Italiener im CB Funk

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PowerAM

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von PowerAM » Fr 9. Jun 2006, 15:59

Haha, sehr unterhaltsam. Ich benutze CB nach wie vor aktiv. Unsere vor etwa 10
Jahren langsam eingeschlafene Ortsrunde lebt inzwischen fast vollständig wieder.

Im Auto ist inzwischen wieder was gut funktionierendes drin, wenn auch nur rein-
geworfen und nicht gut eingebaut. Das dort benutzte Funkgerät ist eine nicht mehr
ganz aktuelle Team Roadcom, ein 80/12-Gerät innerhalb der regulären Leistungs-
grenzen - wenn von "Fachpersonal" optimiert.

Zuhause ist es etwas problematisch, da ich wegen eines auf einem (Blech-) Fenster-
brett stehenden Magnetfußes von meinem Vermieter bereits 2x abgemahnt wurde.
Und das, trotzdem der Magnetfuß auf dem (Blech-) Fensterbrett absturzsicher steht
und nach einigen Stunden Benutzung stets weggeräumt wurde. Aus der Not heraus
steht das Teil jetzt innen auf der Heizung - was eine im Verhältnis zur Sendeleistung
in keinem Verhältnis stehende Reichweite bringt. Wenn es etwas weiter gehen soll,
dann kommt eine vertikale Langdrahtantenne (Lambda-einfach) als "top loaded" zum
Einsatz. Mit der waren Es-Empfänge aus Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz und
Österreich möglich. QSOs konnte ich mit Stationen aus Italien und Österreich führen,
eine weitere spanische Station bestätigte mir den Empfang unserer Ortsrunde.

Als Heimstation kommt eine Stabo XF 5012 zu Einsatz, die mein Taum war, als ich
vor 15 Jahren mit CB-Funk begann. Damals konnte ich sie mir nicht leisten, Anfang
Mai bekam ich sie von einem Freund geschenkt. Eine Pan Megatop habe ich ebenfalls
noch.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt der Monitorempfang des CB-Bandes noch
heute, da zeitgleich von mir auch immer ein offenes Band I beobachtet wurde.

Außerdem experimentiere ich seit einiger Zeit mit "magnetischen" Antennen. Sie haben
zwar fast immer weniger Signalstärke beim Empfang, zeitgleich aber auch durch deut-
lich geringere Aufnahme von HF-Störungen das bessere Verhältnis zwischen Nutzsignal
und Störungen - verbunden mit einer enormen Richtwirkung.

PMR-Funk betreibe ich auch noch. Hier gibt es Ausbreitungsbedingungen, die mit denen
des 70 cm-Bandes identisch sind. Mir gelang mit, von einer veränderten Antenne abge-
sehen, unveränderten Geräten schon der Empfang von (vermutlich) dänischen Funkern.
Im Serienzustand machten sie keine 2 km Reichweite, mit einer entsprechend besseren
Antenne geht dort mehr. Leistungsmäßig sind sie nicht verändert - auch wenn sie laut
Berichten anderer Nutzer in diversen Funkerforen durchaus Potenzial für mehr als
1 W hätten und die Änderung verhältnismäßg geringen Aufwand machen würde.

PR hatte ich auch mal 'ne Zeit lang gemacht, seit der Abschaltung aller Zugänge in
meiner Umgebung als Ergebnis eines zerstrittenen Vereins liegt die Technik aber
ungenutzt herum. Macht das überhaupt noch irgendwer? Bei Interesse wäre die
komplette Technik dafür zu haben. Alan PR-Modem, Software und ein äußerst störungs-
armes 286er (!) Notebook wären übrig. Bei Interesse melden!

Felix 99

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von Felix 99 » Fr 9. Jun 2006, 16:10

Bin damals durhc meinen Patenonkel in Frankreich zum Funken gekommen.
Der hatte für Radarfallen und um sich mit seinen Kumpels bei der jagt zu unterhalten soein 40Kanal AM/FM gerät im Auto.
Danach wollte ich umbedingt auch soeins haben - Geld reichte damals aber nur für ein Handfunkgerät von Albrecht.
Wichtig für Frankreich war mir das man wenigstens die 40K AM hören konnte.
Schnell zog ein damals guter Schulfreund von mir nach und schnell wurde jeden Abend bis zum wegpennen gefunkt.
Danach wurden es mehr. Mit meinem besten Kumpel ,der sich damals dann auch schnell ein Funkgerät zulegen durfte,
nachdem die Telfonrechnungen immer so teuer waren- ^^
gings weiter und wir waren zu 3t und mehr.
Es wurden Hausaufgaben gemacht etc... Eine wirklich tolle Zeit!

