Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

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Jens1978
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Jens1978 »

Funker Tommy hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 22:51 Ja.
Schweden und Niederlande sowie UK hatten auch ihre Stammfreq., die ich nicht mehr auf die Reihe kriege... und waren
da nicht auch Portugal (abends)auf Dt 6025, Prag 6055? Und 6105 R Liberty war rund um die Uhr zugejammt.
Und in den 70ern 6205 RNI.....
Hier mal aus meinem Gedächtnis eben auf die Schnelle die Sender auf dem 49m Band, ohne Gewähr auf Vollständigkeit:
5945 Radio Österreich International (ROI) (nur abends)
5955 Radio Nederland (RN)
5995 Radio Canada (abends)
6005 RIAS Berlin 1
6025 Magyar Radio 1 - Kossuth
6030 SDR 1
6045 ???
6055 Radio Prag
6065 Radio Schweden
6075 DW
6085 BR
6090 RTL
6115 RBI/DW
6125 ??
6145 DW
6155 Radio Österreich International (ROI)
6165 Schweizer Radio International (SRI)
6175 Radio France International (RFI)
6190 Radio Bremen 1 Hansawelle / SFB 1 /SFB2 / SFB Radio B2
6195 BBC World Service (abends)

War eine schöne Zeit :xcool: :dx:
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Router
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Router »

iro hat geschrieben: Mo 14. Nov 2022, 22:48 6190 kHz RB/SFB – Bremen (1961–1999/DLF 2012)
Diese Angaben sind so nicht ganz korrekt. So ist es richtig:

*Inbetriebnahme am 01. Juni 1961 am Standort Bremen Leher Feld mit 1 kW an einer L-Antenne
*3 Monate später Leistungserhöhung von 1 auf 10 kW, Inbetriebnahme der Rhombusantenne, Haupstrahlrichtung 50° ( Nordost)
*01.08.1971 Vertrag zwischen Radio Bremen und dem Sender Freies Berlin über die gemeinsame Nutzung des Bremer Kurzwellensenders: Der SFB nutzt den Sender 21 Stunden pro Tag, Radio Bremen ( mit dem Programm "Hansawelle") selbst den Sender 3 Stunden pro Tag. Änderung der Haupstrahlrichtung auf 140° Grad ( Südost), in dem der Einspeisepunkt der Rhombusantenne verändert wurde
*1992 kündigt der SFB den Vertrag mit Radio Bremen über die gemeinsame Nutzung der Kurzwelle 6190 kHz und verlängert diesen nochmals bis zum endültigen Ausstieg Ende 1993
*01.01. 1994: Radio Bremen nutzt die Kurzwelle allein und sendet 24 h das Programm Bremen 1 Hansawelle auf der 6190 kHz
*Oktober 1996: Abschaltung der Bremer Kurzwelle, Abgabe des Siemens-Senders an den SWR, der diesen dann auf seiner Kurzwelle 7265 kHz in Rohrdorf einsetzte
*Oktober 1996 - 1999 kein Sendebetrieb auf 6190 kHz
*1999: Inbetriebnahme des alten 20 kW-Senders am Standort Berlin-Britz auf 6190 kHz mit dem Programm des Deutschlandfunks. Über diesem Sender aus dem Jahr 1951 wurde bis 1983 tagsüber auf 6005 kHz des Programm des RIAS ausgestrahlt und der Sender diente seit der Inbetriebnahme des neuen 100 kW-Senders in Britz als Reservesender
*26. April 2012: Ausfall des Senders und damit Ende des Sendebetriebs auf 6190 kHz
Wolfgang R
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Wolfgang R »

DH0GHU hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 13:38 In der Praxis behalf man sich wohl oft mit einer Verstimmung der Empfangsfrequenz auf etwas unter 6085 bzw etwas über 6090 kHz.... Wie breit das tatsächliche Modulationssignal im Sender war, werden vielleicht noch ältere Semester berichten können ;-)
Ich hatte noch alte Bandaufnahmen (Spulen, keine Kassette) auf denen Mitschnitte von Radio Luemburg immer an dem Pfeifen zu erkennen waren. Ich dachte, das kam von der Geschichte her? Der Empfänger war nämlich durchaus breit und es klang auf vielen Stationen ganz wunderbar (wie breit moduliertes AM in den USA). Verstimmen half also nur bedingt.

Wolfgang
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Harald Z
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Harald Z »

Ja, Radio Luxemburg auf 6090 hatte (bedingt durch BR 6085) einen Pfeifton.
Deshalb hat man ein 5 kHz Sperrfiter in den NF Zweig geschaltet/schalten lassen.
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von DLR-Fan Sachsen-Anhalt »

Durch Ferritantennenempfamg der meisten Kofferradios in der DDR ließ sich das Pfeifen bei RTL deutlich verringern, da Bayrischer Rundfunk und Radio Luxemburg doch recht verschiedene Winkel in meiner Gegend sind. Die meisten RFT Kofferadios der 70iger hatten 49 und mache auch 41m und oft keine Teleskopantenne. Beliebtes Gerät damals, weil auch nicht zu teuer, Stern Party.
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Funker Tommy »

Hatte ich selbst nicht, aber im Westen gabs Geräte mit LuxTaste f 6090 https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... AqSS-IhmFK
_Yoshi_
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von _Yoshi_ »

Was läuft denn heute noch auf dem 49-m-Band?
Wäre mal ein vergleich zu damals.
Aber ich denke, dass es auch recht leer sein wird wie die MW. :(
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Frankfurt »

jkr 2 hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 13:13
Funker Tommy hat geschrieben: Di 15. Nov 2022, 12:24 Danke.
Überraschend ist natürlich BR 6160 nur 5 oberhalb Orf...
Vermutlich deshalb dann der Wechsel auf 6085? Wo man sich mit Lux 6090 ins Gehege kam.
Vielleicht gibt es hier noch jemanden, der in den frühen 50ern schon auf KW aktiv war!?


