Quelle: https://www.satellifax.de/mlesen.php?id ... FJKX7eq74wDer Winterthurer Medienunternehmer Günter Heuberger und Chef der Mediengruppe "Top" (Radio/Fernsehen) hält das Festhalten am Verbreitungsweg UKW in der Schweiz angesichts stark rückläufiger Werbeeinnahmen für einen Fehler. "Wir wären froh gewesen, der Bund hätte UKW tatsächlich abgeschaltet", sagte er dem Tagesanzeiger. Die analoge Verbreitung, für deren Beibehaltung vor allem Radiopionier Roger Schawinski gekämpft hat, sei für die Radios richtig teuer, sagt Heuberger.
"Die durch die UKW-Abschaltung gesparten Millionen könnten besser in den Journalismus zur Erfüllung des regionalen Service public investiert werden," sagt Heuberger. Ein kompletter Ausstieg im Alleingang ist aber nicht möglich, solange die Konkurrenten auf UKW weitersenden.
Wann Abschaltung UKW?
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frank.koriander
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Re: Wann Abschaltung UKW?
Tja, jetzt kommen die ersten kritischen Stimmen...
Re: Wann Abschaltung UKW?
Es bringt halt nichts, wenn man solche Anmerkungen einbringt, wenn die Messe längst gelesen ist und Schwachsinn längst fröhlichste Urstände feiert.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
http://zitate.net/kritik-zitate
Lebe stets so, dass die fckAfD dagegen ist!
Sprach der König zum Priester: "Halte du sie dumm, ich halte sie arm."
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Re: Wann Abschaltung UKW?
Wahre Worte in der Medienmitteilung des Radioverbandes UNIKOM:
UKW: Wer muss Schawinskis Suppe auslöffeln?
Das Parlament hat den UKW-Ausstieg in letzter Minute politisch gestoppt. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) muss diesen Fehlentscheid nun umsetzen und schreibt deshalb die UKW-Frequenzen ab 2027 neu aus. Damit wird möglich, was medienpolitisch längst erledigt sein müsste: die Verlängerung einer teuren analogen Verbreitungstechnologie, deren Zukunft vorbei ist.
Ausgeschrieben ist heute aber nur ein Teil aller UKW-Frequenzen. Die SRG sowie Veranstalter mit Leistungsauftrag und Gebührengeldern werden regulatorisch bevorzugt. Sie können ihre bisherigen UKW-Frequenzen weiter nutzen, wenn sie dies wollen.
Endlich: Frequenzen werden ausgeschrieben
Alle übrigen UKW-Frequenzen, die bisher Radios ohne Gebührengelder zugeteilt waren, können hingegen nicht erneut verlängert werden. Endlich: Nach sage und schreibe 18 Jahren werden diese Frequenzpakete wieder ausgeschrieben. Das ist der Beharrlichkeit jener Kräfte zu verdanken, die seit Jahren darauf hingewiesen haben, dass Frequenzen ein öffentliches Gut sind und nicht auf Dauer faktisch privatisiert werden dürfen.
Die Ausschreibung erfolgt allerdings unter Bedingungen, die aus dem kurzfristigen politischen Entscheid zur UKW-Verlängerung entstanden sind. Dem BAKOM blieb dafür kaum Zeit: Die bisherigen UKW-Konzessionen laufen Ende 2026 aus, die neuen Konzessionen müssen bereits ab 2027 greifen. So kann keine echte Öffnung des Marktes entstehen.
Denn wer neu auf UKW senden will, muss innert kürzester Zeit ein teures analoges Netz planen, bewilligen lassen, finanzieren und in Betrieb nehmen. Dadurch werden bestehende UKW-Veranstalter strukturell massiv bevorzugt. Sie verfügen bereits über eine kritische Grösse und können auf bestehende, grösstenteils abgeschriebene Antennennetze zurückgreifen. Dazu kommt, dass ein erster Standort spätestens 90 Tage nach Konzessionsbeginn in Betrieb genommen werden muss. Dabei kann sich allein schon ein Baubewilligungsverfahren für eine Antenne über Jahre hinziehen.
