KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Das Radioforum. Hier dreht sich alles um die technischen Seiten des Radio- und TV-Empfangs.
Habakukk
Beiträge: 1813
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 22:19

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von Habakukk »

Zumal es Unfug ist, die Relevanz einer UKW-Sendeanlage alleine an ihrer Sendeleistung festzumachen.

Wir reden übrigens von einer Erhöhung um 5% (18.36 € statt 17.50 €), nachdem die Beiträge seit 2009 nicht mehr erhöht, bzw. sogar gesenkt wurden. Gegenüber den Beiträgen ab 2009 (17,98 €) sind es sogar nur gut 2% mehr.
https://kef-online.de/de/service/entwic ... anzierung/

Da verstehe ich ehrlich gesagt die ganze Aufregung nicht. Das gleicht ja nicht mal die Inflation aus.

DH0GHU
Beiträge: 913
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:56

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von DH0GHU »

RadioDataSystem hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 11:35
Wikipedia ist immer wieder eine zuverlässige und absolut glaubwürdige Quelle mit fundierten Fakten aus 1.Hand. :D

Es ist schon abstrus: In Zukunft bekommt jede 500 Seelen Gemeinde, und, jeder Tunnel in München, ihren eigenen DAB+ Standort, aber 5 Millionen Haushalten dreht man einfach so das Fernsehen ab zum Jahresende. :kopf:

Ich behaupte mal der Betrieb, der Dutzenden DAB+ Standorte allein in Bayern (trotz nahehzu Vollversorgung mit den BR Programmen über UKW in Simulcast!) frisst, um ein Vielfaches an Kosten der Satverbreitung in SD pro Jahr, mit der man mehr Menschen eine Freude macht als mit dem Digitalradio.
Dir ist schon bewußt, dass Radio ein eher auch mobil genutztes, Fernsehen aber ein fast ausschließlich stationär genutztes Medium ist? Dir ist klar, dass der Wertanteil bei einem Fernseher viel weniger im Tuner/Decoder steckt als bei einem Radio? fernseher leichter durch externe Boxen aufrüstbar sind? Eine Aufrüstung beim TV daher weniger gravierend ist? Ein DVB-S2-Receiver ist ab 20 € zu haben. Die Sat-Schüssel kann einfach weitergenutzt werden.

Dir ist bewußt, dass der BR überaus populäre Programme NUR via DAB+ verbreitet?

Offenbar nicht.

Einfach mal ein paar Gänge zurück zu schalten wäre Dir sehr anzuraten.
Und abstrus ist vor allem Deine dauernde, regelrecht geifernde Polemik gegen alles, was DAB+ im Süden Deutschlands erfolgreich macht. Neidkomplex des abgehängten Elblers?

Ich als Radiohörer, der viel mit dem Auto unterwegs ist, VERLANGE sogar einen noch intensiveren DAB-Ausbau. Ich hätte gerne auch mehr ARD-Radioprogramme mit nicht kommerziell anbietbaren Formaten. Ich hätte auch keine Probleme damit, dafür nochmal deutlich MEHR zu zahlen (und auch nicht damit, NOCH mehr zu zahlen, um die Gebühren für einkommensschwache Haushalte zu reduzieren). Obwohl ich z.B. TV kau nutze.

Und ob das irgendeinem Sparfanatiker im Norden gefällt, ist mir dabei sowas von egal. Manche Leute sparen, koste es was es wolle - und in unserem Land wurde schon viel zu viel kaputt gespart.

Achja - und nur beispielhaft für die vielen Beispiele in Deinem Sermon:
Dann ist die Frage, ob nicht das Programm "Deutschlandfunk Kultur" inzwischen überflüssig geworden ist. Dort findet man eigentlich nichts, was nicht die ARD-Kulturwellen oder der Deutschlandfunk bzw. Nova nicht bieten.
Nö.
Es besteht auch bei anspruchsvolleren Programmen mitunter der Bedarf nach Vielfalt. Jemand, der keinen Jazz mag, ist vielleicht ganz froh, auf einen Kultur-Beitrag auf Bayern 2 umschalten zu können, während auf DLF Kultur Jazz und auf DLF Politik und auf Nova "Eine Stunde Liebe" läuft. oder umgekehrt. Für mich als Kunden ist das Angebot umso besser, umso mehr Auswahl ich habe. Es dürfte auch gerne noch mehr sein.
Zuletzt geändert von DH0GHU am Fr 21. Feb 2020, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

Terranus
Beiträge: 142
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 18:37

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von Terranus »

Habakukk hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 12:20
Zumal es Unfug ist, die Relevanz einer UKW-Sendeanlage alleine an ihrer Sendeleistung festzumachen.

