Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

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Leprechaun
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Leprechaun »

Muss man denn soviel eines Beitrages zitieren wenn man dann doch so wenig darauf eingeht?!

Wie auch immer: natürlich muss und wird man dagegen klagen, alle Rechtsmittel zu prüfen ist völlig legitim!
Nun besteht in Hamburg nach wie vor ein dichter Frequenz-Filz-Teppich den die MA HSH doch ohne weiteres aufgeben könnte und es somit keinen Grund zur Klage gäbe.

Indem man delta und R.SH die eigentlich unnötigen und der Frequenzblockade dienlichen QRG's entzöge, wäre auf dem Hamburger Markt eben Platz für FluxFM UND Energy Hamburg, ohne das einer der Beiden einschneidend benachteiligt würde.

Ich habe der MA HSH diesbezüglich eine eMail zukommen lassen, sollte ich Antwort bekommen, werde ich Euch daran teilhaben lassen.

Eine kleine Spinnerei für eine Zerobase unter Bereinigung der Schleswig-Holsteinischen Programme und eine kleine Anpassung, der Nähe oder der optischen Ähnlichkeit der Frequenzen, die erste QRG jeweils am Heinrich-Hertz-Turm und die zweite QRG jeweils in Bergedorf:

89,1 > 88,1 Dlf Kult bleibt und bekommt zusätzlich eine Bergedorf QRG (obwohl Schwerin dort unten schon sehr gut einfällt).

Folgende Frequenzen können dann ohne Berücksichtigung der Programme, komplett neu ausgeschrieben werden.

93,4 > 93,7
97,1 > 91,7
95,0 > 93,0
96,0 > 96,5 (Tide 96)
100,0 > 100,9
104,0 > 102,0

Dann noch die folgende Kette, beispielsweise für HH ZWEI (denen ja laut letzter Ausschreibung eine "landesweite" Abdeckung zusteht)

98,1 (Heinrich-Hertz-Turm) > 101,6 (Wedel) > 105,8 (Ahrensburg) > 107,7 (Bergedorf)

Wenn die 94,2 von N-Joy noch aufgebohrt werden würde (was hier schon einmal durchdisktutiert und für machbar befunden wurde), dann blieben noch die 91,4 und 95,6 übrig.

Ich weiß, viel Spinnerei, viel OT, keine Grundlage für eine weitere nicht enden wollende Wünsch-Dir-Was-Diskussion! Ich wollte halt auch mal. :bruell:

Der DAB Freak Gabi
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Der DAB Freak Gabi »

Wieso die Entschuldigung? Ist doch völlig legitim. Schließlich hat es mit dem Thema Neuzuordnung der Hamburge Stadtfrequenzen zu tun.

Marc!?
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Marc!? »

Persönlich denke ich, dass so ein Schritt zu radikal wäre, insbesondere weil die UKW Zeit endlich ist.

Ein einfacher Tausch wie bei der 91,7 vorgesehen, ist sicherlich machbar.

Leprechaun
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Leprechaun »

Wir sprechen hier von einer Nutzungsdauer von 10-12 Jahren, und dabei scheinen die zu vergebenen Lizenzen nichteinmal an eine DAB-Ausstrahlung gebunden zu sein! Dazu kommt, dass einige Sender in Hamburg auf mehreren QRGs verbreitet werden, welche vielerorts nicht vernünftig zu gebrauchen sind!

Aber gut, dass kannst Du im Saarland vielleicht nicht so nachvollziehen!

Marc!?
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Marc!? »

Leprechaun hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 14:58
Wir sprechen hier von einer Nutzungsdauer von 10-12 Jahren, und dabei scheinen die zu vergebenen Lizenzen nichteinmal an eine DAB-Ausstrahlung gebunden zu sein! Dazu kommt, dass einige Sender in Hamburg auf mehreren QRGs verbreitet werden, welche vielerorts nicht vernünftig zu gebrauchen sind!

