Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

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Wolfgang Pachur
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Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Wolfgang Pachur » Mi 1. Mai 2019, 19:52

Nun ist bei mir auch das Kabel umgestellt worden. Da ich kein Experte bin, gestaltet sich die Suche nach einem Receiver nicht so einfach. Ich habe auch schon von mehreren Fachverkäufern definitiv falsche Informationen bekommen. (Haarsträubend.)
Gibt es denn nicht *ein* Gerät, welches ich
a) an meinen Fernseher, (der keinen Kabeltuner hat aber HDMI) sowie
b) an meine alte Stereoanlage anschließen kann, um Kabelradio zu hören?

Wichtiger ist mir als erstes die Stereoanlage, das Fernsehen sehe ich bisher einfach nur aus der Luft.
Ansonsten wurde mir ein vistron vt855v für Radio gezeigt, der sah mir subjektiv gut aus.
Gibt es Empfehlungen? Danke.

Chris_BLN
Beiträge: 152
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:35

Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Chris_BLN » Do 2. Mai 2019, 01:16

Die gewünschten Funktionen erfüllt prinzipiell jeder DVB-C-Receiver, der HDTV-tauglich ist (des Fernsehens wegen, die SDTV-Abschaltung bei den Öffis wird sich gewiss nicht erst in 5 Jahren vollziehen und dann gehts nur noch mit HDTV).

Wenn die Öffis in HDTV und die Privaten in SDTV (also unverschlüsselt) genutzt werden sollen, genügt ein Receiver, der keine Schnittstelle für Verschlüsselungstechnik hat.

Wenn die Privaten auch in HDTV gewünscht sind (da sind die in allen Kabelnetzen genau wie via Satellit auch verschlüsselt), muss ein Receiver her, der die passende Schnittstelle hat. Das dürfte im universellsten Fall ein CI+ (Plus ist wichtig!) Slot sein, in den man dann das Miet-Modul des Kabelnetzbetreibers stecken kann. Hier kommt es darauf an, bei welchem Netzbetreiber man ist, was dann tatsächlich reingesteckt werden muss und also passen muss.

Alternativ kann man dann auch einen Receiver des Netzbetreibers selbst mieten, was ich nie machen würde, was aber viele machen und drauf schwören. Vermutlich hast Du kein Interesse an sowas, deshalb erwähne ichs hier nur kurz. Da sind teils Geräte mit 4-fach-Tuner und Festplatte im Angebot, die via Internet auch noch mehr können.

Wenn Radio-Nutzung wichtig ist, sollte dringend eine Programmnamenanzeige am Receiver vorhanden sein, sonst gibt es nur Programmplatznummer und Zettel auf dem Tisch bzw. sogar völligen Blindflug (ja, gerne vor allem bei den teuren Miet-Receivern, die soooo vollständig ausgestattet sind, aber gar nix am Gerät selbst anzeigen).

Der Vistron VT855-N (N ist die neue Version, die es inzwischen in einem kleinen, nahezu quadratischen Gehäuse gibt) ist vermutlich ein gutmütiges Gerät. Ich hatte es bislang nicht zum Test, aber ich nutze Sat- und Kabelreceiver dieses bayerischen Herstellers (LaSAT) und schätze die Geräte für ihre Geradlinigkeit. Ein bissl wie ein Go-Cart: fährt, ist nicht allzu komfortabel, dafür aber einfach in der Handhabung. Problem des VT855-N: er hat nur 8 Stationstasten auf der Fernbedienung. Alle weiteren Radioprogramme (und das sind ca. 100 in vielen Netzen) liegen unverrückbar in der gefundenen Reihenfolge im Speicher und man darf sie mit den Zifferntasten aufrufen. Ob hier mal eine Sortierfunktion implementiert werden wird, vermag ich nicht zu sagen. Das Gerät muss ja auch ohne TV-Gerät (Menü!) bedienbar sein, also konzentriert man sich auf das Wesentliche. Der Wunsch ist längst beim Hersteller angekommen (und der Hersteller leistet sich ein eigenes Forum, in dem er auch tatsächlich mitliest und reagiert). Die Programmnamenanzeige ist groß, hell, gut lesbar und 12-stellig und da sie eine Speicherplatznummer davor hat, bleiben maximal 10 Stellen für den Namen. RDS-Daten werden nicht angezeigt, EPG-Daten "Jetzt" / "nächste Sendung" kann man aber wohl abrufen.