Absehbar: Wer drin ist, bleibt drin
Für neue Veranstalter ist die UKW-Verbreitung zudem geradezu prohibitiv teuer, und zwar schon bevor ein einziger Sender gebaut oder betrieben wird. Ein Beispiel: Für ein grosses Verbreitungsgebiet wie Zürich mit rund 2 Millionen Personen fallen jährlich mindestens 10’000 Franken Funkkonzessionsgebühr an. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von 40 Franken pro 1’000 Personen im Sendegebiet, also 80’000 Franken pro Jahr. Allein die jährlichen Gebühren liegen damit bei rund 90’000 Franken. Noch nicht enthalten ist ein
allfälliger Auktionspreis. Die vorgesehene Auktion bei mehreren Bewerbungen für das gleiche Frequenzpaket ist zwar aus Sicht einer raschen und praktikablen Vergabe verständlich, bevorzugt aber ebenfalls kapitalkräftigere Veranstalter.
Damit ist absehbar, dass auf UKW auch künftig nur das Kartell der bisherigen und grösstenteils ähnlich tönenden Sender zu hören sein wird. Allenfalls verändern sich einige Empfangsgebiete. Für UKW gilt: Wer bereits Frequenzen und Sendernetze hat, bleibt drin; wer neu und anders ist, bleibt draussen.
Dabei befindet sich die Radiobranche in einem tiefen Strukturwandel. Gerade die grossen UKW-Vollprogramme verlieren beständig Reichweite und Umsatz, ihre Verluste nehmen zu. Gleichzeitig zeigen kleine, klar positionierte und innovative Nischenradios, dass Wachstum möglich ist: mit erkennbarem Profil, hoher Bindung und digitaler Auffindbarkeit.
Der wahre Schildbürgerstreich
Roger Schawinski hat nach dem Parlamentsentscheid zur UKW-Verlängerung triumphiert und von einem verhinderten «Schildbürgerstreich» gesprochen. Er sagte auch: «Wenn ich nicht gewesen wäre, hätte man schon im ’22 abgestellt.» Nun stellt sich die eigentliche Frage: Wer muss Schawinskis Suppe auslöffeln?
Die Antwort lautet: am Ende die Branche selbst. Wer UKW verlängert, verlängert Kosten und Unsicherheit. Wer jetzt ein UKW-Frequenzpaket erwirbt, gibt viel Geld aus, um die kleine und weiter schwindende Minderheit jener Hörerinnen und Hörer zu erreichen, die heute noch Radio ausschliesslich über UKW empfängt. Viel Geld, das anderswo fehlt. Dass Schawinski und Co., die an der teuren Doppelverbreitung festhalten wollen, ausgerechnet jetzt nach staatlicher Unterstützung für ihre Programme rufen – ist das nun eine lächerliche oder zynische Pointe der ganzen UKW-Saga?
Für die UNIKOM-Radios jedenfalls ist klar: Ihre vorhandenen Mittel werden dorthin fliessen, wo sie publizistisch wirken, nämlich in Inhalte, Innovation und Vielfalt.
UKW: Wer muss Schawinskis Suppe auslöffeln?
Das Parlament hat den UKW-Ausstieg in letzter Minute politisch gestoppt. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) muss diesen Fehlentscheid nun umsetzen und schreibt deshalb die UKW-Frequenzen ab 2027 neu aus. Damit wird möglich, was medienpolitisch längst erledigt sein müsste: die Verlängerung einer teuren analogen Verbreitungstechnologie, deren Zukunft vorbei ist.
Ausgeschrieben ist heute aber nur ein Teil aller UKW-Frequenzen. Die SRG sowie Veranstalter mit Leistungsauftrag und Gebührengeldern werden regulatorisch bevorzugt. Sie können ihre bisherigen UKW-Frequenzen weiter nutzen, wenn sie dies wollen.
