Sender Remda (=Saalfeld)

Das Radioforum. Hier dreht sich alles um die technischen Seiten des Radio- und TV-Empfangs.
Sascha GN

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Sascha GN » Do 22. Jan 2004, 00:15

Ich glaube, weil Erfurt ziemlich im Kessel liegt, sowie zum Inselsberg noch ein Hügelchen davor steht. Ansonsten kommt im ganzen Erfurter Land natürlich der Inselsberg bombastisch.


Hempe

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Hempe » Do 22. Jan 2004, 12:46

Für wen wurde eigentlich 1994 noch so ein starker Grundnetzsender (für TV)gebraucht.
In unseren Ort gibt es seit bestimmt 12 Jahren keine"normale" Antenne mehr.Selbst die aus DDR-Zeiten stammende "Gemeinschaftsantennenanlage"wurde gleich nach der Wende mit einen Spiegel versehen und die Laubenpieper der nahen Kreisstadt Apolda haben sich längst eine Baumarkt-Schüssel an ihr Häuschen geschraubt!Die Füllsender für
die 3 Hauptprogramme haben sich somit auch erledigt-die Stadt ist voll verkabelt.
Kommt also nur der Autofahrer in Frage,der sich bei Tempo 120 die Tagesschau anguckt,oder???

Grenzwelle

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Grenzwelle » Do 22. Jan 2004, 16:48

Die Sinnfrage ist berechtigt. Zu DDR-Zeiten gab es in dieser Region Thüringens keine Empfangsprobleme. Wer natürlich mit dem Auto alle Straßen dieser Bergregion abfährt, wird hier und da vielleicht ein zartes Kratzen oder Rauschen vernehmen.

Die Frage ist, ob man zum Schließen der letzten 3 Quadratmeter großen Empfangslücken im Thüringer Wald gleich einen Grundnetzsender errichten musste. Ich bin der Meinung, dies ist allein in Deutschland aufgrund der hiesigen medienpolitischen Randbedingungen möglich und nötig.

PS:

Einzig der ZDF-Sender macht Sinn, sofern man eine halbwegs flächendeckende terrestrische Versorgung dieses Senders, haben will. Der K48 auf dem Inselsberg liegt still und wird nicht für das ZDF genutzt.

Immerhin hätte Thüringen durch K48 und die üppige Versorgung von Remda mit K21 und 27 gute Startvoraussetzungen für DVB-T.

Onabi

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Onabi » Sa 24. Jan 2004, 09:49

Ich denke mal, so könnte man Thüringen gut versorgen:
Gr. Beerberg 100 kw
Gera 50 kw
Brocken 60 kw
Lobenstein 1 kw
und Falls Brocken und Beerbg nicht ausreichen: Neuhaus 0,5 kw
= 211,5 kw

Zum Vergleich jetzt: ca. 301 kw


Robert S.

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Robert S. » Sa 24. Jan 2004, 11:27

@ andreas:na na neuhaus is aber en bissel wenig,oder wie sollte deiner meinung nach die region um sonneberg sonst versorgt werden,der bleßberg muß schon bleiben


drm-dxer

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von drm-dxer » Sa 24. Jan 2004, 12:03

Und was bitte hat der Brocken mit Thüringen zu tun?

DLR-Fan Sachsen-Anhalt

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von DLR-Fan Sachsen-Anhalt » Sa 24. Jan 2004, 12:43

Zu DDR-Zeiten hatte wirklich fast jeder eine UKW-Aussenantenne oder sein Radio an der Gemeinschaftsanlage, das kann ich bestätigen. Die Autoradios zu DDR-Zeiten die es hier zu kaufen gab taugten nicht besonders viel. Es war eine annährende flächendeckende Radio-Versorgung auf Mittelwelle von den wichtigsten DDR-Sendern vorhanden, auf MW waren die Autoradios auch empfindlicher als die "Digitalkisten" von heute, für UKW waren sie eigentlich Schrott. Meine Eltern hatten nur Mittelwelle im "Stern Transit" im Wartburg an. UKW war im Stand noch brauchbar, während der Fahrt aber furchtbar, da hatten sie eben den DLF und die DDR-Sender im Auto auf MW eingeschaltet. RIAS ging ja erst nach 1979....

