Krise im rbb

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Jens1978
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Jens1978 »

SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29
Jens1978 hat geschrieben: So 14. Aug 2022, 23:12 Ach ja, das sind natürlich alles Einzelfälle und ... oh nein, noch ein anderer Fall ... https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... Thema.html
Das ist ehrlichgesagt eine Neiddebatte. Wie viele Leute haben ein Dienstauto, dass sie auch privat nutzen. Wie viele Umzüge werden mit dem Firmentransporter durchgeführt, weil der Chef es erlaubt hat. Beim Privatfunk laufen Verträge zwischen den Autohändlern und Sendern, also ein Tauschgeschäft Werbung gegen Auto. Handwerker nutzen das Firmenwerkzeug für private Dienstleistungen. Auch Radiostudios werden beim Privatfunk zum Einsprechen von Texten genutzt, die nichts mit dem Sender zu tun haben.
Genau, die anderen machen es so, also ist es legitim. Entschuldigung, das ist Kinderdenkenniveau. "Warum Steuern zahlen? Herr xy, den ich kenne, zahtl doch auch keine?", "Warum einen Krankenwagen rufen, wenn jemand Hilfe braucht? Andere machen es doch auch nicht." Derartige Argumentation ist wirklich unterste Schublade. Vor allem, weil in diesem Fall besagte Dame in früheren Zeiten die moralische Keule bei Panorama aber mehr als deutlich geschwungen hat. Und ja, das gibt es auch woanders, bpsw. Herr R. Neugebauer bei der Fraunhofer Gesellschaft. Dadurch wird es aber keinen Deut besser.
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29
Jens1978 hat geschrieben: So 14. Aug 2022, 23:12 Die Fakten stimmen nicht, die Relationen passen doch überhaupt nicht. Es ist alles nicht so schlimm, alles keine großen Summen, sind doch quasi Peanuts die rund 750.000 €; geb ich jeden Tag beim Bäcker aus.
Weiß Du was für das Geld in dem RBB-Gebäude erneuert wurde?
Genau diese Frage müssest du uns beantworten :-) Und, wo bleibt deine Antwort? Du stellst Vergleiche auf mit irgendwelchen Hauspreisen auf, die dir gerade so einfallen um das alles, wie immer, zu relativieren. Dann lass sowas einfach. Falls du es nicht verstanden hast: Mein Beitrag geht zynisch auf deinen inhaltslosen Verharmlosungsbeitrag ein, der keinerlei Input aufweist außer Aussagen, dass es alles sowieso keine Summen sind, über die wir hier reden.
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29
Jens1978 hat geschrieben: So 14. Aug 2022, 23:12 warum wird dann bei den Anstalten gespart? Warum wird bei den Löhnen und Gehältern der "normalen" Mitarbeiter bei den ÖRs oder auch anderer Bereiche (freie Mitarbeiter, Honorare, Produktionen, gute Dokus etc.) seit Jahren gespart?
Weil man es kann. Es gibt genug freie Mitarbeiter, die lieber bei ARD und ZDF arbeiten, als beim Privatfunk in Festanstellung. Weil es sich trotzdem lohnt. Es gibt aber auch Redaktionen, deren Mitarbeiteranzahl mehr als halbiert wurde ohne Qualitätsverlust. Grund dafür sind die freien Mitarbeiter, die wegen dem Renommee gerne dabei sind, weil die freie Mitarbeit bei einer ARD-Anstalt ein Türöffner für andere Jobs ist. Sie habe zwei Beiträge im Jahr gemacht, konnten mit ihrer Verbindung zur Anstalt glänzen.
Weil man es kann? Ah ja, ein gute Antwort und macht auch so richtig Sinn. Frage: "Warum greift Russland die Ukraine kriegerisch an?" Antwort: "Weil Russland es kann. Wer da kämpft bekommt das Renomée in einer starken Armee gekämpft zu haben und ihre Familien bekommen Geld vom Staat damit sie besser leben können." Also Sanktionen einstellen, Russland Nord-Stream 2 öffnen und Gas ist wieder billig da. Die Problemlösung kann so einfach sein. Sind anscheinend alle dumm, die anderen da draußen. Frage: "Warum erhöhen die Kartelle andauernd die Preise und vervielfachen ihren Gewinn?" Antwort: "Weil sie es können und sich so mehr leisten können, was dann allen zugute kommt, denn ein neues Firmengebäude sieht doch super toll in der Stadt aus." Frage "Warum hat keiner nachts angehalten, als die Frau verletzt auf dem Boden lag?" Antwort: "Weil sie es konnten und nicht gesehen wurden." Dieses Niveau von Antworten "weil sie es können" ist wirklich das allerletzte und zeigt, dass einem nichts mehr einfällt. Genau solche Antworten sind der Grund für den derzeit sich sogar noch verstärkenden (Fach-)Kräftemangel. Nicht alles was man kann, sollte man machen und macht auch langfristig sind. Jeder kann bei Rot mit dem Auto über die Ampel fahren. Wenn es jeder macht, kann irgendwann auch nichts mehr verfolgt werden. Jeder kann das Grundgesetz ignorieren. Wenn es jeder macht, gibt es keine Demokratie mehr. Es gibt gewisse Dinge, die sind einfach grundsätzlich, damit eine Gesellschaft funktioniert. Einseitiges bereichern zählt nicht dazu.
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29
Jens1978 hat geschrieben: So 14. Aug 2022, 23:12 Und klar, Dienstwagen mit Massagesitzen ist doch auch völlig üblich, bekommt beim rbb seit letztem Jahr auch der Pförtner in seinem Dienstwagen ...
Opel Corsa NEU für 21.680 Euro hat Massagesitze.
Ein gebrauchter Mercedes-Benz CLK 430 für 1.800 € hat Massagesitze.
Deine Nebelkerzen kannst du dir schenken. Warum fährt sie denn keinen Opel Corsa? Und ja, ein Audi A8 für rund 145.000 € ist teurer als ein Corsa.
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29
Jens1978 hat geschrieben: So 14. Aug 2022, 23:12 warum aufregen, ihr ganzen Spießer, seid froh, dass solche hochgebildeten und moralisch sauberen Menschen den ÖR für euch überhaupt machen
Die Beratungsverträge sind nicht richtig gelaufen aber der Rest ist eine Neiddebatte.
Wer zahlt, bestimmt. Und die Gehälten, Anschaffungen etc. zahlen alles wir Gebührenzahler. Und wenn sich der Finanzier beschwert, was mit seinem Geld gemacht wird, ist das keine Neiddebatte. Andere Personen werden aus Unternehmen rausgeschmissen, weil sie ein Fischbrötchen gegessen haben. Und eine 16%ige Gehaltserhöhung in den letzten 2 Jahren zu monieren, zu einem Zeitpunkt als große Teile der Bevölkerung Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, einschließlich rbb, ist kein Neid, sondern das ankreiden von Missständen.

