DDR-Fernsehen in der früheren Bundesrepublik

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Toto_Pfalz

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Toto_Pfalz » Mi 23. Mär 2011, 19:54

Da käme ja nur Tropo von Dresden in Frage, was fast schon unglaublich ist auch wegen der falschen Pol.
Ob man da beim SWR Ballempfangprobleme hatte eventuell K6 Weinbiet ?

49,7°N - 11,2°O - Lkr. FO
Möglich, das auch Kanal 6 betroffen war. Ich weiß nicht woher der Donnersberg auf Kanal10 sein Programm bekam. War aber ne einmalige Angelegenheit. Irgendwann in den 80ern. Mein Onkel war begeisterter CB-Funker und wusste was Tropo ist. Er hatte mir dass dann irgendwann mal erzählt als ich als Teenager Anfang der 90er Jahre RTL auf Kanal 7 während eines Tropos mit der Zimmerantenne empfangen habe. Ich habe ihm davon erzählt und er hat mir erklärt was Tropo ist und das bei ihnen an jenem schönen Abend DDR Fernsehen lief...
Allerdings wusste er nicht von welchem Sender das Programm stammte.

Im übrigen, damals war es noch der SWF!

Eine Gemeinschaftssenung vielleicht? Gab ja welche. Falsches Logo eingeblendet.

Neulich stand bei mir z.B. SWR BW inner Ecke. Normal ist SWR RP.
Definitiv nicht. Es war was komplett anderes und irgendwann in der Sendung kam dann auch wieder ARD rein.

digifreak

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von digifreak » Mi 23. Mär 2011, 20:34

Ich kann mich an Tropoempfänge erinnern, da hatten wir anstelle unseres Ortssenders Torfhaus Kan.10 plötzlich Sverige TV drin.

Kay B

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Kay B » Mi 23. Mär 2011, 22:33

@ bikerbs
Eine Gemeinschaftssenung vielleicht? Gab ja welche. Falsches Logo eingeblendet.


Die gab es aber erst nach dem Fall der Mauer. Ich weiß noch genau, daß z.B. Aktenzeichen XY ungelöst dann auch vom DDR-Fernsehen übernommen wurde.

Eine Gemeinschaftssendung mit Karl-Eduard von Schnitzler und Gerhard Löwenthal ware aber durchaus mal interessant gewesen. :D

bikerbs

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von bikerbs » Mi 23. Mär 2011, 23:02

@ Kay B

Die Neueröffnung der Semperoper Dresden anno 1985 z.B. wurde vom "Westfernsehen" übernommen.
Ob ARD oder ZDF - keine Ahnung.

Auch hier wurde davon gesprochen:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-197-327.html
Senderlogos gab's wohl noch nicht, sonst wüßte es der Schreiberling.

catperson

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von catperson » Mi 23. Mär 2011, 23:05

Eine Gemeinschaftssenung vielleicht? ...

Die gab es aber erst nach dem Fall der Mauer...
Beim Honecker-Besuch in der "BRD" 1987 gab es auch schon eine - ziemlich langweilige - gesamtdeutsche Diskussionsrunde, die zeitgleich im "BRD"- und "DDR"-Fernsehen lief.

Die Aufzeichnung der Generalprobe(!) der Wiedereröffnungsfeier der Dresdner Semperoper 1985 lief auch zeitgleich in ganz Deutschland.

Geben gab's das also schon, aber natürlich äußerst selten. Sportübertragungen vom gleichen Ereignis gab es natürlich öfter, aber das waren dann jeweils eigene Sendungen (Kommentar, Einblendungen, etc.) aus dem selben Quellenmaterial und keine Gemeinschaftssendungen.

Catperson

Kay B

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Kay B » Mi 23. Mär 2011, 23:41

@ bikerbs und catperson

Danke. Wieder was dazugelernt. :-)

Ich weiß nur noch, daß der NDR in den 80ern, also die Wende noch nicht absehbar war, eine Sendung in Rostock (oder irgendwo da in der Gegend) produziert hatte, die aber - soweit ich weiß - nicht im DDR-Fernsehen lief.

Dann wurde auch der Musikantenstadl am 17. Dezember 1989 ganz spontan in Cottbus produziert. Da weiß ich aber auch nicht, ob dieser vom DDR-Fernsehen übernommen wurde.

