"UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

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wolfgangF
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von wolfgangF »

frank.koriander hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 11:47 Dafür hat DAB+ aber viele andere Vorzüge. Viel mehr Programme, rauschfreier Empfang, SFN-Möglichkeit, Zusatzinformationen in Text/Bild usw. Im Internet-Zeitalter braucht es diesen Mega-Overspill nicht mehr.

Wie bei jeder Umstellung (nicht nurn Technik) gibt es immer Menschen, die das nciht akzeptieren und gerne das althergebrachte beibehalten wollen. Man sieht es ja auch beim Kampf um fossile Energien.
Stimme dir voll zu! :spos: :spos:

Und den ständigen Klagen über die angeblich schlechte Tonqualität von DAB+ widerspreche ich klar.
Das erinnert mich ein wenig an die Klagen bei der UKW-Einführung, als manche damals wohl dem schönen (dumpfen ;) )Mittelwellenklang nachtrauerten.
Veronica
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Veronica »

In Tiefgaragen oder im Tunnel kann es passieren, dass das Autoradio von DAB+ auf UKW schaltet.
andimik
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von andimik »

Sofern es das Radioprogramm auch auf UKW gibt.
Veronica
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Veronica »

andimik hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 13:05 Sofern es das Radioprogramm auch auf UKW gibt.
Richtig, wie z. B. beim WDR, DLF oder big FM. Bedeutet aber auch, dass der Autofahrer den Vorteil hat, bei schlechtem Empfang von DAB + das Programm weiter auf UKW zu hören.
Funker Tommy
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Funker Tommy »

Gibts eigenlich für Dab eine ERP Obergrenze?
Könnte mir zB vorstellen, dass bei mehr Power der WdrNrw hier an der unteren Lahn auch im Tal und nicht nur auf
den Höhen ankäme?
Ruhrwelle
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Ruhrwelle »

Da spricht Bayern 11D gegen. Maximal werden in Deutschland 25kW genutzt. Von der Sackpfeife würde das für NRW auch keinen Sinn ergeben, Overspill interessiert leider nicht.
QTH: Hattingen [NRW] 5km nördlich vom Sender Langenberg
Ingelheimer
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Ingelheimer »

Spannende - immer wiederkehrende - Diskussion

Mal drei Aspekte von mir.

1. Was diese "Notfall / Katastrophen" Dinge angeht, hat es ein Vorredner sehr schön auf den Punkt gebracht:
Entweder ist die Katastrophe so klein, dass es völlig egal ist, ob DAB oder UKW da ist, denn genau dafür gibt es ja auch die ganzen Notfall-Apps. Oder die Katastrophe ist so riesig, dass es sinnvoll wäre, EINEN UKW Sender für Durchsagen an die Bevölkerung on air zu lassen. Dazu braucht es 95% der bisherigen Sender nicht.

2. Die DAB+ Einführung wurde ggü. dem Zwangsbeitragszahler damit begründet, dass das teure, stromfressende UKW damit ersetzt würde und es Einsparungen gäbe. Niemals wäre DAB+ eingeführt worden, wenn es geheißen hätte, dass UKW weiter läuft. Jetzt haben wir schon 15 Jahre Simulcast. Jetzt wird es Zeit, für UKW eine Abschaltung vorzusehen.

3. Wenn es nach den Dxern ginge, hätten schon sämtliche UKW Sender in den letzten 30 Jahren nicht auf Sendung gehen dürfen, weil es einen Sender unhörbar macht, der gelegentlich mal reinfaded. Ich erinnere mich an eine Diskussion um eine NRW1 Frequenz, die einen aus Dänemark einfallenden Sender irgendwo unhörbar macht. Dafür ist Rundfunk nicht gedacht, dann macht AFu!
Niemand, der in Düsseldorf heute SWR3 hören will, ist noch auf die 94,8 angewiesen. Dafür gibt es Webradio. Wenn also irgendwo der 11A nicht geht, wo die 94,8 noch geht: Pech gehabt.
Die Zwangsbeitragszahler in RLP und BW zahlen nicht dafür, um das Ruhrgebiet zu versorgen. (Ich hätte auch ein anderes Beispiel wählen können).
pomnitz26
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von pomnitz26 »