Was schief läuft sind nicht die Ausgaben an sich. Sparen ist demnach nicht die Lösung!! Was schief läuft sind die Relationen zum gesamten Unternehmen. Es kann nicht sein, dass am Programm, was die Gebührenzahler hauptsächlich extern wahrnehmen, großflächig gespart und gekürzt wird, Mitarbeiter tiefe Einschnitte erfahren und sich in oberen Ebenen die Taschen noch mehr als sonst gefüllt werden. Die Verhältnisse müssen passen. Und sparen muss demnach der Rundfunk gar nicht. Die Verteilung der Ausgaben muss einfach endlich angepasst und wieder gerade gerückt werden. Man kann nicht immer nur sparen und Leute rausschmeißen. Diese Leute sitzen ansonsten auf der Straße, belasten die Sozialsystem und drücken zwangsläufig das Lohnniveau insgesamt nach unten.
Derartige Aussagen sind es jedenfalls, die eine tiefe Spaltung der Gesellschaft fördern und immer mehr vorantreiben. So kurzsichtig kann man gar nicht sein als nicht zu erkennen, dass durch derartige Ansichten und Verhaltensformen schlußendlich das gesamte System instabil wird. Und genau das erleben wir seit Jahren. Aber bitte, alles eine Neiddebatte und lieber klein-klein alles wegdiskutieren.
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RudiP
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Re: Krise im rbb

Beitrag von RudiP »