Alternativ gäbe es auch noch den TechniSat Cablestar 100. Macht genau das gleiche, sieht anders aus, hat 9 statt 8 frei belegbare Favoritenspeicher. Zeigt auf einem kleineren, dafür 2-zeiligem je 16-stelligen Display auch RDS-Daten an, so sie übertragen werden. Nervt dafür mit einer furchtbar winzigen Fernbedienung, die ich für eine Unverschämtheit halte. Würde mir schon deswegen das Gerät nicht kaufen.


Was ich meinen Kumpels empfehlen würde, wenn sie keinen TV-Vollkomfort mit Internetzugang zu Mediatheken etc. brauchen: einen Wisi OR 252 in der Bucht zu schießen.

Bild

Dieser steinalte, aber solide verarbeitete DVB-C-Receiver kostet üblicherweise maximal 30 EUR inkl.Versand und beinhaltet einen kompletten TV/Radioreceiver. Er stammt aus der gleichen Firma wie der Vistron VT855-N. Da dann die Software V.0241A drauf und das Ding läuft. Analoger Audioausgang nur via Scart statt Cinch, also Adapterstecker oder Adapter löten.

Vorteile:

- Radioliste kann man via on-screen-Menü frei editieren, Programme löschen oder verschieben
- Programmnamenanzeige auch 12-stellig abzüglich Speicherplatznummer davor, gleiches Display wie beim VT855.
- USB-Anschluss für Festplatte zur Aufnahme von Radio und TV. Es gibt ein Windows-Tool, mit dem man die Aufnahmen bequem von der Festplatte extrahieren kann, sie sind dann am PC weiter bearbeitbar.
- schnelles Zappen
- einfache Programmlistenpflege: Einzelkanalsuchlauf möglich, Verwerfen der Ergebnisse einer Einzelkanalsuche ebenso möglich wie gezieltes Löschen unerwünschter Programme nach dem Einzelkanasuchlauf noch vor dem Speichern
- Bedienung der Radio-Funktion auch ohne TV möglich, einfache Menüeinblendungen im Gerätedisplay erlauben mit etwas Menükenntnis sogar Programierung von Aufnahmen ohne TV-Menüzugang.
- unterstützt auch die AC3-Tonspuren einiger ARD-Kulturwellen und bei DLF Kultur
- eingebautes Netzteil, wird nichtmal handwarm
- sehr sauber bestückte Platine, kein Billigschund
- solides Metallgehäuse mit ansprechender Kunststoff-Front
-On/Off und Kanaltasten up/down direkt am Gerät


Nachteile:

- Fernbedienung groß, aber etwas fummelig mit vielen kleinen Tasten
- Fernbedienung wird klebrig (dürften jetzt alle betroffen sein), kann man mit etwas Mühe und Isopropanol in einen angenehmen Zustand versetzen, ohne dass die Beschriftung verschwindet. Die Fernbedienung wäre auch noch neu zu haben: https://www.pollin.de/p/universal-fernb ... ver-620175
- Keine direkten Radio-Speichertasten auf der Fernbedienung
- Gerät ist formal veraltet
- Man sagt, er wäre hinsichtlich Bildqualität nicht optimal. Ich glaube sowas immer erst, wenn alle möglichen Scaler-Kombinationen Receiver - TV-Gerät durchprobiert sind. Am OR 252 kann man für jede Quellauflösung die Ausgabe-Auflösung des HDMI-Ausgangs separat einstellen.
- Kein CI+ Slot, damit formal keine verschlüsselten Programme legal zu öffnen. Betrachte ihn als FTA-Gerät.
- HDMI-CEC ist zwar im Menü erwähnt, funktioniert aber glaube ich nicht.

Für ca. 30 EUR, also weniger als ein reiner Radioreceiver, kann man da nicht viel falsch machen (es sei denn, man erwischt einen defekten). Abgesehen von den fehlenden Speichertasten erhält man weit mehr als die gleiche Funktionalität verglichen zum VT-855-N. In meinem Umfeld sind 2 OR 252 am Laufen für Radio und als TV-Aufnahmegerät, nicht jedoch als TV-Hauptreceiver (das erfolgt intern im TV).


Ein anderer Kandidat, der eventuell gut funktionieren könnte, ist der TechniSat Digit HD8-C. Der zeigt 16-stellig an und seine LAN-Schnittstelle funktioniert ja vielleicht sogar. Erfahrungen mit dem Gerät habe ich keine. Auch ein 10 Jahre alter Kandidat.