Ingelheimer hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 15:30 2. Die DAB+ Einführung wurde ggü. dem Zwangsbeitragszahler damit begründet, dass das teure, stromfressende UKW damit ersetzt würde und es Einsparungen gäbe. Niemals wäre DAB+ eingeführt worden, wenn es geheißen hätte, dass UKW weiter läuft. Jetzt haben wir schon 15 Jahre Simulcast. Jetzt wird es Zeit, für UKW eine Abschaltung vorzusehen.
Wobei ich hier ergänzen möchte das auch die Mittelwelle Opfer des digitalen Radios war. Durch diese Einsparungen sei ein flächendeckendes Netz in Deutschland mühelos umsetzbar. Damals waren die Gelder da, was ist daraus geworden?

Das nächste ist das fast überall die Privaten mit hohen Sendeleistungen auf UKW feuern und auf DAB geringfügig bis gar nicht also nicht einmal über eine Grundversorgung verfügen.

Schönes Beispiel haben wir in Sachsen-Anhalt, wenn doch gesendet wird dann fast nur mit reduzierter Leistung. Dafür aber 89.0 dann trotzdem über mehrere Bundesländer verbreiten um die UKW Abdeckung zu überbieten wobei die dann trotzdem nirgendwo tief in die Gebäude wie beim MDR rein kommt. Den EWF Testkanal mit dem noch einmal schlechteren Fehlerschutz der mobil hinter den ersten Berg bei höheren Geschwindigkeiten nicht mehr machbar ist dann mit 100kW zu vergleichen bringt es auch nicht.

Gehe ich mit meinem Radio in den Keller habe ich 4 Multiplexe oder ein UKW Programm.
Thomas(Metal)
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Thomas(Metal) »

Ingelheimer hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 15:30 3. Wenn es nach den Dxern ginge, hätten schon sämtliche UKW Sender in den letzten 30 Jahren nicht auf Sendung gehen dürfen, weil es einen Sender unhörbar macht, der gelegentlich mal reinfaded. Ich erinnere mich an eine Diskussion um eine NRW1 Frequenz, die einen aus Dänemark einfallenden Sender irgendwo unhörbar macht. Dafür ist Rundfunk nicht gedacht, dann macht AFu!
Niemand, der in Düsseldorf heute SWR3 hören will, ist noch auf die 94,8 angewiesen. Dafür gibt es Webradio. Wenn also irgendwo der 11A nicht geht, wo die 94,8 noch geht: Pech gehabt.
Die Zwangsbeitragszahler in RLP und BW zahlen nicht dafür, um das Ruhrgebiet zu versorgen. (Ich hätte auch ein anderes Beispiel wählen können).
Man könnte aber auch einen 11A in Kln und Dssd aufschalten. Vermutlich beißt sich das mit den (eventuellen) nächsten Belegungen des 11A nicht. Das System gibt das sicher her, die Kosten dürften überschaubar bleiben. Und: Man würde dafür ja auch UKW abschalten. Ich verstehe nicht wie man mit Kleinkarierten gemein gehen kann und selbstverständlich fordert daß RLP nicht in NRW verbreitet wird. Vielleicht findet man in Bonn oder Augustin auch noch eine Lücke. Aufschalten auf dem Venusberg oder Ölberg - natürlich nicht. Kinners, dann habt ihr nichts anders verdient als daß dann auch DAB, jetzt mit +, gegen die Wand fährt. Man soll bitte für die Teilnehmer, oder wie man das auch immer, nennen wir es höflich, konjugieren will, da. Vielleicht sitzen die nicht nur auf dem eigenen Teppich, genannt Bundesland, um das Feuer was gefällt und warm macht. Schon mal überlegt?
Dagegen versprüht UKW fast Nestwärme ;-) , auch nach 70 Jahren noch.

