Störsender DDR KJS Schwerin

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mittendrin
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von mittendrin »

bluesoda hat geschrieben: Fr 14. Jun 2024, 09:15 Hatten die Angehörigen der GSSD in der DDR Sowjet TV?
Ja, die Liste der Senderstandorte ist hier im Forum zu finden:
viewtopic.php?p=37542#p37542
mittendrin ist hier: QTH 11e59 / 51n23 (südlich von Halle/Saale)
DAB+ mit PEAQ PDR050 (Teleskopantenne) jederzeit indoor mindestens einlesbar aus: 19km (5C,6B,11C), 23km (5D), 29km (6C,9A,10A,12A), 52km (8B), 63km (12B), 98km (10B), 105km(8A)
Frankfurt
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von Frankfurt »

RADIO354 hat geschrieben: Fr 14. Jun 2024, 09:57 Dumm gelaufen damals :
Von einer Firma wurde auf einem Gebäude vom Lehrlingsinternat eine Antennenanlage
installiert. Die Firma übergab die Anlage an den Heimleiter. Bei Eingeschaltetem Fernseher wurden die Programme durchgeschaltet.
Berlin K 5 DDR 1 bis K 39 SFB/ N 3 . Also 5 Programme. Dem Heimleiter waren es 3 zuviel.
Also Fernseher mitnehmen und Westen ausbauen.
Die Sperre im UHF Band bestand aus einem Nagel in der Welle zum Durchstimmen der Kanäle. Den hab ich vorsichtig entfernt. Aber im VHF den K 7 ( ARD Berlin ) konnten wir nicht wiederherstellen. So frage ich mal in die Runde was man Damals gemacht haben könnte um einen Kanal im VHF Band 3 auf diesem Gerät " verschwinden zu lassen " ?
https://images.app.goo.gl/vw5wzj45yrUtLFn79
Es war in den 1970' er Jahren.
Es gab für den VHF Bereich Geräte mit Kanalpatronen, dieumgeschaltet wurden. Da wurden TV teils nur mit den lokalen TV Kanälen bestückt, ansonsten hast du sie gezogen. DDR TV Geräte gingen im UHF Bereich auch gerne mal nur bis K39 bautechnisch bedingt.
OnkelSven
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von OnkelSven »

Erinnert sich noch jemand an den Russentod? Das hier ist gemeint: https://www.spiegel.de/geschichte/kalte ... 49675.html
UK-DX
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von UK-DX »

OnkelSven hat geschrieben: Mo 17. Jun 2024, 11:44 Erinnert sich noch jemand an den Russentod? Das hier ist gemeint: https://www.spiegel.de/geschichte/kalte ... 49675.html
Bekannt ist mir das Thema, ich hatte hier darauf hingewiesen:
UK-DX hat geschrieben: Fr 14. Jun 2024, 10:40
Ich meine dass in Dresden ein sovjetischer Sender entweder recht nah an einem Westsender drann war, und das Gleiche bei einem CSSR Sender der Fall war. Nur in beiden Faellen war der Westsender so weit entfernt, dass es vielleicht nicht eine bewusste Stoerung war.

Begriffe aus Dresden waren "Russentod" und "Tschechenfalle". Gemeint waren irgendwelche selbstgebastelten Apparaturen, um den Soviet-Sender und den CSSR Sender auszublenden um entweder ARD und ZDF dennoch empfangen zu koennen. Bauanleitungen wurden dazu unter der Hand weitergegeben.

Auf Grund von Lage und Distanz duerfte dies in Dresen besonders eine Herausforderung gewesen sein.

Berichte habe ich auch gehoert von DDR Parteibonzen die nach Dresen verstetzt wurden, aber dennoch West-Empfang aus Berlin via Richtantenne bekommen hatten.

Was genau daran stimmt, und was nicht kann ich so auch nicht bestaetigen.
RADIO354
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von RADIO354 »

