SWR Überversorgung in Trier?

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Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

Rosenelf hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 17:48 Wo verläuft eigentlich im Moseltal die "Grenze" bzw. der ungefähre Schnittpunkt zwischen dem Sender Koblenz und Haardtkopf? Ich glaube Cochem und die Untermosel werden noch von Koblenz versorgt. Haardtkopf müßte irgendwo vor oder hinter Alf-Bullay oder Zell übernehmen.
Aber selbst konnte ich das nie testen. Weiß jemand das aus eigener Erfahrung genau?
Spätestens am Cochem, wo die Mosel den Knick macht, ist die Grenze. war aber schon länger nicht mehr da unten, da die Autobahn ja außen rum führt.
Da ich keine privaten höhre, aber Ahrweiler müsste dort Abschnittsweise in Nord/Süd Richtung noch reinstrahlen.
Habakukk
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Habakukk »

Wie unterscheidet sich eigentlich die Versorgung von Markusberg und Petrisberg? Letzterer erscheint mir besser geeignet, die genannten Lücken zu stopfen. Gibt es Ecken, wo Petrisberg gut geht, aber der SWR z.B. auf keiner Frequenz gescheit empfangbar ist?
jkr 2
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von jkr 2 »

Petrisberg ist wahrscheinlich etwas besser als Markusberg. Markusberg ist halt ein historischer Standort, von den IMHO vor UKW schon die Mittelwelle kam.

Nachtrag: Bezügl. der Mittelwelle muß ich mich evtl. korrigieren.
Laut der Wasat-Tabelle von 1962 befand sich der Sender in der Palaststraße (827 kHz, 1 kW). Das wäre ja voll in der Altstadt gewesen. Kann das stimmen?
Wasat nahm seine Daten vom Internat. Handbuch für Rundfunk und Fernsehen 1963.

Ich war das erste Mal auf der Abiturfahrt 1975 in Trier. Da haben wir die ganze Altstadt unsicher gemacht. Zumindest da ist mir in der Palaststraße kein MW-Sender aufgefallen. Wir waren drei Tage in Trier, übernachtet haben wir in Euren (Eurener Hof)


Zweiter Nachtrag: Wikipedia hilt weiter
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Trier-Markusberg
Die MW wurde 1958 auf den Markusberg verlegt und blieb bis 1974 in Betrieb.

Vorher war der MW-Sender auf dem Petrisberg
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Trier
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Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

Habakukk hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 19:08 Wie unterscheidet sich eigentlich die Versorgung von Markusberg und Petrisberg? Letzterer erscheint mir besser geeignet, die genannten Lücken zu stopfen. Gibt es Ecken, wo Petrisberg gut geht, aber der SWR z.B. auf keiner Frequenz gescheit empfangbar ist?
Die HAAT dürfte an beiden Standorten identisch sein, da der Markusberg ist höher, dafür steht der höhere FTM auf dem Petrisberg.

Der primäre Unterschied ist die Flussseite und hier ist es so, dass ein Snder am Hang primär das andere Ufer besser versorgt.

Haardtkopf und v.a. Saarburg stehen südlich als primäre Versorger im Umland, hier fügt sich der Markusberg nördlich natürlich gut ein. Z.b. auch an der Obermosel zwischen Wasserbillig und Konz, wo Saarburg abgeschattet ist.

Ins Ruwertal rein, müsster der Petrisberg besser gehen,aber hier übernimmt, sofern vorhanden Saarburg.
oli84
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von oli84 »

Habakukk hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 19:08 Wie unterscheidet sich eigentlich die Versorgung von Markusberg und Petrisberg? Letzterer erscheint mir besser geeignet, die genannten Lücken zu stopfen. Gibt es Ecken, wo Petrisberg gut geht, aber der SWR z.B. auf keiner Frequenz gescheit empfangbar ist?
Der Markusberg liegt etwas niedriger und kommt nicht mehr über die Höhenzüge um Trier herum raus. Im Ruwertal ist also schon sehr schnell Schluss mit dem Markusberg. Da hat der Petrisberg deutlich bessere Chancen empfangen zu werden, weil er etwas höher liegt und nicht komplett gegen den Höhenzüge sendet.
Ich selbst habe in Filsch gewohnt, also noch was höher als die Uni in Tarforst. Dort gingen sämtliche Belgier aus Arlon oder l'Egliese Vlessart. Luxemburger kamen auch einige rein und aus Frankreich kam Metz durch. Hach was war das schön dort... :dx:
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Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