Du schreibst, Du empfängst Fernsehen "aus der Luft". Also mit DVB-T2. Hast Du dafür einen separaten Receiver in Verwendung? Wenn ja, welchen? Wenn nein, welchen TV besitzt Du? Wobei: der Typ des TV interessiert mich generell (genaue Bezeichnung des Modells). Bis zu 10 Jahre zurück kanns nämlich sein, dass DVB-C doch drin ist, auch wenns nicht draufsteht. Dann muss man das durch bestimmte Tricks aktivieren und mit etwas Glück spielt alles, mit etwas Pech gibt es wegen alter Software auf dem TV diverse Einschränkungen oder Instabilitäten.

radneuerfinder
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Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von radneuerfinder » Do 2. Mai 2019, 09:16

Als Ergänzende Infos

Ich habe mir für meine alte Anlage einen (gebrauchten) Audio Digitalwandler (DAC) gekauft und den DVB-C Receiver digital per SPDIF angeschlossen. (Modernere Anlagen haben DAC und HDMI Buchsen oft gleich eingebaut.). Die Anbindung per Cinch ist keineswegs schlecht, mit dem DAC klingts aber in meinen Ohren noch besser.

Mein Receiver hat eine Aufnahmefunktion (DVR) auf externe USB Platte. Aufnehmen funktioniert auch für Radio, was ich mittlerweile sehr schätze. Über den Radio EPG können, wie beim Fernsehen, Mitschnitte leicht programmiert werden und Lieblingssendungen sind per Serientimer immer vorrätig. Bei vielen Receivern sind diese Aufnahmen fest mit dem Gerät verkoppelt, lassen sich also nur mit diesem wiedergeben.

Manche Receiver nehmen auch unverschlüsselt auf. Man kann dann Aufnahmen, z. B, per USB Stick abzapfen und hat so unterwegs seine Radiosendungen dabei. Z. B. in einem Autoradio mit USB Buchse und MP2 Wiedergabe und ist so unabhängig von der Grütze, die live über den Äther kommt.
Eine weitere Möglichkeit wäre das "Runterladen" vom Receiver auf ein Smartphone, per UPNP. Eine UPNP App sollte sich finden lassen, nur der Receiver muss das natürlich auch unterstützen.
Zuletzt geändert von radneuerfinder am Do 2. Mai 2019, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.

Chris_BLN
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Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:35

Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Chris_BLN » Do 2. Mai 2019, 09:54

radneuerfinder hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 09:16
Ich habe mir für meine alte Anlage einen (gebrauchten) Audio Digitalwandler (DAC) gekauft und den DVB-C Receiver digital per SPDIF angeschlossen. (Modernere Anlagen haben DAC und HDMI Buchsen oft gleich eingebaut.). Die Anbindung per Cinch ist keineswegs schlecht, mit dem DAC klingts aber in meinen Ohren noch besser.
Guter Hinweis! Für Wolfgang: die Qualität der in den Receivern verbauten D/A-Wandler nebst nachfolgender Analogelektronik schwankt, ebenso die Sorgfalt beim Platinenlayout. Man hat mit dem einen oder anderen Effekt zu rechnen, den man von anständigen CD-Playern nicht kennt. Es kann zum lauten Ploppen am Analogausgang beim Ein- und Ausschalten des Receivers kommen. Gerne auch etliche Sekunden nach dem Ausschalten, wenn sich das Grät dann wirklich schlafen legt, nachdem es z.B. noch nach neuen Programmen im Kabelnetz gesucht hat. Mein Satreceiver macht sowas ca. 15 Sekunden nach dem in-Standby-schalten. Der oben genannte Wisi OR 252 tuts glaube ich nicht, müsste ich jetzt prüfen, steht hier in meinem Elternhaus, aber nicht analog angeschlossen.

Auch möglich: Störgeräusche aus der Digitalelektronik, die in den Analogteil einstreuen. Der Pollin DR-HD301 (ein Satreceiver, aber aus der gleichen Familie wie der genannte Wisi und der Vistron) wimmert z.B. leise im Hintergrund am Analogausgang. Wenn im Display was scrollt, hört man ein leises Tuckern. Das ganze ist nur auffällig, wenn man ein "leises" Programm hört, also ein Kulturprogramm. Am Digitalausgang tritt das natürlich nicht auf.

Hier ein Beispiel von ebendiesem Gerät:
DR-HD301.h
(1.19 MiB) 5-mal heruntergeladen
- bitte Dateiendung in "mp3" umbenennen. Das ist die normale Lautstärke eines Kulturprogramms - erstmal zum dran gewöhnen und danach das, was man bei stummgeschaltetem Audio noch zu hören bekommt. Dazu habe ich dann auch was durchs Gerätedisplay scrollen lassen.

