DVB-T2 in Hessen

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IRT_Digital

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von IRT_Digital » Mo 2. Apr 2018, 15:07

Diese Problematik mit Nürnberg / München und einer unterschiedlichen Belegung gab es schon DVB-T1 Zeiten.

Man hat das Szenario in Bayern ja schon mehrmals angepasst. Ursprünglich waren ja auf K34 und K34 total unterschiedliche Muxe geplant.

Aber es gab wohl doch etliche Leute, die zum Beispiel im Südwesten nach der Aufschaltung von RTL Rhein-Neckar kein RTL mehr empfangen haben. Deshalb versucht man Wechsel zu minimieren.

vossi68

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von vossi68 » Mo 2. Apr 2018, 17:36

Danke für die Info's !!
wohne in unmittelbarer Nähe des Senders Siegen (NRW), der wird ja jetzt wohl schon am 5. Dezember umgestellt....bedeutet, ich muss meine UHF Sperrkreise neu abgleichen, um die starken Signale zu dämpfen, damit der Feldberg weiter geht...mal sehen, wie das dann so wird.

IRT_Digital

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von IRT_Digital » Mo 2. Apr 2018, 17:51

Im optimalen Fall laufen 2 Freenet Muxe im SFN Rhein-Main, Koblenz und Kassel:
Das ganze ist aber noch sehr vorläufig.

Code: Alles auswählen

[b]Region		ARD1	ZDF	ARD3	F1	F2	F3[/b]
Saarland	32	37	46/45	35	44	45/40
Trier / Eifel	48	37	46	35	44	40
Kaiserslautern	30	37	46	35	44	40
Koblenz		23	28	33	25	31	40/47
Rhein/Main	42	22	34	25	31	47
Kassel		46	35	29	25	28	48
Baden-Baden	36	33	39	35	44	29
Heidelberg	27	41	21	35	44	21
						
						
[b]Region		ARD1	ZDF	ARD3	F1	F2	F3[/b]
Saarland	32	37	46/45	35	44	45/40
Trier / Eifel	48	37	46	35	44	40
Kaiserslautern	30	37	46	35	44	40
Koblenz		23	31	33	25	28	40/47
Rhein/Main	42	22	34	25	28	47
Kassel		46	35	29	25	28	48
Baden-Baden	36	33	39	35	44	29
Heidelberg	27	41	21	35	44	21
						
						
[u]Saarland[/u]: K42 wechselt nach Rhein-Main, K46 steht eventuell nicht zu Verfügung						
[u]Koblenz[/u]: F3 SFN wahlweise mit Rhein-Main oder Rheinland-Pfalz						
[u]Koblenz[/u]: Auf K28 SFN mit Kassel und Rhein-Main möglich, zurzeit allerdings beim ZDF						
[i]Aufgrund der Regionalprogramme sind F 1-3 nicht eindeutig festgelegt[/i]	

IRT_Digital

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von IRT_Digital » Di 3. Apr 2018, 02:52

fp hat geschrieben: Falls in diesem Forum noch nicht erwähnt:
"Der Sender Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird am 24. April abgeschaltet. In Abstimmung mit dem ZDF erfolgt keine Umstellung dieses Standorts auf DVB-T2 HD. Davon sind rund 5.000 Haushalte betroffen. Was sind die Gründe dafür und was ist zu tun?"
http://www.hr.de/services/empfang-und-v ... t-100.html
Rosenelf hat geschrieben: Ob der Sender Gr. Feldberg bzw. Rimberg überall gehen wage ich zu bezweifeln. Richtung Frankenberg, wo man früher analog noch vom Hohen Lohr empfangen hat geht dann überhaupt nichts mehr.
Erschwerend kommt für die Region noch hinzu, dass ja auch im november schon Bad Marienberg abgeschaltet wurde, der quasi um die Ecke liegt. Hier wird er definitiv Lücken geben.

Auf der anderen Seite wird es bei Freenet ein SFN zwischen Feldberg Koblenz und zum Teil Kassel geben, was in der Region dann dazu führen wird, dass man zum Teil die privaten empfangen kann, die ÖR aber nicht, da hier kein SFN existiert.

