Antennenrelikte im süddeutschen Raum

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MichaelKF
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von MichaelKF »

Nicht jeder hatte den nötigen Platz im Garten :D
pfbp.png
Aber Spaß beiseite, da gab es bestimmt verschiedene Gründe: Hobby, Ausfallreserve, Regionalprogramme, ...
Die überwiegende Mehrzahl der Anlagen wird vermutlich in Eigenregie zusammen mit Freunden entstanden sein. Ein bezahlter Fachmann wird da eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben, denke ich. Bei den meisten Anlagen wird auch noch mindestens eine Schüssel mit dazu gehören, evtl. nicht auf dem Dach sondern geschützt an der Hauswand.
RX: SIRD 14 C2, T-Stick+ mit Andis DAB-Player TV: Dyon Movie32 (DVB-S2 13+19+28 & DVB-T2) Beiträge: x+313 seit 10/2006 ;)
DH0GHU
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von DH0GHU »

Ekke hat geschrieben: Mo 15. Feb 2021, 10:05
Nur: Warum nur hat das damals jemand "ernsthaft" (also nicht als Experiment oder Spielerei) gemacht, anstatt gleich SAT zu installieren? Einen externen Receiver brauchte es dann sowieso, in der Regel wohl auch einen Handwerker, der aufs Dach steigt. Dann können es nur noch die Investitionskosten für die Schlüssel gewesen sein, wofür man aber mit mehr Programmen und stabilem Empfang belohnt wurden wäre, was man von den DVB-T-Lösungen wahrscheinlich nicht erwarten konnte.
Nun nimm mal an, Du hast eine Unterputz-Hausverkabelung in einer Struktur, die sich nicht einfach so auf Sat umstellen lässt. Eine große UHF-Yagi macht sicher weniger Dreck und kostet weniger Geld als das Aufreißen sämtlicher Wände. ICH hätte auch keine Lust, nur wegen TV die ganze Bude auseinanderzunehmen (und wenn, dann gleich für Glasfaser, nicht für Kupferkram).
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Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.
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Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

DH0GHU hat geschrieben: Mo 15. Feb 2021, 11:15
Nun nimm mal an, Du hast eine Unterputz-Hausverkabelung in einer Struktur, die sich nicht einfach so auf Sat umstellen lässt. Eine große UHF-Yagi macht sicher weniger Dreck und kostet weniger Geld als das Aufreißen sämtlicher Wände. ICH hätte auch keine Lust, nur wegen TV die ganze Bude auseinanderzunehmen (und wenn, dann gleich für Glasfaser, nicht für Kupferkram).
Ja, das kann natürlich der entscheidende Grund sein, man lässt dann die Verkabelung mit allen bisherigen Verstärkern und Weichen drin. Heute wäre man ja sogar noch ein wenig besser dran, da die DVB-T-Abdeckung flächendeckend ist und die moderneren Fernseher alle digitalen Empfangswege unterstützen. Wenige Programme zwar nach wie vor, aber zur Grundversorgung dürfte es reichen.
digitallah
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von digitallah »

Die Yagi´s sind aus der Zeit vor Satspiegel , da unten war es Standard ORF + SRG zu empfangen weil schon damals der Drang nach mehr Programme war . Ich hatte Verwandschaft da unten und ich kannte keinen der
kein Orf hatte , beim SRG bin ich mir nicht so sicher aber da war es bestimmt genauso . Man muß bedenken
früher kam der ORF wesentlich weiter da war der mit Zimmerantenne in Ingolstadt zu empfangen , und hängt
mit den Privaten zusammen (Beschwerden seitens RTL ). Früher war nicht verfügbar der Satellit oder zu teuer !
Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

digitallah hat geschrieben: Mo 15. Feb 2021, 13:18 Die Yagi´s sind aus der Zeit vor Satspiegel , da unten war es Standard ORF + SRG zu empfangen weil schon damals der Drang nach mehr Programme war . Früher war nicht verfügbar der Satellit oder zu teuer !
Es ging in den letzten Beiträgen speziell um die nachträglich (Mitte 2000er-Jahre) auf vertikale Polarisation umgebauten Antennen für den Empfang von DVB-T vom Wendelstein und Olympiaturm, vor dem flächendeckenden Ausbau in einer Gegend, die nicht gerade das Zielgebiet war. Es wurden zur terrestrischen Analog-Abschaltung auch Antennen entfernt und SAT montiert. Aber wie erwähnt, gab es unter Umständen Situationen, in denen das nicht sinnvoll war. Heute ist DVB-T 2 natürlich flächendeckend und kann mit den ursprünglichen Dachantennen ohne Umbau empfangen werden.
75-Ohm
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von 75-Ohm »