Endlich: Frequenzen werden ausgeschrieben
Alle übrigen UKW-Frequenzen, die bisher Radios ohne Gebührengelder zugeteilt waren, können hingegen nicht erneut verlängert werden. Endlich: Nach sage und schreibe 18 Jahren werden diese Frequenzpakete wieder ausgeschrieben. Das ist der Beharrlichkeit jener Kräfte zu verdanken, die seit Jahren darauf hingewiesen haben, dass Frequenzen ein öffentliches Gut sind und nicht auf Dauer faktisch privatisiert werden dürfen.
Die Ausschreibung erfolgt allerdings unter Bedingungen, die aus dem kurzfristigen politischen Entscheid zur UKW-Verlängerung entstanden sind. Dem BAKOM blieb dafür kaum Zeit: Die bisherigen UKW-Konzessionen laufen Ende 2026 aus, die neuen Konzessionen müssen bereits ab 2027 greifen. So kann keine echte Öffnung des Marktes entstehen.
Denn wer neu auf UKW senden will, muss innert kürzester Zeit ein teures analoges Netz planen, bewilligen lassen, finanzieren und in Betrieb nehmen. Dadurch werden bestehende UKW-Veranstalter strukturell massiv bevorzugt. Sie verfügen bereits über eine kritische Grösse und können auf bestehende, grösstenteils abgeschriebene Antennennetze zurückgreifen. Dazu kommt, dass ein erster Standort spätestens 90 Tage nach Konzessionsbeginn in Betrieb genommen werden muss. Dabei kann sich allein schon ein Baubewilligungsverfahren für eine Antenne über Jahre hinziehen.
Absehbar: Wer drin ist, bleibt drin
Für neue Veranstalter ist die UKW-Verbreitung zudem geradezu prohibitiv teuer, und zwar schon bevor ein einziger Sender gebaut oder betrieben wird. Ein Beispiel: Für ein grosses Verbreitungsgebiet wie Zürich mit rund 2 Millionen Personen fallen jährlich mindestens 10’000 Franken Funkkonzessionsgebühr an. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr von 40 Franken pro 1’000 Personen im Sendegebiet, also 80’000 Franken pro Jahr. Allein die jährlichen Gebühren liegen damit bei rund 90’000 Franken. Noch nicht enthalten ist ein
allfälliger Auktionspreis. Die vorgesehene Auktion bei mehreren Bewerbungen für das gleiche Frequenzpaket ist zwar aus Sicht einer raschen und praktikablen Vergabe verständlich, bevorzugt aber ebenfalls kapitalkräftigere Veranstalter.
Damit ist absehbar, dass auf UKW auch künftig nur das Kartell der bisherigen und grösstenteils ähnlich tönenden Sender zu hören sein wird. Allenfalls verändern sich einige Empfangsgebiete. Für UKW gilt: Wer bereits Frequenzen und Sendernetze hat, bleibt drin; wer neu und anders ist, bleibt draussen.
Dabei befindet sich die Radiobranche in einem tiefen Strukturwandel. Gerade die grossen UKW-Vollprogramme verlieren beständig Reichweite und Umsatz, ihre Verluste nehmen zu. Gleichzeitig zeigen kleine, klar positionierte und innovative Nischenradios, dass Wachstum möglich ist: mit erkennbarem Profil, hoher Bindung und digitaler Auffindbarkeit.
Der wahre Schildbürgerstreich
Roger Schawinski hat nach dem Parlamentsentscheid zur UKW-Verlängerung triumphiert und von einem verhinderten «Schildbürgerstreich» gesprochen. Er sagte auch: «Wenn ich nicht gewesen wäre, hätte man schon im ’22 abgestellt.» Nun stellt sich die eigentliche Frage: Wer muss Schawinskis Suppe auslöffeln?
Die Antwort lautet: am Ende die Branche selbst. Wer UKW verlängert, verlängert Kosten und Unsicherheit. Wer jetzt ein UKW-Frequenzpaket erwirbt, gibt viel Geld aus, um die kleine und weiter schwindende Minderheit jener Hörerinnen und Hörer zu erreichen, die heute noch Radio ausschliesslich über UKW empfängt. Viel Geld, das anderswo fehlt. Dass Schawinski und Co., die an der teuren Doppelverbreitung festhalten wollen, ausgerechnet jetzt nach staatlicher Unterstützung für ihre Programme rufen – ist das nun eine lächerliche oder zynische Pointe der ganzen UKW-Saga?
