DAB+, wie weiter in der Schweiz?
DAB+, wie weiter in der Schweiz?
DAB+ steht in der Schweiz an einem Wendepunkt. Damit sich die Reihen der verbreiteten Radioanbieter nicht noch weiter lichten, ist ein deutlicher Kurswechsel von Nöten. Dieser kann nur auf der Verbreitungskostenseite erfolgen und wäre sogar möglich. Es müsste bloss ein Wille vorhanden sein...
Mehr dazu jetzt in den DAB-Swiss News unter: https://www.dab-swiss.ch/html/news.html
Was denkt Ihr zu dieser Thematik, besonders im Hinblick auf die künstlich hoch gehaltenen Verbreitungskosten?
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Aus Leidenschaft und Freude am Medium Radio.
TechniSat Digitradio 143, 3fach Antennenanl. 3H-VHF-16-LOG, Rittmann Signalverst., Sperrfilter 8B&12C, Yamaha MCR-B043D, Sangean WFR-29C, usw. Eigenes Radioangebot: Sunradio - Best international Music.
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Es hat halt beim Netzbetrieb einfach keinen echten Wettbewerb. Ich finde, die Pakete sind bei DAB+ so wie sie sind, einfach zu groß. Die wenigen verfügbaren Kanäle verteilen sich dann letztendlich auf zwei Anbieter.
In Deutschland ist es ja noch schlimmer, da gibt es ja oftmals nur einen Monopolisten.
Hätte ein Programmanbieter pro Region 4-5 verschiedene Multiplex-Betreiber zur Auswahl, dann würden auch die Preise purzeln.
In Deutschland ist es ja noch schlimmer, da gibt es ja oftmals nur einen Monopolisten.
Hätte ein Programmanbieter pro Region 4-5 verschiedene Multiplex-Betreiber zur Auswahl, dann würden auch die Preise purzeln.
Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Die Problematik sehe ich ein etwa so:
Man hat versucht, etwas auf die Beine zu stellen und mit tieferen Kosten zu agieren. Leider hat wohl das BAKOM Digris nur die "Trostpreise" zu gesprochen, was die Sendeanlagen betrifft. Besonders das Ensemble Bern ist besonders schlecht, weil man nicht von einen gut gelegenen Standort wie dem Bantiger senden möchte / kann. In Basel erfolgt jedoch interessanterweise die Abstrahlung ab dem Standort St. Chrischona von Swisscom Broadcast.
Gerade für den mobilen Empfang ist Digris derzeit kein Genuss, weil man zu schnell aus dem Sendegebiet raus ist und es halt auch Funklöcher gibt.
Eine Radiostation muss dann abwägen zwischen höheren Kosten aber dafür lückenlose Versorgung der Höher (SMC), oder tieferen Verbreitungskosten, dafür aber eingeschränkten Empfang (Digris).
Die SRG hat auch auf DAB+ angefangen, weider eigene "Funzeln" zu betreiben in Form von Standorten wo exklusiv ein SRG- Ensemble ausgestrahlt wird.
Dies hat mich schon in der UKW- Zeit gestört. Die SRG wollte um jeden Preis den "Platzhirschen" markieren.
Fazit: Ich sehe die Problematik auch an einer zu dominanten SRG. Die SRG möchte sich technisch gegenüber den Privaten immer etwas abheben und die bessere Versorgung bieten.
Immerhin: In den meisten Tunnels werden seit der Einführung / Umstellung auf DAB+ nebst den SRG- Ensembles auch private Anbieter wie SMC, teilweise auch Digris, RMS, DABCOM usw. ausgestrahlt.
Über UKW waren in vielen Tunnels nur SRG- Programme und manchmal noch ein privater Sender zu empfangen. In der Deutschweiz meistens nur SRF 1, manchmal auch noch RTS 1, Im Tessin meistens RSI 1, SRF 1 und RTS 1 plus manchmal noch 1-2 private. Es war also nicht mal möglich, im Tunnel z.B. SRF 3 oder Couleur 3 zu hören. Dies hat sich mit DAB+ natürlich massiv verbessert.
- SRG möchte ihre Marktanteile behalten
Verbreitungskosten über SMC für kleine Stationen zu gross
Digris wäre eine kostengünstige Alternative gewesen, aber dank des "Lobbyismus" wurde der Kostenvorteil gerichtlich entzogen
Digris ist jedoch in der heutigen Form auch ein Rohrkrepierer, hautsächlich wegen der lückenhaften Abdeckung.
Man hat versucht, etwas auf die Beine zu stellen und mit tieferen Kosten zu agieren. Leider hat wohl das BAKOM Digris nur die "Trostpreise" zu gesprochen, was die Sendeanlagen betrifft. Besonders das Ensemble Bern ist besonders schlecht, weil man nicht von einen gut gelegenen Standort wie dem Bantiger senden möchte / kann. In Basel erfolgt jedoch interessanterweise die Abstrahlung ab dem Standort St. Chrischona von Swisscom Broadcast.
Gerade für den mobilen Empfang ist Digris derzeit kein Genuss, weil man zu schnell aus dem Sendegebiet raus ist und es halt auch Funklöcher gibt.
Eine Radiostation muss dann abwägen zwischen höheren Kosten aber dafür lückenlose Versorgung der Höher (SMC), oder tieferen Verbreitungskosten, dafür aber eingeschränkten Empfang (Digris).