Autos der Eltern wurden natürlich alle "angebohrt" von Mutterns uralt-Benz über Ente bis zum VW Bus
- Alles musste gelocht und mit einem Stahlstäbchen versehen werden. ^^ :D
Als erstes Mobilgerät kam zur Konfirmation eine President James ins Haus :)
Tolles Gerät was ich immernoch nutze.
Dann eine Emperor XXXXXX :D ( zensieren wir das mal - obwohl ich die in DL nie genutzt hab - ausser inzwischen für 10m Afu)
Achso und ein PA Lautsprecher durfte im Motrorraum ja auch nicht fehlen ^^
Das waren Spässchen die man da machen konnte:)

In den Sommerferien habe ich in Frankreich immer dem Hobby gefröhnt und viele weitreichende Verbindungen zustandegebracht.
In DL war ja imemr Schule und man hat die ganzen Morgentropo meist verpasst.
Europa ging so ziemlich alles - Süd Afrika - leider nei ne Karte gekommen ,
Die 4 QSO's die mir im Gedächniss geblieben sind waren.
-Ecke Perpignan (Frankreich) - auf AM & FM aus Deutschland mit 1 bzw 4 W
-Südafrika aus Frankreich
-St Helena mobil - Hätt meinen Vater damals killen koennen als er in die Stadt
einfuhr und alles abbrach bevor alle Daten ausgetauscht waren.

Als Antennen hatte ich in DL ne 1/2 L Sirtel , In F einen 4 EL Beam und
eine 5/8 GP .

Irgendwann nahm es dann mit den Beschimpfungen zu dolle und der erste mit dem ich das Funken angefangen hatte und ich
machten einen Lehrgang zur Funkamateurprüfung die wir dann auch rasch ablegten und uns auf VHF verdrückten :)
- Der VW Bus wurde dann ein 2tes Mal gelocht ^^ :)

Kurzum die Geräte habe ich immernoch - Mein Vater behält auch das aus dem VW-Bus da er es gerne hier im Kölner Raum als Zusatzinfos mit
Rückfragemöglichkeit für/bei/gegen Staus nutzt und so immer gut unterwegs ist.
Ausserdem hat uns der Funk immer gute Sachen beschert - Bei ner Reifenpanne und festgerosteten Schrauben rief ich auf CB und fragte nach ob jemand ne Verlängerungsstange zum radmuttern lösen hätte. Prompt waren 2 LKW Fahrer zur Stelle die uns aushalfen ! :) 2m Radschraubenschlüssel - Nie wieder son Teil gesehen -
War wirklich toll.

Ja das waren noch gute alte Zeiten.

Wenn ich so nostalgisch zurückdenke dann muss ich ehrlich sagen , dass die QSL Karten aus der Zeit doch deutlich mehr mit Erinnerungen verbunden und auch schöner sind alles all die die zu Afu Zeiten kamen.


Hinterher in den Anfangsjahren als es für mich ans studieren ging und man teilweise die Hin oder Rückreise nach Frankreich mit 2 Autos antrat hat sich der CB Funk auch als Koordinationsmöglichkeit zur Absprache à la "die und die Raststätte zum essen treffen" oder " wo seit ihr Mama/Papa" bewährt.

hach die guten alten Zeiten .....

drm-dxer

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von drm-dxer » Fr 9. Jun 2006, 17:00

Oft wird ja von der "guten alten Zeit" geschwärmt, obwohl diese, nüchtern betrachtet, so gut gar nicht war. Aber in diesem Fall stimmt es. Den Jüngeren hier, die die 70er Jahre nicht miterlebt haben, kann ich nur sagen: Ihr habt da wirklich was verpasst.