Wir reden übrigens von einer Erhöhung um 5% (18.36 € statt 17.50 €), nachdem die Beiträge seit 2009 nicht mehr erhöht, bzw. sogar gesenkt wurden. Gegenüber den Beiträgen ab 2009 (17,98 €) sind es sogar nur gut 2% mehr.
https://kef-online.de/de/service/entwic ... anzierung/

Da verstehe ich ehrlich gesagt die ganze Aufregung nicht. Das gleicht ja nicht mal die Inflation aus.
Man darf dabei allerdings nicht vergessen, dass das nur möglich wurde, da durch die Umstellung von Gebühren auf Beiträge (wohnungsbezogen) das Beitragsaufkommen deutlich gestiegen ist. Es zahlen seit 2013 einfach deutlich mehr an ARD/ZDF, die vorher nicht gezahlt haben. Das machte die lange Phase ohne Erhöhung möglich.


Man muss halt zwei Dinge klar trennen: die berechtigten Kosten für den Umfang des derzeitigen Angebots müssen natürlich getragen werden, damit braucht es eine Erhöhung. Andersherum: will man die Kosten für ARD/ZDF insgesamt senken, muss man reformieren. Das geht aber nicht über "sparen", sondern man muss an die Struktur ran. Weniger ARD Anstalten, weniger Doppelstrukturen (ARD - ZDF nebeneinandern, oft in Konkurrenz) etc. Das ist dann eine politische Entscheidung, welchen Umfang das ÖR Angebot haben soll, und inwieweit es über eine allgemeine Beitragspflicht finanziert werden soll. Das schiebt die Länderpolitik vor sich her und fordert stattdessen immer Sparanstrengungen.

DH0GHU
Beiträge: 913
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:56

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von DH0GHU »

Terranus hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 12:53
Andersherum: will man die Kosten für ARD/ZDF insgesamt senken, muss man reformieren. Das geht aber nicht über "sparen", sondern man muss an die Struktur ran. Weniger ARD Anstalten, weniger Doppelstrukturen (ARD - ZDF nebeneinandern, oft in Konkurrenz) etc. Das ist dann eine politische Entscheidung, welchen Umfang das ÖR Angebot haben soll, und inwieweit es über eine allgemeine Beitragspflicht finanziert werden soll. Das schiebt die Länderpolitik vor sich her und fordert stattdessen immer Sparanstrengungen.
Wieso muß man diese Kosten senken wollen? Wir reden hier ingesamt von gut 2 Promille des BIP, nicht von Unsummen. Letztenendes ist das eine Kultur- Bildungs- und Informationsaufwendung, die ALLEN zugute kommt, und die weitgehend - anders als die kommerzielle Konkurrenz - frei von ökonomischen Bedrohungen arbeiten sollte. Wer deckt schon gerne Skandale beim Hauptfinancier auf oder kritisiert das sponsoringtreibende Plattenlabel?
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

Terranus
Beiträge: 142
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 18:37

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von Terranus »

@DH0GHU: weil man durchaus anzweifeln darf, ob ein ÖR mit derart viel Doppel bzw. Mehrfachstrukturen eine Beitragsfinanzierung rechtfertigt. Man sollte davon wegkommen, sofort jeden, der nur ansatzweise darüber nachdenkt, die Strukturen bei ARD/ZDF ändern zu wollen, sofort einen "Kahlschlag" zu unterstellen.
Der Mehrheit, die da Vorschläge macht, will weder den ÖR abschaffen, noch die Unabhängiggkeit sowohl inhaltlich als auch finanziell gefährden. Es geht wirklich um die absolute Größe. Und auch wenn es nicht um "Unsummen" geht, so muss jede Abgabe, die der Staat verlangt, doch begründbar sein. Die Begründung, das ist ja nicht soviel, reicht nicht. Es braucht einen Zweck, ein Ziel. Und das muss auf Dauer bei einer deutlichen Mehrheit der Leute tragen.

