Alle Hessischen NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung?

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strade
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von strade »

Ja, ein falsches Zeichen in Richtung DAB, aber nicht in Richtung Digitalisierung. Wenn die Mehrheit der Nutzer eines Angebotes aber UKW oder Web nutzt, ist DAB der erste Weg, der verzichtbar ist. Ob das ist 10 Jahren noch so ist, weiss keiner, aber es geht um das hier und heute. Ich bin ja DAB-Freund, aber manches kann man nicht mit der Brechstange verordnen.
frank.koriander
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von frank.koriander »

strade hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 17:53 Ja, ein falsches Zeichen in Richtung DAB, aber nicht in Richtung Digitalisierung. Wenn die Mehrheit der Nutzer eines Angebotes aber UKW oder Web nutzt, ist DAB der erste Weg, der verzichtbar ist. Ob das ist 10 Jahren noch so ist, weiss keiner, aber es geht um das hier und heute. Ich bin ja DAB-Freund, aber manches kann man nicht mit der Brechstange verordnen.
Es ist doch immer die Frage: Was ist möglich, was ist zumutbar. Fast jeder hat heute ein Smartphone zu Hause, fast jeder zudem einen Laptop oder PC, viele auch schon einen Smart Speaker. Zudem kostet ein DAB+-Radio 20 Euro. Ist es da nicht eher wichtig, Hörer aufzuklären, wie sie ein Programm weiter hören können statt zu jammern und noch auf Ewigkeiten auf das Gestern zu setzen. Ich kenne ja die Kosten, die Medienanstalt ist da ja transparent: UKW kostet ein klein bisschen weniger als DAB+, dafür erreichen die NKLs oft nicht mal alle Hörer im jeweiligen Sendegebiet. Über DAB+ sind sie jeweils im halben Land zu hören einschließlich endgültig auch in ihren eigenen. definierten Sendegebieten. Das wieder aufzugeben, sorry, da habe ich NULL Verständnis und kann nur mit dem Kopf schütteln.
Zuletzt geändert von frank.koriander am Sa 28. Mär 2026, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
Habakukk
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Habakukk »

Manager hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 17:53 RFM auch in Südhessen? Scheint ja bestens informiert zu sein, der Herr Vorstand. :rolleyes:
Vom Meißner aus gesehen liegt z.B. Fulda quasi schon jenseits des Äquators. :D
strade
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von strade »

@koriander. Das mag ja sein, aber der Otto-Normalo hat eben andere Hörgewohnheiten als ein Freak. ;)
frank.koriander
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von frank.koriander »

strade hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 18:16 @koriander. Das mag ja sein, aber der Otto-Normalo hat eben andere Hörgewohnheiten als ein Freak. ;)
Es gab auch mal die Gewohnheit mit einem analogen Modem ins Internet zu gehen...
Eckhard.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Eckhard. »

planetradio hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 19:33 Das verstehe ich. Das Problem ist,dass im Odenwald nur sehr wenige Menschen wohnen.Und es müssen alle Programme im 12C nunmal dem Ausbau dort zu stimmen.Das macht das ganze sehr schwierig.
Ich sehe eher noch Gelnhausen bevor was im Odenwald passiert.
==> Eine andere Lösung wäre ja, einen reinen Rhein Main Muxx aufzubauen, da dieser für die kleinen Sender ausreichen würde.
Diese "andere Lösung" wird es erst einmal kaum geben. Dafür gibt es eigentlich verständliche Gründe, dass die MAnstalt Hessen nicht an einen Rhein-Main-Muxx "ran gehen" will. Es besteht die Befürchtung, dass dann Veranstalter aus Kostengründen den größeren und teureren 12C verlassen und lieber in den kleineren und damit kostengünstigeren neuen regionalen Rhein-Main-Muxx wechseln, der dann wohl nur mit zwei oder drei Sendestandorten arbeiten würde. Ob sich dann der evtl. halbleere 12C mit neuen, nachrückenden Veranstaltern wieder vollständig füllen lässt, bleibt fraglich. Gleiches gilt für die kostentragende Auslastung des neuen regionalen Muxx.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Thomas(Metal) »