Ja, ich halte es auch für unvertretbar, wie sich Intendantin und Verwaltungsratsvorsitzender sich offensichtlich gegenseitig Vorteile verschafft haben. Da hat der restliche Verwaltungsrat geschlafen. Ich denke, es liegt auch daran, dass die gesellschaftlichen Gruppen, die ein Recht haben, Vetreter zu entsenden, meistens ihre Spitzenleute entsenden, die gerne die Tantiemen noch mitnehmen, ihre Aufgabe weniger in der Kontrolle als vielmehr in der Lobby-Arbeit ihrer Gruppe sehen (habe ich selbst im Gespräch mit einem Rundfunkrat erlebt) und wegen zahlreicher ähnlicher Posten eigentlich keine Zeit für die Aufgabe haben.
Man sollte festlegen, dass die Verbände nur Personen entsenden dürfen, die auf Landes- oder Bundesebene keine Funktion haben dürfen bzw. diese dann aufgeben müssen. Dann kann sich der neben seinem Beruf ganz auf diese Aufgabe konzentrieren.
Vergesst aber bitte nicht, dass der Chef des Springerkonzerns auf 19 Millionen Jahresgehalt geschätzt wird. Das zahlen alle mit, die Produkte kaufen, die dort beworben werden. Und die Käufer des Blattes (von einer Zeitung will ich nicht reden und verweise auf die Bewertung des Blattes durch das Bundesverfassungsgericht im Wallraff-Prozess) zahlen noch zusätzlich.
Ich frage mich, ob - egal wo - ein Mitarbeiter mehrere hundert mal besser sein kann als der kleine Mitarbeiter. Da haben wohl in den letzten Jahrzehnten einige jeden Maßstab und jeden Anstand verloren. Wer sich über Sparmaßnahmen und Entlassungen beschwert, sollte sich aber an die eigene Brust klopfen, wenn er Aktien oder ähnliche Wertpapiere hat. Denn die überzogenen Renditeerwartungen sind es, die solche Verhaltensweisen fördern.
RudiP
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Re: Krise im rbb

Beitrag von RudiP »

Ergänzung: Versagt hat auch der Berliner Landessportverband. Er hat einen Immobilien-Hai entsandt. Hat der keine anständigen Leute, die er schicken kann?
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Manager »

RudiP hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 00:05 Die Leute, die das Motto "Bloß nicht langweilen" verwenden, einschließlich RBB, scheinen nicht zu wissen, dass dieses Motto von Goebbels ist. Soviel zum Thema Dummheit und Unbedarftheit, die es mangels Geld für qualifizierte Mitarbieter mit Geschichtskenntnissen beim ÖR leider auch immer mehr gibt.
Vielleicht waren die ja gar nicht so dumm... :sagnix:
www.wdr.de
Nur nicht langweilen! So lautete die Marschrichtung, die NS-Propagandaminister Joseph Goebbels für den deutschen Rundfunk ausgegeben hatte.
Link ---> https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... --100.html

Hätte mich auch sonst gewundert. Wenn der rbb das Goebbels Zitat 1:1 zu seinem Claim gemacht hätte, wäre das in politisch interessierten Kreisen sicher nicht unentdeckt geblieben und es hätte einen Sturm der Entrüstung geblieben.
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Manager »

www.t-online.de
Vetternwirtschaft beim NDR?
Lebensgefährte von Sender-Chefin arbeitet in unklarer Berater-Rolle

Im Zuge der Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen die abgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger kommen nun laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung ähnliche Vorwürfe auch gegen den Schwesternsender NDR auf. Offenbar leistet sich der Sender aus dem Norden für seinen Radiosender in Niedersachsen, NDR Niedersachsen 1, einen festangestellten Musik-Chef, Henry Gross – und dazu aber auf Beraterbasis auch noch Dieter Petereit.

Petereit ist dem Bericht zufolge der Lebensgefährte von Sabine Rossbach, der derzeitigen Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg. Mögliche Interessenskonflikte sieht der Sender nicht, wie ein Sprecher dem Blatt sagte
Link ---> https://www.t-online.de/region/hannover ... rolle.html

Interessenskonflikte? Ach was... :bruell:
RudiP
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Re: Krise im rbb

Beitrag von RudiP »

