Reichweite Zugspitze UKW DVBT

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helmi
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von helmi »

Zu dem alten ORF-Mast ist noch zu sagen, dass die Konstruktion kaum über die österreichische Panoramaterrasse hinausragte. Gerade mal die dicke Fiberglashaube mit den UHF-Antennen hat sich über das Geländer erhoben. Das war offensichtlich auch der Grund, weshalb es damals in München beim Analog-TV (49/55) immer leichte Schattenbilder gab.
helmi
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von helmi »

Jetzt habe ich den alten Mast in einem Video entdecken können. Natürlich hat man diesen Mast nicht absichtlich aufgenommen.
Es handelt sich um einen Kameraschwenk von etwa einer Sekunde. Der Screenshot konnte nur verschwommen sein.
Ehrwald1-Zugspitze 1985.jpg
Ehrwald1-Zugspitze 1985.jpg (7.21 KiB) 978 mal betrachtet
hit24_for_ever
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von hit24_for_ever »

Ah ok super Danke!
Die Ballempfangsantennen hab ich auf einer alten Postkarte entdecken können...die standen bzw. stehen noch immer recht weit entfernt.
Wäre mal interessant zu sehen, ob es dort auch mal Antennen für den ehemaligen Band I Sender am Patscherkofel gab.
Der erste Fernsehsender am Hahnenkamm wurde laut Zeitzeugen auf via Ball vom Patscherkofel versorgt, da es den Zugspitzsender zu dieser Zeit noch nicht gab.

LG
Thomas(Metal)
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von Thomas(Metal) »

helmi hat geschrieben: Sa 23. Jan 2021, 12:59 Zu dem alten ORF-Mast ist noch zu sagen, dass die Konstruktion kaum über die österreichische Panoramaterrasse hinausragte. Gerade mal die dicke Fiberglashaube mit den UHF-Antennen hat sich über das Geländer erhoben.
Danke und Danke auch für das Bild! Ich würde von mindestens 1kW ERP bei ND ausgehen. Sicher die EMF-Grenzwerte waren damals sicherlich noch andere ;-) .
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jkr 2
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von jkr 2 »

Thomas(Metal) hat geschrieben: Fr 29. Jan 2021, 22:13
helmi hat geschrieben: Sa 23. Jan 2021, 12:59 Zu dem alten ORF-Mast ist noch zu sagen, dass die Konstruktion kaum über die österreichische Panoramaterrasse hinausragte. Gerade mal die dicke Fiberglashaube mit den UHF-Antennen hat sich über das Geländer erhoben.
Danke und Danke auch für das Bild! Ich würde von mindestens 1kW ERP bei ND ausgehen. Sicher die EMF-Grenzwerte waren damals sicherlich noch andere ;-) .

Die "Große Sendertabelle" von Cornelis .J. Both (1. Auflage 1975) aus dem Franzis-Verlag gibt jeweils 3 kW horizontal für ORF1 und ORF2 an, Kanal 49 und 55.

Ich meine mich erinnern zu können, dass man im Zuge der Beschränkung der Auslandsverfügbarkeit von ORF1 unbedingt den Zugspitze-Empfang für München unterbinden wollte. Das mag auch ein Grund für den neuen Sendemasten gewesen sein.
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strade
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von strade »

Wie stellt(e) sich eigentlich der Empfang in unmittelbarer Nähe zur Zugspitze dar ?
Für ABY war ja mal die 102,9 für Garmisch im Gespräch, was darauf schliessen lässt, dass die 102,7 über dieses Gebiet regelrecht hinweg sendet (?). Auch würde mich interessieren, ob TV von dort oben analog machbar war, bzw ob es heute digital besser / schlechter klappt.
jkr 2
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von jkr 2 »

strade hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 08:09 Wie stellt(e) sich eigentlich der Empfang in unmittelbarer Nähe zur Zugspitze dar ?
Für ABY war ja mal die 102,9 für Garmisch im Gespräch, was darauf schliessen lässt, dass die 102,7 über dieses Gebiet regelrecht hinweg sendet (?). Auch würde mich interessieren, ob TV von dort oben analog machbar war, bzw ob es heute digital besser / schlechter klappt.
Die 102,7 war eine Koordinierung für Ismaning, die man an der Zugspitze einsetzt. Die 102,7 sendet nicht über Garmisch drüber weg.
Die 102,9 ist am Kreuzeck koordiniert, und durch die 102,7 überflüssig geworden.