Die Gründe hierfür sind klar die Daumenschrauben der KEF. Der HR hat quasi Angelburg für den Stadtsender in Darmstadt und Kassel geopfert, aus finanzieller Sicht sicherlich die richtige Entscheidung.

Leider hat an dieser Stelle die Politik versagt, eine mindestens Grenze vorzuschreiben. Es wäre kein Problem gewesen, bei entsprechendem Willen, zumindest einen Grundmux auch an diesen Standorten beizubehalten Hierzu wäre natürlich eine Zusammensetztung wie der Nachlauf im NDR Mux flächendeckend nötig gewesen.

So werden die Regionen abgehängt. Rückblickend ist es schon erstaunlich, wie man sich vor 15 Jahren noch ein analoges TV Netz mit tausenden von Füllsendern in ganz Deutschland und auch gut 20 Mittelwellen- und Langwellensender, sowie über 20 analoge und digitale Transponder via Astra leisten konnte.

und heute schalten wir funktionsfähige TV Sender ab, die zum Teil erst vor 10 Jahren umgerüstet wurden. Die Abschaltung von Ahrweiler oder Saarburg kann man verstehen, da man ihr die Antennenanlage anpassen müsste, was sicherlich zu teuer ist. Aber es gilt eine Grundversorgung sicherzustellen, auch wenn ein Satellit mal ausfallen sollte oder Astra keine Lust mehr hat.

Zu Angelburg muss man natürlich sagen, dass die Versorgung erstens immer subpotimal war, zweitens ist es ein MB Standort beim Biedenkopf sähe es als HR Sender vlt anders aus.
Man hat es auch schon DVB-T1 Zeiten verpasst den Sender, natürlich mangels Bundeslandgrenzen, in ein SFN einzubinden. Gerade in solchen Regionen, ist dies ohne der Füllsender unabdingbar.

transponder

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von transponder » Di 3. Apr 2018, 15:45

IRT_Digital hat geschrieben:
fp hat geschrieben: Falls in diesem Forum noch nicht erwähnt:
"Der Sender Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird am 24. April abgeschaltet. In Abstimmung mit dem ZDF erfolgt keine Umstellung dieses Standorts auf DVB-T2 HD. Davon sind rund 5.000 Haushalte betroffen. Was sind die Gründe dafür und was ist zu tun?"
http://www.hr.de/services/empfang-und-v ... t-100.html
Rosenelf hat geschrieben: Ob der Sender Gr. Feldberg bzw. Rimberg überall gehen wage ich zu bezweifeln. Richtung Frankenberg, wo man früher analog noch vom Hohen Lohr empfangen hat geht dann überhaupt nichts mehr.
Erschwerend kommt für die Region noch hinzu, dass ja auch im november schon Bad Marienberg abgeschaltet wurde, der quasi um die Ecke liegt. Hier wird er definitiv Lücken geben.

Auf der anderen Seite wird es bei Freenet ein SFN zwischen Feldberg Koblenz und zum Teil Kassel geben, was in der Region dann dazu führen wird, dass man zum Teil die privaten empfangen kann, die ÖR aber nicht, da hier kein SFN existiert.

Die Gründe hierfür sind klar die Daumenschrauben der KEF. Der HR hat quasi Angelburg für den Stadtsender in Darmstadt und Kassel geopfert, aus finanzieller Sicht sicherlich die richtige Entscheidung.

Leider hat an dieser Stelle die Politik versagt, eine mindestens Grenze vorzuschreiben. Es wäre kein Problem gewesen, bei entsprechendem Willen, zumindest einen Grundmux auch an diesen Standorten beizubehalten Hierzu wäre natürlich eine Zusammensetztung wie der Nachlauf im NDR Mux flächendeckend nötig gewesen.

