Mittelwellen-Fänge im leereren Band

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ardey.fm
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von ardey.fm » Di 15. Jan 2019, 19:24

RTL auf 162kHz - vermutlich ionosphärische Kreuzmodulation (Luxemburgeffekt). https://en.wikipedia.org/wiki/Luxemburg–Gorky_effect

Funker Tommy
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Funker Tommy » Di 15. Jan 2019, 19:25

ionosphärische Kreuzmodulation,
aka LUXEMBURG EFFEKT,
gabs früher auch m DLF u.a auch auf MW

Randfunker
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Randfunker » Mi 16. Jan 2019, 03:54

@Jens1978: In der Nacht zum Montag war das so zwischen 2 und 5 Uhr mit dem Top-Empfang. Komme deshalb zurzeit recht spät ins Bett - kann mich aber ausschlafen, arbeite Spätschichten ;)
Aktuell gehen WINS und WBBR noch ordentlich, VOCM und die anderen "Unteren" aber wieder viel schwächer, die Bedingungen scheinen nachzulassen ...

Funker Tommy
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Funker Tommy » Mi 16. Jan 2019, 15:35

Hier waren ca 0.30 Mez 590 u 1010 vorhanden,
Leider habe ich praktisch immer massive Störungen, aus Strom und Kabelnetz, vielleicht kommt auch noch der Mobilfunkmast auf dem Hügel
nebenan dazu, da muss man Glück haben, eine saubere Freq. zu erwischen. Damit war 1010 O 1 u somit keine Id /Usa oder Can? möglich.

Cha
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Cha » Do 17. Jan 2019, 12:36

Gegen 1 Uhr MEZ empfing ich heute Spirit Radio aus Irland auf 549 kHz. Laut FMScan/MWList sendet dieser aber eigentlich gar nicht nachts.

Am Ende des Bandes empfing ich schwach ein Programm mit Chorgesängen auf gleich 3 Frequenzen: 1584, 1593 und 1602. Allerdings finde ich kein Programm, welches auf diesen 3 Frequenzen sendet. Vermutlich ein Mischprodukt?
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Grenzwall DX
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Grenzwall DX » Do 17. Jan 2019, 16:14

@ Cha:
Die Chorgesänge passen eigentlich ganz gut zu Radio Vocea Speranței aus Rumänien. Allerdings wäre die 1593 kHz neu. War denn eine Sprache zu identifizieren?

73, Ingo

Jens1978
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Jens1978 » Fr 18. Jan 2019, 16:59

Heute morgen waren wieder recht gute Bedingungen gewesen, so gegen 7 Uhr hatte ich eine zeitlang mal reingehört. Zum ersten Mal ist es mir diesmal auch gelungen einen französischsprachigen Sender aus Kanada zu empfangen: 730 kHz, CKAC aus Montreal :) Das Parallelprogramm der 590 kHz auf der 570 kHz kam auch ganz schwach durch, hatte ich auch noch nie empfangen. Danke für den Hinweis hier im Forum, so konnte ich gezielt den Sender suchen. :dx: Ansonsten konnte ich noch auf der 680 kHz recht stark CFTR mit Ansage, Nachrichten usw. hören. Auf der 670 kHz kam schwach ein spanischsprachiges Programm durch. Laut WRTH kann es eigentlich nur Radio Rebelde aus Kuba gewesen sein. Allerdings hatte ich keine Zeit für einen Ablgeich mit Web, Kurzwelle 5025 kHz ist bei mir leider zu stark gestört, hätte ich erst spezielle Konstruktionen aufbauen müssen um den dort rauszufischen.
[Edit] Hätte wohl lieber erst nochmal nachgucken sollen ... randfunker hatte ja auch auf der 670 kHz seinen Rebelde-Empfang gemeldet. Dachte das wäre eine andere QRG gewesen. Demnach könnte das durchaus gepasst haben, sehr schön :-) [/Edit]

Ach ja, bei der anschließenden Autofahrt ließ sich ein wilder englisch-amerikanischer Mix der 1010 kHz über die Einstellung 1008 kHz empfangen. Funktioniert also tatsächlich recht gut im Autoradio, unglaublich :eek: Einfach richtig gute Bedingungen derzeit für Mittelwellen DX :spos: :dx:
Zuletzt geändert von Jens1978 am Sa 19. Jan 2019, 00:34, insgesamt 1-mal geändert.
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sup2a
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von sup2a » Fr 18. Jan 2019, 17:12

Aufgrund DX kam ich heute zum WTWW auf 5085.
Durchaus ansprechend.