Was TV betrifft, mußt du auf andere Forumsteilnehmer hoffen. Da kenn ich mich zu wenig aus.
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SÜRAG
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von SÜRAG »

In München ist die 102,7 die 3. Wahl. Ersatz für 101,3 ist die Hochries 107,7.
Zugspitze sendet ja nur mit 2 (4?)kW.
Wäre Zugspitze eigentlich DAB+-geeignet und in ein SFN zu integrieren, z. B. 12D?
Wendelstein (z. B. "mein" 7A mit 10 kW) ist es im Voralpenmux ja. Wobei ich da etwas Bammel habe, wenn Isen aufgeschaltet wird ob da hier eine Auslöschung entsteht.
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helmi
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von helmi »

jkr 2 hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 07:16 Die "Große Sendertabelle" von Cornelis .J. Both (1. Auflage 1975) aus dem Franzis-Verlag gibt jeweils 3 kW horizontal für ORF1 und ORF2 an, Kanal 49 und 55.
Die Leistung von 3 kW stimmt mit den Angaben in den ORF-Listen bis 1989 überein, wobei meines Wissens Richtung München immer nur mit 1 kW gesendet wurde. Ab 1990 wurde FS1/FS2 nur noch mit 2 kW gelistet.
jkr 2 hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 07:16 Ich meine mich erinnern zu können, dass man im Zuge der Beschränkung der Auslandsverfügbarkeit von ORF1 unbedingt den Zugspitze-Empfang für München unterbinden wollte. Das mag auch ein Grund für den neuen Sendemasten gewesen sein.
Der Bau des hohen Sendemasts im Jahr 1990 war ausschließlich dem Neu-/Umbau der Tiroler Zugspitzbahn geschuldet. Der kleine ORF-Mast wäre Richtung Südwest regelrecht zugebaut bzw. eingemauert worden und so wäre wohl der Empfang Richtung Fernpass und der Ballempfang am Krahberg dahin gewesen. Mit der schrittweisen Einschränkung des TV-Empfangs in Richtung München wurde erst 8 Jahre später begonnen.
Terranus
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von Terranus »

Man hat doch den K49 einfach von dem Antennenfeld Richtung Nordost runtergenommen. Da war dann aber auch österr. Gebiet betroffen, so dass man später wieder einen neuen - vertikalen Strahler installiert hat, um das Risstal zu versorgen. Damit war der K49 tatsächlich im Münchner Westen mit einer ver. Antenne wieder ganz brauchbar zu kriegen....
helmi
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von helmi »

Nein, das ging peu à peu vonstatten. Das horizontal pol. Feld Richtung Norden blieb zunächst erhalten und die Leistung wurde angepasst. Danach war der K55 in München leicht angerauscht, der K49 dagegen etwas stärker verrauscht. In einer zweiten Phase wurde das horizontale Feld nach Norden komplett stillgelegt. Dies ging einher mit der Installation einer vertikalen Logper Richtung Hinterriß zur Versorgung der dortigen Kabelanlage. In München konnte man danach K49/55 vertikal zwar wieder empfangen, aber die Qualität fiel dann doch von Stadtteil zu Stadtteil sehr unterschiedlich aus. Im Groben konnte man sagen: je östlicher und südlicher in München, desto besser.
hit24_for_ever
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von hit24_for_ever »

Sehr interessant. Ich wusste gar nicht dass man im Risstal die Zugspitze empfängt.