Manager hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 21:19
RudiP hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 00:05 Die Leute, die das Motto "Bloß nicht langweilen" verwenden, einschließlich RBB, scheinen nicht zu wissen, dass dieses Motto von Goebbels ist. Soviel zum Thema Dummheit und Unbedarftheit, die es mangels Geld für qualifizierte Mitarbieter mit Geschichtskenntnissen beim ÖR leider auch immer mehr gibt.
Vielleicht waren die ja gar nicht so dumm... :sagnix:
www.wdr.de
Nur nicht langweilen! So lautete die Marschrichtung, die NS-Propagandaminister Joseph Goebbels für den deutschen Rundfunk ausgegeben hatte.
Link ---> https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... --100.html

Hätte mich auch sonst gewundert. Wenn der rbb das Goebbels Zitat 1:1 zu seinem Claim gemacht hätte, wäre das in politisch interessierten Kreisen sicher nicht unentdeckt geblieben und es hätte einen Sturm der Entrüstung geblieben.
Da wäre ich vorsichtig. In einer Doku des WDR wurde jahrelang in allen Wiederholungen behauptet, Kennedy sei 1961 nach Berlin gekommen. In einer Doku des BR wurde und wird behauptet, der Hafen von Lindau habe 7 Jahre zu Baden-Württemberg gehört. Autor, Redaktion und andere konnten nicht zwischen Immobilienbesitz und Hoheitsgebiet unterscheiden. Es kommen immer mehr Fehler, weil es eilt und man offensichtlich zunehmend mit Billig-Arbeitskräften arbeitet. Da warte ich lieber, bis mir der Originalmitschnitt wieder begegnet. Abgesehen davon, was ist der Unterschied, der zwischen HH und 88? Ich tippe aber eher auf Unbedarftheit der Beteiligten. Sendung mediasres des DLF: "Das BGH hat die Klage abgewiesen". Oder in einer Sendung der Reihe SWR Wissen (!) über den irischen Osteraufstand wurde der Aufstandsführer Patrick Pearse, den jeder Ire im Schlaf kennt, eine halbe Stunde lang hartnäckig wie die Geldbörse "purse" ausgesprochen., und das in einer Bildungssendung. Im Gegensatz zu Fundamentalkritikern des ÖR unterstelle ich aber nicht Absicht, sondern einfach Dummheit. Da passt, was der Roider Jackl Anfang der 70er über den Rücktritt des ersten Bundesbildungsministers Hans Leussink gesungen hat. "Und der Minister Leussink is zrucktret'n, weis in Bonn koa Bildung net ham, sondern nur davo red'n".
RudiP
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Re: Krise im rbb

Beitrag von RudiP »

Manager hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 21:48
www.t-online.de
Vetternwirtschaft beim NDR?
Lebensgefährte von Sender-Chefin arbeitet in unklarer Berater-Rolle

Im Zuge der Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen die abgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger kommen nun laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung ähnliche Vorwürfe auch gegen den Schwesternsender NDR auf. Offenbar leistet sich der Sender aus dem Norden für seinen Radiosender in Niedersachsen, NDR Niedersachsen 1, einen festangestellten Musik-Chef, Henry Gross – und dazu aber auf Beraterbasis auch noch Dieter Petereit.

Petereit ist dem Bericht zufolge der Lebensgefährte von Sabine Rossbach, der derzeitigen Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg. Mögliche Interessenskonflikte sieht der Sender nicht, wie ein Sprecher dem Blatt sagte
Link ---> https://www.t-online.de/region/hannover ... rolle.html

Interessenskonflikte? Ach was... :bruell:
Und wieder Journalisten, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind: "gegen den Schwesternsender NDR auf". Für welche Schwestern sendet der?
Jelvert
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Jelvert »

RudiP hat geschrieben: Mi 17. Aug 2022, 00:32
Da wäre ich vorsichtig.
Dafür bist du ja da. Das Internet kann dabei bisher nicht weiterhelfen. Das ändert sich aber nun, da du es ganz genau weisst. Danke schon mal dafür, dass nun dieser vermutlich noch viel größere Skandal endlich aufgedeckt wurde.
SeltenerBesucher
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Re: Krise im rbb

Beitrag von SeltenerBesucher »

Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29 Das ist ehrlichgesagt eine Neiddebatte.
Genau, die anderen machen es so, also ist es legitim. Entschuldigung, das ist Kinderdenkenniveau. (...)
Fassen wir mal zusammen: Die Chefin einer Firma mit etwa 3500 Mitarbeitenden darf kein Auto fahren, das im Leasing etwa 770 Euro – 1500 Euro kostet. Allerdings bekommen Journalisten und Behörden Rabatte, der Preis dürfte geringer sein. Wahrscheinlich hat Springer schlechtere Konditionen erhalten und löste die Autodebatte aus. Viele Landräte und Bürgermeister fahren solche Wagen auf unsere Kosten. Proteste habe ich noch nicht gesehen. Zwei Beispiele: Der verstorbene Landrat des Saalekreis Frank Bannert fuhr einen Audi A8, Göppinger Landrat Edgar Wolff ebenfalls und Berlins Bürgermeister Michael Müller sowieso. Der Bürgermeister der Stadt Leuna mit 13.000 Einwohnern fährt einen Audi A6.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14
SeltenerBesucher hat geschrieben: Mo 15. Aug 2022, 00:29 Weiß Du was für das Geld in dem RBB-Gebäude erneuert wurde?
Genau diese Frage müssest du uns beantworten (...) Mein Beitrag geht zynisch auf deinen inhaltslosen Verharmlosungsbeitrag ein, der keinerlei Input aufweist außer Aussagen, dass es alles sowieso keine Summen sind, über die wir hier reden.
Es sind keine Summen, nur der „normale Bürger“ setzt sich in keine Ratssitzung rein oder liest Dokumente in Behörden Informationssystemen.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Weil man es kann? Ah ja, ein gute Antwort und macht auch so richtig Sinn.
Wahrheit muss keinen Sinn ergeben, es ist ein Fakt. Kürzen ARD-Anstalten ihre Stellen, wird hier gejammert, kürzen sie nicht wird auch gejammert.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Frage: "Warum greift Russland die Ukraine kriegerisch an?" Antwort: "Weil Russland es kann...
Nee, weil Russland die größte Landarmee hat und diese gerne einsetzt. Die Amerikaner gehen anders vor, was man u.a. im Irak gesehen hat.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Wer da kämpft bekommt das Renomée in einer starken Armee gekämpft zu haben und ihre Familien bekommen Geld vom Staat
Stimmt nicht, Russland zahlt schlecht, deshalb ist die Moral der Soldaten schlecht und sie meckern, dass sie zu wenig Geld bekommen. Sie werden zum Militär eingezogen – geheime Mobilisierung – und wenn sie an der Front sind, gibt es eine Kugel in den Kopf, wenn Soldaten desertieren wollen.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Dieses Niveau von Antworten "weil sie es können" ist wirklich das allerletzte und zeigt, dass einem nichts mehr einfällt.
Du kannst mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend laufen, es wird nur wenig nutzen.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Genau solche Antworten sind der Grund für den derzeit sich sogar noch verstärkenden (Fach-)Kräftemangel. Nicht alles was man kann, sollte man machen und macht auch langfristig sind.
Es gibt keinen Kräftemangel, es gibt nur keine Bereitschaft die Menschen richtig zu entlohnen und zu behandeln. Der WDR zeigte zwei Handwerksbetriebe aus dem gleichen Gewerk. Dem einen Laden droht die Schließung, weil die Mitarbeiter fehlen. Der andere Laden hat keine Probleme Personal zu bekommen, weil die Mitarbeiter eine Werkzeugkiste bekommen, die sie privat nutzen können. Sie dürfen für private Zwecke auch die Werkstatt nutzen und werden von den Chefs anders behandelt u.a. Teamsitzungen, Behandlung auf gleicher Augenhöhe.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Und ja, ein Audi A8 für rund 145.000 € ist teurer als ein Corsa.
Fakt ist, Frau S. fährt das Auto nicht mehr. Vielleicht fährt sie eine Corsa, das ist ihre private Angelegenheit. Fakt ist, dass es nicht der einzige Audi A8 bei den ARD-Anstalten ist. Ich habe schon gesehen, dass nicht nur Intendanten solche Autos fahren, es hört einfach zur Firmenflotte.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Wer zahlt, bestimmt. Und die Gehälten, Anschaffungen etc. zahlen alles wir Gebührenzahler. Und wenn sich der Finanzier beschwert, was mit seinem Geld gemacht wird, ist das keine Neiddebatte.
Doch, das ist eine Neiddebatte. Wir sind ein Rechtsstaat und Frau S. ist bis jetzt nicht verurteilt. Ein Urteil sprechen in Deutschland Richter. Einige ARD-Anstalten werden in ihrer Fahrzeugflotte auch Audi A8 haben. Eine mögliche Vorteilnahme durch falsch vergebene Beraterverträge würde die Bevölkerung interessieren aber Inneneinrichtung und Autos – da kennt sich jeder aus.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Andere Personen werden aus Unternehmen rausgeschmissen, weil sie ein Fischbrötchen gegessen haben.
Die Entlassung haben Gerichte einkassiert:
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... n-nichtig/
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Und eine 16%ige Gehaltserhöhung in den letzten 2 Jahren zu monieren, zu einem Zeitpunkt als große Teile der Bevölkerung Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, einschließlich rbb, ist kein Neid, sondern das ankreiden von Missständen.
Die 16 % Gehaltszuwachs gehen jetzt für Rechtsanwälte drauf.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Es kann nicht sein, dass am Programm, was die Gebührenzahler hauptsächlich extern wahrnehmen, großflächig gespart und gekürzt wird, Mitarbeiter tiefe Einschnitte erfahren und sich in oberen Ebenen die Taschen noch mehr als sonst gefüllt werden.
Es war noch nie anders. Man stellt Leute ein, damit sie einen Auftrag erfüllen, den keine machen will. Wenn der Auftrag sparen heiß, hat man nur wenig Freunde um sich.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Diese Leute sitzen ansonsten auf der Straße, belasten die Sozialsystem und drücken zwangsläufig das Lohnniveau insgesamt nach unten.
Den Lohn nach unten drücken Menschen, die in Deutschland gar keine Rechte haben, weil sie von ihrer osteuropäischen Firma nach Deutschland zum Arbeiten geschickt werden.
Jens1978 hat geschrieben: Di 16. Aug 2022, 17:14 Derartige Aussagen sind es jedenfalls, die eine tiefe Spaltung der Gesellschaft fördern und immer mehr vorantreiben.
Wo sind die gesellschaftlichen Proteste? Die letzte große Protestwelle war FFF. Alle anderen sind zufrieden, egal ob sie sie Heizkosten tragen können oder nicht. Das Problem ist nicht, das der RBB einen Audi A8 geleast hat. Das Problem ist, dass viele Menschen meckern über zu geringe Entlohnung aber nichts dagegen tun.
Eckhard.
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Eckhard. »