Aber gut, dass kannst Du im Saarland vielleicht nicht so nachvollziehen!
Das muss doch alles koordiniert werden mit Einspruchsmöglichkeiten. Ich sehe hier generell geringe Chancen unabhängig, wo man sich befindet, dass man dies umsetzten kann. Außerdem ist nun die Auschreibung ja schon durch.

Leprechaun
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Leprechaun »

Zum ersten sind die Frequenzen bereits koordiniert, und es gibt einen Spielraum von x Kilometern an welchen eine Frequenz zu einem anderen, nahen Standort verlegt werden kann. Zudem habe ich dies bereits eindeutig als Wunschtraum meinerseits gekennzeichnet! Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass sich der ganze Vorgang einfacher gestalten ließe, würde man die nicht für Hamburg zuständigen Programme zugunsten der unterlegenen Anbieter neu verteilen!

Dass dies im Ansatz möglich ist, hat die letzte Ausschreibung gezeigt! Wenn die MA HSH Alternativen auf dem Hamburger Radiomarkt etablieren möchte, dann wäre der richtige Weg gewesen, nicht Energy Hamburg die Lizenz zu entziehen, sondern stattdessen vorhandene Kapazitäten zu nutzen welche nur dem Frequenz-Filz dienlich sind!

Marc!?
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Marc!? »

Leprechaun hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 17:50
Zum ersten sind die Frequenzen bereits koordiniert, und es gibt einen Spielraum von x Kilometern an welchen eine Frequenz zu einem anderen, nahen Standort verlegt werden kann. Zudem habe ich dies bereits eindeutig als Wunschtraum meinerseits gekennzeichnet! Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass sich der ganze Vorgang einfacher gestalten ließe, würde man die nicht für Hamburg zuständigen Programme zugunsten der unterlegenen Anbieter neu verteilen!

Dass dies im Ansatz möglich ist, hat die letzte Ausschreibung gezeigt! Wenn die MA HSH Alternativen auf dem Hamburger Radiomarkt etablieren möchte, dann wäre der richtige Weg gewesen, nicht Energy Hamburg die Lizenz zu entziehen, sondern stattdessen vorhandene Kapazitäten zu nutzen welche nur dem Frequenz-Filz dienlich sind!
Der Spielraum zur Verlagerung ist aber begrenzt und von der Leistung / Versorgungsradius abhängig. Eine Funzel kann ich natürlich nicht 20 km verschieben. Selbst wenn die Frequenzen nicht für Hamburg zuständig sind, gehören sie nicht zwangsläufig dem Land Hamburg. Die Frage ist, ob man so viele Alternativen zulassen möchten, denn der UKW Markt hat ja jahrelang gut funktioniert, da es eine Art geschlossenes System war und jeder Anbieter gut wirtschaften konnte.

iro
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von iro »

Leprechaun hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 17:50
Energy Hamburg die Lizenz zu entziehen
Die Lizenz wurde nicht entzogen! Es wurde lediglich die Lizenz zum Senden auf UKW nicht verlängert. Und daß das passieren kann, war Energy auch bekannt. 2 x Verlängern, dann Neuausschreibung*. Und das ist auch gut so, denn sonst käme ja niemand mehr in den Markt rein, wenn die Frequenzen sozusagen "auf Lebenszeit" vergeben würden. Zudem gäbe es DAB+ als Alternative, die man sofort nutzen könnte, da man bereits über eine Sendelizenz verfügt und sich nur mit MB einigen müsste.

*) und es kann auch jedem kommunalen Müllentsorger passieren, der das bereits seit 20 Jahren macht, daß er bei einer vorgeschriebenen Neuausschreibung den Auftrag verliert. Das sind keine Erbhöfe!

RadioDataSystem
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von RadioDataSystem »

iro hat geschrieben:
Di 18. Feb 2020, 09:53
2 x Verlängern, dann Neuausschreibung*.
Warum gilt das nicht für RSH? Oder kennt die Landesmedienanstalt nur nicht, den Unterschied zwischen dem Terminus "Verlängerung" und "Neuausschreibung"?