Im Jahr 2009 war es auch so, dass Augsburg und Ulm noch keine privaten Fernsehprogramme über DVB-T ausstrahlten. Wendelstein war damals für den Landkreis Dillingen die einzige Möglichkeit, terrestrisch RTL und Co. zu empfangen. Dabei wurde meistens der alte Städteverstärker Augsburg 2 weiterhin benutzt mit folgenden Eingängen K21-46 (Vertikale Antenne für K34: RTL, RTL2, S-RTL und Vox). Außerdem hat man mit der vertikalen Ausrichtung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die extrem starken Kanäle K25, K36 und K44 wurden vom Sender Augsburg Welden dadurch nicht mehr mit Überstärke empfangen, weil die öffentlich rechtlichen Sender horizontal abgestrahlt wurden und man sich dadurch einen Sperrkreisregler sparen konnte. Die zweite vertikale Antenne wurde zunächst meistens nur für K48 benutzt, um Sat1, Pro7, N24, Kabel1 zu empfangen. Den K66 ließ der Verstärker nicht durch. Erst später durch die digitale Dividende1, wodurch die Frequenz auf K52 wechselte, war mit dieser Antenne unter anderem auch München TV empfangbar. Die Oberste horizontal ausgerichtete Antenne wurde für den K49 genutzt ORF1, ORF2, ATV über DVB-T von der Zugspitze. Außerdem empfing diese Antenne auf K40 noch HR, WDR von Ulm, so dass man insgesamt 30 gehobene Programme terrestrisch zur Verfügung hatte. Das ganze trifft auf die Bilder 3-10 zu, die ich gestern reingestellt habe. Die Bilder 1-2 stammen aber tatsächlich noch vor dem DVB-T Zeitalter und diese Antennenanlage die dort zu sehen ist, wurde seit 2002 nicht mehr genutzt, weil der Elektrobetrieb von diesem Gebäude in ein Unternehmen umgewandelt wurde. Was Ingolstadt betrifft, kann ich den ORF Empfang von der Zugspitze bestätigen. Es wurde auch ein Städteverstärker Ingolstadt früher produziert, der einen Eingang für K49-55 hatte. Einen K07 gab es dort aber nicht im Gegensatz zum Augsburger. Daher denke ich, dass SF1 in Ingolstadt nicht mehr vom Empfang her reichte. Auf diesen Bildern ist auch deutlich zu erkennen, dass fast überall die VHF Antenne abgebaut wurde. Eine vertikale Ausrichtung von VHF Antennen für DAB+ stand da noch nicht zur Debatte. Der K34 Polarisation Vertikal vom Säntis mit SRF hat es schon 2009 nicht ausreichend in dieses Gebiet geschafft. Nur weiter südlich in Memmingen hat ein bekannter von mir eine lange vertikale Dachantenne aufgebaut, womit 2009 dort der schweizer Fernsehempfang funktionierte. Er wohnte aber direkt vor den Gleisen. Immer wenn ein Zug vorbeifuhr, war in dieser Zeit der SRF Empfang weg :bruell: Der ORF hingegen von der Zugspitze blieb davon unberührt. Man muss auch dazu sagen, dass die Zugspitze im westlichen Teilen um Ulm herum wesentlich besser auch heute noch auf K24 empfangbar ist, als unmittelbar vor München. :dx:
digitallah
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von digitallah »

sorry, dann habe ich was verpennt ! : :xcool:
Austria MV
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Austria MV »