Nochmal: die meisten wollen einen ÖR, aber in Maßen. Darum geht es halt. Wir haben in Deutschland schon einen sehr breit aufgestellten ÖR, die in vielen Bereichen aber oft nicht mehr die kulturellen, vielfältigen Dinge bedient, sondern es geht allzu oft um Reichweiten, sprich Quote. Das stellt den Zweck und Ziel in Zweifel. Für mich gilt das besonders für das ZDF, dessen Hauptprogramm nahezu komplett quotenoptimiert ist. Qualität und Vielfalt werden nachgeordnet.

Die Beitragsfinanzierung muss auf breite Zustimmung treffen. Dazu müssen auch Reformen möglich sein. Die beste Zukunftsgarantie des ÖR ist, dass er von einer großen Mehrheit gestützt wird. Indem man jeden sofort abkanzelt, der auch nur ein wenig reformieren will, erreicht man das auf Dauer immer weniger, dann wird man mit jeder notwendigen Beitragserhöhung immer weniger Akzeptanz erhalten. Keiner fordert die Abschaffung von Sendern wie Phoenix. Aber ob das Hauptprogramm des ZDF tatsächlich die Demokratie stabilisiert, was immer als Argument gebracht wird, daran kann man Zweifel haben.

RadioDataSystem
Beiträge: 244
Registriert: Do 4. Jul 2019, 09:33
Wohnort: Herzogtum Lauenburg und überall beidseitig entlang der Elbe

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von RadioDataSystem »

Dir ist bewußt, dass der BR überaus populäre Programme NUR via DAB+ verbreitet?
Warum, ist das so? Früher hießen, diese populären Programme Bayern 1 und Bayern 3 und liefen ausschließlich, über UKW. Der BR hat VÖLLIG OHNE NOT, die Schlager und deutschsprachige Musik, wie auch, alles Volkstümliche bei Bayern 1 aus dem Programm geworfen und anschließend, mit Plus und Heimat, digitale Zusatzprogramme mit teilweise Live Moderation (Zusatzkosten) aus dem Boden gehoben und rechtfertigt nun, den Erhalt dieser Programme. Hätte man, die Schlager und Volksmusik im Bayern 1 belassen, die Oldies und Popmusik bei Bayern 3 und Puls als Jugendradio, wären diese Formate , Plus und Heimat, gar nicht notwendig. Das Ganze liegt nur, im Verjüngungswahn der Landeswellen (NDR 1, MDR 1, WDR 4) begründet, dass man die Schlager und Volksmusik, aus UKW herunterbekommen möchte. Dazu gab es aber, gar keine Notwendigkeit!
Es handelt sich um eine technische Weiterentwicklung, die im Gegenteil den Leuten etwas bringt.
Nö. Was denn? Besseres Programm??? Sie bringt den Leuten nur, mehr Kosten weil, sie neue Geräte brauchen. Tauschen sie nur den Receiver aus, und behalten die alte Röhre in 4:3, profitieren sie, nicht einmal von der besseren Bildqualität. Für das, was im Fernsehen gezeigt wird, ist SD , vollkommen ausreichend. Wer möchte die Pickel und Narben der Tatort-Ermittler, aus nächster Nähe sehen oder die Schweißperlen auf der Stirn der Sportler. Nicht jede, technische Weiterentwicklung ist sinnvoll, und braucht die Menschheit (Beispiel DRM als Weiterentwicklung der AM Bänder).
Geld zur Erhaltung teurer Doppelverbreitungen in alter Technik: nein.
Aha deshalb auch Simulcast UKW und DAB, mindestens noch bis "2029-2032" wie hier, zu lesen war . Sehr zukunftsweisend. Die Antwort kann nur lauten: Entweder klares Bekenntnis zu DAB als Digitalradiostandard, oder Beibehalten von UKW und sofortiger DAB Ausstieg. Beides zusammen für weitere 10 Jahre wird keine Marktdurchdringung, von DAB förderlich sein - im Gegenteil. Die Kosten explodieren, weil auf UKW das komplette Netz, erhalten bleibt und, auf DAB, ständig neue Standorte in Betrieb genommen werden.
Übrigens zwingt die KEF-Empfehlung weder ARD noch ZDF konkret zu irgendetwas. Wenn die Bundesländer der KEF-Empfehlung folgen, dann müssten sie halt gekürzte Mittel anderweitig abfangen, um weiter die SD-Transponder zu zahlen. Aber die Rücklagen sind aufgebraucht, und am Programm will man wohl zu allerletzt kürzen. Also gab es wohl kaum eine vertretbare Alternative.
Gut dann muss die Gebühr ja auch nicht erhöht werden. Aber wie, soll das funktionieren? Der Satellitenbeam auf 19,2 Grad Ost, macht nicht an den Grenzen irgendwelcher Bundesländer Halt.

