UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

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jkr 2
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von jkr 2 »

Beim Hohenpeißenberg haben doch schon Einsparmaßnahmen gegriffen. Seit einiger Zeit wurde da die Leistung halbiert auf jetzt 12,5 kW.

Das Prinzip der Leistungshalbierung könnte man doch auch bei den stärkeren Grundnetzsender anwenden. Hohe Linie hatte früher 8 kW, Bamberg 6 kW, Büttelberg 10 kW, Hoher Bogen 20 kW, Pfaffenberg 17 kW bzw. 6 kW (2. Programm), Würzburg 2 kW, Hochberg 2 kW., Gelbelsee 10 kW, Hühnerberg 6 kW, Coburg 2,4 kW, Ismaning 6 bzw. 15 kW, Dillberg bei Bayern3 lange 12 kW, ansonsten 24 kW. Alles Werte aus der Zeit der mono-Versorgung, auf diesen Zustand könnte man jetzt, da gutes DAB-Netz, ohne weiteres wieder zurückgehen.

Leistungshalbierung spart viel Strom, und der Empfang geht nur um 3 dB zurück, dank der Logarithmusfunktion

Beim Ochsenkopf hat die Klassikfrequenz 102,3 neuerdings auch nur noch 15 kW, wohl wegen des Säuselns mit Zusammenwirken mit der Gleichfrequenz Wendelstein. Wenn es sein muss, geht anscheinend auch so eine radikale Reduzierung um 9 dB.

Bei Passau und Landshut wurde allerdings in jüngerer Zeit auf jeweils 1 kW verstärkt. Bei Landshut wohl, weil die UKW-Antennen sehr tief am Masten hängen.

Inntal-Ebbs könnte auch UKW beenden, Reit im Winkl mag ich nicht beurteilen, das wird Habakukk besser einschätzen können.

Die derzeitigen Kleinsenderabschaltungen bringen auch was ("auch Kleinvieh macht Mist"), bei den Brummern wäre jedoch wesentlich mehr Einsparpotential bei Leistungsreduzierung. Man muss sich nur dran wagen. Und bei der nächsten turnusmäßigen Senderneubeschaffung sollte die völlige Abschaltung erfolgen, egal ob das ominöse Abschaltjahr 2035, das die Regierung ins Gespräch gebracht hat, schon erreicht ist oder noch nicht.
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DH0GHU
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von DH0GHU »

Naja... 3 dB sind bei FM an der Grenze (Stichwort FM-Schwelle) eine ganze Menge...
Standortkosten bestehen nur zu einem Teil aus Stromkosten - der weitaus größte Teil bei den kleineren Sendern sind Standortkosten.
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jkr 2
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von jkr 2 »

DH0GHU hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 18:16 Naja... 3 dB sind bei FM an der Grenze (Stichwort FM-Schwelle) eine ganze Menge...
Standortkosten bestehen nur zu einem Teil aus Stromkosten - der weitaus größte Teil bei den kleineren Sendern sind Standortkosten.

A bissl muss es bei den Leuten schon mal wehtun, um einen Impuls für ein DAB-Gerät zu erhalten.

Nebenbei: größere Landstriche waren jahrzehntelang mit geringeren dB-Werten versorgt. Ich weiß, wovon ich spreche. Wir haben hier (Hohe Linie) Bayern1 und Bayern3 auch erst seit Januar 1975. Dachantennen wurden da schon lange nicht mehr verbaut.
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Ruhrwelle
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von Ruhrwelle »

Allerdings war damals Monoempfang unterwegs Standard und es gab kein RDS. Für Stereoempfang wurde eine Dachantenne vorausgesetzt, ob man die jetzt hatte oder nicht.
Heutzutage darfs im Billigradio nicht rauschen. Eine Leistungsreduktion an ausgewählten Standorten wäre aber aus DXer-Sicht gar nicht mal so schlecht.
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energychari
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von energychari »