Ingolstadt könnte ich mir vorstellen das der Brotjacklriegel auf Kanal 7 schon zu stark war und die Schweiz zu weit entfernt.
75-Ohm hat geschrieben: Mo 15. Feb 2021, 15:54 Im Jahr 2009 war es auch so, dass Augsburg und Ulm noch keine privaten Fernsehprogramme über DVB-T ausstrahlten. Wendelstein war damals für den Landkreis Dillingen die einzige Möglichkeit, terrestrisch RTL und Co. zu empfangen. Dabei wurde meistens der alte Städteverstärker Augsburg 2 weiterhin benutzt mit folgenden Eingängen K21-46 (Vertikale Antenne für K34: RTL, RTL2, S-RTL und Vox). Außerdem hat man mit der vertikalen Ausrichtung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die extrem starken Kanäle K25, K36 und K44 wurden vom Sender Augsburg Welden dadurch nicht mehr mit Überstärke empfangen, weil die öffentlich rechtlichen Sender horizontal abgestrahlt wurden und man sich dadurch einen Sperrkreisregler sparen konnte. Die zweite vertikale Antenne wurde zunächst meistens nur für K48 benutzt, um Sat1, Pro7, N24, Kabel1 zu empfangen. Den K66 ließ der Verstärker nicht durch. Erst später durch die digitale Dividende1, wodurch die Frequenz auf K52 wechselte, war mit dieser Antenne unter anderem auch München TV empfangbar. Die Oberste horizontal ausgerichtete Antenne wurde für den K49 genutzt ORF1, ORF2, ATV über DVB-T von der Zugspitze. Außerdem empfing diese Antenne auf K40 noch HR, WDR von Ulm, so dass man insgesamt 30 gehobene Programme terrestrisch zur Verfügung hatte. Das ganze trifft auf die Bilder 3-10 zu, die ich gestern reingestellt habe. Die Bilder 1-2 stammen aber tatsächlich noch vor dem DVB-T Zeitalter und diese Antennenanlage die dort zu sehen ist, wurde seit 2002 nicht mehr genutzt, weil der Elektrobetrieb von diesem Gebäude in ein Unternehmen umgewandelt wurde. Was Ingolstadt betrifft, kann ich den ORF Empfang von der Zugspitze bestätigen. Es wurde auch ein Städteverstärker Ingolstadt früher produziert, der einen Eingang für K49-55 hatte. Einen K07 gab es dort aber nicht im Gegensatz zum Augsburger. Daher denke ich, dass SF1 in Ingolstadt nicht mehr vom Empfang her reichte. Auf diesen Bildern ist auch deutlich zu erkennen, dass fast überall die VHF Antenne abgebaut wurde. Eine vertikale Ausrichtung von VHF Antennen für DAB+ stand da noch nicht zur Debatte. Der K34 Polarisation Vertikal vom Säntis mit SRF hat es schon 2009 nicht ausreichend in dieses Gebiet geschafft. Nur weiter südlich in Memmingen hat ein bekannter von mir eine lange vertikale Dachantenne aufgebaut, womit 2009 dort der schweizer Fernsehempfang funktionierte. Er wohnte aber direkt vor den Gleisen. Immer wenn ein Zug vorbeifuhr, war in dieser Zeit der SRF Empfang weg :bruell: Der ORF hingegen von der Zugspitze blieb davon unberührt. Man muss auch dazu sagen, dass die Zugspitze im westlichen Teilen um Ulm herum wesentlich besser auch heute noch auf K24 empfangbar ist, als unmittelbar vor München. :dx:
Wolfgang R
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Wolfgang R »

Ein engagierter RFT, der gerne mit Steighilfe auf einen Mast klettert, kann da schon was ausrichten. Wenn der in den örtlichen Vereinen ist, kann der seinen Spezeln schon mal Samstags aufs Dach steigen.

30 Private und dem Antennenbauer einen 50er in die Hand gedrückt? Warum nicht!

Oder der Betrieb bot die Neuausrichtung an, wenn man einen Flachmann mit DVB-T Tuner kaufte.

In meiner ehemaligen Heimatregion wurden auch manche FESA817 auf Stuttgart gedreht, als dort die Privaten starteten. Das war kaum Aufwand, keine "hässliche Schüssel" und RTL sowie SAT1.

Ist im MFH quasi kein Aufwand und mehr Empfang. Die Zweitgeräte empfingen oft bis zur Abschaltung nur terrestrisch. Für den Tatort hat es immer gereicht.

