ARD Reform 2024

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Manager
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Manager »

Wolfgang R hat geschrieben: Mo 24. Nov 2025, 07:10 Und wieso sollen nun Leute, die mal Schlager hörten, auf einen mal dieses "die besten Hits aller Zeiten" Format (WDR4, mit SWR1 gleichgeschaltetes SWR4, MDR/NDR Landeswellen) mögen? Wieso?

Aber lassen wir das. Der Zug ist abgefahren.
Halt, die Rettung naht.
siehe ---> https://medienanstalt-mv.de/aktuelles/m ... oeren.html

Also - auf nach McPomm. Verkauf deine Hütte im Schwarzwald. Für das gleiche Geld kriegst du dort auf dem Land einen ganzen Straßenzug.
Und du hast 24/7 deine Musik im Radio. Und das landesweit. Und auf UKW. Das ist dir doch sowieso viel lieber als dieses neumodische DAB.
Wenn das mal kein Weihnachtsgeschenk ist... :undweg:
Spacelab
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Spacelab »

Onabi hat geschrieben: Fr 28. Nov 2025, 21:26 Dem Kind nimmste dann halt das Handy weg und stellst einen EchoDot oder ein anderes WLAN-Radio ins Zimmer. Da die heutigen Eltern zu quasi 100% Internetzugang haben, finde ich Webstreams für Kinder überhaupt nicht für schlimm. Ganz anders sieht es bei Schlagern aus und ich halte es immer noch für dreist, diese von DAB+ ins Internet zu verlagern. Die WLAN-Abdeckung in Seniorenheimen ist teilweise noch etwas dürftig in Deutschland und dann kennt sich niemand mit dem neumodischem Gerät aus, wenn es mal nicht spielt.
Und genau das ist der Punkt. Ich muss machen und tun auf so vielen ebenen und hab trotzdem das Risiko das es nicht zuverlässig klappt. Einen Mehrwert habe ich als Hörer davon nicht. Ganz im Gegenteil. Warum muss ich, der potentielle Zuhörer, etwas machen für am Ende kaum ersparnis? Also diese "Reform" ist ein dicker Schuss in den Ofen. :sneg: Und das weiß auch die ARD. Deshalb verkauft die ja diesen Quatsch mit den zig Webchannels als den suuuper Mehrwert und DIE Revolution. :verrueckt:
Wolfgang R
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Wolfgang R »

Manager hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 08:52 Also - auf nach McPomm. Verkauf deine Hütte im Schwarzwald. Für das gleiche Geld kriegst du dort auf dem Land einen ganzen Straßenzug.
Und du hast 24/7 deine Musik im Radio. Und das landesweit. Und auf UKW. Das ist dir doch sowieso viel lieber als dieses neumodische DAB.
Wenn das mal kein Weihnachtsgeschenk ist... :undweg:
Danke, in McPomm ist es eigentlich ganz schön. Mal den Rest von der Familie überzeugen :)

Ob @Radio Fan von der Schlagerkette so begeistert sein wird? :D
Onabi hat geschrieben: Fr 28. Nov 2025, 21:26 Ganz anders sieht es bei Schlagern aus und ich halte es immer noch für dreist, diese von DAB+ ins Internet zu verlagern. Die WLAN-Abdeckung in Seniorenheimen ist teilweise noch etwas dürftig in Deutschland und dann kennt sich niemand mit dem neumodischem Gerät aus, wenn es mal nicht spielt.
Sollte ich gleich eine riesen Seniorenresidenz in den von mir erworbenen Strassenzug bauen?

Ja, aber es ist in der Tat ein Problem, so ein WLAN Dudler bei einem betagten Menschen zu betreiben. Fast jeden Tag ist was anderes. Hier wäre aber mal die Insdustrie gefragt!

Einfach zu bedienende Geräte mit Stationstasten. Es könnte so einfach sein!

Und WLAN im Altenheim :gruebel:

Das ist bislang nur für das Pflegepersonal und gar nicht dafür ausgelegt, dass alle Bewohner streamen.
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frank.koriander
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von frank.koriander »

kram5610
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von kram5610 »

frank.koriander hat geschrieben: Mo 1. Dez 2025, 12:27 Ohne Worte...

https://www.digitalfernsehen.de/news/em ... e-1165612/
Das ist echt unfassbar... Ich dachte es ging darum den ÖR effizienter und Zukunftsfähig zu gestalten - mit einer guten Qualität... Jetzt will man für weniger Geld (Inflationsgereinigt) mehr Sender machen???

