Historische Antennen-Dose

Das Radioforum. Hier dreht sich alles um die technischen Seiten des Radio- und TV-Empfangs.
WiehengeBIERge
Beiträge: 1512
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 17:23
Wohnort: 32312
Kontaktdaten:

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von WiehengeBIERge »

20260309_145104.jpg
20260309_145100.jpg
Meine "Beute" von heute. Einloch-Stichdose von Wisi.
Technisch ist da drin nicht viel los :bruell: .
Ist nur Verbinder.
Der Deckel war schon so angeknabbert (passte sonst nicht neben die runde, alte Siemens-Steckdose)
Wolfgang R
Beiträge: 3272
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 08:32
Wohnort: JN48DM

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Wolfgang R »

WiehengeBIERge hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:57 Der Deckel war schon so angeknabbert (passte sonst nicht neben die runde, alte Siemens-Steckdose)
Und wie hat der VF Facharbeiter das nun gelöst ;)

Die Dose ist wohl der Vorläufer von dem da: https://www.elektro-wandelt.de/GIRA-565 ... gKpOvD_BwE
QTH: JN48DM - Oberes Murgtal (Baiersbronn)
RalphT
Beiträge: 730
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:32

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von RalphT »

Studio Oldenburg hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 13:05 Von der groben Richtung würde ich eher sagen, der Rechen zeigt gen Bremen-Walle. Was dort aber 1966 (grobes Baujahr des Hauses) abgestrahlt wurde, und von welchem Turm (der aktuelle ist ja aus den 80ern) weiß ich jetzt ohne Nachzuschauen nicht. Steinkimmen liegt meines Erachtens nach etwas südlicher.

Aber vllt ist die Antenne ja nachträglich gekommen.

EDIT: Wahnbek ist eine ganz andere Richtung (Norden). Der Rechen zeigt nach Osten. 1966 rum war Wahnbek auch noch nicht gebaut und die Privaten brauchten noch 20 Jahre bis sie senden.
Wenn der Standort direkt Oldenburg ist, dann wird die Antenne wohl so in Richtung Bremen zeigen. Steinkimmen war vielleicht Beifang. Dann gabs wohl mit dieser Anlage RB 1, ZDF und N3 aus Bremen und NDR 1 aus Steinkimmen. SAT 1 und Co KG kamen erst später so in den 90ern. Das passt auch zum Antennenverstärker. Der ist schon mit F-Anschlüssen. Daher schätze ich, dass diese Anlage so aus den 90ern stammt.
Die ganzen Privaten dürften dort sehr schlecht zu empfangen sein. Ich war ja nur 12 km vom Sendeturm weg und hatte bei K29 SAT 1 schon leichten Schnee.

Ich bin heute durch Varel gefahren. Dort hängen heute noch UHF-Antennen, vert. in Richtung OLdenburg. Da war wohl damals Empfang möglich. Fragt sich nur wie.
Optimierer
Beiträge: 387
Registriert: Fr 7. Sep 2018, 21:42

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Optimierer »

Die UHF-Antenne dürfte auch neuer als 1966 sein. Diese Kunststoff-verstärkten "Brillen"-Direktoren kamen erst Anfang der 1970er Jahre verstärkt auf den Markt. Die ersten UHF-Yagis aus den 1960er Jahren hatten meist einfache Alustäbe als Direktoren und runde Antennendosen mit 240/300 Ohm-Anschlüssen.

Der Verstärker mit den F-Steckern ist definitiv neuer als 1990. Bis Ende der 1980er waren dort ausschließlich IEC-Stecker üblich. Auch Barcodes und das CE-Zeichen waren bis Ende der 1980er auf solchen Geräten nicht aufgedruckt.
Wolfgang R
Beiträge: 3272
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 08:32
Wohnort: JN48DM

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Wolfgang R »

RalphT hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 16:17 Die ganzen Privaten dürften dort sehr schlecht zu empfangen sein. Ich war ja nur 12 km vom Sendeturm weg und hatte bei K29 SAT 1 schon leichten Schnee.
Ich residierte - zu analog-Zeiten, versteht sich - in Bremen nur unweit des Hbf in einer Handwerkerabsteige ohne Kabelfernsehen, aber mit ordentlicher Dachantenne und da gingen die Privaten eigentlich knackscharf auf dem 37cm Sharp Gerät. Die öR sowieso. Aber Oldenburg ist halt ein gutes Stück weg.

Da ging meines sehr verblichenens Wissens nach neben RB1 auch NDR1 gut, es gab zwei mal ARD.