Cha
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Cha » Fr 18. Jan 2019, 17:50

Grenzwall DX hat geschrieben:
Do 17. Jan 2019, 16:14
Die Chorgesänge passen eigentlich ganz gut zu Radio Vocea Speranței aus Rumänien. Allerdings wäre die 1593 kHz neu. War denn eine Sprache zu identifizieren?
Heute kurz nach Mitternacht habe die Frequenzen nochmal beobachtet. Auf 1584 und 1602 kHz war Radio Vocea Sperantei zu hören, jeweils mit Fading und zusammen mit einigen anderen schwachen Programmen. Die 1593 kHz war wohl nur Einbildung, aufgrund des Hin- und Herschaltens zwischen den Frequenzen.
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Grenzwall DX
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Grenzwall DX » Fr 18. Jan 2019, 20:18

@ Cha:
Die 1593 kHz war wohl nur Einbildung, aufgrund des Hin- und Herschaltens zwischen den Frequenzen.
Sie haben auch noch die 1485, vielleicht hattest Du diesen Kanal versucht?

Gut DX! Ingo

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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Jens1978 » Sa 19. Jan 2019, 16:14

Randfunker hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 22:53
Rahmenantenne für diesen Bereich wäre nicht schlecht, aber woher nehmen ...?
Vermutlich meinst du eine Rahmenantenne für den Langwellenbereich, gehe ich mal stark von aus, oder? Ich weiß nicht genau, in wieweit du deine Rahmenantenne derzeit ergänzen kannst, allerdings habe ich meine, anfänglich nur für die Mittelwelle gebaute, Rahmenantenne so durch Parallelschaltungen von möglichen Cs ergänzt, dass ich je nach Einstellung die Antenne von 150 kHz bis 1700 kHz durchgängig abstimmen kann. Die C's hab ich dann auf eine Schalterbank angelötet und einzeln parallel schaltbar angeschlossen, siehe Bild unten. Der erste Schalter schaltet lediglich alle 3 Pakete des Drehkondensator zusammen, dadurch ergeben sich dann maximal 1500 pF womit die Antenne jetzt schonmal bis ca. 280 kHz funktioniert. Die weiteren zusätzlichen C's sind unter den Schaltern angeordnet, kann ich dann jeweils einzeln dazu auswählen und weiterhin parellel dazuschalten. So lässt sich jede Frequenz einstellen. Und vor allem im Langwellenbereich merkt man den Unterschied zwischen mit Rahmenantenne und ohne besonders stark. Zum Beispiel kann ich tagsüber, vor allem im Sommer, die 270 kHz mit ihren nur noch 50 kW fast gar nicht mehr hier im Norden aufnehmen. Mit Rahmenantenne ist sie kein Problem.

Jetzt muss man natürlich wissen, wie man die Werte der C's bestimmen kann. Das Prinzip ist ganz einfach. Zuerst weiß man, dass 1 Paket des Drehkondensators 500pF aufweist. Nun ermittelt man die Resonanzfrequenz durch simples Einstellen des C auf 500 pF und dem Raushören am Empfänger der Antennen- bzw. Schleifenresonanzfrequenz und errechnet aus dem Wert für C=500pF, der (niedrigsten) Frequenz bei dem Wert von C den Wert der Induktivität L der Schleifenantenne mit der simplen Formel: 2*Pi*f = 1/Wurzel (L*C). Nun hast du das L. Im weiteren kann man nun anhand des feststehenden L's für andere Frequenzen das notwendige C ausrechnen. Dabei nicht vergessen, dass 500pF bereits durch das 1 Paket des Drehkondensator da sind, also lediglich eine zusätzliche Kapazität benötigt wird.
Hoffe, ich konnte dir damit vllt. auf die Sprünge helfen auch demnächst auf Langwelle eine Rahmenantenne zu haben. :) :dx:
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C-Schalter_150-1700kHz.jpg
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von pg09 » Sa 19. Jan 2019, 20:51

Auch heute am frühen Morgen waren wieder gute Bedingungen, vor allem auf den unteren Frequenzen. 590 VOCM, 760 WJR und 780 WBBM waren mit dem Tecsun PL-390 immer wieder recht gut zu hören. Auf 1010 waren WINS und CFRB teilweise gleich stark - die 1130 von Bloomberg war hingegen eher schwach.

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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Jens1978 » So 20. Jan 2019, 12:35

Die Bedingungen sind noch immer sehr gut. :spos: Hatte gegen 1 Uhr heute morgen mal reingehört. Zu der Zeit kam auch wieder die 730 kHz mit dem französichsprachigen Programm aus Kanada richtig gut an, Audio war klar und deutlich. Passt auch zum Antennendiagramm, was Hauptstrahlrichtung Nordosten, also quasi nach Europa, ausweist. https://transition.fcc.gov/Bureaus/MB/D ... -55002.pdf Auf 680 kHz kam auch wieder CFTR aus Toronto recht gut durch. Interessant war der Wetterbericht, denn der sagte rund -30°C für die Nacht und dann "ansteigende" Temperaturen von -12°C für den Tag voraus ... :eek: Dachte erst, dass das niemals aus dem südlichen Teil Kanadas oder gar der USA kommen könnte, scheint aber wettermäßig gut zu passen. Dazu passend war auch wieder die 760 kHz mit WJR aus Detroit.