Ruhrwelle hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 19:47 Allerdings war damals Monoempfang unterwegs Standard und es gab kein RDS. Für Stereoempfang wurde eine Dachantenne vorausgesetzt, ob man die jetzt hatte oder nicht.
Heutzutage darfs im Billigradio nicht rauschen. Eine Leistungsreduktion an ausgewählten Standorten wäre aber aus DXer-Sicht gar nicht mal so schlecht.
Der Empfang im Auto hat sich ja durch Diversity, vielen Antennen, Richtwirkung, Doppeltunern, dynamischen Filtern sowieso sehr stark verbessert. Da macht sich eine Reduzierung nicht wirklich bemerkbar, wenn es denn sein muss. Und für indoor gibt es zahlreiche Alternativen und das Billigradio dort schnell und günstig ausgetauscht
strade
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von strade »

Naja, der DXer freut sich über 5 dB von einem Sender Kreuzberg. Würde die wichtige 98,3 um 3 dB gesenkt, dann wäre auch der DXer nicht mehr ganz zufrieden. Würden jedoch überall dort, wo DAB die Vollversorgung erbringt, der jeweilige UKW-Sender um 3 dB gesenkt, dann wäre viel gewonnen, da zahleiche Rauscher reduziert würden. Die BNETZA könnte jederzeit die gültigen UKW-Zuteilungen bearbeiten, und Strom sparen ist sogar ein grüner Gedanke und Umwelt. UKW-Füllsender generell mit Datum 2025 abschalten, nur noch GNS mit max 50 KW.
Das der Ochse die 102,3 nur noch mit 12 KW sendet (sind nicht 100 KW erlaubt ?) war an mir vorbei gegangen. Und das der HPB auf auf u.a. 92,8 auf 12 KW reduziert wurde, hat sicher auch einen Grund.
Habakukk
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von Habakukk »

Ob nicht hinter den Kulissen eh schon der eine oder andere Standort mit etwas weniger Leistung läuft? Ich weiß nicht, ob wir das wirklich bemerken würden. 3dB weniger sind ohne direkte Vergleichsmöglichkeit eher nur so eine Gefühlssache (ging doch irgendwie mal besser), ohne dass man es so richtig merkt.
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Hoher Bogen 20 kW
Merkt man im Nahbereich eigentlich den Unterschied zwischen den 50kW von 91.6/94,7/96,8/101,9/104,4 und den 5kW der 88,3? Sind auf dem Papier ja doch 10dB.
Hier etwas weiter weg hatte ich immer schon den Eindruck, dass zwischen der 88,3 gar nicht so viel Unterschied zum Rest besteht. Hatte immer schon die Vermutung, dass der Rest vielleicht gar keine 50kW hat.
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Hochberg 2 kW
Ich weiß nicht, ob ich es mir nur einbilde, aber seit dem Antennenumbau vor einigen Jahren kommt der Hochberg bei mir nicht mehr so gut an wie früher, zumindest ist das mein Eindruck. Kann es aber leider nicht belegen. Ob dabei die ERP reduziert wurde, oder ich nur zufällig jetzt in einem Minimum der neuen Antennenanlage gerutscht bin, oder mir alles nur einbilde, kann ich nicht sagen.
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Bei Passau und Landshut wurde allerdings in jüngerer Zeit auf jeweils 1 kW verstärkt. Bei Landshut wohl, weil die UKW-Antennen sehr tief am Masten hängen.
Speziell Passau und Landshut würde mich mal echt im Detail interessieren, wann denn da die Leistungen real erhöht wurden, oder ob das vielleicht auch nur auf dem Papier passiert ist. Gut, meine Erinnerung an früher ist, dass Altdorf hier nahezu kaum zu empfangen war, während die 104,1 von der Weickmannshöhe mit ihren 1kW relativ gut ging. Heute ist der Unterschied zwischen der 104,1 und den BR-Frequenzen nicht mehr so groß. Das spricht wohl schon für eine reale Leistungserhöhung zumindest in Landshut. Muss aber vor nicht allzu langer Zeit passiert sein.
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Inntal-Ebbs könnte auch UKW beenden, Reit im Winkl mag ich nicht beurteilen, das wird Habakukk besser einschätzen können.
Der Walmberg versorgt tatsächlich nicht nur Reit im Winkl, sondern das gesamte Achental bis fast an den Chiemsee (Grassau) ran. Also Marquartstein, Unter-/Oberwössen und Schleching! Südseitig versorgt der Walmberg noch ein gutes Stück Tirol (ab Kössen rüber Richtung Walchsee), bis der Wendelstein übernehmen kann.

