Radioempfang im Herzen NRWs

Das Radioforum. Hier dreht sich alles um die technischen Seiten des Radio- und TV-Empfangs.
Sebastian Dohrmann

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Sebastian Dohrmann »

Richtig. Wenn Du einen Vergleich einer Region ran ziehen willst, die auch nur ansatzweise gleich dicht bevölktert ist, dann nimm mal das UKW-Angebot in München ;-)

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Skeletor

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Skeletor »

Es besteht immerhin noch die Chance durch die kommende UKW Ausschreibung in NRW zumindest punktuell die Eintönigkeit etwas abzumildern.;-)
Es stehen zwar nur Funzeln zur Verfügung,dafür aber in einem großen Ballungsraum.
Und wenn hinter den Kulissen sogar noch nachkoordiniert wird,darf man doch hoffen dass sich künftig auch in NRW noch ein bisschen bewegt.;-)

Bolivar diGriz

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Bolivar diGriz »

Voraussetzung auf UKW ist ein vernünftiges Radio, dann bekommt man auch mehr Auswahl als die Ortssender, die der automatische Suchlauf findet. Mein Blaupunkt ist zwar empfindlich, die Voreinstellungen waren allerdings grausig und mussten erst korrigiert werden.

Im westlichen Ruhrgebiet sind aus den Niederlanden und aus Belgien zahlreiche Programme zu hören, südlich der A40 der SWR, nördlich der NDR (na gut, das ist jetzt nicht wirklich besser als der WDR), im Osten des Ruhrgebietes auch HR, Bayern und MDR. Nicht erwähnt wurden die Hochschulradios, die teilweise gar nicht mal so übel sind. BFBS gibt es auch noch, wenn auch inhaltlich nicht mehr so gut wie früher. Das ändert freilich nichts an der Situation, dass das Angebot an Ortssendern mangelhaft ist.

hegi_ms

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von hegi_ms »

autoradio hat geschrieben: In NRW ist man so rückschrittlich, dass inzwischen sogar das Eurosignal reaktiviert wurde. Jedenfalls konnte ich auf der betreffenden Frequenz vor kurzem eine Abfolge von periodisch wiederkehrenden Geräuschen vernehmen, die eine signifikante Ähnlichkeit zum Eurosignal aufwiesen.
Das ist aber billige Polemik! Was auch immer du empfangen hast, es war ausserhalb des Rundfunkbereiches und hat nichts mit Rundfunk zu tun.

88,7 MHz

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von 88,7 MHz »

Langweilig finde und fand ich immer Ecken wo kaum oder nichts aus anderen Bundesländern empfangbar war oder ist... da meine ich immer das es da Norddeutschland besonders getroffen hat.

Languedoc

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Languedoc »

Im westlichen Ruhrgebiet sind aus den Niederlanden und aus Belgien zahlreiche Programme zu hören, südlich der A40 der SWR, nördlich der NDR (na gut, das ist jetzt nicht wirklich besser als der WDR), im Osten des Ruhrgebietes auch HR, Bayern und MDR.
Wo kriegt man im Osten des Ruhrgebiets Bayern und MDR? Bei aller Toleranz gegenüber Dx-ern, aber irgendwo hört der Spaß auf. Ein Empfang des Brockens mit Yagi 1986 auf einem Hochaus in Hamm zählt nicht mit :wall:
Und der SWR geht nicht "bis zur A40", sondern auf einer Linie Düsseldof-Wuppertal-Lüdenscheid ist für den Normalo Schluss.

Im Übrigen ziehen die Briten ja ab, so dass die BFBS Frequenzen frei werden, nicht zuletzt die 103 in OWL und die 106 im Ruhrgebiet. Dazu könnte man ein paar Lokalradios zusammenlegen, z.B. W/RS/SG oder K/LEV/BM. So oder so könnte man da eine schöne Kette oder sonstige Regionalradios draus machen.

