Radio und TV Geschichte Schweiz

Das Diskussionsforum für elektronische Medien in der Schweiz
Heinz Lindenmann

Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Radio City der ehemalige Piratensender ab 01.09.1978-1983 auf UKW oberhalb 100.00 MHz
Donnerstag und Sonntag ab 20.00
Team:
Rolf Gautschi (verstorben 2003) Heinz Lindenmann
Rolf Beutler, Mario Ferrari, Jürg Hunziker

Hartnäckigster Radiopirat jener Tage war der Zürcher Rolf Gautschi (Radio Alternativ, -1.9.1978), der mehrmals erwischt wurde und unverdrossen weitermachte. Ab September 1978 wurde Radio Alternativ in Radio City umgetauft.
Diesen Namen wollte ihm Schawinski 1979 abkaufen, R. Gautschi lehne dies absolut ab. Gautschi störte die Testsendungen von Radio 24 eine kurze Zeit.
Sein Motiv zum illegal senden: Spass bereiten und Werbung verkaufen, das Monopol der SRG zu brechen. Die Politischen unter den Piraten belächelte er, er hasste die Peilbeamten der PTT; einmal wurde er nachts auf einem Feldweg angetroffen, weil er auf eigene Faust einen politischen Piratensender ausheben wollte. Ein andermal setzte Gautschi sogar Infrarot-Nachtsichtgeräte ein, um die Peilwagen früher zu erkennen. Radio City sendete damals von verschiedenen Höhenstandorten aus mit bis vier Sendern, um die Peiler in die Irre zu treiben.
Gautschi trat später wieder als Betreiber eines Internetradios (Radio City) hervor. Die Geschichte des Piratensender Radio City ist auch im Film Jolly Roger zu sehen. Er starb im November 2003 als Ingenieur und ehemaliger Radiopirat.

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Radio Geschichte Schweiz 14. November 1979 Radio 24
Kurz nach 17 Uhr beginnt Roger Schawinskis Popsender „Radio
24“ mit der Ausstrahlung eines Testprogramms auf 101,6 MHz.
Die Sendeanlage, zwei 25-kW-UKW-Sender von Collins und
eine Antennenwand mit 32 Feldern, befinden sich in fast 3000
Metern Höhe auf dem Pizzo Groppera in Italien. Der Empfang im
Zielgebiet Zürich ist mehr oder weniger zufriedenstellend.

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Radio Atlantis war im Sommer 1976 der erste Piratensender in der Schweiz, der in Stereo sendete.

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Radio Schmetterling war 1978-1982 einer der Piratensender der ab seinem Standort Federispitz am oberen Zürichsee auf 1800 MüM eine grosse Reichweite hatte. Dieser von Roland Probst betriebene Piratensender war immer Sonntags von 8.00-12.00 zu hören...

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Radio Jasmin war neben Radio City der bekannteste Piratensender in der Grossregion Zürich.

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Der Urknall des Radio
Die Anfänge
Die Anfänge“]1873 bewies ein schottischer Physiker die Existenz von elektromagnetischen Wellen. Wenig später wurden das Grammofon und Telefon erfunden. 1894 gelang das erste Mal eine drahtlose Funkübertragung über eine Distanz von neun Metern. Nur vier Jahre später wurde das erste Funktelegramm gegen Bezahlung aufgegeben. 1904 gelang es zum ersten Mal, drahtlos Musik zu übertragen. 1906 tagte die erste Welt-Funkkonferenz und noch im selben Jahr wurde die erste Radiosendung ausgestrahlt. 1911 erhielt die «Ecole d’horlogerie à La Chaux-de-Fonds» die erste provisorische Empfangskonzession der Schweiz, um Zeitsignale des Eiffelturms zu empfangen. 1923 bewilligten die Bundesbehörden die ersten Versuche für Lokalradios. Zu Beginn der Dreissigerjahre schlossen sich regionale Radioorganisationen zur Schweizerischen Rundspruchgesellschaft zusammen – der SRG.[/spoiler]


Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Internationale Rundfunk Geschichte

Vor 85 Jahren: Das elektronische Fernsehen feiert Premiere
Am 14.12.1930 realisierte der Physiker Manfred von Ardenne erstmals Fernsehbilder ohne Mechanik. Sein Konzept erwies sich als bahnbrechend: Es ebnete den Weg von der experimentellen Bewegtbild-Übertragung zum Massenmedium.