Im Achental ist Wendelstein durch Hochplatte/Kampenwand/Geigelstein völlig abgeschattet und geht nur schwach und verzerrt. Der Hochberg versteckt sich ab Marquartstein südwärts hinter dem Hochgern und geht dann auch nur noch verzerrt. Von Norden her strahlt halt noch der Brotjacklriegel ein, und Ismaning dürfte auch noch ein wenig gehen.

Letztendlich hat die Versorgung dann das gleiche Niveau wie im benachbarten Priental (Aschau/Sachrang). Hier war ja auch mal ein Füllsender für den Schachenberg geplant, der aber nie realisiert wurde. Das RDS müht sich dort ziemlich ab, zwischen diversen, zeitweise verzerrten Standorten rumzuschalten. Geht schon irgendwie, aber Ottonormalhörer werden im Autoradio vielleicht um-/wegschalten.
DH0GHU
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von DH0GHU »

strade hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 21:17 Naja, der DXer freut sich über 5 dB von einem Sender Kreuzberg. Würde die wichtige 98,3 um 3 dB gesenkt, dann wäre auch der DXer nicht mehr ganz zufrieden. Würden jedoch überall dort, wo DAB die Vollversorgung erbringt, der jeweilige UKW-Sender um 3 dB gesenkt, dann wäre viel gewonnen, da zahleiche Rauscher reduziert würden. Die BNETZA könnte jederzeit die gültigen UKW-Zuteilungen bearbeiten, und Strom sparen ist sogar ein grüner Gedanke und Umwelt. UKW-Füllsender generell mit Datum 2025 abschalten, nur noch GNS mit max 50 KW.
Das der Ochse die 102,3 nur noch mit 12 KW sendet (sind nicht 100 KW erlaubt ?) war an mir vorbei gegangen. Und das der HPB auf auf u.a. 92,8 auf 12 KW reduziert wurde, hat sicher auch einen Grund.

Aus DXer-Sicht ist vor allem die Abschaltung der vielen Kleinsender gut. Die "großen Brummer" sind es, die das "große DX" am ehesten bringen - auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen mögen. Insofern geht der Trend gerade in die richtige Richtung :)
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von jkr 2 »

jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Hoher Bogen 20 kW

Habakukk:
Merkt man im Nahbereich eigentlich den Unterschied zwischen den 50kW von 91.6/94,7/96,8/101,9/104,4 und den 5kW der 88,3? Sind auf dem Papier ja doch 10dB.
Hier etwas weiter weg hatte ich immer schon den Eindruck, dass zwischen der 88,3 gar nicht so viel Unterschied zum Rest besteht. Hatte immer schon die Vermutung, dass der Rest vielleicht gar keine 50kW hat.



Auch hier in Regensburg kein wirklich großer Unterschied zwischen der 88,3 mit 5 kW im Vergleich zu den restlichen Frequenzen.
In den Jahren 1963 bis 1971 wurde das 2. Programm mit 2 kW, Trägerleistung 600 Watt, erst über ein Provisorium abgestrahlt, dann ab Nov. 1963 über eine Weiche auf der regulären Antenne. Die 2 kW blieben bis zum neuen Sender Ende der 70er Jahre.Auch hier hatte ich in meinen Regensburger Jahren ab 1967 passablen Empfang.

