lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

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Martin
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Martin »

In anderen Ländern gab es schon Reformen , da wurden Frequenzen neu ausgeschrieben , auch für öffentlich rechtliche Frequenzen , zum Teil neu koordiniert um mehr Platz zu schaffen.
Aber so etwas würde es in NRW die geben.
Auch in Berlin gab es das schon mehrfach im kleinen Rahmen.
Mit WDR Frequenzen ist man größtenteils überversorgt und senden zudem mit sehr viel Kilowatt , wo es dazu kommt dass man 6 mal jeden Sender jeweils hören kann.
Das stammt alles aus alten Zeiten und daran wird man auch nichts ändern.
Nicoco
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Nicoco »

Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:39 Mit WDR Frequenzen ist man größtenteils überversorgt und senden zudem mit sehr viel Kilowatt , wo es dazu kommt dass man 6 mal jeden Sender jeweils hören kann.
Das mag sicherlich stimmen, es liegt aber nicht im Aufgabenbereich der LfM NRW und daher bringt es nichts auf der LfM rumzuhacken.
Die LfM kümmert sich um Privatfunk und nicht um den WDR.
Eine mögliche Umnutzung von UKW-Kapazitäten muss aus der obersten politischen Etage in NRW erfolgen, aus der Staatskanzlei NRW.
Und da gibt es über CDU, Grüne und SPD hinweg den Konsens, dass sich am Status Quo nichts ändern soll.
Martin
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Martin »

Damals in Berlin wurde aus Rias 2 rs 2.
rs 2 ist ein Privat Sender und Rias 2 war mehr oder weniger Öffentlich Rechtlich , an dem sich aber auch die Amerikaner Finanziell beteiligten.
Berlin hatte sowieso eine Sonderrolle , kann man jetzt nicht auf NRW übertragen und es war eine ganz andere Zeit

Damals Anfang der Neunziger Jahre hatte der WDR eine 5. Welle etabliert und die Privatwirtschaft
wurde mit den 45 Regionalsendern in NRW zufriedengestellt und somit hat auch niemand Einspruch dagegen erwogen gegen den WDR die sich sozusagen die letzten freien reichweitenstarken Frequenzen in NRW unter den Nagel gerissen hatten.
Danach war 30.Jahre Ruhe und Stillstand angesagt wie wir alle wissen.
SeltenerBesucher
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von SeltenerBesucher »

Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 14:03 Er meint die Landesmedienanstalten die Politisch besetzt sind genau wie auch der WDR es ist und eine Krähe der anderen kein Auge aushackt ....
Bevor Ihr anfängt das AfD-Programm hier zu zitieren, solltet Ihr lieber das ZDF-Gremien-Urteil des Bundesverfassungsgerichts lesen und das unten verlinkte Dokument, mit Hinweisen welche Gesetze anschließend geändert wurden. Die AfD poltert gegen die Gremien, besetzt diese trotzdem mit eigenen Leuten. Es gibt schließlich Sitzungsgelder. Oder woher kommt die Forderung: „Doppelt belegte oder reservierte UKW-Frequenzen sollen für andere Anbieter geöffnet werden.“ Nicht zufällig aus dem AfD-Programm? Da waren wohl Frequenzexperten am Werk, die sich diese Zeilen einfallen ließen. Von Ausländern höre ich viel Lob für die deutschen UKW-Netze, weil in ihren Ländern die Koordinierung schlechter gelaufen ist.

https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf
https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 00111.html
Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:39 In anderen Ländern gab es schon Reformen , da wurden Frequenzen neu ausgeschrieben, auch für öffentlich rechtliche Frequenzen, zum Teil neu koordiniert um mehr Platz zu schaffen.
Du schreibst Blödsinn, die Fakten sehen so aus:

LfM NRW Ausschreibung 2014, lulu.fm war nicht dabei
https://www.radioszene.de/67535/neue-uk ... erber.html

LfM NRW Ausschreibung 2021, lulu.fm war nicht dabei
https://www.radioszene.de/155194/neue-l ... ungen.html

LfM NRW Ausschreibung DAB+ 2021, lulu.fm war nicht dabei:
https://www.radioszene.de/151628/nrw-15 ... aeten.html

Der Bewerber hat sich um keine UKW-Frequenzen in NRW bemüht und auch nicht um einen Platz im landesweiten DAB+-Multiplex.