Eckhard. hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 23:15
Diese "andere Lösung" wird es erst einmal kaum geben. Da gibt es eigentlich gute Gründe, dass die MAnstalt Hessen nicht an einen Rhein-Main-Muxx "ran gehen" will. Es besteht die Befürchtung, dass dann Veranstalter aus Kostengründen den größeren und teureren 12C verlassen und lieber in den kleineren und damit kostengünstigeren neuen regionalen Rhein-Main-Muxx wechseln, der dann wohl nur mit zwei oder drei Sendestandorten arbeiten würde., Ob sich dann der evtl. halbleere 12C mit neuen, nachrückenden Veranstaltern wieder vollständig füllen lässt, bleibt fraglich. Gleiches gilt für die kostentragende Auslastung des neuen regionalen Muxx.
Die Frage wäre: Wie baut man einen Rhein-Main-Mux? Gut, utopisch, OK und eigentlich weg damit. Nehmen wir mal an der wäre verpflichtend mit Ffm16, GrFeldberg, Hohe Wurzel, Kammerforst (!), Gelnhausen und Krehberg, ggf. noch MZ-Kastel und Darmstadt. Dagegen stellen wir die Fläche des aktuellen 12C und die Anlagen ;-) .

Was, OT, ich nicht verstehe: Warum geht ein 12C oder 6A nicht auf den Hoherodskopf, ggf. unter Mitbenutzung der hr-Anlage? Viel besser kann man sich in der Fläche nicht aufstellen.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von frank.koriander »

Also, nachdem ich es jetzt auch von anderer Seite gehört habe, fasse ich es mal zusammen:

Die Medienanstalt kann sowohl UKW als auch DAB+ (Simulcast) nicht mehr finanzieren, da sie weniger Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag bekommt und auch der Rechnungshof meckert. Geplant war ein "raus aus UKW und nur noch DAB+". Der Vertrag mit dem Netzbetreiber über die UKW-Verbreitung wurde zum 30. Juni geküdigt, Das stieß auf wütende Proteste der betroffenen NKLs.

Laut Vereinbarung am Runden Tisch Ende Februar wurde aus einem "nur noch DAB+" nun ein "entweder DAB+ oder UKW" mit finanzieller Förderung oder ein "wir zahlen den einen Weg, also etwa DAB+, wenn ihr parallel über den anderen, also UKW, senden wollt, müsst ihr das selbst bezahlen".

So haben die NKLs nun die Flexibilität:

1. Entweder nur DAB+
2. Entweder nur UKW
3. Beides, wobei die Medienanstalt nur für einen Weg die Kosten übernimmt.

radio X aus Frankfurt will daher angeblich aus DAB+ wieder aussteigen und nur noch über UKW senden. Ich halte das für einen großen Fehler. Die UKW-Nutzung ist rückläufig, die 100 Watt-Funzel erreicht in Stereo-Güte nicht mal das ganze Stadtgebiet. Zu nur leicht höheren Kosten hat man aktuell auf DAB+ ein Sendegebiet, das vom Sauerland bis hinter Baden-Baden reicht. Da die NKLs viele musikalische Schienen haben und nicht unbedingt nur auf eine Stadt fixiert sind, haben so viele Menschen die Möglichkeit, die Sendungen zu verfolgen. Ein Rückzug von DAB+ ist vor diesem Hintergrund mehr als töricht.

Wie sich die anderen NKLs entscheiden, weiß ich nicht. Ich vermute aber, es wird mindestens ein weiteres geben, dass diesen "Zurück zu UKW only"-Weg gehen will. Und hier wäre es noch bescheuerter, da man dann weite Teile des Landkreises als Versorgungsgebiet nicht mehr erreichen kann (zumal schon zwei Frequenzen weggefallen sind).

https://radiorfm.de/archive/13523

Ich weiß, es gibt UKW-Hardcore-Fans, die DAB+ schon immer kritisch gesehen haben und NIE eine Abschaltung wollen. Die freuen sich jetzt natürlich. Ich dagegen kann es nicht nachvollziehen, wie man so an einer längst überholten Technologie festhalten kann, die irgendwo auf einem Stand mit analogem Modem, Faxgerät und Telefon mit Währscheibe steht. Zumal Hörer zu minimalen (DAB+-Radio) oder gar keinen (Webradio) Kosten sofort wieder für besten Empfang sorgen könnten. Ich halte das für irrationalen Irrsinn.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von energychari »

Kann die NKLs durchaus verstehen. Zum einen kennen sie, da Community-basiert, ihre eigene kleine Hörerschaft durch Rückmeldungen mit Abstand am besten.