Nebenbei: Die Frequenz war erst kurz 94,7; das wurde nach 8 Wochen Betrieb auf 94,4 abgeändert, bevor 1971 auf die jetzige 91,6 gewechselt wurde, Davor konnte die 91,6 nicht eingesetzt werden, da die 1. Harmonische von 91,6 den Ballempfang auf K6 vom Dillberg störte.
Quelle dazu: Der Artikel von Daniel Paul in der Hauszeitschrift "Das Rundfunkmuseum" Jg. 2 (2017), Heft 1, Seite 32-35

Die 92,7 von Charivari hingegen kommt mit ihren 400 Watt kaum noch bei mir an. Grund dafür dürfte sein, dass die Yagis dafür einfach zu tief hängen. Der Versorgungsgrenzbereich hier ist in meine Richtung etwa die Landkreisgrenze Cham.

jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Bei Passau und Landshut wurde allerdings in jüngerer Zeit auf jeweils 1 kW verstärkt. Bei Landshut wohl, weil die UKW-Antennen sehr tief am Masten hängen.

Habakukk:
Speziell Passau und Landshut würde mich mal echt im Detail interessieren, wann denn da die Leistungen real erhöht wurden, oder ob das vielleicht auch nur auf dem Papier passiert ist. Gut, meine Erinnerung an früher ist, dass Altdorf hier nahezu kaum zu empfangen war, während die 104,1 von der Weickmannshöhe mit ihren 1kW relativ gut ging. Heute ist der Unterschied zwischen der 104,1 und den BR-Frequenzen nicht mehr so groß. Das spricht wohl schon für eine reale Leistungserhöhung zumindest in Landshut. Muss aber vor nicht allzu langer Zeit passiert sein.
Bei Landshut ist es so, dass nur 2 Flächenstrahler verbaut sind, die nach Osten und Süden die 1 kW abstrahlen. Restliche Richtungen blieben bei 100 Watt.
QTH: Regensburg
Manager
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von Manager »

2 Wochen vor der UKW Abschaltung in Heilbronn habe ich nach mehreren DLF Plakaten nun auch ein Dlf Kultur Plakat gesehen.
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freiwild
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von freiwild »

Die Abschaltung in Schwäbisch Hall erfolgt vermutlich in Hinblick auf die Aufschaltung des Bundesmuxes am Standort Mainhardt letztes Jahr. Das hat sicherlich viel gebracht, aber so wirklich indoor ist der Bundesmux laut Empfangsprognose dort nicht.

Es fehlt der Standort Waldenburg, auch grundsätzlich für die weitere Region.
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_Christoph
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von _Christoph »

jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Beim Hohenpeißenberg haben doch schon Einsparmaßnahmen gegriffen. Seit einiger Zeit wurde da die Leistung halbiert auf jetzt 12,5 kW.
Das ist übrigens sehr interessant, denn ich habe (dank des TEFs) nach vielen Jahren mal wieder einen Bandscan bei mir gemacht, und mich gewundert,
wieso ich bei den BR-Freqenzen vom Hohenpeißenberg, die in meiner Erinnerung immer problemlos mit RDS reingingen, plötzlich kein RDS-Empfang
mehr ermöglichten... Und tatsächlich kommt BR Klassik bei mir 7dB schwächer rein, als Antenne Bayern auf 103.8, das nach wie vor ohne größere
Probleme (der HF-Störnebel ist natürlich inzwischen größer geworden) RDS-tauglich zu empfangen ist.
QTH: München/Süd, Bandscans: UKW und DAB+, Empfänger: TEF6686, Grundig Satellit 700, Soundmaster DAB650SI, DE1103
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von Thomas(Metal) »