Die Medienkommission hat den Antrag des Antragsstellers lulu Media GmbH auf Zulassung eines sublokalen Hörfunkprogramms vom 05.08.2020 für den Innenstadtbereich Köln genehmigt. Die LfM NRW hat beim Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gem. § 11 Abs. 3 LMG NRW die Zuordnung von Übertragungskapazitäten für ein analoges UKW-Hörfunkprogramm in der Innenstadt Köln beantragt. Die Frequenz wurde gemäß Antrag der lulu Media GmbH von der BnetzA geprüft, dem Land NRW zur Verfügung gestellt, zugeordnet, zugelassen, gepudert und was weiß ich.

Könnte es sein, dass sich lulu.fm nicht mehr als 30 Watt von einem Hochhaus leisten kann?

Reformen? Meinst Du die Zerobase in Dänemark und den Niederlanden? Beide Länder haben eine Zerobase auf UKW durchgeführt und setzen stärker als andere Länder heute auf DAB+. Soll ich raten wer bei der Ausschreibung eines landesweiten regionalisierten DAB+-Netzes in NRW nicht dabei sein wird?
Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:39 Aber so etwas würde es in NRW die geben.
Das wird es in NRW deshalb nicht geben, weil die LfR und das Land NRW Erfahrung mit Frequenzentzug haben und jeder weiß, wie das Gericht anschließend geurteilt hat. Das Land wird sich nicht die Blöße geben, den gleichen Fehler zu wiederholen. Übrigens hat der Gesetzgeber im Jahr 2014 die öffentlich-rechtlichen Anstalten im Gesetz benachteiligt, deshalb ging die Frequenz 103,0 MHz nicht an das Deutschlandradio oder den WDR, sondern an die LfM NRW. In einem anderen Bundesland wäre die Zuordnung womöglich anders ausgegangen.
Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:39 Mit WDR Frequenzen ist man größtenteils überversorgt und senden zudem mit sehr viel Kilowatt , wo es dazu kommt dass man 6 mal jeden Sender jeweils hören kann.
Das stammt alles aus alten Zeiten und daran wird man auch nichts ändern.
Kannst Du es beweisen, dass jeder Hörer flächendeckend in NRW jede WDR Welle 6 mal hören kann?
Nicoco hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:42 Eine mögliche Umnutzung von UKW-Kapazitäten muss aus der obersten politischen Etage in NRW erfolgen, aus der Staatskanzlei NRW.
Und da gibt es über CDU, Grüne und SPD hinweg den Konsens, dass sich am Status Quo nichts ändern soll.
Dazu müsste man den Versorgungsauftrag aus dem Gesetz herausstreichen. Das wird sich niemand trauen.
Bei dieser Diskussion wird nicht berücksichtig, dass bei einer Neukoordinierung oder Leistungsreduzierung vielleicht gar keine zusätzliche freie Frequenz mehr zur Verfügung stehen wird, weil andere Bundesländer diese dann blockieren. Das zeigt die Diskussion um die Wiederinbetriebnahme der 103,0 MHz in Bielefeld, die hier ausführlich behandelt wurde. Nehmen wir mal an, der WDR reduziert die 107,9 MHz in Münster. Wo soll da eine neue Frequenz plötzlich freiwerden?
SeltenerBesucher
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von SeltenerBesucher »

Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 16:46 Damals in Berlin wurde aus Rias 2 rs 2. rs 2 ist ein Privat Sender und Rias 2 war mehr oder weniger Öffentlich Rechtlich ,
Nur RIAS, BFBS, AFN usw. waren keine deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten und schon gar nicht öffentliche oder öffentlich-rechtliche Anstalten. Militärsender unterliegen dem Verteidigungsministerium des jeweiligen Landes und haben dessen Propaganda zu verkünden. Sie sendeten auf Grundlage von Alliiertenverträgen mit der BRD und nicht, weil ein Bundesland ihnen Frequenzen zur Verfügung und einen Auftrag erteil hat. Die Frequenzen wurden an die BRD zurückgegeben und nicht an die Bundesländer, obwohl Rundfunk Ländersache ist.
Martin hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 16:46 Damals Anfang der Neunziger Jahre hatte der WDR eine 5. Welle etabliert und die Privatwirtschaft wurde mit den 45 Regionalsendern in NRW zufriedengestellt und somit hat auch niemand Einspruch dagegen erwogen gegen den WDR die sich sozusagen die letzten freien reichweitenstarken Frequenzen in NRW unter den Nagel gerissen hatten.
Allerdings ist WDR 5 auf den Frequenzen von WDR 1 gestartet worden, die der WDR schon seit Jahrzehnten hatte. Die neuen Frequenzen von WDR 1 liegen zum größten Teil oberhalb von 104,5 MHz. Viele Hörer nutzten Anfang der 1990er Jahre noch alte Empfänger, die gar nicht in der Lage waren die neuen Programme oberhalb von 104,5 MHz zu empfangen. Radio Kiepenkerl ist auf 106,0 MHz und 107,4 MHz gestartet und verschenkte Radioempfänger die bis 108,0 MHz gingen, weil man vorher im Münsterland mit alten Empfängern ausgekommen ist. Es gab bis dahin keinen Rundfunk oberhalb von 104,5 MHz.
https://de.wikipedia.org/wiki/UKW-Rundfunk#Geschichte
Martin
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Martin »

Das die Radios früher nur bis 100 Mhz und später dann 104 Mhz und noch später dann bis 108 Mhz das war nicht damit gemeint , sondern als 5.Welle im Allgemeinen , die später dann WDR 1 das Jugendadio wurde und dann 1 Live wurde.
Egal ob aus WDR1 später WDR5 wurde und WDR1 erst das Jugendadio war und dann 1LIVE hieß ..... das war nicht der Anstoß.
Sondern das man dann die 5. WDR-Welle die heute 1Live heißt etabliert hat mit reichweiten starken Frequenzen in NRW und sich niemand darüber aufgeregt hat.
Das man von Langenberg erst die Frequenz 97,6 Mhz genutzt hat , von dieser man dann später Radio Neandertal gesendet hat ist vielleicht noch zu erwähnen.
Es hätte ja auch anders kommen können wie in den meisten anderen Bundesländern und das schon zum Teil Anfang der 80er Jahre.
Aber in NRW kam ja dann der private Regionalsendebetrieb in Gang Anfang der 90er Jahre und somit waren erstmal alle zufrieden und es hielt ja auch 30 Jahre diese Konstellation.

Das die Abgabe von Frequenzen eine Forderung der AfD ist wusste ich bis jetzt noch nicht.

Ob der Rias bis zum Schluss nur von der Amerikanern finanziert wurde kann ich nicht genau sagen..... ich war der Meinung das die BRD auch mit öffentlichen Geld den Rias mit finanziert hat.
Morgen mal Wikipedia studieren.
Auf jeden Fall wurde die Frequenz von Rias 1 in Berlin für Deutschlandradio Kultur weitergenutzt und aus Rias 2 wurde r s 2 ein Privatradio.
Zuletzt geändert von Martin am Sa 12. Nov 2022, 13:06, insgesamt 3-mal geändert.
SeltenerBesucher
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von SeltenerBesucher »

Martin hat geschrieben: Sa 12. Nov 2022, 02:16 Sondern das man dann die 5. WDR-Welle die heute 1Live heißt etabliert hat mit reichweiten starken Frequenzen in NRW und sich niemand darüber aufgeregt hat.
Es gab Diskussionen und Anhörungen im Landtag:

WDR: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentense ... 11-620.pdf
BG-Verband: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentense ... 11-605.pdf
Martin hat geschrieben: Sa 12. Nov 2022, 02:16 Das man von Langenberg erst die Frequenz 97,6 Mhz genutzt hat , von dieser man dann später Radio Neandertal gesendet hat ist vielleicht noch zu erwähnen.
Dem WDR wurde die Frequenzen Langenberg 97,6 MHz mit 10 kW und 95,4 MHz mit 6 kW im September 1991 entzogen und dafür 106,7 MHz mit 100 kW gerichtet und 107,9 mit 25 kW rund zugeordnet. Die 106,7 MHz wird aber mit 80 kW genutzt, auch wenn die BnetzA 100 kW rund angibt, wird mit weniger gesendet.