Mitte der 20er Jahre beruhten die ersten Gehversuche des Fernsehens noch auf mechanischer Bildabtastung. Ab 1930 löste dann die Elektronik alle mechanischen Lösungen ab. So zeigte Manfred von Ardenne am 14. Dezember 1930 zum ersten Mal vollelektronisches Fernsehen im Labor. Recht bescheiden muten die Daten an, die mit einem Raster von 100 Zeilen bei 20 Bildwechseln pro Sekunde überliefert sind. 1931 wurde das System während der Großen Funkausstellung auf dem Loewe-Stand erstmals öffentlich präsentiert. Sogar auf der anderen Seite des Atlantiks galt dieser Technik-Durchbruch als Sensation. Die „New York Times“ kündigte sie bereits im Vorfeld der Messe, am 16. August 1931, in einem großen Artikel an.

Ardenne griff bei seiner Lösung auf bereits bekannte Komponenten wie die Braun‘sche Röhre (Elektronenstrahl-Röhre) zurück. Röhren verwendete er auch zur Aufnahme des Fernsehbildes. Das Geniale und Visionäre an seiner Versuchsanordnung aber war die Auswahl und Optimierung der Komponenten, die in der Folge eine unproblematische und stetige Verbesserung der Bildqualität erlaubten.

Dreieinhalb Jahre später, am 22. März 1935, wurde im Berliner Haus des Rundfunks das erste regelmäßige öffentliche Fernsehprogramm der Welt ausgestrahlt. Dreimal in der Woche, jeweils zwischen 20:30 und 22 Uhr, übertrug der Sender eine Mischung aus Filmausschnitten und im Studio produziertem Live-Programm. Die Mehrzahl der Zuschauer konnte diese Darbietungen allerdings noch nicht im Wohnzimmer vor dem eigenen Fernseher, sondern nur in öffentlichen „Fernsehstuben“ verfolgen.


Ausgehend von den einfachen Anfängen hat sich die Technik des Fernsehens in den vergangenen 85 Jahren rasant entwickelt. Von der Kabelfernbedienung über die Einführung der Halbleitertechnik und des Farbfernsehens in West- und Ost-Deutschland (1967 und 1969) bis hin zur Änderung des Bildseitenverhältnisses (1970). Ein Patent zweier Schweizer Physiker begründete 1970 die Nutzung der Flüssigkristalltechnik für LC-Displays (LC = Liquid Cristal = Flüssigkristall). 1973 wurden in Japan erste LC-Displays vorgestellt. 1977 zeigten ARD und ZDF erstmals Videotext. Ein zweiter Tonkanal erweiterte das Fernsehen für Stereoklang oder für Übertragungen in zwei Sprachen.

1985 präsentierte die Industrie die ersten Geräte für den direkten Empfang von Satelliten-Fernsehen. Am 2. November 1990 wurde die Nationale HDTV-Plattform Deutschland gegründet – mit dem Ziel, die Einführung des hoch auflösenden Fernsehens zu koordinieren. Das Hochzeilen-Fernsehen blieb jedoch vorerst ein Zukunftsprojekt, weil die hierfür vorgesehenen analogen Standards nicht mehr in die technische Landschaft passten. Im Jahr 1991 wurden die ersten TV-Geräte im Breitbildformat 16:9 vorgestellt.

Am 10. September 1993 starteten Sendeanstalten, die Geräteindustrie, Netzbetreiber und Verwaltungen das europäische DVB-Projekt (DVB = Digital Video Broadcasting). Die unter Leitung dieser Organisation entwickelten technischen Standards für digitales Fernsehen wurden 1995 für die ersten Ausstrahlungen verwendet. Mittlerweile ist DVB weltweit im Einsatz.