Rundfunk ist Ländersache - klar, bei den Dritten, nachvollziehbar. Birgt aber die Gefahr dass, einige Abschalten (WDR, SWR, HR, BR) und andere (NDR, MDR, RBB) noch bleiben. Das wäre, ein echtes Dilemma. Wer nur sein Drittes schaut.
Beim Ersten ist das da, schon schwieriger. Selbst wenn 10 von 16 Bundesländern, grünes Licht geben - wie soll da eine Sat Verbreitung gesichert werden?

Am Programm kürzen, wäre mal eine Möglichkeit. Damit man nicht Leute wie Wilke-Möhrung oder Schweiger, mit durchfüttern müssen. Letzter hat sogar, eine eigene Produktionsgesellschaft BarfußFilm. Warum bekommt so einer einen Tatort aus Gebührengeldern zwangssubventioniert? Oder gestern die Meldung, passt dazu: Corrinna Harfouch mit ihrer unnahbaren unterkühlten Mimik soll Polizeiruf Kommissarin werden. Haben wir nicht genug Tatorte und Polizeirufe in allen deutschen Bundesländern und dazu, Krimis in diversen europäischen Städten? Dazu hochbezahlte Leute wie Wörner, Loos, Furtwängler, Ferres, Prahl, Liefers in diversen Rollen. Silbereisen und Schmidt im ZDF Traumschiff. Das kostet uns alle. Aber diese Kosten sind tiefer in den Jahresberichten versteckt, dazu muss man bei ZDF Enterprises, Bavaria Film und Saxonia Film nachschauen!

Leute wie Prahl, Liefers und Loos, verdienen alleine mit ihrer Musik schon mehr als ihr, Lebensunterhalt zu bestreiten an Kosten, verursachen würde. Das ist nicht zu rechtfertigen. Wenn sie gerne Schauspielern, dann machen sie das sicherlich auch als Hobby ehrenamtlich gern. Aber dafür Gebühren zu verballen um diese Leute noch reicher zu machen während viele Menschen für die 18 Euro im Monat, gern einmal im Monat ein ordentliches Stück Fleisch, beim Fachgeschäft kaufen würden, statt beim Aldi ist, nicht in Ordnung.

Die ARD wird sich, dieser Debatte, stellen müssen.

Die Leute, sollen selber entscheiden, ob sie für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und, in welcher Form, zahlen müssen. Wenn einzelne Schreiber hier, gerne mehr bezahlen - bitte. Aber der Solidaritäsgedanke, umfasst nicht, dass ärmere Schichten, den Luxus einiger Süddeutscher mitbezahlen, die sich zusätzlich zum bestehenden Netz an kostenintensiven GNS auf UKW auch noch, massiv DAB ausbauen. Dann UKW abschalten! Niemand kann verlangen, dass Menschen, die für ihr Geld hart arbeiten, Luxusprogramme mit bezahlen, deren Inhalt sich auch in den , bestehenden Programmen abbilden ließe. In den 80er und 90er Jahren, kam die ARD mit sehr viel weniger Programmen im HF Bereich aus, und das Programm war inhaltlich sogar deutlich vielfältiger weil es keine Doppelungen wie HR3 / You FM oder WDR 2 / 4 /1live gab.