Wir drehten sogar auf Pforzheim damit die Omi ihre drei Programme dort noch eine Weile analog schauen konnte, an der lieb gewonnenen Röhrenglotze

Wolfgang
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cappu62
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von cappu62 »

Mein Vater wollte unbedingt in Augsburg -Ost italienischsprachiges Fernsehen kucken, noch vor BK und Satellit.

Da bot sich Richtung Südwest ein Yagi für TSI an. Als Beifang ging TSR rein. Qualität war grieslig. K31 und K34?

Für die deutschsprachigen Programme incl. ORF kamen zwei Yagis, ein längerer Richtung Zugspitze, auf den verlängerten Mast - und ich glaube ein kürzerer für den Hohenpeissenberg??. VHF hatten wir nicht für ARD oder SRG.

Der Mast trug also drei Yagis: einen langen oben und darunter auf zwei Auslegern je ein kurzer.

Das war ein sündhaftteures Antennenmonster auf dem Dach. Mehrere Kanalverstärker waren unter dem Dach montiert.

Nach einem Umzug später nach Friedberg hatten wir dann Kabelempfang. Die BK-Anlage befand sich auf dem Glöggler-Hochhaus mit bester Sicht in alle Richtungen.

Ich hab mir dann später eine 8-Element-UKW-Yagi Richtung Olympiatimurm gegönnt. Um die Münchner Privaten in Stereo zu hören.

Ist alles Geschichte...
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von 75-Ohm »

cappu62 hat geschrieben: Mi 17. Feb 2021, 16:56 Mein Vater wollte unbedingt in Augsburg -Ost italienischsprachiges Fernsehen kucken, noch vor BK und Satellit.

Da bot sich Richtung Südwest ein Yagi für TSI an. Als Beifang ging TSR rein. Qualität war grieslig. K31 und K34?

Für die deutschsprachigen Programme incl. ORF kamen zwei Yagis, ein längerer Richtung Zugspitze, auf den verlängerten Mast - und ich glaube ein kürzerer für den Hohenpeissenberg??. VHF hatten wir nicht für ARD oder SRG.

Der Mast trug also drei Yagis: einen langen oben und darunter auf zwei Auslegern je ein kurzer.

Das war ein sündhaftteures Antennenmonster auf dem Dach. Mehrere Kanalverstärker waren unter dem Dach montiert.

Nach einem Umzug später nach Friedberg hatten wir dann Kabelempfang. Die BK-Anlage befand sich auf dem Glöggler-Hochhaus mit bester Sicht in alle Richtungen.

Ich hab mir dann später eine 8-Element-UKW-Yagi Richtung Olympiatimurm gegönnt. Um die Münchner Privaten in Stereo zu hören.

Ist alles Geschichte...

Die Antennen müssten ja dann so in den 80er Jahren installiert worden sein. Was mich dabei sehr interessiert, kamen TSI und TSR genauso gut herein oder war die Qualität sehr unterschiedlich. Unsere Nachbarn haben sich nämlich 1999 eine leistungsstarke Zimmerantenne von Zehner angeschafft, mit der sie SF1 und SF2 auch im Landkreis Dillingen in guter Qualität empfangen konnten. Seit 1997 sendete nämlich erstmalig SF2 auf K31, TSI wechselte auf K34 und TSR auf K69. Doch den K34 konnte 1999 die Antenne nicht empfangen, obwohl K31 und K34 mit der selben Leistung abgestrahlt wurden. Hängt das vielleicht tatsächlich mit der auf dem seit 1997 neu errichteten und ausgetauschten Sendeanlage auf dem Säntis zusammen, dass schon damals auf K34 die Richtstrahlung her gestellt wurde? Bis heute kenne ich nicht den genauen Grund. Der Sender Hohenpeisenberg konnte in Augsburg schon recht gut genutzt werden. Vorallem war er für K25 ARD eine Alternative, weil Welden nur ZDF und BR auf K23 und 44 gesendet hat. Erst im Herbst 1988 hat dieser Sender zusätzlich RTL, Sat1 und Tele5(ehemaliges Sport) auf den Kanälen 30, 38, 58 abgestrahlt. Anfang der 90er folgte zusätzlich mit vertikaler Polarisation Pro7 auf K26. Ansonsten war in schwacher Leistung noch der SWR K52 vom Sender Aalen in Augsburg empfangbar. Wie man sieht, wären mit dieser Antennenanlage in späterer Zeit noch mehr Sender empfangbar gewesen.
Wolfgang R
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Wolfgang R »