Anonymer Teilnehmer

Geloescht

Beitrag von Anonymer Teilnehmer » Do 24. Mär 2011, 09:25

[Beitrag auf Wunsch des Users entfernt.]

PowerAM

Re: DDR-Fernsehen in der f¼heren Bundesrepublik

Beitrag von PowerAM » Do 24. Mär 2011, 12:12

Sendungen aus gleichem Quellenmaterial gab es bei Sportuebertragungen oder Raketenstarts mit Kosmo- bzw. Astronauten bereits sehr viel frueher. Allerdings war es immer kritisch fuer das DDR-Fernsehen, ob es diese Quellen ueberhaupt nutzen konnte und durfte. Sollte das Quellenmaterial in Valuta bezahlt werden, dann blieb es im DDR-Fernsehen haeufig bei einer kurzen Meldung im Rahmen der "Aktuellen Kamera" und sehr oft bei einem oder mehreren gezeigten Fotos der Presseagenturen. Bei internationalen sportlichen oder kuenstlerischen Veranstaltungen mit DDR-Beteiligung gab es das das Material dagegen durchaus auch als Liveuebertragung oder zumindest als Aufzeichnung zu sehen.

Im noerdlichen Berliner Umland, in dem ich aufgewachsen bin, war der Westempfang technisch kein Problem. Berlin war stark und es bedurfte - abgesehen von gelegentlichen Problemen mit Geisterbildern - eigentlich fuer Band III und UHF jeweils nur einer Antenne. Meist drehte man sie auf optimalen Westempfang und lebte dafuer mit leichten Geisterbildern durch Mehrwegeempfang bei DDR 1 bzw. haeufiger (durch die immense Signalstaerke) bei DDR 2.

Erstes West (E 7) war technisch ueberhaupt kein Problem und ging in meinem (noch heute bewohnten) Wohngebiet bereits mit einer Teleskopantenne rauschfrei. Fuer das ZDF (E 33) und N3 (E 39, mit SFB-Regionalanteil) sowie SAT.1 (E 25) bedurfte es zumindest einer ordentlich ausgerichteten UHF-Antenne Richtung Schaeferberg, dem hoechsten Berg der Wannseeberge.


Umgekehrt sieht man bis heute auf unberaeumten Hausdaechern im Westteil Berlins sehr haeufig noch kleine Antennen fuer Band III sowie UHF mit Ausrichtung auf den Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Haeufig waren die Winkelunterschiede so gross, dass es mit einer Antenne je Bereich nicht gelang, DDR- und Westfernsehen ordentlich zu empfangen. Wegen der im DDR-Fernsehen gern gesehenen Olsenbande, den "Alten Filmen" sowie den zahlreichen Maerchen- und Kinderfilmen war es auch im Westteil Berlins durchaus ueblich, diese Sachen im DDR-Fernsehen anzuschauen. "Wessi-Kollegen" sprachen auch sehr offen darueber, dass das Kinderprogramm im DDR-Fernsehen anspruchsvoller aber auch unterhaltsamer war und von ihren Kindern gern gesehen wurde. Auch der DDR-Sandmann genoss gegenueber "Wolf und Rueffel" im SFB-Abendprogramm die groessere Beliebtheit.

UKW-Programme erforderten in beiden Teilen der damals geteilten Stadt im Normalfall keinen besonderen Antennenaufwand, solange man nicht unter verzerrtem Empfang wegen Reflexionen litt. Da gab bzw. gibt es Stadtteile und Strassenzuege in beiden Teilen, die noch einen gruseligen Mobilempfang im Auto haben und die auch heute noch stationaer mit tragbarer Technik und Teleskopantenne ziemlich aetzend sind. Meist waren die leistungsstarken Programme vom Fernsehturm im Osten verzerrt bzw. die vom Schaeferberg bzw. Scholzplatz im Suedwesten Berlins. Die leistungsstarken Standorte mitten in dicht bebautem Gebiet hatten eben doch erhebliche Nachteile.

joce

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von joce » Do 24. Mär 2011, 13:57

Wir staunten nicht schlecht, als wir nach Sendeschluss von Nederland 1 (Kanal 5, Roermond) auf einmal DDR1 auf dem Bildschirm hatten. Ich erinnere mich noch, dass das Bild recht stabil war und von uns nur in s/w empfangen werden konnte. Leider dauerte der Spaß nur kurze Zeit, da das DDR Fernsehen dann ebenfalls Sendeschluss hatte. Das muss so gegen Mitte der 1980er gewesen sein.
So ein Tropo hatten wir dann nie wieder.