TobiasF
Beiträge: 551
Registriert: Mo 20. Mai 2019, 09:40
Wohnort: Dresden-Mickten / Moritzburg-Reichenberg bei Dresden
Kontaktdaten:

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von TobiasF »

Aus deinem Beitrag kann ich herauslesen, dass auch du Doppelausstrahlungen nicht magst. Da ist es nur folgerichtig, dass bei SD/HD eine Variante abgeschaltet wird.

HD abzuschalten, wäre nicht sinnvoll, da sich zwischenzeitlich große Flachbildschirme durchgesetzt haben und heute die Mehrheit der TVs ausmachen dürften. Und auf denen sieht ein HD-Bild nun mal deutlich besser aus. Da halte ich es für zumutbar, dass der Röhrennutzer für 30€ einen neuen Receiver kauft. Als netten Nebeneffekt hat er dann auch andere HD-only-Programme (Anixe, Puls24, oe24, Regionalprogramme) auf seinem Schirm.

Die Nutzer, die heute schon HD nutzen, könnten auch davon profitieren, da ich damit rechne, dass kleine Sender, die sich keine Parallelausstrahlung leisten können oder wollen, von SD-only auf HD-only umstellen.
Standort: Dresden-Mickten / Moritzburg-Reichenberg bei Dresden
Empfangsgeräte: TechniSat Digitradio 361 CD IR, TechniSat Digitradio 1, TechniSat Digitradio mobil, TechniSat Digipal DAB+, Fairphone 2

pomnitz26
Beiträge: 1654
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 16:40
Wohnort: südliches Sachsen-Anhalt

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von pomnitz26 »

Das ist ja wie mit DAB und DAB+. Der BR hätte uns gerne noch einen Programm in DAB alt gegönnt aber die KEF zwang zur AAC Umstellung.

Da ist jede Diskussion zwecklos und eben auch das was sich die Rundfunkanstalt wünscht.

DH0GHU
Beiträge: 913
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:56

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von DH0GHU »

@Terranus: Ich sag's mal so: Eine Reform, die das mir Zugute kommende potentielle Angebot nicht reduziert, sondern eher noch erhöht (insbesondere qualitativ, gerne auch zusätzlich quantitativ), ist grundsätzlich auch für mich ok, selbst wenn dabei Kosten gespart werden ;-). Ich wende mich gegen ein Sparen um des Sparens Willen. Erfolgreiche werbefinanzierte Hörfunkprogramme a la MDR Jump könnte man tatsächlich auch privatisieren - aber die Mainstream-Meinungsprägung erfolgt dann über von Dritten abhängige Medien (wobei an DER Stelle auch bei manchen ÖRs Nachholbedarf in "Politiker haben nicht reinzureden" besteht). Durch die Werbefinanzierung von diesen Programmen haben wir das aber leider auch beim ÖR-Hörfunk. Machen wir uns aber nichts vor: Eine -wünschenswerte- Werbefreiheit der ÖR-Angebote hätte automatisch entweder höhere Gebühren oder Massenentlassungen (und eine Angebotsreduktion) zur Folge. Eine langsame Abkehr vom Quoten- und Werbefetisch wäre dagegen natürlich sinnvoll. Beim Fernsehen sehe ich allerdings die Annäherung ans kommerzielle Fernsehen nicht so extrem wie bei Jump&Co. Dort ist Werbung ja auch nur stundenweise erlaubt.
Und: Quote sagt nunmal auch etwas über Akzeptanz beim Hörer aus. Einen ÖR, der nicht gehört/gesehen wird, weil er zu elitär wird oder zu wenig Regionalität bietet, wird die breite Masse auch nicht finanzieren wollen.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

DH0GHU
Beiträge: 913
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:56

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von DH0GHU »