Hier im Forum ist z.B. das weibliche Geschlecht so gut wie nicht vorhanden. Das war zu den alten CB-Zeiten noch anders. Da blieben auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht aus.
Das "Ergebnis" hat in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag gefeiert. Wie die Zeit vergeht ... :rolleyes:

PowerAM

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von PowerAM » Fr 9. Jun 2006, 18:03

Mein Auto gleicht da auch schon einem Sputnik: Dachantenne vorn für UKW (90 cm
langer Glasfaserstab), Antenne für DVB-T und Telefon hinten (BMW"Hai-Flosse")
1 m lange Fensterklemmantenne (hintere linke Tür) für 11 m sowie eine 45 cm lange
Fensterklemmantenne (Multiband: 4 m, 2 m, 70 cm - an der hinteren rechten Tür)
für den Scanner.

Meine Antennen sind von Valeo (UKW), Kathrein (DVB-T, GSM), MobileNet (noch nie
was von gehört) sowie US.ANT (Scanner, mir ebenfalls unbekannt).

Markus,DO1HBK

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von Markus,DO1HBK » Fr 9. Jun 2006, 22:17

Hallo!
Um auf 11/10m mit Italien zu funken braucht es meist nur eine geringe Sendeleistung. Auch 2 Watt reichen da oft schon aus. Kann man besonders schön im Bakenbereich des 10m Bandes verfolgen, was dem des 11m Bandes sehr ähnlich ist. Selbst habe ich auch schon in der Vergangenheit mit ca.5 Watt ein 10m Amateurfunkrelais bei Boston/USA öffnen können.
Der CB Funk ist ziemlich langweilig geworden. Viel ehemalige Aktive habe die Amateurfunkprüfung der Klasse E abgelegt und freuen sich nun auf die baldige Möglichkeit auf Kurzwelle funken zu dürfen. Vermutlich ab Mitte Juli.

In einigen Europäischen Ländern ist dies schon möglich.Wer als Klasse E Inhaber z.B. Urlaub in Dänemark, Ungarn usw. macht darf schon auf Kurzwelle funken.

Ich verwnde als Funkgerät ein Icom IC-703. Jener wurde intern "frei geschaltet" und lässt sich so auch als Luxus CB Funkgerät verwenden mit DSP,Automatischen Antennentuner usw.

Wem aber erstmal der Funkbazillus gepackt hat, der kann kaum noch los lassen! Als Antenne reichen immer ein paar Meter Draht mit Balun, die möglichst hoch und frei aufgehängt sein soll. Gibt es schon bei ebay für wenig Geld Neu zu kaufen.

Ich funke nicht nur auf Kurzwelle, auch auf UKW mit großer Freude. K ommt doch mal Langeweile auf schalte ich mein Radio ein und jage Sender auf 3m.

digifreak

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von digifreak » Fr 9. Jun 2006, 23:16

Zu Zeiten des Sonnenfleckenmaximum im ca. 11jährigen Zyklus reichen wenige Watt Sendeleistung um im 10/11m Band Tausende km zu überbrücken. Aktuell bewegen wir uns aber Richtung Minimum. Bei sommerlichen sporadic-E Effekten lassen sich aber auch mittlere Entfernungen bis ca 1000 - 2000 km erreichen.

HAL9000

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von HAL9000 » So 11. Jun 2006, 19:45

Achja, Präsident James.... die war schön. danach hatte ich noch die Präsident Jackson, die durch einen kleinen Eingriff plötzlich und unerwartet zu SSB im Frequenzbereich von 26irgendwas bis 29irgendwas KHz in der Lage war... *schwärm*

So belebt das CB- Band in den 70ern, 80ern und 90ern war, so tot ist es heute. Ich hab mich Mitte der 90er davon abgewendet, weil man kaum noch ungestörte QSO´s führen konnte. Dauernd hatte man Leer- oder Musikträger drin, zahllose Schwachköppe, die sich gegenseitig ans Leder wollten - es war einfach nicht mehr schön, gute Kumpels meinten plötzlich im Suff mit alles und jedem Streit anzufangen usw. Da wars dann halt genug.