Geister oder Griesel gab es da nicht.
QTH: JN48DM - Oberes Murgtal (Baiersbronn)
RalphT
Beiträge: 730
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:32

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von RalphT »

Das kommt hin. Am Hauptbahnhof war man auch sehr dicht am Waller Turm dran. Gerade was so die eigentliche Stadtmitte betraf, war der Empfang sogar mit einer Zimmerantenne ein Heimspiel. In Bremen Mitte und West und Süd war Steinkimmen gut zu empfangen.
WiehengeBIERge
Beiträge: 1512
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 17:23
Wohnort: 32312
Kontaktdaten:

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von WiehengeBIERge »

Wolfgang R hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 15:27
WiehengeBIERge hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 14:57 Der Deckel war schon so angeknabbert (passte sonst nicht neben die runde, alte Siemens-Steckdose)
Und wie hat der VF Facharbeiter das nun gelöst ;)
Aufputzdose mit Aufputz-Kabelkanal 50 cm weiter links. Das Kabel musste sowieso neu, das war genau so alt wie die Dose ;) .
Studio Oldenburg
Beiträge: 316
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 21:04
Wohnort: Oldenburg (Oldenburg)

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Studio Oldenburg »

So, jetzt ein Foto von der Dose in einer anderen Wohnung hier im Haus. Von der Marke „Nierhtak“. ;) :rolleyes:

Hab dann auch mal fix nochmal den Rest vom Verstärker-Kasten fotografiert.

DAB+ wird auch beim Radio-Ausgang so durchgeschleift.
Dateianhänge
IMG_2051.jpeg
IMG_2050.jpeg
IMG_2049.jpeg
TEF6686
Deepelec DP-666
Qodosen DX-286
Silvercrest SBL D6 A1
Dual DAB 4 (umgerüstet mit SMA-Anschluss)
UEME DB-368
Antennen: 3. Elemente und (Dipol)-Teleskopantennen
Mein YouTube-Kanal
Früher schon einmal im MySnip-Forum aktiv gewesen
Wolfgang R
Beiträge: 3272
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 08:32
Wohnort: JN48DM

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Wolfgang R »

Studio Oldenburg hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 18:38 So, jetzt ein Foto von der Dose in einer anderen Wohnung hier im Haus. Von der Marke „Nierhtak“. ;) :rolleyes:
Die sehr alte Kathrein-Dose scheint mir die dickeren, alten Koax-Stecker (4/13 Stecker) nach DIN 47284 zu haben. Da passt auch der recht lange Stecker dazu.

Nach dem Verstärker kommt ein Aufgebot von 2-fach Verteilen als Stell-Dich-Ein der grossen Marken. Bosch, Kathrein. Nur Hirschmann fehlt ;)
QTH: JN48DM - Oberes Murgtal (Baiersbronn)
Studio Oldenburg
Beiträge: 316
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 21:04
Wohnort: Oldenburg (Oldenburg)

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Studio Oldenburg »

Ich verstehe die Verteilung von dem Bosch und Kathrein Verteilern nicht so ganz.

Dann wird die dose in der Wohnung noch original aus den 60ern sein?
TEF6686
Deepelec DP-666
Qodosen DX-286
Silvercrest SBL D6 A1
Dual DAB 4 (umgerüstet mit SMA-Anschluss)
UEME DB-368
Antennen: 3. Elemente und (Dipol)-Teleskopantennen
Mein YouTube-Kanal
Früher schon einmal im MySnip-Forum aktiv gewesen
Wolfgang R
Beiträge: 3272
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 08:32
Wohnort: JN48DM

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Wolfgang R »

Studio Oldenburg hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 20:37 Ich verstehe die Verteilung von dem Bosch und Kathrein Verteilern nicht so ganz.

Dann wird die dose in der Wohnung noch original aus den 60ern sein?
Die alte Kathrein Dose ist ziemlich sicher aus den 60ern :)


Das mit den Verteilern hätte man auch anders lösen können, es wurde wohl verbaut, was gerade da war....ich habe bei mir keine Kaskade von mehreren 2-fach Verteilen sondern einen einzigen 6-fach Verteiler.

Wirklich "falsch" ist so eine Verteilerkaskade aber auch nicht, so lange die notwendige Teilnehmerentkopplung durch Wahl der entsprechenden Dosen sichergestellt wird.

Es ist z.B denkbar, dass von jedem 2-fach Verteiler eine Stammleitung zu einer Wohnung abgeht. Am ersten Verteiler zur der am weitesten entfernten Wohnung, am zweiten zur am zweitweitsten entfernten Wohnung u.s.w. Genaueres weiss man nicht, man sieht ja nicht, wo die Kabel hingehen. Zudem könnten auch Abzweiger in der Kaskade sein, davon werden dann einzelne Stichdosen (ohne weiterführendes Kabel) angefahren. Kann man so aber auch nicht sehen.