Näheres dazu

http://www.wabweb.net/radio/frames/ismanf.htm
(stammt vom Forenfreund wasat)

Bezüglich des 500-kW-Senders wurde damals kolportiert, dass man damit einem Wunsche von F.J.Strauß nachgekommen sei, der auf seinen zahlreichen Auslandsreisen seinen gewohnten Bayerischen Rundfunk hören wollte, sogar in Afrika. Bis der eigene Sender startklar war, half ein 50 kW-Sender vom benachbarten Grundstück der VoA aus.
Ob man in Bayern mt der Frequenzwahl nicht zielgerichtet den Privatfunkempfang aus LUX unterbinden wollte ? In München gab es bestimmt nicht allzu viele LUX Hörer :confused:
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von jkr 2 »

@ Frankfurt

Hier in (Süd-)Bayern war RTL nie so die Konkurrenz in den siebziger Jahren, dazu war der Empfang trotz der 6090 nicht so der Bringer. Wir hier hatten seit 1967 Rudi Klausnitzer und Andre Heller auf Ö3, dazu noch auf MW 719 Radio Free Europe (aus Holzkirchen) mit guter Rockmusik, die trotz Jamming hier gut gelitten war. Ohne Ö3 hätte es nicht so schnell ein Bayern 3 gegeben, das allerdings auf progressiven Rock verzichtete, da das ja die Autofahrer zum wilden Rasen verleiten würde. So was ähnlichdes wurde damals von den Offiziellen geäußert.
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Harald Z »

_Yoshi_ hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 05:50 Was läuft denn heute noch auf dem 49-m-Band?...
zum Teil läuft folgendes:
European Private SW Stations 10 22.jpg
Quelle: https://www.facebook.com/Radiosdumonde/ ... 824007923/
_Yoshi_
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von _Yoshi_ »

Harald Z hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 18:06
_Yoshi_ hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 05:50 Was läuft denn heute noch auf dem 49-m-Band?...
zum Teil läuft folgendes:
European Private SW Stations 10 22.jpg
Quelle: https://www.facebook.com/Radiosdumonde/ ... 824007923/
Da ist schon sehr viel aus NL on Air.
Den HCJB aus Weenermoor kann ich hier dauerhaft via Bodenwelle empfangen.
Allerdings sagt mir das Programm eh nicht zu.

Die restlichen Sender muss ich mal reinhören, da ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr KW gehört habe.
Laut der Liste sind auch noch recht viele Deutsche Stationen vertreten.
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von mittendrin »

jkr 2 hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 08:43 Hier in (Süd-)Bayern war RTL nie so die Konkurrenz in den siebziger Jahren, ...
Die hohe Zeit Für Radio Luxemburg war doch eher in den 50er und 60er Jahren mit lachendem Vagabund, Freddy Quinn, Großen Acht usw.
In den 70ern hatte UKW auch die Kofferradios erreicht und Bayern 3 sendete laut und klar bis Leipzig/Halle. :spos: Da musste man sich keinen 5 kHz Dauerton mehr antun.
mittendrin ist hier: QTH 11e59 / 51n23 (südlich von Halle/Saale)
UKW mobil: VW-Werksradio RCD210, UKW stationär: 5-Ele-Yagi mit VV unter Dach, bei DX-Versuchen über Koaxkabel an Autodachanschluss M5 geschraubt,
DAB+: PEAQ PDR-050B (Teleskopantenne),
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von iro »

mittendrin hat geschrieben: Fr 18. Nov 2022, 17:43 In den 70ern hatte UKW auch die Kofferradios erreicht und Bayern 3 sendete laut und klar bis Leipzig/Halle. :spos: Da musste man sich keinen 5 kHz Dauerton mehr antun.
Doch, in Norddeutschland musste man das noch viel länger! UKW gab es zwar auch dort bereits - aber nichts mit Bayern 3 vergleichbares. Wir mussten noch bis Mitte der 1980er Jahre auf Mittel- und Kurzwelle zurückgreifen um nicht vom komplett langweiligen Programm des NDR gefoltert zu werden.
Der 5 kHz Pfeifton war allerdings hier nicht so das Problem, auch wenn der BR stark hereinkam. Mit einem guten Empfänger und Bandbreite narrow ging das recht gut. Sogar auf dem Tannhäuser ging das, allerdings war das 49mB auf der Skala nur wenige Zentimeter breit....
wasat
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von wasat »

jkr 2 hat geschrieben:Hier in (Süd-)Bayern war RTL nie so die Konkurrenz in den siebziger Jahren, dazu war der Empfang trotz der 6090 nicht so der Bringer. Wir hier hatten seit 1967 Rudi Klausnitzer und Andre Heller auf Ö3
Übrigend war Frank Elstner, damals Chefsprecher von Radio Luxemburg, am Beginn von Ö3 als Berater tätig.
Funker Tommy
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Re: Wie konnten Kurzwellenfrequenzen an Landesrundfunkanstalten zugewiesen werden ?

Beitrag von Funker Tommy »

Zum Glück hat er Ö3 aber nicht mit <Persilzeit>,Flixoflexo, <Piepenbring>, Bravo Musicbox, Operettenplatte und <Novesia Goldnuss> im fröhlichen Wecker beglückt
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