Aber wie oben schon erwähnt wurde: hat dich einmal der Funkvirus gepackt, holt er dich immer wieder ein, nur eben jetzt auf etwas professionellere Art :)

Cervantes

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von Cervantes » So 11. Jun 2006, 20:52

Hallo!
Um auf 11/10m mit Italien zu funken braucht es meist nur eine geringe Sendeleistung. Auch 2 Watt reichen da oft schon aus. Kann man besonders schön im Bakenbereich des 10m Bandes verfolgen, was dem des 11m Bandes sehr ähnlich ist. Selbst habe ich auch schon in der Vergangenheit mit ca.5 Watt ein 10m Amateurfunkrelais bei Boston/USA öffnen können.
Der CB Funk ist ziemlich langweilig geworden. Viel ehemalige Aktive habe die Amateurfunkprüfung der Klasse E abgelegt und freuen sich nun auf die baldige Möglichkeit auf Kurzwelle funken zu dürfen. Vermutlich ab Mitte Juli.

In einigen Europäischen Ländern ist dies schon möglich.Wer als Klasse E Inhaber z.B. Urlaub in Dänemark, Ungarn usw. macht darf schon auf Kurzwelle funken.

Ich verwnde als Funkgerät ein Icom IC-703. Jener wurde intern "frei geschaltet" und lässt sich so auch als Luxus CB Funkgerät verwenden mit DSP,Automatischen Antennentuner usw.

Wem aber erstmal der Funkbazillus gepackt hat, der kann kaum noch los lassen! Als Antenne reichen immer ein paar Meter Draht mit Balun, die möglichst hoch und frei aufgehängt sein soll. Gibt es schon bei ebay für wenig Geld Neu zu kaufen.

Ich funke nicht nur auf Kurzwelle, auch auf UKW mit großer Freude. K ommt doch mal Langeweile auf schalte ich mein Radio ein und jage Sender auf 3m.
Das Cb-Funk langweilig geworden ist,halt ich dagegen,es ist deutlich weniger geworden aber das liegt auch zuletzt daran das der nachwuchs wegbleibt,siehe Handy,Internet usw.Es gibt sogar Wettbewerbe wenn ich das mal so ausdrücken darf zB. der hier http://www.rad.funkfreunde.net/ wo ich natürlich dabei bin und vom Hügel aus versuchen werde so viele CB-Funker zu erreichen wie geht.Falls noch zeit ist zwischen durch von dem Hügel aus noch ein netter Bandscan gemacht.
Eben sind noch auf Band ne menge Britten ,Italianos ,Franceces usw. zu hören,mit ner Leistung von 4 Watt und ne gescheite Antenne überhaupt kein problem zu Arbeiten.
So wünsch euch allen noch ein schönen Sonntag,jetztda gehe ich schauen was die Portugueses mit den Angolanos anstellen!! 73 y 55 hasta luego Paco

Harald P.

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von Harald P. » So 11. Jun 2006, 21:33

An die "Italiener" im CB-Band kann ich mich auch noch gut erinnern. Es war aber auch ein guter Indikator für Radio- und Fernseh-Überreichweiten. Wenn das CB-Band total überfüllt mit Italienern, konnte man fast immer auch im Band I etliche Fernsehstationen empfangen (bei mir am häufigsten Spanien, gefolgt von Italien und Skandinavien) und meistens auch auf UKW (hier fast immer Italiener).

UM74

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von UM74 » So 11. Jun 2006, 21:38

CB-Funk kenne ich nur vom ehemaligen Nachbarn aus den späten 70ern.
Riesen Stabantenne auf dem Dach,und nahezu jeden Abend aktiv.
Radiohören war zu dieser Zeit bei uns unmöglich.Meine Eltern die eigentlich immer am Mittwochabend "Vom Telefon zum Mikrofon" hörten,hatten stattdessen immer den sehr konversationsfreudigen Nachbarn im Radio ("Der Quatschkopf" :D ).Mit der Zeit muss dass ganz schön nerven.
Ich nehme mal an,dass es mehr Leistung als erlaubt braucht,um den Radioempfang des Nachbarn zu torpepieren.
:rolleyes:

nürnberger

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von nürnberger » So 11. Jun 2006, 22:01