Der Wisi OR 252 aus gleicher Familie macht das soweit ich mich erinnere nicht, ist ja auch ein völlig anderes Gerät (Kabel statt Sat, integrietres Netzteil statt Steckernetzteil, anderes Anschlussfeld, ...). Aber er stammt aus der gleichen Familie und läuft mit der gleichen Software (!).

Was einem beim Anschluss von externen DAC aber passieren kann: je nach Receiver und ggf. je nach Menüeinstellung wird der Ton bei Programmen mit AC3-Tonspur als AC3-Bitstream ausgegeben am Digitalausgang. Wehe, der externe DAC schaltet dann nicht stumm! Mein Satreceiver kann bei AC3 nur Bitstream ausgeben, bliebe also mit externem DAC bei AC3-only-Programmen stumm. Die LaSAT-Geräte (der Wisi) kann AC3 intern auf Stereo downmixen und als S/PDIF-konformes PCM-Signal ausgeben. Dabei kann es zu Lautstärkeunterschieden verglichen mit der MP2-Tonspur kommen, das kann je nach Softwarestand des Gerätes auch differieren.

Was die LaSAT-Familie einst hatte: einen mackigen MP2-Audiodecoder. Da war Radio eine Katastrophe, es hat geflirrt und gefaucht an leisen Stellen. Da das auf digitaler Ebene passierte und nicht bei der D/A-Wandlung, war es auch am Digitalausgang so und ein externer DAC konnte nichts retten. Schlimmer noch: da waren nach dem Zappen dann gerne auch die Stereokanäle vertauscht am externen DAC, der Effekt trat zusammen mit einem Sample Versatz zwischen beiden Kanälen auf, was gleich zeigte, wo der Fehler lag: falscher Einsprung in den seriellen S/PDIF-Datenstrom. Mehr als 2 Jahre haben wir im LaSAT-Forum damals Druck gemacht, dann wurden die Fehler behoben. Das ist alles Software (auch der Audiodecoder läuft als Software auf den Receivern). Spätere Tests zeigten mir für die LaSAT-Geräte eine Abweichung vom MP2-Decoding verglichen zum Winamp im kleinsten Bit oder in den 2 kleinsten Bits - da war Rauschen drin. Wer näher am ISO-konformen Decoding liegt, weiß ich nicht, der Fehler ist letztlich kein "Fehler", sondern könnte glattweg als mutwilliger Dither durchgehen. Die Receiver decodieren also tadellos.

Ich würde erstmal ohne externen DAC probieren. Die Qualität liegt so oder so über der jedes UKW-Tuners unter realen Bedingungen.
radneuerfinder hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 09:16
Mein Receiver hat eine Aufnahmefunktion (VCR) auf externe USB Platte. Aufnehmen funktioniert auch für Radio, was ich mittlerweile sehr schätze. Über den Radio EPG können, wie beim Fernsehen, Mitschnitte leicht programmiert werden und Lieblingssendungen sind per Serientimer immer vorrätig. Bei vielen Receivern sind diese Aufnahmen fest mit dem Gerät verkoppelt, lassen sich also nur mit diesem wiedergeben.
Bei vielen Fernsehern ist das so. Trifft das tatsächlich auch auf Receiver zu?

Beim LaSAT (o.g. Wisi) sind die Aufnahmen zwar auf einem proprietären Dateisystem (LaFAT) abgelegt, aber es existiert Windows-Software, mit der man LaFAT-Platten oder Sticks (für Radio reicht ein anständiger Stick) mounten und auslesen kann.

Bei TechniSat gab es noch die Möglichkeit, Radioaufnahmen gleich als MP2 abzulegen statt als Transportstrom. Damit blieb einem das spätere Demuxen am PC erspart, sehr praktisch. Wie das bei Programmen gelöst wurde, die auch eine AC3-Spur haben (DLF Kultur, BR Klassik, SWR 2, WDR 3, hr2, MDR Kultur), entzieht sich meiner Kenntnis.

Ein Stunde ARD-Radio (320 kbps MP2) belegt grob 140 MByte. Mit zusätzlicher AC3-Spur (320 kbps + 448 kbps) sind es ca. 360 MByte. Man hat die Originalqualität auf platzsparendste Weise. Bequemer und qualitativ besser geht ARD-Radio nie und nimmer. Hoffentlich wird das System nicht eingestellt. Aus ARD-Kreisen habe ich die Aussage, die Ausstrahlung wäre bis 2021 gesichert. Fiele sie weg, wäre das eine Katastrophe.