Was hier bezüglich "UKW bleibt" zu fragen wäre: Welche externen Sender empfängt denn der Betreiber dieser Seite? Wir erfahren es offenbar leider nicht, wobei ich einen Bandscan mit dem Hinweis auf einen Not-Empfang schon erwarten würde wenn man sich so aufstellt. Nur SWF, ähm, SWR? Das wäre mir schon bei UKW zu wenig, ich würde austesten was und wie geht. :dx:
QTH: 911-69 (II: Körner 9.2, III: LPDA16), QTH-alt: 9354 (II: FUBA UKA-028)
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Veronica
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Veronica »

Ingelheimer hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 15:30 Niemand, der in Düsseldorf heute SWR3 hören will, ist noch auf die 94,8 angewiesen. Dafür gibt es Webradio. Wenn also irgendwo der 11A nicht geht, wo die 94,8 noch geht: Pech gehabt.
Die Zwangsbeitragszahler in RLP und BW zahlen nicht dafür, um das Ruhrgebiet zu versorgen. (Ich hätte auch ein anderes Beispiel wählen können).
Egal ob SWR 3 oder WDR 2 gehört wird, in der Tiefgarage und im Tunnel schaltet das Autoradio in der Regel von DAB+ auf UKW. Es geht hier um das Thema UKW Abschaltung, nicht darum, dass Rundfunkprogramme aus anderen Bundesländern gehört werden. ;)
Kohlberger91
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Kohlberger91 »

Veronica hat geschrieben: Sa 8. Nov 2025, 09:12
Egal ob SWR 3 oder WDR 2 gehört wird, in der Tiefgarage und im Tunnel schaltet das Autoradio in der Regel von DAB+ auf UKW. Es geht hier um das Thema UKW Abschaltung, nicht darum, dass Rundfunkprogramme aus anderen Bundesländern gehört werden. ;)

Ich verstehe die Aussagen mit den Tunneln nicht. Was will man damit sagen? Wenn im Tunnel auf UKW geschaltet wird, liegt das doch daran, dass die Tunnelfunkanlage dort aktuell nur eine UKW-Aufbereitung hat. Dort, wo DAB inzwischen nachgerüstet wurde, schaltet es auch nicht mehr um, und man kann sogar die Programme weiterhören, die auf UKW gar nicht eingespeist werden, wie etwa Bayern 2 bei mir. Alles, was auf UKW nicht explizit eingespeist wird, versinkt trotzdem im Rauschen. Tiefgaragen ohne Repeatersysteme kenne ich auch keine, bei denen DAB zwar verstummt, aber UKW erhalten bleibt. Da müsste der örtliche Funkturm schon direkt daneben stehen, damit in euren Tiefgaragen ohne Repeater noch ein brauchbares Monosignal ankommt. Im Weidener Klinikum funktioniert jedenfalls nichts, kaum ist man in die Tiefgarage eingefahren, versinkt alles im Rauschen, auch die 89,8, 99,9 und 103,7, die direkt vor Ort vom Weidener Funkturm kommen. Interessant ist das es umgekehrt funktionieren kann, dass dort, wo DAB direkt einen Standort hat, wie in Neustadt an der Waldnaab oder auch in Amberg, das Signal in Parkhäuser sogar weit hineinreicht und oberirdisch gar nicht abbricht. Mit EEP 1A Fehlerschutz wäre durchaus noch mehr drin. Die Lage spielt auch eine Rolle und wie die Tiefgarage aufgebaut ist. Die Tiefgarage Knorrstraße von Neustadt an der Waldnaab liegt genau in Augenhöhe vom örtlichen DAB Sender und genau zu der Seite offen wo die Signale richtig schön rein stahlen können und dann durch Refektionen bis ganz runder gelangen. Dürfte die einzige Tiefgarage sein wo DAB auf " natürlichem" Wege funktioniert und UKW versagt. Daran sieht man, dass man die Systeme gar nicht richtig vergleichen kann. Die Standorte, Wellenlängen und Gegebenheiten sind zu unterschiedlich. Das ist immer ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Wenn UKW in Tiefgaragen erstaunlich gut geht, sollte man auch bei UKW skeptisch sein, ob das wirklich ohne zusätzliche Infrastruktur wie Verstärker wirklich rein kommt. besonders dann, wenn nur bestimmte Programme gut gehen und der Rest nicht, obwohl sie vom selben Sendestandort kommen. Ich wäre sonst auch nie auf die Idee gekommen, dass zum Beispiel in den Regensburger Arcaden Repeater verbaut sind. Als Freak habe ich gezielt die Decken und Wände begutachtet – und siehe da: hier und da eine Ringdipol-Halbmondantenne auf jedem Stockwerk.

