist. Aber das bezweifle ich bei Unitymedia durchaus.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Di 14. Mai 2019, 17:39
von andimik
War nicht mal in der Lombardei ein Minimux offiziell in Betrieb, um auf italienischen Boden die beiden Tessiner Programme zu übertragen?

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: Mi 15. Mai 2019, 10:35
von uhf
Bugi hat geschrieben:
Di 14. Mai 2019, 12:48
.....
Allerdings ist im letzten Abschnitt des Artikels angedeutet, dass es wohl einige Anträge auf Weiterverbreitung des Signals (über DVB-T?) auf regionaler Ebene innerhalb der Schweiz geben soll. Sollten diese "Weiterverbreitungen" nicht verschlüsselt sein und irgendwo in Süd-BaWü mit einer aufwändigen Antenne empfangbar sein, dann wäre das Problem gelöst, bzw. könnte gelöst werden, insofern der Wille dazu da ist. Aber das bezweifle ich bei Unitymedia durchaus.
KabelBW war ganz früher noch eher an seinen Kunden orientiert.
Unitymedia ist nur an schlechtem Programm und dem Geld der Kunden interessiert.
Die Gegenleistung ist dürftig.

SFinfo hätte schon lange eingespeist werden können.
Auch eine Vereinbarung mit ORF und SRF hat man doch nie ernsthaft versucht.

Es geht Unitymedia ausschließlich darum, dass sie sich finanziell bereichern.

Das Geld vom Staat bzgl. der Programmeinspeisung (was die Gebühreneinzahler bezahlt haben !), das Geld von den Kunden (ohne Programmaufwertung), die Situation den eigenen Kunden die Programme in HD bzw. manche Dritte vorzuenthalten als Druckmittel, usw.
Wichtig auch: Wer einspeist muss zahlen.
Eingespeist zu werden ist quasi eine Leistung, die der andere zahlt.
Statt zu erkennen, dass es das Produkt aufwertet, wenn attraktive Programme im Kabelfernsehen laufen.

Wo Unitymedia absoluter Marktführer ist:
Einspeisung von Schrott -
Schwachsinnige Programme, die keiner will und sehr oft einfach nur richtig miese Bildqualität.

Provokant gefragt: Warum sind die ganzen, terrestrisch frei empfangbaren Programme aus dem Elass nicht eingespeist, sondern nur TF1 unverschlüsselt und drei andere als PAY-TV - obwohl terrestrisch alle frei empfangbar sind ?

Unitymedia ist eine Kunden-Melkmaschine - aber ohne die Kundenkuh zu füttern.
Das Interesse den Kunden ernsthaft zu begegnen, gibt es nicht so, wie man es erwarten würde.

Da hilft auch der DS-Lite Internetzugang mit 500 Mbps nix, wenn die Kernkompetenz "Fernsehprogramme" Müll ist.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 10:35
von Bodenseeler
-bin voll deiner Meinung, auch die Arroganz und Überheblichkeit der Mitarbeiter von Unitymedia, bzw früher Kabel BW, ist unübertroffen.
Ich sprach einen Servicetechniker auf diverse Probleme an, der meinte nur, das alles im Unternehmen soo perfekt sei.
Eine höfliche Mail an Unitymedia wurde auch nie beantwortet, da koche ich dann innerlich vor Wut! ...selbst Eurosport, ARD/ZDF haben mir schon gute Antworten auf Vorschläge gegeben.
-ich arbeite selber im Kundenservice/Highend Sportgeräte, da gehe ich doch auch auf jede Kritik ein und hinterfrage immer, ob wir selber keinen Fehler gemacht haben könnten.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 11:19
von bengelbenny
Ich habe übrigens nochmal eine Anfrage bei M-Net gemacht bzgl. der Weiterverbreitung von SRF und RSI ab dem 3.6. Man gibt nach wie vor keine wirkliche Antwort, wie es mit den Schweizern weitergehen wird... Da die Einspeisequelle aber nicht DVB-T sein kann gehe ich davon aus, dass sich rein gar nichts ändern wird - zumindest vorerst.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 12:56
von ulionken
Die Abschaltung der Schweizer DVB-T-Sender wird auch im Elsass diskutiert, wo man noch viele vertikal polarisierte Antennen in Richtung Les Ordons, Chasseral oder St. Chrischona sieht. Ebenso wie in D werden die Schweizer Programme aus den Kabelnetzen im Elsass (SFR und Vialis) verschwinden:

https://www.dna.fr/loisirs/2019/05/19/l ... frontieres

Der Artikel in der heutigen Ausgabe von DNA beschreibt auch ausführlich die beiden verbleibenden Empfangsmöglichkeiten im Ausland, also VPN und Sat-Access via Hotbird und die Hintergründe der Abschaltung (No-Billag, nur 1.4% DVB-T-Nutzer in CH).

73 de Uli

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 18:28
von wolfgangF
Wird die DVB-T Abschaltung eigentlich in der schweizerischen Öffentlichkeit, z.B. in der Presse oder in der Politik, überhaupt thematisiert? Im SRF-Videotext habe ich darüber auch noch nie etwas gelesen.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 19:11
von Bodenseeler

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 19:26
von wolfgangF
broadcast.ch ist mir natürlich auch bekannt. Ich meinte eher, ob sich die Schweizer mit dem Thema, eben auch dem Anliegen von uns deutschen Nachbarn, weiterhin Fernsehen aus der Schweiz empfangen zu können, überhaupt beschäftigen.

Re: DVB-T wird im Juni 2019 ersatzlos abgeschaltet

Verfasst: So 19. Mai 2019, 20:30
von radiohead