oli84 hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 20:37
Habakukk hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 19:08 Wie unterscheidet sich eigentlich die Versorgung von Markusberg und Petrisberg? Letzterer erscheint mir besser geeignet, die genannten Lücken zu stopfen. Gibt es Ecken, wo Petrisberg gut geht, aber der SWR z.B. auf keiner Frequenz gescheit empfangbar ist?
Der Markusberg liegt etwas niedriger und kommt nicht mehr über die Höhenzüge um Trier herum raus. Im Ruwertal ist also schon sehr schnell Schluss mit dem Markusberg. Da hat der Petrisberg deutlich bessere Chancen empfangen zu werden, weil er etwas höher liegt und nicht komplett gegen den Höhenzüge sendet.
Der Markusberg ist knapp 70 Meter höher als der Petrisberg.
Thomas(Metal)
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Thomas(Metal) »

oli84 hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 20:37
Habakukk hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 19:08 Wie unterscheidet sich eigentlich die Versorgung von Markusberg und Petrisberg? Letzterer erscheint mir besser geeignet, die genannten Lücken zu stopfen. Gibt es Ecken, wo Petrisberg gut geht, aber der SWR z.B. auf keiner Frequenz gescheit empfangbar ist?
Der Markusberg liegt etwas niedriger und kommt nicht mehr über die Höhenzüge um Trier herum raus. Im Ruwertal ist also schon sehr schnell Schluss mit dem Markusberg.
Wie sieht es denn mit den Nachbarkanalbelegungen aus, insbesondere 89,4? Zumindest nördlich und westlich von Trier sollte der Gr. Feldberg (89,3) noch eine kleine Rolle spielen.
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Manager
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Manager »

Rosenelf hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 17:48 Wo verläuft eigentlich im Moseltal die "Grenze" bzw. der ungefähre Schnittpunkt zwischen dem Sender Koblenz und Haardtkopf? Ich glaube Cochem und die Untermosel werden noch von Koblenz versorgt. Haardtkopf müßte irgendwo vor oder hinter Alf-Bullay oder Zell übernehmen.
Aber selbst konnte ich das nie testen. Weiß jemand das aus eigener Erfahrung genau?
Es ist schon ein paar Jahre her, als ich zuletzt dort war. Aber wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, kommt bereits in Cochem Haardtkopf besser an. Weiter südlich (moselaufwärts) sowieso.
jkr 2
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von jkr 2 »

Manager hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 10:57
Rosenelf hat geschrieben: Sa 24. Apr 2021, 17:48 Wo verläuft eigentlich im Moseltal die "Grenze" bzw. der ungefähre Schnittpunkt zwischen dem Sender Koblenz und Haardtkopf? Ich glaube Cochem und die Untermosel werden noch von Koblenz versorgt. Haardtkopf müßte irgendwo vor oder hinter Alf-Bullay oder Zell übernehmen.
Aber selbst konnte ich das nie testen. Weiß jemand das aus eigener Erfahrung genau?
Es ist schon ein paar Jahre her, als ich zuletzt dort war. Aber wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, kommt bereits in Cochem Haardtkopf besser an. Weiter südlich (moselaufwärts) sowieso.
Es gab mal Stand 1978 den "Radio-Atlas"", Bern : Hallwag (hrsg. von der Union Européenne de Radiodiffusion.
https://books.google.de/books/about/Rad ... edir_esc=y
Auch besprochen in: Weltweit hören 6 (1978), Heft 7/8, Seite 37

Leider ist dieses Werk schon lange vergriffen, auch nicht antiquarisch zu bekommen. Ich hatte mir das seinerzeit per Fernleihe bestellt, seinerzeit von der Bib des Hans-Bredow-Institut. Die Hochschule für Film und Fernsehen München hat das inzwischen im OPAC (=Bibliothekskatalog) aufgenommen und als entleihbar klassifiziert.
In diesem Atlas ist die Versorgung der damaligen Autobahnen farblich mit zugehöriger Frequenz abgebildet. Sofern zwei Sender ausreichend versorgen, wird das auch farblich mit beiden Farben dargestellt.

Ich hab mir die Kopien herausgekramt und will euch die Darstellung nicht vorenthalten

Nun zur groben Abgrenzung Koblenz /Haardtkopf: Koblenz versorgt demnach die A48 bis zur Anschlußstelle 2 (Ulmen); Haardtkopf anschließend bis Verteilerkreis Trier. Weiter nach Süden ab Dreieck Moseltal wird die 97,5 (damals noch vom Potzberg) angegeben.