Habakukk hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 23:25 Ob nicht hinter den Kulissen eh schon der eine oder andere Standort mit etwas weniger Leistung läuft? Ich weiß nicht, ob wir das wirklich bemerken würden. 3dB weniger sind ohne direkte Vergleichsmöglichkeit eher nur so eine Gefühlssache (ging doch irgendwie mal besser), ohne dass man es so richtig merkt.
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Hoher Bogen 20 kW
Merkt man im Nahbereich eigentlich den Unterschied zwischen den 50kW von 91.6/94,7/96,8/101,9/104,4 und den 5kW der 88,3? Sind auf dem Papier ja doch 10dB.
Hier etwas weiter weg hatte ich immer schon den Eindruck, dass zwischen der 88,3 gar nicht so viel Unterschied zum Rest besteht. Hatte immer schon die Vermutung, dass der Rest vielleicht gar keine 50kW hat.
Ich kann gar mit dem Dillberg aus ca. 30km bei Sichtverbindung berichten: Die 104,5 ist schwächer, hat auch etwa 10dB weniger. Dennoch wählt das RDS im Autoradio immer wieder die 104,5 trotz der 88,9.
_Christoph hat geschrieben: Mo 17. Jun 2024, 21:33
jkr 2 hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 17:28 Beim Hohenpeißenberg haben doch schon Einsparmaßnahmen gegriffen. Seit einiger Zeit wurde da die Leistung halbiert auf jetzt 12,5 kW.
Das ist übrigens sehr interessant, denn ich habe (dank des TEFs) nach vielen Jahren mal wieder einen Bandscan bei mir gemacht, und mich gewundert,
wieso ich bei den BR-Freqenzen vom Hohenpeißenberg, die in meiner Erinnerung immer problemlos mit RDS reingingen, plötzlich kein RDS-Empfang
mehr ermöglichten... Und tatsächlich kommt BR Klassik bei mir 7dB schwächer rein, als Antenne Bayern auf 103.8, das nach wie vor ohne größere
Probleme (der HF-Störnebel ist natürlich inzwischen größer geworden) RDS-tauglich zu empfangen ist.
Das kann ich aus Mchn-Pasing bestätigen. Ist man, in einem Stahlbetonbau auf der Westseite war früher der H-Peißenberg häufig eine gute Alternative. Jetzt ist es eher der Grünten.
QTH: 911-69 (II: Körner 9.2, III: LPDA16), QTH-alt: 9354 (II: FUBA UKA-028)
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von energychari »

Thomas(Metal) hat geschrieben: Mo 17. Jun 2024, 21:59
Habakukk hat geschrieben: So 16. Jun 2024, 23:25 Ob nicht hinter den Kulissen eh schon der eine oder andere Standort mit etwas weniger Leistung läuft? Ich weiß nicht, ob wir das wirklich bemerken würden. 3dB weniger sind ohne direkte Vergleichsmöglichkeit eher nur so eine Gefühlssache (ging doch irgendwie mal besser), ohne dass man es so richtig merkt.

Merkt man im Nahbereich eigentlich den Unterschied zwischen den 50kW von 91.6/94,7/96,8/101,9/104,4 und den 5kW der 88,3? Sind auf dem Papier ja doch 10dB.
Hier etwas weiter weg hatte ich immer schon den Eindruck, dass zwischen der 88,3 gar nicht so viel Unterschied zum Rest besteht. Hatte immer schon die Vermutung, dass der Rest vielleicht gar keine 50kW hat.
Ich kann gar mit dem Dillberg aus ca. 30km bei Sichtverbindung berichten: Die 104,5 ist schwächer, hat auch etwa 10dB weniger. Dennoch wählt das RDS im Autoradio immer wieder die 104,5 trotz der 88,9.
So ging es mir letztens in Dortmund, im absoluten Kerngebiet von Langenberg hat mein RDS, statt ausschließlich Langenberg, zwischen Langenberg, Nordhelle und Münster gewechselt (bei WDR2 noch Schwerte). Dabei hatte Münster gut und gerne 15dB weniger, die Radios machen da echt viel aus den Signalen auch ohne große Sendepower
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Re: UKW Abschaltung wegen Doppelversorgung UKW/DAB

Beitrag von Ruhrwelle »

Münster ist im Ruhrgebiet eine oft gewählte Alternative. Das liegt dann aber an Verzerrungen und Abschattungen von Langenberg, wenn Hügel genau im Weg sind.
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