Zum Hintergrund:
Im Landtagsdokument aus dem Jahr 1991 heißt es:
„Durch den Frequenztausch wird in den Verbreitungsgebieten Münster und Mettmann der Lokalfunk Frequenzen unterhalb von 104 MHz erhalten. Dies ist für den lokalen Hörfunk von großem Vorteil, da diese UKW-Frequenzen auch mit älteren Rundfunkempfängern empfangen werden können und der lokale Hörfunk im Kreis Mettmann und in der Stadt Münster seine Empfangbarkeit verbessern kann. Die LfR und der Westdeutscher Rundfunk Köln sind mit diesen Maßnahmen einverstanden. In gemeinsamen Gesprächen mit allen Beteiligten, unter anderem auch mit den Lokalfunkveranstaltern, wurde das weitere Verfahren für den Frequenztausch einvernehmlich vereinbart."
und weiter ...
Die dem WDR zugeordnete Hörfunkfrequenz 106,7 MHz (Langenberg) kann wegen noch bestehender Flugfunkauflagen vorübergehend nur mit 80.000 Watt Sendeleistung genutzt werden. Diese Auflagen werden voraussichtlich nächstes Jahr entfallen.
sußerdem ...
Wegen internationaler Bestimmung sollten einige UKW-Frequenzen ursprünglich erst ab 1. Januar 1996 für den Lokalfunk in Nordrhein-Westfalen genutzt werden können. Die Deutsche Bundespost TELEKOM hatte deshalb für die davon betroffenen Standorte frequenztechnische Interimslösungen eingeplant, um die Verbreitung von lokalem Hörfunk schon frühzeitig zu gewährleisten. In der sogenannten Baltic III-Konferenz, die im Mai 1991 in Kopenhagen stattfand, wurde die für das Jahr geplante Freigabe von UKW-Frequenzen auf den 1. April 1992 vorverlegt. Darüber hinaus kann ein Teil dieser Frequenzen bereits früher, d.h. sofort bzw. zum 1. Januar 1992 genutzt werden.
Es ist nicht nötig daher nicht mehr notwendig, diese Frequenzen für den Lokalfunk als frequenztechnische Interimslösung einzusetzen.
Hallenser
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Hallenser »

Das Problem mit dem schlechten Empfang des Programms hat eher damit zu tun,dass man in NRW das Thema DAB+ zu lange rausgezögert hat bzw. es ganz verhindern wollte. Wäre man früher dafür offen gewesen,müsste man nun nicht ewig auf die Lokalmuxe warten. Sobald diese Muxe kommen,wird man auch das Programm endlich in Köln und darüber hinaus vernünftig via Antenne hören können.
superpowerkusw
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von superpowerkusw »

Nur RIAS, BFBS, AFN usw. waren keine deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten und schon gar nicht öffentliche oder öffentlich-rechtliche Anstalten. Militärsender unterliegen dem Verteidigungsministerium des jeweiligen Landes und haben dessen Propaganda zu verkünden. Sie sendeten auf Grundlage von Alliiertenverträgen mit der BRD und nicht, weil ein Bundesland ihnen Frequenzen zur Verfügung und einen Auftrag erteil hat. Die Frequenzen wurden an die BRD zurückgegeben und nicht an die Bundesländer, obwohl Rundfunk Ländersache ist.
Der RIAS war kein Militärsender. Der RIAS war zwar von den USA finanziert, hatte aber eine Art Sonderstatus innerhalb der ARD. Das Wort "Propaganda" im Zusammenhang mit dem RIAS zu verwenden, ist auch völlig unpassend. Egon Bahr, der beim RIAS anfing, hat mal gesagt, dass er dort bis auf zwei Dinge (die ich nicht mehr erinnere) alles sagen durfte.
Im Landtagsdokument aus dem Jahr 1991 heißt es:
„Durch den Frequenztausch wird in den Verbreitungsgebieten Münster und Mettmann der Lokalfunk Frequenzen unterhalb von 104 MHz erhalten. Dies ist für den lokalen Hörfunk von großem Vorteil, da diese UKW-Frequenzen auch mit älteren Rundfunkempfängern empfangen werden können und der lokale Hörfunk im Kreis Mettmann und in der Stadt Münster seine Empfangbarkeit verbessern kann. Die LfR und der Westdeutscher Rundfunk Köln sind mit diesen Maßnahmen einverstanden. In gemeinsamen Gesprächen mit allen Beteiligten, unter anderem auch mit den Lokalfunkveranstaltern, wurde das weitere Verfahren für den Frequenztausch einvernehmlich vereinbart."