Aber bitte beachten: das ist der Stand der Rundfunkversorgung von 1978!
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Lorenz Palm
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Lorenz Palm »

Cochem als Grenze zwischen Koblenz und Haardtkopf macht aufgrund des Flußverlaufs der Mosel Sinn. Hier zeigt sich gut, dass Topographie und Regierungsbezirksgrenzen nicht immer zusammenpassen. Cochem, Zell und Bullay gehören zum Regierungsbezirk Koblenz und daher bei SWR 4 RP und RPR 1 zum Regionalfenster aus Koblenz, während der Haardtkopf das Regionalfenster aus Trier ausstrahlt. Wird dies programmlich berücksichtigt? Kommen auf den Haardkopf-Frequenzen auch Meldungen aus Cochem oder Zell?
Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

Lorenz Palm hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 17:27 Cochem als Grenze zwischen Koblenz und Haardtkopf macht aufgrund des Flußverlaufs der Mosel Sinn. Hier zeigt sich gut, dass Topographie und Regierungsbezirksgrenzen nicht immer zusammenpassen. Cochem, Zell und Bullay gehören zum Regierungsbezirk Koblenz und daher bei SWR 4 RP und RPR 1 zum Regionalfenster aus Koblenz, während der Haardtkopf das Regionalfenster aus Trier ausstrahlt. Wird dies programmlich berücksichtigt? Kommen auf den Haardkopf-Frequenzen auch Meldungen aus Cochem oder Zell?
Bei SWR4 RP strahlt der Füllsender Alf-Bullay das Regionalfenster Koblenz aus.
DH0GHU
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von DH0GHU »

Rosenelf hat geschrieben: Fr 23. Apr 2021, 17:23 Laut FMSCAN und SWR sind in Trier Innenstadt Indoor sowohl die SWR-Sender Trier-Markusberg, Haardtkopf und Saarburg ausreichend über UKW empfangbar. Scheinbar gibt es in einigen Tälern aber wohl Lücken bzw. eine Verzerrung des Signals, oder warum braucht Trier sonst den Standort Markusberg für die SWR-Programme?
Im Gebirge sind die Ergebnisse von FMSCAN nur sehr sehr bedingt zu gebrauchen und nicht mehr als ein Anhaltspunkt, was mit welchem Pegel empfangbar sein könnte.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.
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Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

DH0GHU hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 21:05
Rosenelf hat geschrieben: Fr 23. Apr 2021, 17:23 Laut FMSCAN und SWR sind in Trier Innenstadt Indoor sowohl die SWR-Sender Trier-Markusberg, Haardtkopf und Saarburg ausreichend über UKW empfangbar. Scheinbar gibt es in einigen Tälern aber wohl Lücken bzw. eine Verzerrung des Signals, oder warum braucht Trier sonst den Standort Markusberg für die SWR-Programme?
Im Gebirge sind die Ergebnisse von FMSCAN nur sehr sehr bedingt zu gebrauchen und nicht mehr als ein Anhaltspunkt, was mit welchem Pegel empfangbar sein könnte.
In diesem Fall stimmt es aber. Saarburg kommt von Süden her durch, sei de neue Sender erbaut wurde und je mehr Richung Schweich kommt, umso mehr dominanter ist der Haardtkopf.
Randfunker
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Randfunker »