Für die UNIKOM-Radios jedenfalls ist klar: Ihre vorhandenen Mittel werden dorthin fliessen, wo sie publizistisch wirken, nämlich in Inhalte, Innovation und Vielfalt.
Aus Leidenschaft und Freude am Medium Radio.
TechniSat Digitradio 143, 3fach Antennenanl. 3H-VHF-16-LOG, Rittmann Signalverst., Sperrfilter 8B&12C, Yamaha MCR-B043D, Sangean WFR-29C, usw. Eigenes Radioangebot: Sunradio - Best international Music.
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Re: Wann Abschaltung UKW?
Dies sehe ich auch so. Auf UKW ist eben kein richtiges Wachstum mehr moeglich und es gibt nur Kosten.DAB-Swiss hat geschrieben: ↑Do 4. Jun 2026, 19:04
Wer UKW verlängert, verlängert Kosten und Unsicherheit. Wer jetzt ein UKW-Frequenzpaket erwirbt, gibt viel Geld aus, um die kleine und weiter schwindende Minderheit jener Hörerinnen und Hörer zu erreichen, die heute noch Radio ausschliesslich über UKW empfängt.
Re: Wann Abschaltung UKW?
Ich sehe da keine toten Kuehe, sonst waere DAB+ schon laengst abgeschalten. Ich vermute, es wird allerdings irgendwan mehr und mehr wie Norwegen werden, - d.h. weniger Radiohoerer egal wo oder wie, aber durch niedrigere Kosten auf DAB+ sendet man weiter.
Generell ist es halt so, dass das Radio mehr und mehr zum Nebenschauplatz wird, aber dies ueberall. Du musst nur einmal schauen wieviele Smartphones ein gaengiger Elektroladen heute anbietet und wieviele Radios, und wie viele davon DAB+ haben, und welche noch UKW. MW und LW, - davon ist ganz zu schweigen, - ausser man sucht wirklich nur in Radio/Funker-Fachmaerkten.
Somit ist die Meinung schon richtig, - warum in UKW re-investieren, wenn es immer weniger Hoerer gibt, und noch weniger UKW Radios verkauft werden, und die Kostenfrage auch noch hoeher ist. Es sind einfach 3 Punkte die quasi dagegen sprechen.
Nachdem die Tage von BBC Radio 4 auf LW quasi gezaehlt sind, wuerde ich auch kein LW Radio mehr kaufen, so ich noch eines zu guenstigen Preis finden kann.....
Re: Wann Abschaltung UKW?
Es ist extrem viel freie Kapazität auf DAB vorhanden, aber niemand will sie haben.
Zum Beispiel: Auf 7D D02 ist immernoch ein Slot frei, seit dem Wegfall von Top Two. Also schon 1.5 Jahre her.
Vor 10 Jahren wäre der Slot heiss begehrt gewesen. Und heute möchte ihn NIEMAND haben.
Also doch, die Kuh ist tot. Wir sind hier nicht in UK, Irland oder Deutschland.
Re: Wann Abschaltung UKW?
Deutschland ist da nicht einheitlich. In Bayern und Hessen gibt es immer viele Bewerber für DAB, in BW oder anderen Bundesländern stehen Kapazitäten leer.RZCH hat geschrieben: ↑Sa 6. Jun 2026, 16:59Es ist extrem viel freie Kapazität auf DAB vorhanden, aber niemand will sie haben.
Zum Beispiel: Auf 7D D02 ist immernoch ein Slot frei, seit dem Wegfall von Top Two. Also schon 1.5 Jahre her.
Vor 10 Jahren wäre der Slot heiss begehrt gewesen. Und heute möchte ihn NIEMAND haben.
Also doch, die Kuh ist tot. Wir sind hier nicht in UK, Irland oder Deutschland.