Ich war Anfang der 1990er noch ein Kind. Wohnte in Hessen, und dort sendeten FFH auf 104,8 und Antenne Bayern auf 103,0. Letztere gestartet bereits 1987 (!). Also alle auf Frequenzen oberhalb 100 oder 104 MHz. Daher erscheint mir die Aussage, dass "ältere Rundfunkempfänger" keine Frequenzen oberhalb 104MhZ" empfangen konnten, für Anfang der 90er Jahre seltsam aus der Zeit gefallen. Damals gab es schon digitale Anzeigen, und auch analoge Radios konnten Frequenzen über 104 MHz in der Regel problemlos anzeigen.
RF_NWD
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von RF_NWD »

1991 dürfte es noch zahlreiche UKW Empfänger gegeben haben, bei denen auf der Skala bei 104 Schluss war.
Habe neulich beim Entrümpeln noch so ein Gerät von Quelle/ Universum (gekauft etwa 1985) in der Hand gehabt, wo bei Radio RST 104,0 das Band endete.
QTH: 52,32 /9,21

UKW/DAB + : Panasonic RF D10
mobil: Sony XDR P10DBP / Sangean DPR 34
superpowerkusw
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von superpowerkusw »

Noch eine Ergänzung:
Nicoco hat geschrieben: Fr 11. Nov 2022, 15:42 Eine mögliche Umnutzung von UKW-Kapazitäten muss aus der obersten politischen Etage in NRW erfolgen, aus der Staatskanzlei NRW.
Und da gibt es über CDU, Grüne und SPD hinweg den Konsens, dass sich am Status Quo nichts ändern soll.
Nicoco hat eigentlich recht. Politischer Wille genügt. Wenn der nicht da ist, wird sich auch am Status Quo nichts ändern.
Habakukk
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Habakukk »

Beinhaltet der Begriff "Sublokaler Rundfunk" nicht bereits eine gewisse Reichweitenbeschränkung? Wie ist dieses "sublokal" denn definiert? Dürfte lulu fm überhaupt mit ähnlicher Leistung/Reichweite senden wie der offizielle Lokalsender "Radio Köln"?

Domradio hat in Köln doch m.W. auch nur eine sublokale Lizenz und sendet ebenfalls nicht mit 100W oder gar mehr...

Das gleiche Spiel bei Antenne Pulheim!
shortwave
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von shortwave »

Sublokal ist alles, was kleiner als die lizenzierten Verbreitungsgebiete der Lokalradios ist. Also in Köln nur zB die linksrheinischen Stadtteile. Oder statt dem gesamten Rhein-Erft Kreis nur Pulheim.
Habakukk
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von Habakukk »

Danke! Dann finde ich die Argumentation vom Seltenen Besucher etwas dünn, von wegen, lulu fm hätte sich bisher ja nicht um UKW-Frequenzen bemüht, bzw würde vielleicht aus finanziellen Gründen nur mit 30W senden.

Denn möglicherweise passt eine landesweite UKW-Kette bzw ein Platz in einem landesweiten DAB+Multiplex einfach nicht. Was soll ich damit, wenn ich eigentlich nur in Köln und Umgebung senden möchte und nicht in ganz NRW? Und kleiner (Regional- oder Lokalradio) geht in NRW halt praktisch nicht. Also bleibt ja nur sublokaler Rundfunk mit seiner Funzelleistung. Es gibt halt bis dato nix dazwischen.

In anderen Ländern wie Österreich könnte man sich einfach von einem technischen Dienstleister eine freie Frequenz suchen lassen, diese würde dann ausgeschrieben und mit etwas Glück bekommt man sie dann auch. Aber du bekommst dann zumindest einigermaßen das, was du auch willst, und nicht etwas, dass entweder zu klein (Sublokaler Rundfunk) oder viel zu groß ist (NRW-weit).
Zuletzt geändert von Habakukk am Sa 12. Nov 2022, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
shortwave
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Re: lulu.fm startet in Köln auf UKW 94,5

Beitrag von shortwave »

Statt sublokal ginge natürlich auch regional. Aber finde mal Kapazitäten auf UKW dafür, die nicht für die Verbesserung des Lokalfunks oder die landesweite Kette benötigt werden. Wird eng.
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