bronski79

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von bronski79 » Do 24. Mär 2011, 14:48

In den 80ern habe ich noch in Leer gewohnt, ich weiss es nicht mehr genau Holland 1 kam aus Smilde Kanal 6, bei Tropo man merkte es an den Streifen brauchte man die Antenne nur Richtung Südost drehen und man sah DDR 1

Schwabinger

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Schwabinger » Do 24. Mär 2011, 19:10

Sportübertragungen vom gleichen Ereignis gab es natürlich öfter, aber das waren dann jeweils eigene Sendungen (Kommentar, Einblendungen, etc.) aus dem selben Quellenmaterial und keine Gemeinschaftssendungen.
Hamburg 1974. :mad: Das Sparwasser-Spiel. :o Der "Vorgeschmack" auf Cordoba 1978. :mad:
Der Ostkommentator hat konsequent von der "BRD", der "Mannschaft der BRD" und der "BRD-Elf" gesprochen. Soweit ich mich an eine Aufzeichnung bei Phoenix erinnern kann.
Die "Martini"- und "Continental"- (West)-Reklame an der Bande war aber auch bei der Liveübertragung des DDR-Fernsehens bestens zu sehen. Und die westdeutsche Nationalhymne ist auch übertragen worden.

Manager.

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Manager. » Do 24. Mär 2011, 20:09

PowerAM hat geschrieben:Sendungen aus gleichem Quellenmaterial gab es bei Sportuebertragungen oder Raketenstarts mit Kosmo- bzw. Astronauten bereits sehr viel frueher. Allerdings war es immer kritisch fuer das DDR-Fernsehen, ob es diese Quellen ueberhaupt nutzen konnte und durfte.

Das Problem gab's manchmal auch andersrum.
So war mal ein deutsch-deutsches Fußball-Europapokalspiel (wenn ich mich recht erinnere, war das 1982 => Dynamo Berlin - Hamburger SV 1:1) aus rechtlichen Gründen nur im DDR-Fernsehen zu sehen. Und der Hammer: In der BILD-Zeitung war am Spieltag neben massiver Schelte gegen ARD und ZDF wegen des Nichtzustandekommens der TV-Übertragung als Service für die Fußball-Fans eine Karte der nach Westen einstrahlenden Großsender (Schwerin, Brocken, Inselsberg,...) des DDR-Fernsehens mit Kanalangaben und Reichweiten abgedruckt. - Ausgerechnet in der BILD... :D

Nordleuchte

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Nordleuchte » Do 24. Mär 2011, 21:10

DDR 1 und DDR 2 ( Kanal 6 und Kanal 34 ) gingen damals in den 80er bei mir im Bremer Norden vom Brocken nur bei Tropo. In einigen Mietblöcken ca.10 km von meinen damaligen Wohnort entfernt wurde DDR1 und DDR2 ständig empfangen. Und zwar recht gut. Wie die das gemacht haben ist mir bis heute ein Rätsel.

Mc Jack

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Mc Jack » Do 24. Mär 2011, 21:23

Mir auch. :confused:

FMScan spuckt von der Bremer Stadtmitte aus gesehen eine Entfernung von 188km bis zum Brocken aus.
Bedenkt man jedoch, das SAW, Jump und sogar Figaro mit seinen 10kW auf der A27 bis kurz vor Verden/Aller (156km) noch relativ problemlos im normalen Autoradio gehen, kann das an einer guten Stelle mit ausgefeilter Vorverstärkertechnik tatsächlich funktioniert haben.

BTW: Bis HB-Gröpelingen (Beispiel) sind's dann 195km...:cool:

Nordleuchte

Re: DDR-Fernsehen in der füheren Bundesrepublik

Beitrag von Nordleuchte » Do 24. Mär 2011, 21:44

Damals wurde vom Brocken mit einer sehr hohen Sendeleistung gefahren.
DDR1-100KW Kanal 6
DDR2-1000KW ! Kanal 34 (Ist das richtig ? Meine Info.)
Der Ortsteil hieß übrigens Bremen-Marßel wo der Empfang per Dachantenne möglich war.


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