Frankfurt hat geschrieben: Mo 17. Jun 2024, 08:57
RADIO354 hat geschrieben: Fr 14. Jun 2024, 09:57 Dumm gelaufen damals :
Von einer Firma wurde auf einem Gebäude vom Lehrlingsinternat eine Antennenanlage
installiert. Die Firma übergab die Anlage an den Heimleiter. Bei Eingeschaltetem Fernseher wurden die Programme durchgeschaltet.
Berlin K 5 DDR 1 bis K 39 SFB/ N 3 . Also 5 Programme. Dem Heimleiter waren es 3 zuviel.
Also Fernseher mitnehmen und Westen ausbauen.
Die Sperre im UHF Band bestand aus einem Nagel in der Welle zum Durchstimmen der Kanäle. Den hab ich vorsichtig entfernt. Aber im VHF den K 7 ( ARD Berlin ) konnten wir nicht wiederherstellen. So frage ich mal in die Runde was man Damals gemacht haben könnte um einen Kanal im VHF Band 3 auf diesem Gerät " verschwinden zu lassen " ?
https://images.app.goo.gl/vw5wzj45yrUtLFn79
Es war in den 1970' er Jahren.
Es gab für den VHF Bereich Geräte mit Kanalpatronen, dieumgeschaltet wurden. Da wurden TV teils nur mit den lokalen TV Kanälen bestückt, ansonsten hast du sie gezogen. DDR TV Geräte gingen im UHF Bereich auch gerne mal nur bis K39 bautechnisch bedingt.
Aha, vielen Dank für Die Antwort.
Der Fernseher hatte einen Durchstimmbaren Kanalwähler. So als würde man am Radio
drehen einschließlich des Zeigers auf welchem Kanal man gerade war. Nur was bewegte man genau wenn am Kopf der Kanaleinstellung gedreht wurde ?
Einen Drehko wie beim Radio ? Auf Jeden Fall wurde der Fernseher in die Werkstatt mitgenommen und kam nach wenigen Tagen " Krank " zurück. Kann man dem eventuell
Einen Saugkreis für den K 07 verpasst haben. Da es jetzt schon 48 Jahre her ist weiß
Ich nicht mehr genau ob im Gerät etwas zu sehen war, das Original nicht drin war.
tojo
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von tojo »

Die ganz alten TV-Geräte mit nur VHF-Empfang hatten tatsächlich noch einen Dreko. Sobald man aber Stationstasten hatte, wurde mit Kapazitätsdioden abgestimmt. Diese Dioden werden stets in Sperrrichtung betrieben. Über eine angelegte Gleichspannung (über ein Mehrgangtrimmpoti pro Stationstaste) wird die Dicke der Sperrschicht in der Diode bestimmt und damit die Kapazität zwischen den beiden Elektroden variiert. In modernen Geräten wird diese Abstimmspannung von einer PLL-Schaltung mit Mikroprozessorsteuerung erzeugt.
OnkelSven
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von OnkelSven »

Ich habe nicht viele Fernseher mit Kanaldrehwähler zerlegt und auch kein einziges RFT-Gerät, aber ich erinnere mich, dass es um den rastenden Drehschalter für die Kanäle noch einen kleinen Drehring gab, mit dem man dem Oszillator mittels eines kleinen Drehkos fein verstimmen konnte.
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von DLR-Fan Sachsen-Anhalt »

Es gab bei Röhren SW Geräten der 70iger beide Varianten. Meine Eltern hatten einen Stella VHF Trommelkanalwähler mit Feinabstimmungsrad drumherum. Dort haben wir die Kanalstreifen 7 und 10 tauschen lassen so dass nur noch von 6 auf 7 geschaltet werden musste, und der Kanlwähler länger hielt. UHF ging an diesem TV durstimmbar bis K39. UHF, VHF Umschaltung mit Taste.
Meine Oma hatte einen Ines, da war die Bildröhre etwas kleiner, VHF durstimmbar und UHF durstimmbar. Auf UHF wurde mit einer Taste umgeschaltet. UHF auch nur bis K39.
Radio Fan
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von Radio Fan »

Ich finde es wird jetzt hier in Bezug zum ursprünglichen Thema immer
mehr OT… ;)
Es gibt doch immer noch auch diesen Thread hier:
viewtopic.php?p=1763073#p1763073

QTH: Rostock Mitte
RX:Technisat DIGITRADIO 143, Grundig Satellit 700, Peaq PDR050
TEF 6686, Panasonic RF-D10, Technisat DigiPal DAB, QODOSEN SR-286
Mobil:Honda Civic-Werkslösung optimiert mit ATBB-DAB Dachantenne
RADIO354
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Re: Störsender DDR KJS Schwerin

Beitrag von RADIO354 »

Diese Streifen K 10 auf K 07 zu Tauschen war eine schlaue Idee :spos:
Wir selbst besaßen immer nur Durchstimmbare Kanalwähler. Der TV im Hauptgebäude
des Internates hatte eine Schalttrommel. Mit Heller Markierung die den Eingestellten
Kanal angezeigt hatte. Wir haben manchmal auf K 07 geschaltet, den Knopf abgezogen
und wieder so auf die Achse geschoben das der K 05 angezeigt wurde. Das ging
Komischerweise problemlos. Die Erzieherin schaute immer nur ob K 05 angezeigt wurde.
Natürlich flog das auch mal auf : Der Berliner Telebär flog auf den Funkturm und
kündigte Werbung im TV an. Hihihi...

Edition :
Wie schon Bemerkt, Zuviel OT Ich mache mich mal " Vom Acker " . Hatte hier auch nur weitergeschrieben wegen Bezug auf Schule und Internat mit Westempfangs-
Verhinderung....
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