Chris_BLN
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Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Chris_BLN » Mo 6. Mai 2019, 23:12

Update:
Chris_BLN hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 09:54
Es kann zum lauten Ploppen am Analogausgang beim Ein- und Ausschalten des Receivers kommen. Gerne auch etliche Sekunden nach dem Ausschalten, wenn sich das Grät dann wirklich schlafen legt, nachdem es z.B. noch nach neuen Programmen im Kabelnetz gesucht hat. Mein Satreceiver macht sowas ca. 15 Sekunden nach dem in-Standby-schalten. Der oben genannte Wisi OR 252 tuts glaube ich nicht, müsste ich jetzt prüfen, steht hier in meinem Elternhaus, aber nicht analog angeschlossen.
Hatte gestern den OR 252 mal analog am Verstärker. Er ploppt auch beim Ein- und ausschalten, aber nur dezent.

Wolfgang Pachur
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Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Wolfgang Pachur » Fr 10. Mai 2019, 22:58

. Da dann die Software V.0241A drauf und das Ding läuft.
Wenn ich mir so ein Gerät "schieße", wie würde sowas denn vor sich gehen?

Chris_BLN
Beiträge: 152
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:35

Re: Receiver für Kabelradio und Kabelfernsehen

Beitrag von Chris_BLN » So 12. Mai 2019, 00:50

Idealerweise macht man die Ersteinrichtung am Fernseher, damit man die Menüs sehen kann. Also via HDMI oder Scart an den TV und das Antennenkabel in den Receiver.

Du drückst als erstes bei eingeschaltetem Gerät die gelbe Taste auf der Fernbedienung. Damit rufst Du die Signalqualität/Signalstärkeanzeige des aktuell gewählten Kanals auf. Die scrollt dann auch durch das Gerätedisplay. Auf zweiten Druck der gelben Taste werden VPID und APID (Video- und Audio-Adresse im Datenstrom) des eingestellten Programms angezeigt / durchs Gerätedisplay gescrollt. Auf dritten Druck der gelben Taste scrollt die Softwareversion durchs Display.

Mit Exit kommt man aus diesen Anzeigen wieder raus - vorher lässt sich nichts anderes bedienen, nichtmal off.

Alles unter V.0223A war im Ton grausig. Ab V.0223A ist der Ton bei MPEG 1 Layer 2 formal ok. Es traten mit jeder weiteren Software teils neue Effekte und Fehler auf, während andere behoben wurden. Bei der V.0241A habe ich dann aufgehört zu updaten (Jahre später), weil ich für Radio zufrieden war. Es geht aktuell wohl bis zur V.0260A (das A steht übrigens für AAC-Audiodecoder, nicht-A-Versionen können AAC nichtmal fehlerhaft decodieren und zu Gehör bringen, A-Versionen schaffen es immerhin fehlerhaft...). Die V.0260A hat aber einen Effekt (Bug? Feature?) bei Radioaufnahmen, den ich nicht mochte, also beließ ich es bei der V.0241A. Man kann nicht nur upgraden, sondern auch downgraden. Alles kein Problem. Nur nie, nie, nie unter V.0139 downgraden, dann ist kein USB-Update mehr möglich!

Software ab V.0241A bis V.0260A würde ich belassen und nicht ändern.

Aktuellste Versionen V.0272 oder ähnliche laufen NICHT auf dem Wisi OR 252! Die sind für ganz neue aktuelle Receiver.

Im Zip-Flie http://wisi.ch/fileadmin/files/download ... G_V241.zip befindet sich eine Anleitung zum Update.

Kurz und knapp:

- Wenn der Receiver eine Software älter als V.0139 hat, geht USB-Update nicht. Dann wird es eklig und man muss über die RJ11-Schnittstelle updaten. Die Wahrscheinlichkeit ist recht gering. Darauf hinweisen sollte ich aber schon.

- EInen kleineren USB-Stick (ich habe einen mit 4 GByte) in FAT32 formatieren und die decoder.app aus dem Zip-File draufkopieren.

- Stick in den Receiver stecken, kurz warten, dann "Archive"-Taste der Fernbedienung drücken und mit den Up/Down-Tasten auf die decoder.app navigieren. Dann OK drücken und warten (und nicht ausschalten).

- Der Receiver lädt die neue Software und startet dann neu. Das dauert nur wenige Sekunden.

Das ist alles. Wenn die decoder.app nicht angezeigt wird, ist die Formatierung des Sticks nicht passend. Das kann unter bestimmten Windows-Versionen passieren. Der bekannte kleine HP-USB-Formatter https://www.chip.de/downloads/HP-USB-Di ... 18669.html tuts glaube ich richtig.

Hier die Anzeigen mal bei einem software-gleichen Satreceiver Pollin DR-HD301: https://we.tl/t-EQnzoPH1Wd

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