Auf der anderen Seite sind die UKW-Frequenzen an dieser Stelle billiger, beständiger, bindender sowie niederschwelliger. Eine z.B. 91,8 MHz in Frankfurt ist seit 1997 gleich. Dagegen sind Mux übliche ständige Suchläufe und/oder Kanalwechsel bei NKL-typisch winziger Hörerschaft für die Macher aufwändig und sehr schädlich.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Ruhrwelle »

Eine z.B. 91,8 MHz in Frankfurt ist seit 1997 gleich.
OT-Klugscheiß: Nein, bis 2004 war es die 101,4. Die 91,8 gibt es erst seit 22 Jahren :p
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Thomas(Metal)
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Thomas(Metal) »

frank.koriander hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 15:56 (...)
Ich weiß, es gibt UKW-Hardcore-Fans, die DAB+ schon immer kritisch gesehen haben und NIE eine Abschaltung wollen. Die freuen sich jetzt natürlich. Ich dagegen kann es nicht nachvollziehen, wie man so an einer längst überholten Technologie festhalten kann, die irgendwo auf einem Stand mit analogem Modem, Faxgerät und Telefon mit Währscheibe steht. Zumal Hörer zu minimalen (DAB+-Radio) oder gar keinen (Webradio) Kosten sofort wieder für besten Empfang sorgen könnten. Ich halte das für irrationalen Irrsinn.
Ich vielleicht ein UKW-Hardcore-Fan? Wenn es so ist, kann ich damit gut leben.
Dann muß ich aber erklären warum ich gerne UKW behalten will: UKW bietet bessere Tonqualität. Ganz einfach. Webradio z. T. auch. Man hätte es in der Hand das zu ändern. Das wird, ich beobachte doch schon eine ganze Zeit, aber ganz offensichtlich nicht passieren.
Wenn UKW "analogem Modem, Faxgerät und Telefon mit Währscheibe" verglichen wird, dann ist DAB ISDN. Bestenfalls. Und was gibt es gegen ein funktionierendes Faxgerät im Rahmen einer ebenfalls funktionierenden Prozeßkette einzwenden? Dann machen wir es alles digital, drucken aus und über die Drehstuhlschnittstelle geben wir das wieder ein. Das gilt dann als digital. :p

Aber vielleicht werden Wünsche war wenn es darum geht UKW abzuwürgen, auch für den Lokalfunk. Namentlich: Die aufziehende Energiekrise. Den hier diskutierten hessischen NKL würde ich da als einen politischen Spielball und damit als erstes dabei sehen.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Eckhard. »

energychari hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 17:45 Auf der anderen Seite sind die UKW-Frequenzen an dieser Stelle billiger,
Das ist für die hessischen NKLs doch irrelevant. Die Kosten für die Programmzuführung und -ausstrahlung übernimmt doch die MAnstalt Hessen vorab direkt oder indirekt (HDR). Nur deshalb konnte die MAnstalt die Kündigungen der UKW-Frequenzen durchführen.
energychari hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 17:45Dagegen sind Mux übliche ständige Suchläufe und/oder Kanalwechsel bei NKL-typisch winziger Hörerschaft für die Macher aufwändig und sehr schädlich.
Üblicherweise scanned jedes DABplus-Radio beim Einschalten das gesamte Band und springt dann auf das zuletzt gehörte Programm zurück. Da ist nichts "ständig zu suchen", wenn man nicht das Programm wechseln will (und das ist wohl mit Ausnahme des automatischen scannen auf UKW nicht anders).
.... und für die Macher ist z.B. nur bei Hessen-Süd mit Ausnahme des einmaligen Wechsels von 11C (der für Hessen u.a. nach Einsprüchen aus Frankreich nicht mehr zur Verfügung stand) nach 12C nichts mehr passiert. Hessen-Nord war und ist weiterhin auf dem 6A.
Sarstedter
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Sarstedter »