So werden die Regionen abgehängt. Rückblickend ist es schon erstaunlich, wie man sich vor 15 Jahren noch ein analoges TV Netz mit tausenden von Füllsendern in ganz Deutschland und auch gut 20 Mittelwellen- und Langwellensender, sowie über 20 analoge und digitale Transponder via Astra leisten konnte.

und heute schalten wir funktionsfähige TV Sender ab, die zum Teil erst vor 10 Jahren umgerüstet wurden. Die Abschaltung von Ahrweiler oder Saarburg kann man verstehen, da man ihr die Antennenanlage anpassen müsste, was sicherlich zu teuer ist. Aber es gilt eine Grundversorgung sicherzustellen, auch wenn ein Satellit mal ausfallen sollte oder Astra keine Lust mehr hat.

Zu Angelburg muss man natürlich sagen, dass die Versorgung erstens immer subpotimal war, zweitens ist es ein MB Standort beim Biedenkopf sähe es als HR Sender vlt anders aus.
Man hat es auch schon DVB-T1 Zeiten verpasst den Sender, natürlich mangels Bundeslandgrenzen, in ein SFN einzubinden. Gerade in solchen Regionen, ist dies ohne der Füllsender unabdingbar.
Ein schöner Beitrag.:spos:
SES-Astra hat tatsächlich mit diversen Satelliten, davon zwei auf 19,2°E, Probleme. In deren Geschäftsbericht heißt es wörtlich:
Several of SES’s satellites (AMC-4, ASTRA 1G, ASTRA 1H, ASTRA 1KR, ASTRA 1M, ASTRA 2B, NSS-7, SES-3, QuetzSat-1 and NSS-10) have experienced various other anomalies hat geschrieben:
ASTRA 1M, which is a key asset at the 19.2°E prime orbital position, has currently lost redundancy on its propulsion subsystem. Further technical problems on the propulsion system could result in the loss of the satellite. However, SES believes that such an event is unlikely and the risk is mitigated by the additional capacity at this orbital position hat geschrieben:
Erst wenn wegen technischer Probleme erhebliche TP-Kapazität auf 19,2° E verloren geht, wird die Terrestrik auch in Deutschland den Stellenwert wieder erlangen, der momentan leider absolut nicht vorhanden ist.

Quelle: Geschäftsbericht von SES auf Seite 39
https://www.ses.com/sites/default/files ... EN_web.pdf

Terranus

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Terranus » Di 3. Apr 2018, 19:04

Die Gründe hierfür sind klar die Daumenschrauben der KEF.
Daran alleine kann es nicht liegen. Es ist schon auffällig, wie unterschiedlich die einzelnen ARD Anstalten vorgehen.

SWR - massiver Kahlschlag, in RP wird ja praktisch großflächig die Terrestrik de facto eingestellt.

BR - nur ein einziger Standort wird abgeschaltet (Hesselberg), alle anderen weiterbetrieben. Reichweitenverlust kaum vorhanden....
gleiches beim NDR, der sogar Leistungen erhöht hat....

Es gibt eben ARD Anstalten, denen ist die Terrestrik wichtig, und dann gibt es welche wie den SWR, die wohl am liebsten DVB-T2 gar nicht erst eingeführt hätten.

IRT_Digital

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von IRT_Digital » Di 3. Apr 2018, 19:35

Auch der HR hat zwar Angelburg abgeschaltet, aber neue Stadtsender in Kassel und Darmstdat in Betrieb genommen.

Natürlich kann man auf den SWR einhauen. Man muss aber auch festhalten, dass das SWR Gebiet nicht einfach zu versorgen ist. Die effektiven Bewohner, die auf deutscher Seite vom Brandenkopf versorgt werden, kann man etwas übertrieben formuliert an einer Hand abzählen.
Außerdem schaltet man Grundsätzlich Standorte ab, in die man investieren müsste, wie Ahrweiler oder Saarburg, wenn nötig.

Es werden aber nach der Umstellung mehr Leute im SWR Gebiet Indoor empfangen können als vorher, dank der neuen Stadtsender in Mannheim, Karlsruhe, Freiburg und Reutlingen, sowie in Kaiserlautern und Trier durch Leistungserhöhungen.