Dann habe ich mich mal der 891 kHz gewidmet. Also Australien oder sowas konnte ich nicht empfangen, war wohl auch deutlich zu spät. Allerdings kam hin und wieder ein Programm mit Musik auf der 891 kHz durch, aber welches Programm das war, kann ich nicht sagen. Was aber noch viel interessanter war, war die Frequenz 890 kHz. Denn dort konnte ich ein Programm mit süd-lateinamerikanischer Musik gelegentlich empfangen. Laut WRTH könnte das Radio Progress aus Kuba gewesen sein, was dort angeblich mit 200 kW ausgestrahlt wird. :dx: Eine ID konnte ich aber leider nicht empfangen, denn der Sender verschwand wieder im Fading, kam aber zum Musikhören recht gut für ca. 40 Sekunden hoch. Die Frequenz passt aber sehr sicher, denn um die Programme auf 890 kHz und 891 kHz unterscheiden zu können, nutzte ich USB; sonst würde das nicht funktionieren: Als das Programm auf 891 kHz zu empfangen war, pfiff es mit USB auf 890 kHz stark. Als die süd-lateinamerikanische Musik auf 890 kHz zu hören war, war auf 891 kHz mit USB nahezu Ruhe angesagt. Also die Frequenz scheint auch interessant zu sein.
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ulionken
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von ulionken » So 20. Jan 2019, 16:07

Jens1978 hat geschrieben:
Sa 19. Jan 2019, 16:14
Randfunker hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 22:53
Rahmenantenne für diesen Bereich wäre nicht schlecht, aber woher nehmen ...?
Vermutlich meinst du eine Rahmenantenne für den Langwellenbereich, gehe ich mal stark von aus, oder? Ich weiß nicht genau, in wieweit du deine Rahmenantenne derzeit ergänzen kannst, allerdings habe ich meine, anfänglich nur für die Mittelwelle gebaute, Rahmenantenne so durch Parallelschaltungen von möglichen Cs ergänzt, dass ich je nach Einstellung die Antenne von 150 kHz bis 1700 kHz durchgängig abstimmen kann. Die C's hab ich dann auf eine Schalterbank angelötet und einzeln parallel schaltbar angeschlossen, siehe Bild unten. Der erste Schalter schaltet lediglich alle 3 Pakete des Drehkondensator zusammen, dadurch ergeben sich dann maximal 1500 pF womit die Antenne jetzt schonmal bis ca. 280 kHz funktioniert. Die weiteren zusätzlichen C's sind unter den Schaltern angeordnet, kann ich dann jeweils einzeln dazu auswählen und weiterhin parellel dazuschalten. So lässt sich jede Frequenz einstellen. Und vor allem im Langwellenbereich merkt man den Unterschied zwischen mit Rahmenantenne und ohne besonders stark. Zum Beispiel kann ich tagsüber, vor allem im Sommer, die 270 kHz mit ihren nur noch 50 kW fast gar nicht mehr hier im Norden aufnehmen. Mit Rahmenantenne ist sie kein Problem.
Mit solch einer Rahmenantenne habe ich hier Anfang der 90er Jahre fast täglich den Deutschlandfunk auf 153 kHz empfangen. Damals gab es in der Gegend noch keinen DLF-Sender auf UKW (oder gar DAB). Mit der passenden, zuschaltbaren Parallelkapazität war der Empfang rausch- und störungsfrei, also deutlich besser als nur mit einer Ferritantenne. Der Gleichkanalsender Brasov (Rumänien) konnte durch Ausrichten der Antenne ganz ausgeblendet werden.

Der Abstimmbereich mit dem Drehko ist dann natürlich klein für das gesamte LW-Band; da muss man wie in Deinem Aufbau mehrere schaltbare Parallelkapazitäten vorsehen.

73 de Uli
UKW/TV-Arbeitskreis, FMLIST
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Grenzwall DX
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Re: Mittelwellen-Fänge im leereren Band

Beitrag von Grenzwall DX » So 20. Jan 2019, 18:49

Ein kurzer Empfangstest draußen unterm Vollmond-Himmel:

675 R. Qatar, Al Arish, S=2
864 TWR Asia, ARM-Gavar, Jingle, S=4
891 je 1x China und (vermutlich) Taiwan mit nonstop-Musik, S=2...4 schwankend
900 IRIB Holy Quran, Teheran, Muezzin o.ä., S=3
1431 R. Sawa via Djibouti, S=2

20.1.19 / 16:15...16:35 UTC, Sony 2001 + Beverage

Beste Grüße, Ingo

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