Ausserdem war UKW und das 2. Fernsehprogramm nicht überall in der DDR in ausreichender Qualität vorhanden. Besonders der Raum Zittau/Görlitz war jahrelang unterversorgt. Auch wurden die Nordbezirke jahrelang radiomässig nur mit MW abgespeist bis man später endlich grosse UKW/TV-Sender errichtete um wenigstens ab Ende der 70iger eine im Norden einigermassen gute UKW/TV-Versorgung hatte. Es basierte aber weiterhin in den Flächen der ehemaligen DDR ausserhalb der Ballungszentren der Fernempfang von TV und UKW auch für DDR-Programme, für Westprogramme sowieso, ein unzureichender Empfang des DDR-TV /UKW konnte oft als Begründung zu Genehmigung einer Grossgemeinschaftsanlage herhalten, wo natürlich das Ganze eigentlich wegen Westempfang errichtet wurde :-).
In Nähe der innerdeutschen Grenze konnte es schon auch mal vorkommen, dass der Westempfang besser war als der Empfang der DDR-Sender, besonders in Thüringen :-).
Durch den ständigen Mangel an Material und qualitätsvollen Rundfunkleitungen konnten gar nicht so viele grossen Sender errichtet werden wie heute, auch wenn es eigentlich nötig gewesen wäre. Die Füllsender für TV waren sowieso nur mit Ballempfang. Oft waren Füllsender nur fürs 1.DDR-TV-.Programm vorhanden.

Diese Überversorgung in der heutigen Zeit ist an manchen Standorten einfach unglaublich, es gibt aber immer irgndwo auch abgeschattete Gebiete. Leider kann man dadurch heute den Fernempfang in die Tonne drücken, man freut sich schon wenn man noch ein paar Sender aus 100km Entfernung ohne Nachbarkanalstörungen und ohne schmalen Filter/Dynas usw. hören kann welche nicht auch schon lokal zu hören sind. Sowas war früher eben selbstverständlich.
Dank Sat-Empfang ist man zum Glück nicht mehr darauf angewiesen....

.

Doityourselfer

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Doityourselfer » Sa 24. Jan 2004, 19:11

Gibt's eigentlich irgendeinen Grund dafür, daß ARD, ZDF und MDR mit unterschiedlichen Leistungen senden?

Radio Nordzee International

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Radio Nordzee International » Sa 24. Jan 2004, 19:27

je höher die frequenz- desto mehr Dampfung auf die Zender !


Onabi

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Onabi » Mo 26. Jan 2004, 19:31

Und was bitte hat der Brocken mit Thüringen zu tun?

Natürlich leigt der Brocken nicht in Th. aber er versort ganz Nordthüringen nördlich von Erfurt.

Ich dachte eigentlich, dass Sonneberg durch den Beerberg versorgt wäre. Ansonsten halt noch mal son-stadt mit 0,1. Blessberg brauchts doch nicht, da in Eisfeld und HBN auf jeden fall Beerbg ausreichend wäre.

Aber ich hab jetz nochmal an Vorschlag für mdr jump, info, kultur:

Fichtelberg 100
Löbau 50
Naumburg 50
Magdeburg 25
Brocken 40
Inselsberg 100
Saalfeld 10
Bleßberg 20
Suhl 0,5
Wittenberg 100
Leipzig 2,5
stendal 20
klötze 20


Robert S.

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Robert S. » Mo 26. Jan 2004, 20:24

klingt nicht schlecht,aaaber leipzig würd ich auf alle fälle bei 100 KW belassen,die ham doch ne hohe reichweite von dort


Frank S.

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Frank S. » Mo 26. Jan 2004, 21:27

Du hast hier Ostsachsen vergessen.
150 kW von der Lausche (Zittauer Gebirge) oder noch besser 100 kW vom Jeschken (Liberec, CZ) bringt die volle Power für ganz Ostsachsen, Nordböhmen und Niederschlesien.


Onabi

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Onabi » Mi 18. Feb 2004, 20:38

Ich hab doch Löbau mit 50 KW geschrieben. damit ist ostsachsen doch versorgt.


Stefan Z.