Gruß
Morten Hesseldahl
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von DH0GHU »

kram5610 hat geschrieben: Mo 1. Dez 2025, 12:59
frank.koriander hat geschrieben: Mo 1. Dez 2025, 12:27 Ohne Worte...

https://www.digitalfernsehen.de/news/em ... e-1165612/
Das ist echt unfassbar... Ich dachte es ging darum den ÖR effizienter und Zukunftsfähig zu gestalten - mit einer guten Qualität... Jetzt will man für weniger Geld (Inflationsgereinigt) mehr Sender machen???

Gruß
Morten Hesseldahl
Falsch gedacht. Den Initiatoren des ganzen Schwachsinns ging es nur um eine Schwächung von Konkurrenz auf terrestrischen Ausspielwegen (beim Radio) und um eine Schwächung von unabhängigem weil nicht von Werbung abhängigem Journalismus.
Hättest Du aber anhand der hier laufenden Diskussion auch wissen können.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
http://zitate.net/kritik-zitate
Lebe stets so, dass die fckAfD dagegen ist!
Das Posten eines Links bedeutet nicht automatisch meine Zustimmung zum Inahlt, sondern ist eine Info
SeltenerBesucher
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von SeltenerBesucher »

Es kommt dazu, dass beim Stream die Abrufzahlen und Dauer nachzuweisen sind, bei der terrestrischen Ausstrahlung ebben nicht und die GEMA hält die Hand auf, egal ob jemand zuhört oder nicht. Da wird unter dem Strich gespart werden. Wie im Artikel korrekt dargestellt, durch die Umstellung könnten einige ARD-Anstalten die Bitrate erhöhen oder den Fehlerschutz verbessern. Beides können die Privaten nicht, denn entweder haben sie kein Geld für mehr CUs oder es ist gar kein Platz frei im MUX für diese Umstellung.
Spacelab
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Spacelab »

Doch genau damit verkäme die Reform völlig zur Farce. Ziel der Politik war eigentlich, die ARD schlanker zu machen. Doch die bloße Einstellung von ohnehin hörerarmen DAB+-Angeboten, die wenig kosten und der Ersatz durch noch mehr Webstreams führen mit Sicherheit nicht zu diesem Ziel.
Naja... Die DAB+ Programme die jetzt eingestellt werden, werden durch eine Hand voll Festplatten ersetzt die bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hin dudeln. Die ohnehin schon redaktionell spärlich behandelten DAB+ Programme, werden jetzt erst recht seelenlos. Da spart man also schon etwas. Auch kann man an der GEMA sparen da diese bei einem Webstream auf den Zuhörer genau bezahlt wird. In dem DF Artikel wurde auch erwähnt das die freiwerdenden DAB+ Kapazitäten untervermietet werden könnten was dann auch wieder Geld in die Kasse spült. (Vorausgesetzt man bekommt diese vermietet. Der SR versucht schon seit Jahren ohne Erfolg Kapazitäten zu vermieten. :rolleyes: )
kram5610 hat geschrieben: Mo 1. Dez 2025, 12:59 Ich dachte es ging darum den ÖR effizienter und Zukunftsfähig zu gestalten - mit einer guten Qualität...
Das war nie wirklich der Plan. Es war von Anfang an ein offenes Geheimnis das gewisse Kräfte viel mehr den unabhängigen öffentlich rechtlichen Rundfunk schwächen wollten. Also so wie es Trump in den USA ganz offen vor aller Augen macht. Geklappt hat das hier in Deutschland aber nicht so 100%. Denn diese Kräfte dachten bzw. erhofften, das die ARD an den wirklich kritischen Stellen einsparen würde und nicht an so 08/15 DAB+ Progrämmchen.
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von SeltenerBesucher »

Spacelab hat geschrieben: Mo 1. Dez 2025, 13:24 Das war nie wirklich der Plan. Es war von Anfang an ein offenes Geheimnis das gewisse Kräfte viel mehr den unabhängigen öffentlich rechtlichen Rundfunk schwächen wollten. Also so wie es Trump in den USA ganz offen vor aller Augen macht. Geklappt hat das hier in Deutschland aber nicht so 100%. Denn diese Kräfte dachten bzw. erhofften, das die ARD an den wirklich kritischen Stellen einsparen würde und nicht an so 08/15 DAB+ Progrämmchen.
Die Spardiskussion läuft seit Jahren. Die Privaten hofften, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten auf UKW verzichten – wie sie es der KEF kundgetan haben – und die Privaten die UKW-Frequenzen bekommen. Es geht um den Werbekuchen, der trotz gesunkener MA-Quoten bei den ARD-Anstalten größer ist als bei RMS & Co. Durch den Verzicht auf UKW hätte sich das gewandelt. Die fehlende Regulierung zum UKW-Ausstieg kommt nicht von ungefähr. Würde UKW abgeschaltet werden, hätten die öffentlich-rechtlichen weiterhin die Nase vorn, weil ihre Netze besser ausgebaut sind. Bei DAB+ können die Privatanbieter aber nicht klagen, dass ihre Netze schlechter sind, weil ihnen Frequenzen fehlen. Es fehlt der Wille zur 100 % Versorgung.
Router
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Router »