RadioDataSystem hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 14:09
Dir ist bewußt, dass der BR überaus populäre Programme NUR via DAB+ verbreitet?
Warum, ist das so? Früher hießen, diese populären Programme Bayern 1 und Bayern 3 und liefen ausschließlich, über UKW. Der BR hat VÖLLIG OHNE NOT, die Schlager und deutschsprachige Musik, wie auch, alles Volkstümliche bei Bayern 1 aus dem Programm geworfen und anschließend, mit Plus und Heimat, digitale Zusatzprogramme mit teilweise Live Moderation (Zusatzkosten) aus dem Boden gehoben und rechtfertigt nun, den Erhalt dieser Programme. Hätte man, die Schlager und Volksmusik im Bayern 1 belassen, die Oldies und Popmusik bei Bayern 3 und Puls als Jugendradio, wären diese Formate , Plus und Heimat, gar nicht notwendig. Das Ganze liegt nur, im Verjüngungswahn der Landeswellen (NDR 1, MDR 1, WDR 4) begründet, dass man die Schlager und Volksmusik, aus UKW herunterbekommen möchte. Dazu gab es aber, gar keine Notwendigkeit!
Das ist eine Denke aus dem Vor-Internetzeitalter. Wenn der Volksmusikhörer Volksmusik im Rundfunk nur zu bestimmten Zeiten serviert bekommt, weicht er im Jahr 2020 gleich zu Streaming aus. Er hat durch BR-Heimat einen massive Mehrwert - das Angebot für ihn hat sich verzigfacht. Dank DAB muß man nicht mehr alle Interessen in nur 5 UKW-Ketten quetschen. Mischprogramme sind für mich eher ein Zeichen von Mangelverwaltung als ein Zeichen für Kundenorientierung.

Ich möchte als Kunde mein Interessengebiet möglichst jederzeit abgedeckt sehen, und nicht wie früher "Politik von 12 bis 13 Uhr, Kultur von 15 bis 17 Uhr, Klassik von 13 bis 15 und 17 bis 19 Uhr, danach ein Hörspiel". das geht an meiner Lebensrealität komplett vorbei und würde eine Abkehr vom linearen Rundfunk provozieren.
Ich höre im Auto auf längeren Fahrten zum Beispiel gerne Rock - egal, ob ich um 15, 17 oder 19 Uhr losfahre. Da sind Spartenprogramme genau das Richtige. Funktioniert bei Rock kommerziell, aber bei ernster Klassik (nicht Werkgestückel a la Klassikradio) oder Kultur oder Informationen oder diversen anderen Themen eben nur öffentlich-rechtlich.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

RadioDataSystem
Beiträge: 244
Registriert: Do 4. Jul 2019, 09:33
Wohnort: Herzogtum Lauenburg und überall beidseitig entlang der Elbe

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von RadioDataSystem »

Die Idee, ARD ohne Werbung also TV+Radio komplett werbefrei, ist attraktiv aber unrealistisch. Ebenso wie, eine angedachte Privatisierung des Werbefunks oder einzelner Kombis. Wenn diese Einnahmequelle, wegfällt, müsste die Gebühr erneut massiv angehoben werden, auf schätzungsweise einen Betrag zwischen 20 und 25 Euro. :sneg:

Das Problem, an der Werbung ist nicht, deren Ausstrahlung selbst, sondern der Irrglaube zahlreicher Verantwortlicher innerhalb der Landesfunkhäuser, sich damit entsprechend einem Wettbewerb mit den kommerziellen Sendern, auszusetzen und verpflichtend die Inhalte der Quote, zu unterwerfen. Das ist der Fehler.

Hier sei ein Vergleich mit den Niederlanden, gestattet. Dort läuft massiv Werbung im öffentlich-rechtlichen Radio und TV. Das Angebot ist aber, würde ich meinen, politisch durch das Omroep System durchaus ausgewogen, die Nachrichten neutral, und insgesamt die Vielfalt an Themen und Musikgenres, deutlich vielfältiger obwohl die NPO, mit einem Bruchteil an Sendern auskommt und natürlich auch nur einen Bruchteil, der Menschen und der Fläche, verglichen mit Deutschland versorgen muss. Die Werbung selber, bietet, also auch Chancen und nicht Hemmnisse.

Nicoco
Beiträge: 311
Registriert: Mi 1. Mai 2019, 14:54

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von Nicoco »

Im Zuge der SD-Abschaltung will arte in den UHD-Sendebetrieb übergehen

https://www.infosat.de/digital-tv/arte- ... ng-ab-2021

RadioDataSystem
Beiträge: 244
Registriert: Do 4. Jul 2019, 09:33
Wohnort: Herzogtum Lauenburg und überall beidseitig entlang der Elbe

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von RadioDataSystem »

"AUCH in der Qualitätsstufe..."