75-Ohm hat geschrieben: Mi 17. Feb 2021, 20:14 Die Antennen müssten ja dann so in den 80er Jahren installiert worden sein. Was mich dabei sehr interessiert, kamen TSI und TSR genauso gut herein oder war die Qualität sehr unterschiedlich. Unsere Nachbarn haben sich nämlich 1999 eine leistungsstarke Zimmerantenne von Zehner angeschafft, mit der sie SF1 und SF2 auch im Landkreis Dillingen in guter Qualität empfangen konnten. Seit 1997 sendete nämlich erstmalig SF2 auf K31, TSI wechselte auf K34 und TSR auf K69. Doch den K34 konnte 1999 die Antenne nicht empfangen, obwohl K31 und K34 mit der selben Leistung abgestrahlt wurden. Hängt das vielleicht tatsächlich mit der auf dem seit 1997 neu errichteten und ausgetauschten Sendeanlage auf dem Säntis zusammen, dass schon damals auf K34 die Richtstrahlung her gestellt wurde?
Vermute mal, es gab Störer. In der von meinem neuen Wohnort nächst höher gelegenen Stadt Freudenstadt war auf E34 das ZDF von Pforzheim/Langenbrand ganz klar der Störer - das kam dort glasklar. Zusätzlich nahm Rottweil und Ulm, ebenfalls mit dem ZDF auf E35 respektive E33 ,den K34 in die Zange.

Der E31 ging teilweise recht brauchbar, wo nicht grade Baden-Baden mit ZDF auf E31 voll in Empfangsrichtung lag. In Freudenstadt habe ich das selbst nie gesehen und denke, dass Baden-Baden sicherlich den Empfang verdorben hat. Man sieht VHF Yagis zum Säntis aber nie UHF.

Weiß aber von Gegenden in der Region Herrenberg/Gäufelden auf Hochebenen, wo K31 grieselig in Farbe kam, als Beifang einer in den Süden ausgerichteten UHF-Yagi (vermutlich Rottweil). K7 wäre dort sicherlich auch gegangen, an der Anlage hing aber nur eine K4 für den Raichberg, VHFIII war am MBV leer.

Einzelne Anlagen in der Region gab es hingegen sogar mit K7 UND mit K5 Antenne für den Pfänder und einer großen UHF-Yagi gen Süden auf "Kompromiss" sowie der obligatorischen K4 für den Raichberg.

Der K5 Empfang wird kaum dauerhaft in Farbe möglich gewesen sein. K7 vom Säntis kam selbst im Kreis Böblingen noch in Farbe, wenn die Lage passte.

Vielleicht gab es da bei euch ähnliche Störer?

Wolfgang
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von cappu62 »

Meine Beobachtungen endeten Ende der 80er Jahre, weil wir dann wegzogen.

Meinen Erinnerungen nach war TSR schlechter als TSI.
Und TSI war grenzwertig. Mein Papa war aber zufrieden wegen seiner Heimatsprache. Er hörte abends RAI über Mittelwelle.
Das kannst Du Dir heute gar nicht mehr vorstellen.
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Ekke
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Ekke »

Hier die kleinen Antennchen, die ich für nachgerüstete UHF Richtung Olympiaturm (DBV-T) hielt, an den Masten jeweils ganz unten.

Bei genauem hinsehen kommen mir aber doch Zweifel.

Obwohl, auf der schwarzen Anschlussbox sieht man denke ich einen kleinen UHF-Dipol.
Der größere Faltdipol scheint wohl für VHF III / DAB gedacht zu sein?
DSCI0006 (2)_b.JPG
DSCI0007 (3)_b.JPG
DSCI0018 (2)_b.JPG
DSCI0019 (2)_b.JPG
Zuletzt geändert von Ekke am Sa 20. Feb 2021, 09:02, insgesamt 1-mal geändert.
Japhi
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Re: Antennenrelikte im süddeutschen Raum

Beitrag von Japhi »

Das sieht aus wie eine kombinierte VHF/UHF-Antenne, entweder für (ehemals) K10 DVB-T oder DAB neben UHF-DVB-T.
QTH: Hattingen/NRW 5km nördlich vom Sender Langenberg
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