Wirtschaftsplan 2026 – schwierige Phase für Radio Bremen

Am 4. Dezember hat der Rundfunkrat von Radio Bremen den Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 genehmigt und die Mittelfristige Finanzplanung für den Zeitraum 2025 bis 2028 zur Kenntnis genommen. Radio Bremen plant für 2026 mit Erträgen von 129,0 Mio. Euro bei Aufwendungen von 125,6 Mio. Euro, erzielt also einen rechnerischen Überschuss von 3,4 Mio. Euro. Für den Vierjahreszeitraum 2025 bis 2028 weist die Planung allerdings eine Finanzierungslücke von 2,3 Mio. Euro auf.
Der rechnerische Überschuss für 2026 ist das Resultat weiterer Kürzungs- und Einsparungsmaßnahmen, um die bisher ausbleibende Beitragserhöhung, sinkende Werbeeinnahmen, durch den Tarifabschluss bedingte erhöhte Personalkosten sowie den Mehraufwand für die bundesweite Berichterstattung zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen aufzufangen. Sollte der von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) zum 1. Januar 2025 empfohlene Beitragserhöhung weiterhin ausbleiben, werden weitere Einschnitte unumgänglich sein, um die fehlenden Einnahmen von jährlich 3,4 Mio. Euro zu kompensieren und einen ausgeglichenen Haushalt am Ende der laufenden Beitragsperiode 2025 bis 2028 zu erreichen.
Intendantin Yvette Gerner: "2026 ist das zweite Jahr in Folge, in dem Radio Bremen nicht bedarfsgerecht finanziert wird. Das zwingt uns zu harten Entscheidungen. Wir kürzen nicht mit dem Rasenmäher, sondern setzen klare Prioritäten. Wir schützen den Kern unseres Auftrags: verlässliche Berichterstattung für die demokratische Gesellschaft in der Region. Aber je länger die von der KEF empfohlene Beitragserhöhung ausbleibt, desto schmerzhafter werden die Einschnitte für Programm, Publikum und Beschäftigte."
Konkret produziert Radio Bremen 2026 nur eine statt zwei Tatort-Folgen und verzichtet auf weitere fiktionale TV-Projekte. Auch im Personalbereich wird spürbar gekürzt. Erste Kultur- und Veranstaltungskooperationen werden eingeschränkt. Zusätzlich sperrt Radio Bremen Mittel und erzielt über Prozess- und Technikmodernisierungen weitere Effizienzen. Insgesamt summieren sich die im Wirtschaftsplan 2026 ergriffenen Kürzungs- und Einsparungsmaßnahmen auf rund 3 Mio. Euro.
Die Diskussionen in den Aufsichtsgremien zeigen deutliche Erwartungen, dass die Politik den Empfehlungen der KEF nicht gänzlich ausweichen kann. Die Gremien begrüßen aber die vorsichtige Herangehensweise Radio Bremens, Chancen und Risiken abzuwägen und angesichts der weiterhin unklaren Beschlusslage zum Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag "auf Sicht" zu fahren. Dass mit dem geplanten Überschuss für 2026 ein notwendiger Beitrag zur finanziellen Stabilität des Senders gemacht wurde, verweist in ihrer Sicht auf eine verantwortungsvolle Geschäftsführung im Sender.
Quelle: https://www.radiobremen.de/presse-mitte ... t-278.html
PAM
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von PAM »

Spacelab
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Spacelab »

Ein sehr schöner Hintergrund vom Deutschlandfunk: Der zähe Streit um den Rundfunkbeitrag
Manager
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Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Manager »

Für's Protokoll:

Der BR hat heute Vormittag seine junge Welle puls abgeschaltet.
Die von der Politik beauftragte Reduzierung der ARD Hörfunkwellen hat damit begonnnen.
Veronica
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Registriert: Sa 6. Aug 2022, 13:41

Re: ARD Reform 2024

Beitrag von Veronica »

Hier in NRW bin ich mal gespannt, was mit den freien Plätzen von „Event“ und „Die Maus“ nach der Abschaltung passiert.
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