Hehe,

ich hatte damals eine "President Lincoln", die ging von 26mhz bis 30mhz durch *ggg* und konnte AM, FM, SSB und CW :-) und schmiss so nebenbei noch knapp 60 watt auf SSB und knapp die hälfte auf FM. freaks erkannten die am rogerbeep *gg*
naja und falls der "Gilbb" mal vorbeikam hatte ich ne "Kaiser" die wegen ihrem angenehmen mikrofonklanges sehr beleibt war, die hatte die erlaubten 1 und 4 watt :-)
wir veranstalteten oft fuchsjagten, bei denen cb-funker aus allen richtugngen zusammenkamen um einen signalgeber zu suchen der schon auf die jäger mit gegrilltem und bier wartete. sehr oft gabs da dann zünftige fress- und saufgelage :-)

irgendwann mal hatten wir nen leerdrücker auf unsrerem hauskanal (26) der unseren funkverkehr störte, und innerhalb von 5 min sind dann 10 leute mit ihrem pkw losgefahren um den rauszupeilen...der hat dann ganz schön blöd aus der wäsche geschaut als auf einmal 10 recht unentspannte cb-funker vor seinem haus standen *loooooool*

ich erinnere mich das es ausserhalb des cb-bandes auf den nichtfreigegebenen frequenzen oberhalb des kanal 40 kräftig auf ssb gefunkt wurde. es gab einen kanal (ich glaube die qrg 27.645 wars), das war die sogenannte "Deutsche Welle" auf der man alle möglichen deutschen aus spanien treffen konnte die auf dieser qrg gefunkt haben :-)

tja. das sind meine erinnerungen an meine cb-funkerzeit aus den mitt-80ern bis in die früh-90er.
irgendwann mitte der 90er habe ich das interesse dran verloren und die ganzen geräte samst antenne verkauft.

ich wünsche euch die 73 und die 55 :-))

der nürnberger





WiehengeBIERge

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von WiehengeBIERge » Mo 12. Jun 2006, 14:14

Die "wilde" CB-Funk Zeithabe ich als erst Anfang der 80er geborener natürlich nicht mehr miterlebt - aber ich habe dennoch ein paar Erinnerungen:

Irgendwann Mitte der 80er (ich wahr wohl noch im Kindergarten :D) bekam ich ein Paar dieser ganz simplen Walkie Talkies, die mit 500 mW oder noch weniger auf Kanal 19 funkten.
Diese Dinger benutzen damals wohl recht viele Kinder (wenn auch in der Regel etwas älter als ich ;-)), damit haben wir dann gelegentlich "Haus zu Haus QSOs" geführt - in der Regel war das aber alles mehr Spielerei ;-).
Dann aber war ich mal bei einem ein paar Häuser weiter wohnendem Freund, der auch mit diesen Spielzeugfunken aktiv war.
Von dem habe ich dann erfahren, dass es auch noch was größeres :D gibt, denn der Vater betrieb diesen "Sport" ziemlich intensiv :D.

Ab dann haben wir abends desöfteren heimlich mit dem Funkgerät des Vaters (was an einer sehr hoch angebrachten Antenne hing, und wahrscheinlich mehr als erlaubt gezündet hat ;-)) rumgespielt oder auch einfach nur zugehört, oder uns aber auch einfach mal frecherweise in irgendwelche QSOs eingemischt - der CB-Kindergarten eben :D.

damals (dass muss ende der 80er / Anfang der 90er gewesen sein) war immerhin noch nahezu immer mindestens einer On Air, auch an die Italiener erinnere ich mich.
Da waren tlw. die wildesten Sachen zu hören, viele LKW Fahrer natürlich, aber auch solche Haus zu Haus Funker (viele auch mit Echo in der Sprache - Gruß an alle Piratensender :D) und manchmal sogar (vermutlich Jugendliche), die Musik gesendet haben (auch wenn das verboten ist).Letzeres haben wir dann auch gelegentlich gemacht, und irgendwie völlig unauffällig verschwand das Interesse daran immer mehr :-( ...

c-moon

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von c-moon » Mo 12. Jun 2006, 15:44

bekam ich ein Paar dieser ganz simplen Walkie Talkies, die mit 500 mW oder noch weniger auf Kanal 19 funkten.
Hehe, hatte damals als Grundschueler mit solchen DNT Dingern (nein, ich werde ueber diesen Hersteller keine Auto Vergleiche mehr wie im OT-Forum anstellen *g*) meine ersten Erfahrungen gemacht.
1 bequartzten Kanal, AM moduliert... muss so 1981 gewesen sein. Leider war dies der Kanal "4", also der damalige "Anrufkanal" hier in Regensburg. Und wie viele von Euch vielleicht wissen, reagieren Funker auf Anrufkanal QSOs aeusserst allergisch. :-)
Mochte man gar nicht glauben, wie weit die Teile mit ihren 500 mW gingen...