@ SeltenerBesucher : Du hast vollkommen recht mit Deiner Kommentierung :spos:
Felix II
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Felix II »

Die 16 % Gehaltszuwachs gehen jetzt für Rechtsanwälte drauf.
Wow dann machen unsere ÖR ja alles richtig ?
Das Problem ist nicht, das der RBB einen Audi A8 geleast hat. Das Problem ist, dass viele Menschen meckern über zu geringe Entlohnung aber nichts dagegen tun.
Genau, jetzt zahlt gefälligst die Gebühren und haltet mal alle die Klappe. Wem das Geld zu knapp ist der ist einfach selbst dran schuld.

Zynischer gehts ja wohl kaum.

Es ist durchaus ein Problem wenn innerhalb des ÖR die Gelder falsch und ungerecht verteilt werden und es dadurch an den wichtigen Stellen fehlt und das kann man auch nicht wegdiskutieren. Was aber manche hier mit fadenscheinigen Argemunten immer und immer wieder versuchen.
mfG: Felix II

[hr]

Zitat:Man könnte das Stöffchen doch auch gleich dem Trinkwasser zusetzen.
Sticks and stones may break my bones but there will always be something to offend a feminist.
Wikipedia: Standart bezeichnet häufig eine Falschschreibung des Wortes Standard
PAM
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Re: Krise im rbb

Beitrag von PAM »

Eine Behörde oder Anstalt öffentlichen Rechts ist kein Selbstbedienungsladen. Zwar muss man auch eine der Verantwortung jeder einzelnen Leitungsstelle angepasste Besoldung/Bezahlung bieten, weil man sonst gar keine Bewerber bekommt, es sollte aber im Rahmen bleiben. Ich denke, es wäre mit einer angemessenen Stufe aus der B-Besoldung auch gut gewesen.
🎧📺📻📡 "De gustibus non est disputandum."
SeltenerBesucher
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Re: Krise im rbb

Beitrag von SeltenerBesucher »