Das ist dann also, keine sinnlose Doppeltausstrahlung: normales HD 720p und Ultra HD 4K ? :gruebel:

DIe Kosten für SD+HD sind, um ein Vielfaches geringer als die Kosten für HD + UHD Testbetrieb!

wolfgangF
Beiträge: 168
Registriert: Mi 12. Sep 2018, 11:39

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von wolfgangF »

Ich möchte die heißlaufende Diskussion mal etwas erden:

Wir sind das zweitgrößte Land in Europa mit rund 82 Millionen Menschen. Für ein wirklich umfangreiches und meist sehr qualitätsvolles ÖR-Radio und Fernsehen bezahlen wir rund 18 € pro Monat. Für eine einzige normale Lokalzeitung werden dagegen inzwischen bereits mehr als 40 € fällig. Ich glaube, da relativiert sich die Klage über den angeblich viel zu hohen Rundfunkbeitrag doch etwas.

Die vielfältigen Programmangebote,, auch wenn es mal Überschneidungen gibt, begrüße ich sehr und möchte sie nicht missen. Für ein so großes Land sind diese keinesfalls unangemessen.

Genauer hinschauen, meiner Meinung nach, könnte man aber durchaus bspw. bei den Intendanten-, Direktoren- und auch Moderatorengehältern (so soll Klaus Kleber angeblich einen sechsstelligen Betrag jährlich erhalten) und auch bei den z.T. unverschämt hohen Sportübertragungskosten, insbesondere für Fußball.

RadioDataSystem
Beiträge: 244
Registriert: Do 4. Jul 2019, 09:33
Wohnort: Herzogtum Lauenburg und überall beidseitig entlang der Elbe

Re: KEF: ARD und ZDF sollen SD-Signale über Astra bis 2020 einstellen

Beitrag von RadioDataSystem »

wolfgangF hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 18:47
Für ein wirklich umfangreiches und meist sehr qualitätsvolles ÖR-Radio und Fernsehen bezahlen wir rund 18 € pro Monat. Für eine einzige normale Lokalzeitung werden dagegen inzwischen bereits mehr als 40 € fällig.
Super Argument. :rolleyes: Du wirst aber auch nicht gezwungen eine Zeitung zu kaufen!
Für die Zeitung, die in der Regel, eine 1 : 1 Abschrift, der Fernsehnachrichten vom Vortag (Rechtschreibfehler gibt es gratis) enthält, wirst du nicht verpflichtend, zur Kasse gebeten. Sondern da kannst du dir

A) aussuchen welche Zeitung du kaufen möchtest
B) aussuchen ob du überhaupt eine kaufen willst
C) aussuchen an welchen Wochentagen du liest

Wenn dir, der Inhalt an einem Tag nicht gefällt, bleibt das Blatt in der Auslage liegen.
Auf ARD und ZDF übertragen hieße das, du suchst dir vorab aus welche Programme / Sendungen und an welchen Tagen, für wieviel Stunden, du sehen oder hören möchtest, diese werden dann anteilsmäßig berechnet und, über einen Code freigeschaltet. Leider ist das, technisch nicht möglich. Die Rundfunksteuer, zahlst du deshalb pauschal, ungeachtet dessen ob du nur Hitradio FFH oder RPR hörst, und nur RTL und Eurosport schaust. DAS ist der Unterschied.

Zu sagen, 18 Euro, das ist ja nicht viel, ist für eine Familie mit Arbeitslosen Eltern im Ruhrgebiet oder in Berlin, blanker Hohn und du verspottest damit, die jenigen, die das von dir genutzte Angebot, verpflichtend, mit bezahlen, es selber aber gar nicht nutzen und für diese 18 Euro, lieber einmal mehr bei McDonalds essen gehen würden.

Die Tagespresse, hatte dieser Tage wieder ihre Glanzleistung: Viele Regionalen Blätter haben erst heute, Hanau drin - kein Wort dazu in der Ausgabe von Gestern (Am Kiosk überprüft).
Zuletzt geändert von RadioDataSystem am Fr 21. Feb 2020, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.

Antworten