Was freilich passieren wird, ist dass sich DRadio und der WDR die Frequenzen schnappen und sich natürlich wiedermal nichts in NRW ändern wird, aber das hat nichts mit "knappen UKW Frequenzen" oder gar einem Erfordernis nach neuen Übertragungstechniken sondern nur mit dem Köln-Düsseldorfer Klügel zu tun.

hegi_ms

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von hegi_ms »

@88,7 MHz:

Für den, der sich auch für andere Dinge als Radio interessiert, ist weder das Ruhrgebiet noch Norddeutschland langweilig. ;)

DH0GHU

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von DH0GHU »

Peter Schwarz hat geschrieben: Na gut, jetzt vergleichst Du aber Äpfel schon nicht mehr mit Birnen, sondern schon mit Ananas.
Auf der einen Seite ein Ballungsraum mit mehreren Millionen Einwohnern in weitgehend "plattem Land", auf der anderen Seite ländliche Regionen mit hoher Reliefenergie.
Sicher. Allerdings gibts in den Großstädten, insbesondere zuhause, genug Alternativen zu UKW. Richtig haarig wirds, wenn der Großstädter raus fährt aufs Land, und dann im Stau gen Alpen oder Sauerland Radio hören will.
Da ist Bayern nicht attraktiver als NRW.

München?. 18 gleichzeitige Programme, inklusive Overspill aus Erding und Fürstenfeldbruck. Dazu noch 4 Österreicher. Und auf einer Frequenz ein ganzer Sack an Perlen. Da wird doch sogar "Uferlos" nach einer Stunde schon durch einen redlichen Rosenkranz kompensiert... ;-)

Das ist natürlich schon viel besser als z.B. in Köln mit grad mal 26 Programmen. Von denen aber ein Teil auch nur Radio-NRW-Permutationen sind. Und ein paar üble Hitdudler. Welch Wonne, dass man in München neben uferlosen Rosenkränzen auch noch GONG-Hits, Charivari-BestOfs und 2day-Keingelaber serviert bekommt.. Ja, das Radiohörerleben in München ist schon fantastisch. Gerade auch im Auto, denn insbesondere die echten Perlen haben mit dem Top-Standort Blutenburgstraße natürlich eine tolle Reichweite.

Thomas (Metal)

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Thomas (Metal) »

Languedoc hat geschrieben: Und der SWR geht nicht "bis zur A40", sondern auf einer Linie Düsseldof-Wuppertal-Lüdenscheid ist für den Normalo Schluss.
Das stimmt nicht so ganz. Auf der 45 ging SWF3 auf der 94,8 bis man kurz vor Hagen die 300m über NN unterschritten hatte. Auf der 52 ging die 94,8 bis in den Westen von Essen. Es gilt für diese Beobachtungen: Stabil und beifahrertauglich.
Darüber hinaus gab (gibt?) es einen beachtlichen Streubereich wo noch mit einfachen Mitteln (Teleskopantenne, EG) stationär in einwandfreiem Mono möglich war. Ich zähle hier u. a. die komplette westliche Ruhrhalbinsel (Essen) dazu.

DH0GHU

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von DH0GHU »

Thomas (Metal) hat geschrieben:
Languedoc hat geschrieben: Und der SWR geht nicht "bis zur A40", sondern auf einer Linie Düsseldof-Wuppertal-Lüdenscheid ist für den Normalo Schluss.
Das stimmt nicht so ganz. Auf der 45 ging SWF3 auf der 94,8 bis man kurz vor Hagen die 300m über NN unterschritten hatte. Auf der 52 ging die 94,8 bis in den Westen von Essen. Es gilt für diese Beobachtungen: Stabil und beifahrertauglich.
Darüber hinaus gab (gibt?) es einen beachtlichen Streubereich wo noch mit einfachen Mitteln (Teleskopantenne, EG) stationär in einwandfreiem Mono möglich war. Ich zähle hier u. a. die komplette westliche Ruhrhalbinsel (Essen) dazu.
Bochum gehört, zumindest teilweise, ebenfalls dazu, wie ich von dortigen Bekannten weiß.