Bei RSH wurde die Lizenz, vor kurzem erst wieder "verlängert", wie es in einer an verschiedenen Stellen, wortgleich abgedruckten, Pressemeldung der MA SHS zu lesen war.
um zehn Jahre bis zum 30. Juni 2031 verlängert
Sendestart war 1986. Also muss die Sendelizenz bereits einmal um 5 Jahre und vier Mal um 10 Jahre verlängert worden sein, wenn RSH bis 2031 weitersenden kann!

Anschließend widerspricht sich die Landesmedienanstalt selbst:
Nach über dreißig Jahren war es die erste Ausschreibung dieser Übertragungskapazitäten
Na was denn nun? Erneut verlängert oder erstmals ausgeschrieben und erneut dem bisherigen Inhaber zugewiesen? Ist man, bei der MA HSH, nicht in der Lage, sauber und rechtsicher zu formulieren? Wenn es eine Neuausschreibung der Kette, tatsächlich gab, dann ist der Satz davor, dass die Lizenz bis 2031 "verlängert" wurde, medienrechtlich, falsch und außerdem missverständlich.

Hat jemand diese Ausschreibung der landesweiten Frequenzkette gesehen? An mir ist das wohl vorübergegangen. :rolleyes:
Warum überhaupt eine Neuausschreibung? Man hätte die 1. landesweite Kette, nach 2021 auslaufen lassen sollen zu Gunsten DAB.

Selbst wenn man aber, davon ausgeht, dass es diese erstmalige Neu-Ausschreibung der RSH Frequenzen gegeben hat, spricht der Artikel von der "Ersten Ausschreibung nach über 30 Jahren". Also muss man, zwangsweise, davon ausgehen, dass die UKW Lizenz von RSH, schon mehr als 2mal, verlängert worden sein muss! Rein rechnerisch kommt man bei einer Sendezeit von 1986, bis 2021 gar nicht mit 2mal Verlängern, hin. Auch bei Radio Energy, das seit 1991 oder 92 sendet (bis 1995 oder 1996 mit dem Jazzformat), zu Beginn und bis 2007 noch mit der Lizenz und unter dem Gesellschafternamen des Vorgängerprogramms "Jazzwelle Plus Hamburg GmbH" komme ich, bis heute nicht mit 2 Verlängerungen hin, es müssten rechnerisch, mindestens derer 3 gewesen sein (bis 2001 - bis 2011 - bis 2021 - danach FluxFM).

Im Übrigen war ich der Meinung, RSH hat eine landesweite Lizenz für Schleswig-Holstein über UKW, aber nicht für die Freie und Hansestadt Hamburg. Aber bei dieser "Neuausschreibung" die einzige Bewerbung des Klassenprimus RSH, nicht zu berücksichtigen, und, im Zuge der Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks, die landesweite Kette abzuschalten, hat man sich wohl nicht getraut. Denn immerhin startet RSH in Kürze, landesweit auf DAB in den NDR Multiplexen.

Somit hätte man hier, beispielhaft vorangehen können und die analog terrestrische Redundanz, abschaffen können. Das wäre ein starkes Zeichen für den Digitalradioausbau gewesen und zudem, ein politisches Signal.

Neue Anbieter, kommen ohnehin kaum in den UKW Markt, das ist höchst selten: Ein vergleichbarer Fall, der, mir bekannt ist den gab es vor etlichen Jahren in Berlin. Dort war die Frequenz von Paradiso, an B2 Schlager vergeben worden. Paradiso klagte, erfolgreich und konnte weitersenden. Genau das wird, erwartungsgemäß und erfahrungsgemäß in Hamburg auch passieren. Viel Lärm um nichts. Und Flux FM wird am Ende mit Sendezeit auf 93,0 oder 96,0 abgespeist oder mit einer, neu aus dem Ärmel geschüttelten, Kleinstfrequenz.