Felix II hat geschrieben: Mi 17. Aug 2022, 12:09
Die 16 % Gehaltszuwachs gehen jetzt für Rechtsanwälte drauf.
Wow dann machen unsere ÖR ja alles richtig ?
Falsch war es nicht hinzuschauen, als es vielen Menschen besser ging als heute. Heute wird der Gürtel enger gezogen, Menschen machen sich sorgen und so etwas fällt negativ auf. Der RBB wollte sie als Chefin haben, wie es häufig bei solchen Auswahlverfahren gibt. Es gibt dann zwei Kandidaten von denen man eigentlich schon vorher weiß, welcher es wird. Man müsste nun den Vergleich zu anderen ARD-Anstalten ziehen und danach bewerten ob die 16 % gerechtfertigt waren.
Felix II hat geschrieben: Mi 17. Aug 2022, 12:09
Das Problem ist nicht, das der RBB einen Audi A8 geleast hat. Das Problem ist, dass viele Menschen meckern über zu geringe Entlohnung aber nichts dagegen tun.
Genau, jetzt zahlt gefälligst die Gebühren und haltet mal alle die Klappe. Wem das Geld zu knapp ist der ist einfach selbst dran schuld. Zynischer gehts ja wohl kaum.
Dann nennen mir mal bitte eine Kreisverwaltung mit 3.500 Mitarbeitenden – ohne Eigenbetriebe, denn die haben wiederum Chefs mit dicken Autos – wo die Aufregung genauso groß ist, weil der Landrat einen Audi A8 fährt. Dazu kommt es, dass eine Kreisverwaltung gar keine Steuern bekommt und nur durch die Kreisumlage der Städte finanziert wird. Die Städte bekommen Steuergelder, finanzieren die Kreisverwaltung und der Landrat fährt einen Audi A8. Das ist gängige Praxis seit Jahren. Warum gab es keine Montagsdemos oder FFF-Demos gegen die dicken – steuerfinanzierte – Dienstwagen der Landräte und Bürgermeister? Der Bürgermeister von Berlin kann von mir aus einen A8 fahren, wäre vergleichbar zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes. Ich meine die Landkreise mit einer überschaubaren Anzahl an Einwohnern.
Felix II hat geschrieben: Mi 17. Aug 2022, 12:09 Es ist durchaus ein Problem wenn innerhalb des ÖR die Gelder falsch und ungerecht verteilt werden und es dadurch an den wichtigen Stellen fehlt und das kann man auch nicht wegdiskutieren.
Wer möchte das Beurteilen, ob die Gelder richtig oder falsch verteilt werden? Dafür gibt es die KEF. Hat die im Fall RBB versagt? Wird mehr Programm produziert werden, wenn es mehr Geld dafür gibt? Ich habe nicht das Gefühl, dass es am Programm fehlt. Zwischen den Orten des Geschehens und den öffentlich-rechtlichen Anstalten gab es immer die Presse. Die Pressevertreter setzten sich in Ratssitzungen und beobachteten andere Gremien. ARD und ZDF können das nicht abdecken. Wenn es an Inhalten fehlt, dann liegt es an dem Nachrichtenvermittler dazwischen. Das wird ein Problem, dass die BBC entdeckt hat und angegangen ist. In Deutschland ist das noch gar kein Thema.

Jahresgehälter der ARD-Intendanten der Landesrundfunkanstalten in Deutschland im Jahr 2021
https://de.statista.com/statistik/daten ... ofessional

ZDF-Intendant: 368.000 Euro (2019)
Felix II
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Re: Krise im rbb

Beitrag von Felix II »

Wer möchte das Beurteilen, ob die Gelder richtig oder falsch verteilt werden?
Das braucht man doch nicht beurteilen, dies ist offensichtlich. Ständig das Gejammere "das Geld reicht hinten und vorne nicht" und dann eine dicke Audi A4 Flotte unterhalten und Gehälter jenseits von Gut und Böse.

https://de.statista.com/statistik/daten ... ofessional
mfG: Felix II

[hr]

Zitat:Man könnte das Stöffchen doch auch gleich dem Trinkwasser zusetzen.
Sticks and stones may break my bones but there will always be something to offend a feminist.
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Re: Krise im rbb

Beitrag von PAM »

rbb24.de: rbb-Spitze verschweigt wahre Höhe von Top-Gehältern, jedoch bringt der Artikel ein paar interessante Rechenbeispiele mit.
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