Die SRG hat auch auf DAB+ angefangen, weider eigene "Funzeln" zu betreiben in Form von Standorten wo exklusiv ein SRG- Ensemble ausgestrahlt wird.
Dies hat mich schon in der UKW- Zeit gestört. Die SRG wollte um jeden Preis den "Platzhirschen" markieren.
Fazit: Ich sehe die Problematik auch an einer zu dominanten SRG. Die SRG möchte sich technisch gegenüber den Privaten immer etwas abheben und die bessere Versorgung bieten.
Immerhin: In den meisten Tunnels werden seit der Einführung / Umstellung auf DAB+ nebst den SRG- Ensembles auch private Anbieter wie SMC, teilweise auch Digris, RMS, DABCOM usw. ausgestrahlt.
Über UKW waren in vielen Tunnels nur SRG- Programme und manchmal noch ein privater Sender zu empfangen. In der Deutschweiz meistens nur SRF 1, manchmal auch noch RTS 1, Im Tessin meistens RSI 1, SRF 1 und RTS 1 plus manchmal noch 1-2 private. Es war also nicht mal möglich, im Tunnel z.B. SRF 3 oder Couleur 3 zu hören. Dies hat sich mit DAB+ natürlich massiv verbessert.
Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
@MagicMax: Danke für Deine Erläuterung. Bleibt mir nur zu ergänzen, dass digris für seine DAB-Inseln eine Menge gute Sendestandorte koordiniert und in der Pipeline hätte (auch für Bern), aber bislang vom BAKOM (welches hier auch mitliest) vermehrt ausgebremst wurde. Zudem sind immer noch diverse gute Sendestandorte durch Rechtsverfahren blockiert, meistens ausgelöst durch die Stiftung Helvetia Nostra. Sonst wäre die Versorgung der digris DAB-Inseln massiv besser!
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TechniSat Digitradio 143, 3fach Antennenanl. 3H-VHF-16-LOG, Rittmann Signalverst., Sperrfilter 8B&12C, Yamaha MCR-B043D, Sangean WFR-29C, usw. Eigenes Radioangebot: Sunradio - Best international Music.
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Wogegen richten sich diese Verfahren? Gegen Frequenzzuteilungen oder gegen den Bau von Sendern?
-
dxbruelhart
- Beiträge: 2078
- Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:32
- Wohnort: Netstal
Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Gegen den Bau der Sender, die glauben, DAB Sender schaden der menschlichen Gesundheit
QTH: CH-8754 Netstal, 9E 03 27 / 47N 03 50, HB3YOC
Mitglied des UKW/TV-Arbeitskreis e.V. - www.ukwtv.de
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Danke!
Das ist natürlich bitter. Immer wieder die gleichen Einwände. Wobei Radiosender doch in aller Regel mit ausreichendem Abstand zu bewohnten Gebieten gebaut werden. Im Gegensatz zu Mobilfunkmasten…
Das ist natürlich bitter. Immer wieder die gleichen Einwände. Wobei Radiosender doch in aller Regel mit ausreichendem Abstand zu bewohnten Gebieten gebaut werden. Im Gegensatz zu Mobilfunkmasten…
Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Wie ich gehört habe, wird jetzt sogar gegen die Richtfunkverbindungen geklagt, welche die Sender mit den Signalen versorgen. Und das Bundesgericht lässt sich viel Zeit, seeeeehr viel Zeit! Im Beispiel vom Grenchenberg befindet sich der bereits bestehende Sendemast ja fernab jeglichen besiedelten Gebietes. Aber eben, Helvetia Nostra macht nun einfach auf Zeitspiel, ohne jegliche, rechtliche Chance. Alle NiS-Warte werden eingehalten.
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Wenn etwas von vorne herein keine rechtliche Chance hat wäre es besser wenn das Ersuchen/ Klage gar nicht erst zugelassen wird.
Gegen Richtfunk klagen ? Das sind doch Punkt zu Punkt Verbindungen zwischen fast immer höher gelegenen Technischen Anlagen. Da kann normalerweise nichts und Niemand hinkommen und Schaden erleiden.
Gegen Richtfunk klagen ? Das sind doch Punkt zu Punkt Verbindungen zwischen fast immer höher gelegenen Technischen Anlagen. Da kann normalerweise nichts und Niemand hinkommen und Schaden erleiden.
Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Bezüglich Gerichtsentscheid (Marktverzerrung Verbreitungsgebühren) in meinem Bericht bei DAB-Swiss: habe jetzt gerade erfahren, dass die Sache mit dem Bundesverwaltungsgericht damals anders war als von mir verstanden. Openbroadcast/digris war damals der Kläger gegen noch höhere DAB+ Verbreitungsgebühren und das Ganze hat dann mit einem Vergleich geendet. Sonst wären die Kosten heute wohl noch höher. Bitte entschuldigt meine Falschinfo.
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
Handelt es sich um dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: https://bvger.weblaw.ch/pdf/A-2121-2013 ... c22bd5.pdf?
73 de Uli
73 de Uli
UKW/TV-Arbeitskreis, FMLIST und REFLEXION
TEF668x, Körner 9.2 u.a.
QTH: Lörrach, JN37TO
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Re: DAB+, wie weiter in der Schweiz?
@ulionken: Jepp, genau. Fürchterlich zu lesen! 
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