http://www.radiowoche.de/r-sh-kann-bis- ... tersenden/
https://www.radioszene.de/140502/rsh-ukw-lizenz.html
https://www.new-business.de/medien/deta ... &nr=749798
https://www.infosat.de/radio/regiocast- ... g-holstein

Hier die Originalmeldung:
https://www.ma-hsh.de/infothek/pressemi ... sh-zu.html

Hier der vergleichbare Fall Berlin:
https://www.mabb.de/uber-die-mabb/press ... io-b2.html

:verrueckt:

iro
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von iro »

RadioDataSystem hat geschrieben:
Di 18. Feb 2020, 10:53
Warum gilt das nicht für RSH? Oder kennt die Landesmedienanstalt nur nicht, den Unterschied zwischen dem Terminus "Verlängerung" und "Neuausschreibung"?
Die MA HSH ist erst 2007 durch die Fusion von MAH und ULR entstanden
D.h. RSH ist unter den für SH gültigen Regelungen der ULR lizensiert worden, nicht unter den für HH gültigen Regelungen mit der zweimaligen Verlängerung und verpflichtender Neuausschreibung danach.

julianimnorden
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von julianimnorden »

RadioDataSystem hat geschrieben:
Di 18. Feb 2020, 10:53
Warum gilt das nicht für RSH? Oder kennt die Landesmedienanstalt nur nicht, den Unterschied zwischen dem Terminus "Verlängerung" und "Neuausschreibung"?
Kurz:
Es gab keine weiteren Ausschreibungsteilnehmer. Daher war die Prüfung der Zuweisung an R.SH natürlich recht kurz ;)
Dadurch wurde aus einer Ausschreibung eine Verlängerung.
P.S. glaube mir: wäre das Hamburger Frequenzmassaker VOR der Ausschreibung der jetzigen R.SH-Kette passiert, hätten sich noch mehr Veranstalter auf die Kette beworben.

RadioDataSystem
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von RadioDataSystem »

Dass es nur einen Bewerber (RSH) gab, steht ja in der PM. Die wurde ja, auf etlichen Portalen veröffentlicht. Allerdings konnte ich keine Ausschreibung der Kette finden, die zuvor statt gefunden, haben muss. Da war man wohl nicht so großzügig bei der Nummer an Empfängern, an den der Ausschreibungstext, verschickt wurde?

Es hätte dennoch zwei sehr interessante, Möglichkeiten gegeben:

1. Nur RSH hat sich beworben. Die Kette müsste man trotzdem, nach Sichtung des Antrags nicht an RSH vergeben, weil man möglicherweise Mängel im Programm feststellen könnte, wenn man genauer hinhören will (z.b. hoher Anteil Vorproduktionen, musikalische Überschneidungen mit Delta Radio). Nur weil RSH, einziger Bewerber war, muss man nicht zwingend an RSH vergeben. Es hätte die Möglichkeit bestanden, nicht zu vergeben und a) erneut auszuschreiben mit der Hoffnung verbunden, dass sich dann auch, andere Bewerben oder b) man die Kette brach liegen lässt. So einen Fall gab es vor einigen Jahren in Ungarn. Irgendwann gingen, die Frequenzen an das staatliche Radio.

2. Die Kette hätte man überhaupt nicht mehr ausschreiben müssen und die RSH Lizenz für UKW, einfach auslaufen, angesichts des DAB Ausbaus. Seit einigen Monaten, also lange vor Bekanntgabe der Entscheidung, RSH die UKW Kette erneut zuzuweisen, war schon bekannt, dass RSH landesweit über DAB starten wird. Das hat die selbe Aufsichtsbehörde entschieden. Und zwar, unabhängig vom Modellversuch der 3 Inseln, im landesweiten NDR Multiplex. Dort hat RSH, küntig als einziger Privater Landesweiter Anbieter eine Monopolstellung. Ebenso wie man auf UKW, die stärkste Kette innehat. :mad:

Fest steht: Die Vergabe der 1. landesweiten Privatfunkkette an RSH, trotz geplanter, landesweiter DAB Ausstrahlung dieses Senders, trägt zur Rundfunkvielfalt NICHT bei. Sondern sichert, RSH und den Regiocast-Beteiligungen Delta Radio und RadioBOB auf lange Sicht ein Monopol im terrestrischen Hörfunk! :sneg:

Wie sind die Chancen einer Klage von Energy einzuschätzen? Die Richter könnten, möglicherweise urteilen, dass das Flux FM Programm, überwiegend in Berlin entsteht und die MA bei der Vergabe, nicht den wirtschaftlichen Schaden für das seit langer Zeit, im Hamburger Radiomarkt existierende Unternehmen Energy HH GmbH / Jazzwelle Plus GmbH bzw. den Verlust der Arbeitsplätze ausreichend berücksichtigt hat. Sollte das Gericht, zu dem Schluss kommen, dass die Vergabe aufgrund nicht ausreichender Abwägung der Interessen des bisherigen, Inhabers der Frequenz, nicht Bestand hat, wird man neu ausschreiben müssen. Dann ist es, sehr wahrscheinlich, dass NRJ die Zeit nutzt, um nachzubessern und die MA HSH, sich aus Angst vor erneuter Klage, an Energy vergibt und für Flux FM eine andere Lösung (schwächere Stadtfrequenz) findet. Ist das Szenario so unrealistisch? In Berlin ist genau das passiert: Paradiso konnte, trotz zunächst gegenteiliger Entscheidung, am Ende auf der starken 98,2 MHz senden bleiben und B2 bekam die 106 MHz.

Habakukk
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Habakukk »

R.SH erfüllt nicht mehr und nicht weniger die Kriterien wie jeder andere Dudelfunker in anderen Bundesländern auch. Wenn man so argumentiert, müsste man deutschlandweit gut die Hälfte der Privatsender von den Frequenzen werfen.

Ob jetzt Energy in Hamburg, oder R SH in Schleswig-Holstein mehr zur Vielfalt beiträgt, ist ja nicht der Punkt.

Fakt ist, es gab bei der R.SH-Kette nun mal nur einen Bewerber, entsprechend war keine Auswahlentscheidung zu treffen. Da sind die anderen einfach selber schuld, wenn sie sich nicht beworben haben. In Hamburg war das halt anders, hier war eine Auswahlentscheidung nötig.

Marc!?
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von Marc!? »

Wo das Flux Programm entsteht, kann sich ja auch ändern. Fakt ist aber auch Energy hätte durchaus die Chance gehabt DAB zu pushen oder sich auf einer anderen Kette zu bewerben.

julianimnorden
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Re: Neuordnung UKW 91,7 Hamburg

Beitrag von julianimnorden »

RadioDataSystem hat geschrieben:
Di 18. Feb 2020, 13:58
Dass es nur einen Bewerber (RSH) gab, steht ja in der PM. Die wurde ja, auf etlichen Portalen veröffentlicht. Allerdings konnte ich keine Ausschreibung der Kette finden, die zuvor statt gefunden, haben muss. Da war man wohl nicht so großzügig bei der Nummer an Empfängern, an den der Ausschreibungstext, verschickt wurde?
OK, bitte einmal durchatmen.

Dass die Kette ausgeschrieben wurde, wurde mindestens als Pressemitteilung versendet. Diese findest Du auch jetzt noch im Archiv.
https://www.ma-hsh.de/infothek/pressemitteilungen.html
Die Ausschreibungsunterlagen waren ebenfalls über die Webseite aufrufbar und wurden auf Anfrage zugesendet.
Willst Du diese nochmal sehen? Dann kontaktiere die MA HSH.
Der MA HSH sind hier keine Vorwürfe zu machen.

Spannend wird nun die Ausschreibung der zweiten und dritten Frequenzkette in SH.

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