Aber natürlich ist dieser komplette Kahlschlag nicht gut zu heissen. Gerade so ein Standort wie Linz, in den 2009 noch investiert wurde und als eigener Standort deutlich billiger ist, hätte man nicht abschalten müssen. Ebensowenig Bad Marienberg und Angelburg komplett, hier wird eine ganze Region im Herzen deutschlands abgehängt.

Auch in den Standort Kettrichhof hat man erst Ende 2007 investiert und dieser versorgt noch Teile des Saarlandes mit, was im Prinzip die ganze DVB-T2 Planung des Saarländischen Rundfunks in Frage stellt. Durch die Aufkündigung der Gegenseitigkeit des Saarländischen Rundfunks und die Nutzung der eigenen Standorte Halberg und Felsberg ist ja schon die Ausstrahlung des ZDF am Standort Göttelborn wegefallen.

Was ich nicht verstanden habe, ist der Standort Hochrhein. In der Region war doch DVB-T durch die Schweizer und Österreicher attraktiv trotz fehlender Privaten.

Auf der anderen Seite plant dann Freenet für die Stadt Chemnitz neben dem Stadtsender Reichenhain noch den Überlandversorger Geyer.
Das ist einfach ein Witz.
Andere Regionen wie Göttingen, Regensburg oder Würzburg hat man dagegen gestrichen oder in Koblenz sendet man nur mit 20 kW, sodass das Indoorgebiet im Wald liegt und die Stadt koblenz unten im Loch nur Outdoor oder gar Dachantennengebiet ist.

Thomas (Metal)

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Thomas (Metal) » Do 5. Apr 2018, 10:10

IRT_Digital hat geschrieben: Natürlich kann man auf den SWR einhauen. Man muss aber auch festhalten, dass das SWR Gebiet nicht einfach zu versorgen ist. Die effektiven Bewohner, die auf deutscher Seite vom Brandenkopf versorgt werden, kann man etwas übertrieben formuliert an einer Hand abzählen.
Außerdem schaltet man Grundsätzlich Standorte ab, in die man investieren müsste, wie Ahrweiler oder Saarburg, wenn nötig.
Man unterscheide zunächst einmal bitte zwischen Analog und Digital. Störungen durch Reflexionen sollten weniger negativ ausfallen. Brandenkopf? Ja, das war ein Grundnetzsender, aber was will man von dort versorgen? Man hat leider nicht die Höhenstandorte für die Flächenversorgung umgestellt. Wie wäre es um ganz im Südwesten zu bleiben mit Hornisgrinde, Feldberg und Blauen gewesen? Ja, dann wäre Freiburg natürlich nicht optimal versorgt, ich verstehe schon die Prioritäten...
IRT_Digital hat geschrieben: Aber natürlich ist dieser komplette Kahlschlag nicht gut zu heissen. Gerade so ein Standort wie Linz, in den 2009 noch investiert wurde und als eigener Standort deutlich billiger ist, hätte man nicht abschalten müssen. Ebensowenig Bad Marienberg und Angelburg komplett, hier wird eine ganze Region im Herzen deutschlands abgehängt.
Man darf aber auch fragen warum der WDR unbedingt in Siegen senden muß und nicht den Ederkopf verwendet.

@ transponder und IRT_Digital, Nachmittag 03.04.
Das ist doch schon längst alles privatisiert. Es ist egal bei wem was ausfällt oder wer seinen Dienst einstellt, wie man zuletzt bei der MB und UKW gesehen hat. Der Rest ist bekannt und bedarf keiner Wiederholung.

vossi68

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von vossi68 » Do 5. Apr 2018, 22:43

Thomas (Metal) hat geschrieben: Man darf aber auch fragen warum der WDR unbedingt in Siegen senden muß und nicht den Ederkopf verwendet.
Antwort:
Weil die Stadt Siegen 100.000 Einwohner hat, die so "Deep Indoor" versorgt werden können.
Das wäre sonst nicht möglich, außerdem haben die Einwohner im eher dünn besiedeltem Versorgungsgebiet des Ederkopf meist schon seit Jahrzehnten Sat-Empfang.

Genauso sieht es in den angrenzen Landkreisen in Hessen und RP aus, deswegen sind die DVB-T Sender in Bad Marienberg und Angelburg ja weg. Das Angebot wurde nicht genutzt...