Rosenelf hat geschrieben:
Es gibt ja im äußersten Südwesten noch den Füllsender Kreuzweiler. Wenigstens hat der SWR seine Lücken erkannt.
Nö, nicht wirklich. Kreuzweiler ist wahrscheinlich nur da, weil die Saarburger 101,2 im westlichen Saargau von Radio Latina Leudelingen/Lux. zerkratzt bzw. überlagert wird. Kreuzweiler hat nur SWR4 und ist nicht gerade DER Standort, der die Obermosel "retten" würde. Wenn der SWR wirklich hätte Lücken füllen wollen, hätte er sich einen anderen Standort gesucht - irgendwo im Bereich Wincheringen/Nittel/Langsur. Diese Diskussion gab es schon ausgiebig im DAB-Forum Rheinland-Pfalz.
Zum Markusberg: Der kommt bei Igel nicht "um die Ecke", ist also in Wasserbillig quasi nicht mehr vorhanden. Der Petrisberg ist auch nur noch bis Wasserliesch brauchbar, danach kommen nur noch Fetzen an.
Zur „Koblenz-Haardtkopf-Schwelle“ weiß ich von Bahnfahrten mit Pocket-Radio in den 1970-80ern noch ungefähr: Bis Cochem hält sich Koblenz im tiefen Moseltal noch durchgehend, wenn auch nicht atemberaubend stark. HKF (früheres Testbild-Kürzel für den Haardtkopf) übernimmt dann am Südende vom Kaiser-Wilhelm-Bahntunnel Richtung Bullay. In Bullay selbst kommt HKF auch ziemlich gut - aber der dortige Füllsender auf dem König hat auch seine Berechtigung, weil HKF auf der Alfer Moselseite und an einzelnen Quertälern/Hängen abgeschirmt ist.
Marc!?
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Re: SWR Überversorgung in Trier?

Beitrag von Marc!? »

Randfunker hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 00:26
Rosenelf hat geschrieben:
Es gibt ja im äußersten Südwesten noch den Füllsender Kreuzweiler. Wenigstens hat der SWR seine Lücken erkannt.
Nö, nicht wirklich. Kreuzweiler ist wahrscheinlich nur da, weil die Saarburger 101,2 im westlichen Saargau von Radio Latina Leudelingen/Lux. zerkratzt bzw. überlagert wird. Kreuzweiler hat nur SWR4 und ist nicht gerade DER Standort, der die Obermosel "retten" würde. Wenn der SWR wirklich hätte Lücken füllen wollen, hätte er sich einen anderen Standort gesucht - irgendwo im Bereich Wincheringen/Nittel/Langsur. Diese Diskussion gab es schon ausgiebig im DAB-Forum Rheinland-Pfalz.
Zum Markusberg: Der kommt bei Igel nicht "um die Ecke", ist also in Wasserbillig quasi nicht mehr vorhanden. Der Petrisberg ist auch nur noch bis Wasserliesch brauchbar, danach kommen nur noch Fetzen an.
Zur „Koblenz-Haardtkopf-Schwelle“ weiß ich von Bahnfahrten mit Pocket-Radio in den 1970-80ern noch ungefähr: Bis Cochem hält sich Koblenz im tiefen Moseltal noch durchgehend, wenn auch nicht atemberaubend stark. HKF (früheres Testbild-Kürzel für den Haardtkopf) übernimmt dann am Südende vom Kaiser-Wilhelm-Bahntunnel Richtung Bullay. In Bullay selbst kommt HKF auch ziemlich gut - aber der dortige Füllsender auf dem König hat auch seine Berechtigung, weil HKF auf der Alfer Moselseite und an einzelnen Quertälern/Hängen abgeschirmt ist.
Die 101,2 hat in der Tat Nachabrkanalprobleme und natürlich gehen hier nur ein paar hundert Watt in die Richtung raus, anstatt mind. 5 kW wie bei den anderen Frequenzen, dazu dürften sich die 20 Meter weniger auch schon bemerkbar machen. Primäre Versorgung ist nach Osten Richtung Ruwertal. Für das Saartal wäre hier fast ein Sender oberhalb der Stadt mit 1 kW gerichtet besser.

Der Füller in Kreuzweiler strahlt auch mehr Richtung Gau als ins Tal rein. Dieser hat aber auch, wie der SR am Standort Moseltal das selbe Problem, dass er eig auf der falschen Flussseite steht. Man muss an den Berghängen drüber strahlen, im Gegensatz dazu Richtung Lux Seite freie Sicht. Deshalb braucht der Sender Moseltal auch seine 5kW auf UKW, von der anderen Seite würde man 100 W das selbe Ergebnis auf saarl. Grund erzielen.

Ein weiteres Problem für alle Sender auf deutscher Seite ist noch, dass das Moseltal oberhalb von Perl offen ist. Also ein paar Watt reichen hier schon aus, um eine riesige Fläche zu versorgen bzw zu stören. Aber der Kreis Saarburg ist nicht einfach zu versorgen. Für ein Sender zwischen Mosel und Saartal ist die Strecke wieder zu groß, dazu noch 2 BL mit 2 ÖR-Anstalten. Wäre das nicht der Fall, wäre für die Obermosel der Sender Palzem auf Lux Seite eig optimal für die Versorgung.
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