FM-FREAK HESSEN

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von FM-FREAK HESSEN » Mo 12. Jun 2006, 23:55

Den CB-Funk der 70-er habe ich auch nicht mehr kennengelernt; ich war ab 1984 in Ostwestfalen aktiv.

Dennoch war es eine tolle Zeit, zumal mehrere meiner damaligen Mitschüler ebenfalls QRV waren.

Zwar verfügte ich nur über eine 0,5 W starke KF, die lediglich die Kanäle 4 bis 15 in AM abdeckte. Dennoch hatte ich einen kleinen "Heimvorteil": Seit 1983 besaß ich einen GRUNDIG Satellit 3400 Professional, mit dessen Trommeltuner sich der gesamte Kurzwellenbereich bis 30.000 kHz problemlos abscannen ließ - also auch das 11m-Band.

Das wußten natürlich auch meine CB-Funk-Kumpel, denen ich sendetechnisch oft nicht folgen, dafür aber immerhin in AM, USB und LSB mithören konnte.

Weiterer Vorteil des Grundig-Weltempfängers: Über eine 5-polige DIN-Buchse konnte ich den CB-Funkverkehr unseres Heimatortes Horn-Bad Meinberg mitschneiden. Einige der damaligen Cassetten-Mitschnitte habe ich mir neulich mal angehört - und mich über den damals 17-jährigen "Bernie 01" (war mein damaliger Skipname) halb totgelacht.

Ist schon sehr interessant, in den Äther des Jahres 1984 hineinhören zu können - und dabei mitzubekommen, wie man als Teenager gedacht und mit Freunden kommuniziert hat. Plötzlich fiel mir wieder die Bedeutung eines "Ha-i" ein (= das war nicht so bierernst gemeint).

Italiener sind auf diesen Mitschnitten nicht zu vernehmen - ich erinnere mich jedoch auch noch sehr deutlich an deren Existenz. Damals fragte ich mich, mit welcher "Wahnsinnsleistung" die wohl On Air waren, um über die Alpen bis nach NRW vorzudringen ...

Ich erinnere mich auch noch an meine wahnwitzige Idee, meiner Schwester eine Handgurke zu leihen, über die sie dann permanent mit einem Nachbarsjungen gesprochen hat. Sie auf Kanal 14 (27.125 kHz), ich auf unserem Lokalrundenkanal 15 (27.135 kHz) - Entfernung zwischen beiden Geräten: Weniger als fünf Meter!

Auf diese Weise wurde mir dann sehr deutlich das Phänomen einer Interferenz bewußt. Na ja - lernen durch Schmerzen sozusagen, denn meine Schwester wollte die Handgurke natürlich nicht mehr zurück geben und schaltete zur "Konfliktbereinigung" auch noch meinen Vater ein... :-(

Motiviert durch diesen Thread habe ich eben mal wieder ins 11m-Band reingehört: Traurig, traurig - kaum vernünftig lesbare Signale, das Band war fast tot. - Und das hier am Rande des Rhein/Main-Gebietes mit seinen gut 3,5 Mio. Einwohnern und dazu noch mit freier Sicht auf die Skyline von Mainhattan.

Wenn ich mir die Albrecht AE8090 so anschaue, hätte ich glatt Lust, im CB-Bereich wieder aktiv zu werden - aber ohne die in den 80ern gewohnte Lokalrunde, bei der fast immer jemand QRV war und es (fast) immer etwas Interessantes zu bereden gab...?

Ich glaube, ich lasse es besser ... :(

HAL9000

Re: Italiener im CB Funk

Beitrag von HAL9000 » Di 13. Jun 2006, 09:13

Ja es lohnt sich leider nimmer - mit wem will man sich dort denn noch unterhalten ausser mit sich selber? All die schönen Runden sind leider längst Geschichte, auch bei uns wars so, das rund um die Uhr eigentlich immer irgendwer QRV war. Aber wie gesagt, lang ist´s her... :(

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