Das Fernsehgerät entwickelt sich seit Mitte der 90er Jahre immer mehr auch zum Multimedia-Talent. Smart TVs erschließen über ihren Zugang zum Internet und zum Heimnetzwerk ein ganzes Universum an neuen Inhalten. Integrierte Festplattenrecorder zeichnen TV-Sendungen unkompliziert auf und halten sie zum zeitversetzten Anschauen bereit. Medienplayer bringen Filme und Diashows aus den eigenen Medienarchiven auf den Bildschirm. Kurzum: Das TV-Gerät kann längst viel mehr als nur Programme via Antenne, Kabel und Satellit empfangen. Mit den Bildschirmtechnologien LCD und OLED bringt es heute ein beeindruckendes Fernseherlebnis ins Wohnzimmer – in hoher Auflösung (HDTV), in 3D und in Ultra HD mit der vierfachen Auflösung von HDTV. www.gfu.de

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

1952
Inbetriebnahme des ersten UKW-Senders
auf dem St. Anton (AI). Der alte Landi-Sendeturm
findet dabei wieder Verwendung.

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

DAB Geschichte Schweiz 1999-2009

Der Bundesrat erteilte am 17. Februar 1999 der SRG SSR idée suisse die Konzession zum Aufbau eines DAB-Netzes (Digital Audio Broadcasting) in der Schweiz. Noch im gleichen Jahr gingen im Großraum Bern-Solothurn die ersten Sender in Betrieb. Weiter folgten in den Jahren 1999 und 2000 die Regionen Interlaken-Bern-Biel, Baden-Zürich-Winterthur sowie die Genferseeregion und die Agglomeration Basel. Seit 2001 ist DAB auf den Hauptverkehrsachsen Ost-West (inklusive der großen Tunnels) und Teilen der Nord-Südachse empfangbar. Ende 2009 war DAB in der ganzen Schweiz zu empfangen

Heinz Lindenmann

Re: Rundfunkgeschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

1978 das Jahr grossen Würfe im Radio

1978 17. MAI
Die Stereophonie wird schrittweise bei den
Radiosendungen eingeführt.
1. NOVEMBER
Otmar Hersche (bisher Programmdirektor
Radio DRS) übernimmt nach dem Rücktritt
von Gerd H. Padel (Radio- und Fernsehdirektor)
das Amt des Radio- und Fernsehdirektors
der deutschen und der rätoromanischen
Schweiz (Rücktritt 1982).
5. NOVEMBER
Der Kurzwellendienst wird in Schweizer
Radio International (SRI) umbenannt.
23. NOVEMBER
Einführung der «Regionaljournale» für die
DRS-Regionen.
Das Programmangebot von Radio DRS
wird neu gegliedert: Auf DRS 1 werden moderierte
Begleitprogramme eingeführt.

Giovanoli

Re: Radio und TV Geschichte Schweiz

Beitrag von Giovanoli »

Wenn schon 'Rundfunkgeschichte', dann aber von Anfang an, z. B. bei GOOGLE unter 'Radiogeschichte der Schweiz' folgendes gefunden:

http://www.sarganserland-walensee.ch/ra ... ster2.html

Und nochmals GOOGLE:

http://www.sarganserland-walensee.ch/ra ... nburg.html

Heinz Lindenmann

Re: Radio und TV Geschichte Schweiz

Beitrag von Heinz Lindenmann »

Danke fürs mitmachen, Giovanoli


dxbruelhart

Re: Radio und TV Geschichte Schweiz

Beitrag von dxbruelhart »

DAB wurde in der Schweiz bereits 1994 getestet in Uri.
1995 wurde DAB richtig vorgestellt und es wurde vom Bantiger und Niederhorn sowie in der Region Basel gesendet, im Berner Oberland und in der Region Basel im L-Band.
Im damals sehr leeren Band wellten die Signale auf Kanal 12 vom Bantiger bis in die Region Uster.

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