Antennenrelikte im süddeutschen Raum

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Radio10
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Radio10 »

Man hätte die Rute auch mit einer Puksäge absägen können.Aber das kann man ja noch nachholen. :) :) :) :)
Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

DSCI0038_b.JPG
Nochmal ein älterer LMK-Stab auf einem Haus aus den 1950er-Jahren.
Wolfgang R
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Wolfgang R »

Tippe mal auf GEMA-2KR, alte Version

Wolfgang
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RainerZ
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von RainerZ »

Habe die UHF Antennen fast noch nie anders montiert gesehen, obwohl man ja genaugenommen einen Ausleger bräuchte. Für den starken Grundnetzsender oder TVU mag es natürlich gereicht haben.
Ich schätze die Anlage auf Ende 70er Jahre, spätestens Anfang 80er (zumindest von der UHF her...)

@Wolfgang R: Ich sehe übrigens bei uns im Ort, wo ungefähr zu 60% der Raichberg nur gute Ergebnisse liefern konnte trotzdem gefühlt 90% Raichberg Band I Antennen, obwohl ein ganzer Ortsteil (also die übrigen 40%) Stuttgart besser bekamen und ja eigentlich der Aufwand mit BIII ja auch geringer war. Oft war der Raichberg sogar minimal schlechter dort,... allerdings nie so wie an den Süd und Südosthängen, wo Stuttgart von Nord-Nordost nur Geisterbilder brachte.

Clevere Antennenbauer haben natürlich in Lagen wo beides ging trotzdem fürs 1. Programm Raichberg genommen und in den Band III Eingang dann eine Säntis Yagi häufiger auch eingebautem Vorverstärker eingesteckt.
Das ersparte zumindest eine Antennenweiche. Als Kind hatte ich mich freilich lange gewundert, dass im Band III gar nichts durchkam (kein vergrießeltes Schweizer Fernsehen), bis ich lernte, dass da gar keine Antenne vorhanden war. Also wurde dann mit aktiven Zimmerantennen bzw. einer Selbstau-Antenne gebastelt...
Thomas(Metal)
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Thomas(Metal) »

RainerZ hat geschrieben: Mo 1. Mär 2021, 20:43 Clevere Antennenbauer haben natürlich in Lagen wo beides ging trotzdem fürs 1. Programm Raichberg genommen und in den Band III Eingang dann eine Säntis Yagi häufiger auch eingebautem Vorverstärker eingesteckt.
Das ersparte zumindest eine Antennenweiche.
Das ist in Südbayern erstaunlich. Dort meidete man den Grünten sehr häufig obwohl E2 teilweise einwandfrei empfangbar war. Dagegen wurde dann immer VHF-III doppelt mit E8 Salzburg und E10 Wendelstein bestückt, das ist sogar in direkter Nähe um Hohenpeißenberg so noch anzutreffen. Da hätte man sparen können ;-) .
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SAT-Dish
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von SAT-Dish »

Carlsberger hat geschrieben: Di 23. Feb 2021, 14:31 Allerdings war in Schwetzingen der Donnersberg auf K10 stärker als der Weinbiet.
Bei uns waren das fast alles Bestandantennen noch aus der vor-Königstuhl-Zeit Richtung Weinbiet, manch ein Radio-Fernsehtechniker hat es sich dann selbst nach Aufschaltung des Kanal 50 vom Königstuhl nicht nehmen lassen eine VHF-Band III auf den Mast zu montieren. Hier besonders auffällig in Oberhausen-Rheinhausen, da hat fast jeder Mast ne Band III.

Zwecks Donnersberg-Weinbiet sollte noch beachtet werden dass vor der Aufschaltung vom Donnersberg der Weinbiet auf Kanal 10 mit 100 KW Rund arbeitet. Dieser wurde sogar bis Stuttgart empfangen.
Wolfgang R
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Wolfgang R »

SAT-Dish hat geschrieben: Di 2. Mär 2021, 17:25 Zwecks Donnersberg-Weinbiet sollte noch beachtet werden dass vor der Aufschaltung vom Donnersberg der Weinbiet auf Kanal 10 mit 100 KW Rund arbeitet. Dieser wurde sogar bis Stuttgart empfangen.
Der kam bei meinem ex-Haus in Böblingen mit grosser Hirschmann FESA 817 in ungefähr die Richtung zu DVB-T1 Zeiten auch noch an :)
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Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

Als ich vor ca. zwei Jahren wieder mit dem "Antennen-Spotting" begann (zuletzt habe ich es "betrieben", als es noch analoges Fernsehen gab),
schaute ich vor allem nach alten Band-I-Antennen, von denen es hier im Allgäu noch viele gibt.