Diese Anpassung der Sendeantennen sollen auch in Vils/Musau spürbar gewesen sein.
Wurde eigentlich an der UKW Abstrahlung auch mal gedreht bzw. gab es auch auf österreichischem Boden Empfangsverschlechterungen?
Thomas(Metal)
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von Thomas(Metal) »

helmi hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 19:23 Nein, das ging peu à peu vonstatten. Das horizontal pol. Feld Richtung Norden blieb zunächst erhalten und die Leistung wurde angepasst. Danach war der K55 in München leicht angerauscht, der K49 dagegen etwas stärker verrauscht. In einer zweiten Phase wurde das horizontale Feld nach Norden komplett stillgelegt. Dies ging einher mit der Installation einer vertikalen Logper Richtung Hinterriß zur Versorgung der dortigen Kabelanlage. In München konnte man danach K49/55 vertikal zwar wieder empfangen, aber die Qualität fiel dann doch von Stadtteil zu Stadtteil sehr unterschiedlich aus. Im Groben konnte man sagen: je östlicher und südlicher in München, desto besser.
Das kann so nicht passen. Ich kann ab 1995 für einen Ortsteil von Pöcking berichten. Bis zur großen Abschaltung 02/1998 waren beide Programme einwandfrei zu empfangen. ORF2 war in gleicher Qualität auch dannach immer empfangbar. ORF1 war ab dieser Abschaltung für mich erstaunlich schwächer, d. h. Farbe kam gerade so mit. Je nach Wetter ging ORF1 besser, d. h. im Idealfall nur leicht verschneit. An ungünstigen Tagen war aber wiederum gerade so Farbe dabei. Die von mir damals erfreut zur Kenntnis genommene Planung für die vertikale Abstrahlung nach 80° brachte dann keine Verbesserung. Allerdings war die (sehr große Gemeinschafts-)Antennen-Anlage auch bestehend aus 2 x 91-Elemente.
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DH0GHU
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von DH0GHU »

SÜRAG hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 11:53 In München ist die 102,7 die 3. Wahl. Ersatz für 101,3 ist die Hochries 107,7.
Zugspitze sendet ja nur mit 2 (4?)kW.
Wäre Zugspitze eigentlich DAB+-geeignet und in ein SFN zu integrieren, z. B. 12D?
Wendelstein (z. B. "mein" 7A mit 10 kW) ist es im Voralpenmux ja. Wobei ich da etwas Bammel habe, wenn Isen aufgeschaltet wird ob da hier eine Auslöschung entsteht.
Isen-Wendelstein sind ca 53 km, da kann sich nichts auslöschen.

Zugspitze für DAB+ wäre tatsächlich deutlich kritischer als andere Standorte. Z.B. 94 km nach München zum Olympiaturm, das gibt dann sicher deutliche Probleme... (im gegensatz zu den aktuellen exponierten Standorten wie Laber (74 km) und Herzogstand (65 km).
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.
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helmi
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Re: Reichweite Zugspitze UKW DVBT

Beitrag von helmi »

Thomas(Metal) hat geschrieben: Sa 30. Jan 2021, 20:35 Das kann so nicht passen. Ich kann ab 1995 für einen Ortsteil von Pöcking berichten.
Ich kann von jemandem berichten, der in Höhenrain mit der Vertikalausrichtung an mehreren Häusern Erfolg hatte. Auch in München war ich mit der vertikalen Ausrichtung viel besser bedient, da der K55 (ORF 2) bei mir horizontal bei Weitem nicht mehr so astrein kam wie zuvor. Da ich ja dann Richtung Zugspitze nur noch vertikal zugange war, kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen, wann genau das horizontale Feld Richtung 40° stillgelegt wurde. Möglicherweise erst zur DVB-T Einführung...
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