Japhi

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Japhi »

Im Bochumer Süden gibt es Stellen wo der SWR geht. Sonst gibt es SWR weder in Bochum, noch in Essen, noch sonstwo im Ruhrgebiet auf UKW. In Wuppertal gehts dann wieder. Und nicht mal der hr ist im Ruhrgebiet (Dortmund) mobil richtig empfangbar. Für normale Radios gibt es nur WDR, RadioNRW und die DRadios. Und @DH0GHU: Man nehme München und ersetze Gong, Charivari und Arabella durch Radio Bochum, Radio Essen und Radio Emscher Lippe, horeb durch Weltmusik und Auslaenderprogramm und streiche egofm und 2day sowie 106,4 und den Rest der Lokaldudler. B5 aktuell wird auch gestrichen, genauso wie die nichtkommerziellen Lokalfunker. Fertig ist das Ruhrgebiet.

Bolivar diGriz

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Bolivar diGriz »

Ich höre SWR 1 (92.4 MHz) sehr häufig. In Moers und Umgebung ist er problemlos zu empfangen. In Duisburg wird er teilweise durch den dortigen Lokalsender auf 92.2 gestört. Hinter Mülheim ist der Empfang auf der A40 nicht mehr Beifahrertauglich (alternativ geht teilweise die , aber im Dortmunder Süden oft wieder erträglich. Das gleiche gilt auch für den Süden von Essen, und zwar durchaus mit "normalen" Radios. Unter "normal" verstehe ich ein Markengerät von Kennwood, JVC, Blaupunkt o.ä. keinen Sondermüll von "Clarion" oder "Medion". Wobei 100 Euro durchaus für ein brauchbares Radio ausreicht.

MDR und BR geht während der Fahrt praktisch nicht, aber stationär ist beides im östlichen Ruhrgebiet problemlos möglich. Und zwar ohne übertriebenen Antennenaufwand.

Japhi

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Japhi »

aber stationär ist beides im östlichen Ruhrgebiet problemlos möglich. Und zwar ohne übertriebenen Antennenaufwand.
Wo hast du das denn geschafft und mit welchem Equipment? Ich habe in Bochum Kreuzberg und Brocken als Airplane-Scatter im Degen empfangen, aber ständig habe ich es noch nicht geschafft.

WiehengeBIERge

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von WiehengeBIERge »

In meiner ehemaligen Firma am Niederrhein bzw. nordwestlichen Ende des Ruhrgebietes (WES) lief auf den Radios im Firmengebäude SWR 1, ebenso in der Duisburger Niederlassung.

Teleskopantenne reichte aus, es waren allerdings nicht unbedingt einfachste Brüllwürfel, die dort zum Einsatz kamen...

Languedoc

Re: Radioempfang im Herzen NRWs

Beitrag von Languedoc »

Das Thema BR auf UKW im Ruhrgebiet mag ich nicht kommentieren.
Im Übrigen beantwortet die Geografie die Fragen, so dass man sich nicht streiten muss.
Wenn man von Köln nach Norden fährt, liegt schon das Kreuz Hilden in einer - wenn auch kleinen - Senke, so dass RLP hier schwächelt. Auf der A1 gibt es zwischen Leverkusen und Wuppertal viele Stellen, an denen RLP nicht mehr beifahrertauglich geht. Auf der A46 geht es z.B. von Haan-Ost zum Sonnborner Kreuz runter, so dass da auf 94,8 kurzzeitig Smilde geht, nicht Linz. Auch zwischen Varresbeck und Katernberg ist RLP nicht beifahrertauglich, genauso wie wenn es von Lüdenscheid Nord Richtung Hagen runter geht oder vom Kreuz Breitscheid ins Ruhrgebiet.
Wenn es dann im Ruhrgebiet wieder hoch geht, kommt natürlich RLP wieder durch.
Ich habe an der Ruhr-Uni studiert, da geht Linz (außer 92,4) problemlos, auch am Rasthof Lichtendorf oder an der Villa Hügel. Aber das kann ja jeder selbst ausprobieren.
Fakt war und ist leider, dass im Ruhrgebiet nur 10 Sender (6x WDR, 2x DLR, R. NRW + x) beifahrertauglich auf UKW zu empfangen sind und das ist ziemlich traurig, wenn man sich mal ausrechnet, wie viel Sender zwischen 87,6 und 107,9 bei einem 300 kHz Raster Platz hätten.

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