Allerdings lässt sich mit diesen natürlich nicht mehr so viel anfangen, evtl. reinhören auf 6m-AFU.

Zur Zeit interressieren mich deshalb mehr diese LMK-Stäbe, bei denen es mehr Vielfalt zu geben scheint, als es auf den ersten Blick scheint.
Ist nicht der Gedanke interessant, dass man diese noch relativ "normal"/regulär verwenden kann, wenn man sich für AM-Empfang ineressiert,
da die AM-Bereiche ja noch ziemlich voll sind, verglichen mit dem nicht mehr existenen analogen TV.

Deshalb hier wieder eine kleine Auswahl an Antennen, die mir interessant vorkamen.

Dieses Modell hat wieder einen längeren Stab als die hier sonst üblichen von Kathrein:
DSCI0035 (3)_1.JPG
Wohl das gleiche Modell:
IMG_133555_1.jpg
Und hier eine LMK-UKW-Yagi-Kombination. Das dicke Teil ist wohl der Rotor?:
DSCI0004 (3)_1.JPG
Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

Und hier noch drei nette Beispiele, wie man sie auch montieren kann.
DSCI0007 (5)_1.JPG
DSCI0030 (2)_1.JPG
Auf diesem Bild ist es besonders elegant gemacht mit dem Wasserrohr:
DSCI0037 (2)_1.JPG
Wolfgang R
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Wolfgang R »

Die letzten drei sind Kathrein ARA.

Die 3-Element wahrscheinlich Hirschmann GEMA.

Die ersten beiden mit sehr langem LMK Stab mit Prasselschutzkugel ggf. Wisi?

Gruss vom anderrn LMKU-Antennen Freund,

Wolfgang
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strade
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von strade »

Taugten diese LMKU-Antennen wirklich für den AM-Bereich ? Sofern diese noch neu produziert werden, könnte ich mich dafür erwärmen.
hit24_for_ever
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von hit24_for_ever »

Eine Frage in diesem Zusammenhang:

Wie werden die LMK Ruten mit dem UKW Teil verbunden?

Ich suche schon lange nach einer Möglichkeit, die Signale einer AM Langdrahtantenne in den Mehrbereichsverstärker mit einzuschleifen. Der Verstärker lässt AM durch.

Bislang habe ich dazu aber noch nichts gefunden...
Radio10
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Radio10 »

Den Kreuzdipol von Kathrein hatte ich bis letztes Jahr in Betrieb.Da war der gesamte Aufbau als AM Antenne wirksam.Also nicht nur die Rute sondern auch der Kreuzdipol und der höhergesetzte "Mast "der Antenne.Mit einem Verstärker der auch L M K verstärkt war der Empfang,bei 5 Meter über Dach,doch sehr gut.Aber auch die Anpassung zum Radio muss dann über eine Weiche erfolgen.Fehlanpassungen verschlechtern den Empfang enorm.In der Anschlussdose der Antenne wurden die Bereiche AM und FM getrennt.Ein Verstärker mit Durchlass für AM bringt natürlich nichts.Die Antenne allein bringt auch nicht viel,da es keine starken Signale mehr gibt.Eine Langdraht Antenne kann man über einen Balun für Mittelwelle sehr gut an einen tauglichen Verstärker anpassen.Ohne Anpassung direkt an den Verstärker ist der Empfang schlecht.Hier geht es auch wieder um die Anpassung.Aber nur am Abend lebt vor allem die MW auf. :dx:
Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

Wolfgang R hat geschrieben: Fr 12. Mär 2021, 20:54 Die letzten drei sind Kathrein ARA.
Ja, die sind unverwechselbar und hier das mit Abstand häufigste Modell. Vereinzelt mit einfachem Faltdipol, meist mit gefaltetem Kreuzdipol gefühlt noch auf jedem zweiten Dach, weshalb ich sie eigentlich nicht fotografiere. Aber auf diesen rechtwinkligen Auslegern, das war einfach zu nett.
Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

strade hat geschrieben: Fr 12. Mär 2021, 21:23 Taugten diese LMKU-Antennen wirklich für den AM-Bereich ? Sofern diese noch neu produziert werden, könnte ich mich dafür erwärmen.
Ich mich auch. Die haben sicher ein paar Vorteile: Brauchen wenig Platz, sind meistens in luftigen Höhen montiert, außerhalb des Störnebels und das schwache Nutzsignal wird ohnehin über den Verstärker im Dachboden verstärkt. Ich vermute, der "Schwachpunkt" ist die Massezuleitung durchs Haus, die dabei alle möglichen HF-Störungen auffängt?
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