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Stefan Z. » Do 19. Feb 2004, 09:40

@Andreas-R@dioDJ:

Folgende Korrekturen müßten bei Deinen Senderketten meines Erachtens vorgenommen werden:

1. Thüringen-Kette: Gr. Beerberg statt Gr. Inselsberg bedeutet einen Füllsender im Raum Eisenach.
2. Gesamtkette: Der Fichtelberg ist nicht in der Lage, sämtliche Versorgungsgebiete der bisherigen Sender Chemnitz-Geyer und Dresden-Wachwitz abzudecken. Hier wären auch neue Füllsender notwendig. Mit dem Standort Naumburg hast Du nicht unrecht, denn die dortigen Hügel liegen zweifellos höher als Leipzig-Wiederau. Da Wiederau Chemnitz-Geyer oder Fichtelberg im Rücken hat, ist der Standort sowieso bei jenen Ketten schlecht gewählt, die außerdem Geyer oder Fichtelberg haben. Ohne einen Erzgebirgssender wäre er natürlich auch Richtung Erzgebirge interessant. Es ging wohl eher um eine bessere Versorgung nordöstlich von Leipzig, aber dafür gibt es ja mittlerweile Oschatz. Ein zentraler Standort auf einem Berg in der Ebene wäre auch interessant gewesen. Hier hätte ich Halle/Petersberg favorisiert.

Generell zu Remda: Die Nähe zum Inselsberg ist schon ein Problem. Zu DDR-Zeiten hatte man daher direkt Saalfeld/Kulm geplant. Dieser ist allerdings relativ niedrig. Ein hoher Berg südlich von Saalfeld wäre besser gewesen, hätte aber das Versorgungsgebiet an der bayerischen Grenze um den Siglitzberg nicht erreicht und diesen daher nicht ersetzen können. In Südost-Thüringen besteht auch die Problematik, daß der zu der DDR-Zeiten geplante Standort Weida wahrscheinlich besser nach Süden Richtung Hof und nach Südwesten Richtung Siglitzberg gegangen wäre als Ronneburg. Aber wahrscheinlich hätte er Siglitzberg auch nicht ganz ersetzen können. Außerdem hätte man dann Verzerrungen in der Stadt Gera gehabt.
Die Topographie dort ist eben schwierig.

Gruß, Stefan

Onabi

Re: Sender Remda (=Saalfeld)

Beitrag von Onabi » Do 19. Feb 2004, 16:18

1. Thüringen-Kette: Gr. Beerberg statt Gr. Inselsberg bedeutet einen Füllsender im Raum Eisenach.

<Stimmt, da durch Inselsberg abgeschattet.
2. Gesamtkette: Der Fichtelberg ist nicht in der Lage, sämtliche Versorgungsgebiete der bisherigen Sender Chemnitz-Geyer und Dresden-Wachwitz abzudecken. Hier wären auch neue Füllsender notwendig.

<Chemnitz auf alle Fälle. Das Gebiet von Dresden-Wachwitz würde teilweise durch Löbau, teilweise durch Fichtelberg versorgt. Natürlich kann ich hier nicht sagen, ob irgendwo Füllsender notwendig werden, aber esdürften nicht allzu viele sein.

Mit dem Standort Naumburg hast Du nicht unrecht, denn die dortigen Hügel liegen zweifellos höher als Leipzig-Wiederau. Da Wiederau Chemnitz-Geyer oder Fichtelberg im Rücken hat, ist der Standort sowieso bei jenen Ketten schlecht gewählt, die außerdem Geyer oder Fichtelberg haben. Ohne einen Erzgebirgssender wäre er natürlich auch Richtung Erzgebirge interessant. Es ging wohl eher um eine bessere Versorgung nordöstlich von Leipzig, aber dafür gibt es ja mittlerweile Oschatz.

<stimmt.Im Norden Wittenberg, im Westen Brocken , im Süden Gera und im sten Oschatz und Chemnitz ist Leipzig von vielen Grundnetzsendern umgeben.

Ein zentraler Standort auf einem Berg in der Ebene wäre auch interessant gewesen. Hier hätte ich Halle/Petersberg favorisiert.

<Dieser hat eine zu große Überschneidung mit Brocken. Man müsste dannden Brocken auf <20KW verringern

Antworten