Wie kommt eigentlich RFM darauf, auf DAB und ohne UKW dann nur in Südhessen empfangbar zu sein?! Aktuell auf DAB kann ich den sender dauerhaft auf 6A ohne Probleme mit kleiner Yagi hier südlich von Hannover sogar noch hören. Das ist nun wirklich deutlich nördlicher als das eigentliche Sendegebiet. Dort ca. 120km südlich von mir im Kerngebiet müsste 6A doch eigentlich ziemlich gut funktionieren vom hohen Meissner. Die beiden Funzeln auf UKW könnten das doch bei weitem nicht ersetzen. Ich würde da an deren Stelle überhaupt nicht lang überlegen und sofort DAB wählen.
Eckhard.
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von Eckhard. »

Sarstedter hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 19:02 Wie kommt eigentlich RFM darauf, auf DAB und ohne UKW dann nur in Südhessen empfangbar zu sein?!
Das ist ja auch totaler QUATSCH!! In Südhessen ist der Muxx 6A Hessen-Nord in normalen Lagen NICHT zu empfangen. Maximal in besonderen Höhenlagen oder in Randlagen bis zur Linie Giessen - Fulda. Ich kenne auch Fans, die mit einer sehr guten gerichteten Antennenanlage noch ein Signal des 6A Hessen-Nord im Spessart und an den Grenzen des Rhein-Main-Gebietes Richtung Rheingau / Rheinhessen in RLP empfangen, aber Normalempfang ist das nicht. Gleiches gilt umgekehrt auch für den Muxx 12C Hessen-Süd, den ich persönlich selbst im Mobilempfang noch im Bereich rund um den Edersee hören konnte.
Zuletzt geändert von Eckhard. am So 29. Mär 2026, 21:13, insgesamt 2-mal geändert.
WPOW96.5
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Re: Hessische NKLs ab 30.06.2026 OHNE UKW-Verbreitung

Beitrag von WPOW96.5 »

Die UKW-Verbreitung ist qualitativ deutlich besser als DAB+. 64 kbit/s brutto, vielleicht 54 kbit/s netto in HE-AAC v1, klingen einfach absolut gruselig und haben mit ordentlichem Hörfunkklang nicht mehr viel zu tun. Die UKW-Sender werden zwar sicherlich ebenfalls datenreduziert zugeführt, klingen meines Erachtens aber deutlich sauberer. Dort sollten mindestens 256 kbps oder besser 384 kbps MP2 im Spiel sein.

Das Argument, dass hier aus Kostengründen an UKW gespart werden müsse, greift für mich daher überhaupt nicht. Laut dem Rundfunkbericht des Hessischen Rechnungshofs lagen die Distributionskosten 2023 für UKW bei 165,5 Tsd. Euro, für DAB+ dagegen bei 332,2 Tsd. Euro. DAB+ ist hier also gerade nicht der billigere Weg, sondern der deutlich teurere. Hinzu kommt, dass die Medienanstalt die Senderbetriebs- und Leitungskosten sogar für zwei Verbreitungswege in voller Höhe trägt. Gleichzeitig weist der Rechnungshof darauf hin, dass zuletzt gar keine aktuellen tatsächlichen Hörerzahlen vorlagen und daher überhaupt erst geprüft werden soll, ob zwei Verbreitungswege wirtschaftlich sinnvoll sind. Wenn man also Klang und Kosten zusammen betrachtet, ist das für mich eher ein klares Argument pro UKW.

Außerdem stellt sich die Frage, wie sinnvoll für ein lokales NKL-Programm eine derart flächendeckende Verbreitung überhaupt ist. Sie bringt doch keinen wirklichen Vorteil, wenn zugleich lokale Inhalte geliefert werden. Das heißt: Ein erheblicher Teil der Reichweite verpufft, weil die Verbreitung weit über das eigentliche lokale Zielgebiet hinausgeht.

Wenn man ohnehin die Wahl zwischen DAB+ und UKW hat, wäre es doch sinnvoller, UKW beizubehalten. Wollen sie beides haben, dann können sie sich den DAB+ Betrieb von der Landesmedienanstalt finanzieren lassen, während bei UKW selbst zugezahlt werden muss.
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