Man sollte schon in der Realität bleiben und nicht behaupten das man mit UKW automatisch überall Empfang in jedem Loch hat. Das war selbst mit Mittelwelle nicht der Fall. Als Lehrling hat ich genügend Rohbauten außerhalb einer größen Stadt gehabt wo der Empfang ganz schlecht war in Untergeschossen und das war zu rein UKW Zeit und wenn dann ging oft nur der örtliche Lokalfunk vom örtlichen Masten und das manchmal auch erst als man das Radioantenne mit Draht auf eine Erdung oder Metall gebunden hat. Damals hat man das so hinbekommen das nicht überall in jeden Kellerloch Empfang gehabt hat mit Teleskopantenne. Ich hab den Eindruck das bei DAB vorausgesetzt wird das es überall mit Stummelantenne gehen muss und wenn das nur tut, es ein Scheiß sei, weil auf UKW noch was vertauschte funktioniert. Radioempfang im Keller ohne entsprechenden Antennenaufwand, Luxusproblem. Damals hat man sich ein Dose im Keller montiert, ein Kabel gelegt und eine Antenne auf Dach oder Garten montiert wollte man im Hobbykeller vernünftigen Empfang haben oder mehr Programme haben. Heute muss alles mit Stummelantenne gehen...
Nordi207
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Nordi207 »

Wichtig ist, dass die Sendestandorte im Krisenfall weiterarbeiten können.
Wenn der Große Feldberg ausfallen sollte, wird es auf UKW schwer an Informationen zu kommen. Wie ist es bei DAB+? Da könnten theoretisch der Europaturm, Mainz-Kastel etc weiterhelfen. Aber können die überhaupt alleine irgendwas weiterverbreiten? Oder hängen die auch an der seidenen Internet-Leitung?
UK-DX
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von UK-DX »

Habakukk hat geschrieben: Fr 7. Nov 2025, 12:02 Selbst beim Overspill-Thema kommt es drauf an, was man vergleicht.

In meinem Fall ist z.B. beim Thema Overspill aus Salzburg Richtung Deutschland klar: : die 5,6 kW bei DAB+ vom Gaisberg gehen spürbar schlechter, vergleicht man das mit den 100kW UKW vom Gaisberg (wie bei den 4 ORF-Programmen). Da gibt es denke ich keine Diskussion.
Diskutieren kann man immer, - aber ich weis was Du meinst.

Aus der Praxis und abhaenigig vom Autoradio zum Thema "Overspill": Ich war vor Kurzem im Raum Muenchen unterwegs. Bei der Tankstelle "Tank & Rast" Hofoldinger Forst Sued ist der erste Bundesmux aus Oesterreich ( offenbar vom Gaisberg ) stationaer zu empfangen. In kurzen Fetzen geht dies dann immer wieder mobil auf der A8 bis zum Irschenberg bevor das Signal bis Salzburg stabil und ohne Aussetzer empfangbar ist.

Bei UKW ist dies selbst bei der 101,8 vom Gaisberg alles kein Problem.

Weiterfahrt nach Putzbrunn (sued-oestl. von Muenchen): DAB+ bringt sogar Donau3 FM was mich ueberrasch hatte allerdings stationaer, die SWR Sender interessanterweise ebenfalls. Die 101,8 vom Gaisberg ist mobil kein Problem, stationaer laesst sich auf UKW noch die 106,2 vom Gaisberg bekommen.
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von Kohlberger91 »