Thomas (Metal)

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Thomas (Metal) » Fr 6. Apr 2018, 13:47

@ vossi68
Danke für die Antwort. Eigentlich ist das im Vorfeld klar gewesen. Dennoch hätte sich vielleicht durch die robusteren Parameter des T2 hier vielleicht eine Möglichkeit ergeben.
Es stellt sich natürlich die alte Frage: Warum muß das Land gegenüber der Stadt zurückstecken, wo doch ein Ziel die gleichen Lebensbedingungen sind...

mittendrin

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von mittendrin » Mi 2. Mai 2018, 17:21

Heute aktuell(Link):
Am Sender Rimberg wurde die neue Antennenspitze aufgesetzt. Ein TV-Beitrag dazu lief im hr-fernsehen um 16:45 Uhr in der hessenschau kompakt, auch im www. ist der Hubschrauberflug zu sehen: https://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-61142.html

Edit 03.05.2018:
Jetzt gibt´s auch das komplette Video (3:28 min lang) aus der Hessenschau im Netz:
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-61206.html

BadestadtFM

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von BadestadtFM » Mi 2. Mai 2018, 18:01

Der Text in dem Video ist lustig: "bei einem Sendemast in Rimberg".
Hier ist noch was mit vielen Bildern:
Osthessen News

Harald Z

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Harald Z » Mi 2. Mai 2018, 19:27

-

Thomas (Metal)

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Thomas (Metal) » So 6. Mai 2018, 19:21

. Nach DVB-T2 Bayern verschoben

Marc!?
Beiträge: 861
Registriert: So 16. Sep 2018, 16:34

Re: DVB-T2 in Hessen

Beitrag von Marc!? » Fr 8. Feb 2019, 02:38

fp hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 11:33
Falls in diesem Forum noch nicht erwähnt:
"Der Sender Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird am 24. April abgeschaltet. In Abstimmung mit dem ZDF erfolgt keine Umstellung dieses Standorts auf DVB-T2 HD. Davon sind rund 5.000 Haushalte betroffen. Was sind die Gründe dafür und was ist zu tun?"
http://www.hr.de/services/empfang-und-v ... t-100.html
Der Sender Angelburg steht ja leider wie das HR Pendant Biedenkopf in der Pampa. Bitter für die Region war es natürlich, dass auch Bad Marienberg abgeschaltet wurde. Aber unter dem Strich der richtige Schritt.

Eine interessante Alternative wäre gewesen statt Angelburg einen Stadtsender in Marburg vom FMT mit 10 kW und in Gießen vom Dünsberg mit 20 kW in einem SFN mit dem Rimberg aufzubauen. Wäre vl auch was für Freenet gewesen.

Der FMT Marburg ist optimal, der Dünsberg eher mäßig, da er knapp 10 km außerhalb von Gießen in einem langsam ansteigenden Terrain steht, deshalb würden hier auch 10 kW nicht ausreichen. Teile von Wetzlar wären auch noch versorgt worden und mit Abstrichen das Umland. Es wäre ein SFN gewesen, was man leider zu DVB-T1 Zeiten schon in Mittelhessen mit nur Angelburg verpasst hat.

Generell muss man auch sagen, dass es auch in Hessen mit den Aufschaltung Kassel (Söhrewald) und Darmstadt eine Konzentration auf das Kerngebiet gab. Mit der Abschaltung von nur Angelburg ist man noch gut weggekommen, auch wenn die Reduzierung um 4db am Habichtswald in Nordwesthessen zu spüren ist und beim HR der Wechsel zum Kreuzberg schon ein Nachteil ist. Da man einen eigenen Standort in Fulda hat, wäre hier eine Stadtfunzel mit 5kW auch eine Option gewesen.

Theoretisch wären im übrigen noch die Standorte Krehberg (105, FFH) und Hohes Lohr (107,7 FFH) möglich, die koordiniert sind.
Zuletzt geändert von Marc!? am Fr 8. Feb 2019, 02:39, insgesamt 1-mal geändert.

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