Mit so einer Verteilerkaskade musste man halt ein wenig mehr rechnen, aber in den 60ern gab es ja noch viele RFT, die sowas noch wirklich konnten :)
QTH: JN48DM - Oberes Murgtal (Baiersbronn)
Studio Oldenburg
Beiträge: 316
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 21:04
Wohnort: Oldenburg (Oldenburg)

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Studio Oldenburg »

Hier im Haus gibt es 6 Parteien (3 auf zwei Seiten), also finde ich 3 Leitungen schon etwas seltsam.

Es gibt allerdings noch eine „zweite Hausnummer“ nebenan mit ebenfalls 6 Parteien (anderer Eigentümer/verwalter), vielleicht geht ein Kabel dort rüber?

Die DSL Leitung geht auch vom APL draußen durch die Kellerräume hier und ein Kabel geht weiter zur anderen Haushälfte.
TEF6686
Deepelec DP-666
Qodosen DX-286
Silvercrest SBL D6 A1
Dual DAB 4 (umgerüstet mit SMA-Anschluss)
UEME DB-368
Antennen: 3. Elemente und (Dipol)-Teleskopantennen
Mein YouTube-Kanal
Früher schon einmal im MySnip-Forum aktiv gewesen
Wolfgang R
Beiträge: 3272
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 08:32
Wohnort: JN48DM

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Wolfgang R »

Studio Oldenburg hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 21:55 Hier im Haus gibt es 6 Parteien (3 auf zwei Seiten), also finde ich 3 Leitungen schon etwas seltsam.
Doch, doch, das ergibt sogar sehr viel Sinn und erklärt den 30db Brummer von HAV.

Zuerst wird der Hauptstrang gesplittet in Haus a und Haus b.

In "deinem" Haus gibt es dann zwei Hauptstränge mit je drei Wohnungen, Ausführung mit Durchgangsdosen.

Im anderen Haus wird der Strang auch noch mal in gleicher Art und Weise aufgeteilt.

Bei einer so grossen Anlage: Vermisst da niemand DVB-T2, das seit dem Umstecken der UHF Antenne auf den Band III Eingang weggefallen ist :gruebel:
QTH: JN48DM - Oberes Murgtal (Baiersbronn)
Jürgen Martens
Beiträge: 215
Registriert: Sa 1. Sep 2018, 11:49

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Jürgen Martens »

Guten Morgen,
es war ziemlich gefährlich, die ganzen Komponenten der Verteilung auf eine Holzplatte zu montieren.
Erhitzt sich z.B. der Verstärker zu stark, erhitzt sich auch die Platte und fängt an zu kokeln.
Wenn es dumm läuft, brennt dann der Dachstuhl.
Aus diesem Grund sind Metallplatten Vorschrift, denn Metall kokelt nicht.
Wie man sieht, floss da schon Wasser über die Geräte. Nur gut, dass diese dabei keinen Schaden genommen haben....
Nachdenkliche Grüße
Jürgen
Studio Oldenburg
Beiträge: 316
Registriert: Mi 15. Nov 2023, 21:04
Wohnort: Oldenburg (Oldenburg)

Re: Historische Antennen-Dose

Beitrag von Studio Oldenburg »

Wolfgang R hat geschrieben: Mi 11. Mär 2026, 06:26
Studio Oldenburg hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 21:55 Hier im Haus gibt es 6 Parteien (3 auf zwei Seiten), also finde ich 3 Leitungen schon etwas seltsam.
Doch, doch, das ergibt sogar sehr viel Sinn und erklärt den 30db Brummer von HAV.

Zuerst wird der Hauptstrang gesplittet in Haus a und Haus b.

In "deinem" Haus gibt es dann zwei Hauptstränge mit je drei Wohnungen, Ausführung mit Durchgangsdosen.

Im anderen Haus wird der Strang auch noch mal in gleicher Art und Weise aufgeteilt.

Bei einer so grossen Anlage: Vermisst da niemand DVB-T2, das seit dem Umstecken der UHF Antenne auf den Band III Eingang weggefallen ist :gruebel:
Das war nur eine Vermutung, ob die andere Hausnummer dort auch mit angesteckt ist, ich weiß es nicht sicher.

Zumindest hier nutzt meines Erachtens nach niemand DVBT 2. zwei Parteien haben Kabel, die anderen wahrscheinlich SAT und ich habe Magenta.

Ich habe dort mal einen Zettel reingehangen, dass dort niemand was aus- oder umstecken soll (Laminiert also gültig :D). Vielleicht gebe ich mal der Verwaltung Bescheid dass das so nicht optimal ist. Immerhin hängt ein Rauchmelder direkt dadrüber.
TEF6686
Deepelec DP-666
Qodosen DX-286
Silvercrest SBL D6 A1
Dual DAB 4 (umgerüstet mit SMA-Anschluss)
UEME DB-368
Antennen: 3. Elemente und (Dipol)-Teleskopantennen
Mein YouTube-Kanal
Früher schon einmal im MySnip-Forum aktiv gewesen
Antworten