Nordi207 hat geschrieben: Sa 8. Nov 2025, 12:30 Wichtig ist, dass die Sendestandorte im Krisenfall weiterarbeiten können.
Wenn der Große Feldberg ausfallen sollte...
Für den Katastrophenschutz hat UKW schon Vorteile, mir wären durchdachte, praxisnahe Lösungen aber lieber. Zum Beispiel könnte man es so handhaben wie in der Schweiz und eine entsprechende Infrastruktur betriebsbereit halten, die im Ernstfall aktiviert wird. Oder man sagt sich: „Okay, wir reduzieren den kommerziellen Betrieb auf Minimum und belassen pro Grundnetzstandort nur ein Informationsprogramm zur absoluten Not- und Grundversorgung – mit klaren Verpflichtungen. Damit So etwas wie im Ahrtal dann auch nicht passiert, wo in der Nacht einfach die Festplattenmusik weiterlief!!! Ein Beispiel aus Bayern: BR24 könnte somit dauerhaft oder im Standby-Betrieb auf UKW bleiben, muss aber im Ereignisfall wirklich informieren und zu warnen.. Ein solches Informationsprogramm, und nur dieses, auf UKW zu belassen, wäre auch kein Wettbewerbsnachteil für die Privatsender. Gleichzeitig wären diejenigen, die nicht auf DAB wechseln können oder wollen, weiterhin über grundlegende Warnungen und Meldungen versorgt. Auch Mobil bei seinen Auto das kein DAB verfügt. Wer mehr möchte, kann ja jederzeit zu DAB wechseln oder entsprechend was einfallen lassen.

Zuhause muss es auch nicht unbedingt UKW sein. Auf Land hat fast jeder eine Satellitenanlage und somit steht auch noch ein andere Verbreitungsweg zur Verfügung, die man in Betracht ziehen könnte. Es gibt mittlerweile 12 Volt-Satellitenreceiver und Fernseher auf dem Markt, auch darüber ist Radiohören möglich, selbst im Keller, wenn man eine Leitung nach unten legt. Wenn man seine CB-Funkanlage mit einem Bleigelakku und Solar absichern kann, dann lässt sich das bei solchen Lösungen ebenso machen. Das hätte außerdem den Vorteil, dass man nicht, wie in meinen Regionen, nur auf den BR angewiesen wäre. Weil wenn der keine brauchbaren Informationen liefern kann, dann vielleicht der SWR oder NDR, die von einem Stromausfall oder einer Störung unter Umständen gar nicht betroffen sind. Nur mal so als Gedanke...
UK-DX
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Re: "UKW bleibt" arbeitet mit glatten Lügen...

Beitrag von UK-DX »

Kohlberger91 hat geschrieben: Sa 8. Nov 2025, 14:02 Damit So etwas wie im Ahrtal dann auch nicht passiert, wo in der Nacht einfach die Festplattenmusik weiterlief!!!
Beides wirst Du nicht mit UKW loesen werden.
Katastrophen wie im Ahrtal werden sich auch weiterin ereignen und auch wird von der Festplatte gespielt. Letzteres ist schon lange der Standard im Radio.

Die Zeiten wo im Radio die Schallplatte oder die CD verwendet wurde, sind lange vorbei und auch eine Katastrophe wie im Ahrntal wird sich durch UKW kaum vermeiden lassen. Auch lauern die Leute nicht mehr hinter dem UKW Radio und warten auf die Nachrichten zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa zur vollen oder halben Stunde.

Wenn die Frage nach dem Notfall aufkommt so ist auf div. Katastrophen Warn-Apps zu verweisen, denn mitlw. erreicht man die Zivilbevoelkerung am Leichtesten ueber das Smartphone. Smartphones wird es mitlw. mehr geben als DAB+ und UKW Radios und die Leute haben am viel oefter oder sogar mit deutlicher Mehrheit das Smartphone dabei als ein Radio, egal ob UKW oder DAB+.

Unabhaengig von der Technik ist eben die rasche Informationsweitergabe an eine ueberwiegende Mehrheit der Menschen, vorzugsweise in dem unmittelbaren Umfeld in dem sie leben.

Das Smartphone mit der App oder das DAB+ Radio lassen sich ja auch fuer Katastrophen von der Ferne aktivieren, und dies an die gewuenschte Zielgruppe.
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