Tipp DLF-Sendung zu DAB+

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SÜRAG
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Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von SÜRAG »

Weiß nicht, ob das im Radiohörerforum besser aufgehoben wäre. Falls ja bitte dahin verschieben.

Im Deutschlandradio-Magazin wird auf die Sendung @mediasres Spezial am 13.05. vom Ladenhüter zum Radio Standard: Der lange Weg des DAB+ hingewiesen (15.30-16.00). Auch sonst soll in der Sendung @mediasres ab 01.05. die Beiträge zum Thema DAB+ zu hören sein (eigentlich erst ab 03.05.).
QTH: München
Habakukk
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Habakukk »

Ich hatte es im Hinterkopf, dass jemand schon mal dazu geschrieben hatte. Hab es über die Suche leider erst jetzt gefunden, wo ich den eigenen Beitrage geschrieben hatte.
Naja, doppelt genäht hält besser!
Chris_BLN
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Chris_BLN »

Es kam vor den 9-Uhr-Nachrichten gerade wieder Werbung für @mediasres von heute, 15:35 Uhr. Es geht um DAB+ und dass man wohl ohne einen UKW-Abschaltzwang dem System nicht zum "Durchbruch" verhelfen könne.
strade
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von strade »

Das sollte dem DLF herzlich egal sein, der Sender ist mit seinen Programmen in ganz Deutschland rauschfrei empfangbar. Die Abschaltung von UKW kann natürlich festgelegt werden, eine freiwillige Abschaltung wie vom DLF für die eigenen Programme bis 2025 propagiert kann dennoch ohne Probleme vorher erfolgen. Die Frage ist vielmehr, wie lange man eine zeitgemäße Übertragungstechnik parallel zur Uralttechnik betreiben will und wie lange sich die KEF das Doppelspiel noch anschaut. Tatsächlich kann der DLF mit gutem Vorbild vorangehen und den ersten Schritt machen. Natürlich muss dann auch dafür gesorgt werden, dass die abgeschalteten UKW-Frequenzen nicht mehr neu vergeben werden.
Nicoco
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Nicoco »

strade hat geschrieben: Mo 3. Mai 2021, 11:51Die Frage ist vielmehr, wie lange man eine zeitgemäße Übertragungstechnik parallel zur Uralttechnik betreiben will und wie lange sich die KEF das Doppelspiel noch anschaut.
Wobei die KEF auch nur mittelbar Einfluss darauf hat.
Sie kann zwar die Kosten für UKW nicht mehr anerkennen und aus der Finanzierung streichen.
Dem DRadio steht es aber natürlich frei die Kosten für UKW an anderen Posten abzuzwacken.
Aber beim DRadio hat man ja wenigstens so etwas wie eine UKW-Abschaltung auf dem Schirm.
Davon sind die ARD-Anstalten meilenweit entfernt.
Chris_BLN
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Chris_BLN »

Die wollen ihre aktuellen Hörerzahlen ja nicht freiwillig fünfteln oder so.
Nicoco
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Nicoco »

Natürlich, aber mal langsam anfangen sich jedes Jahr von Summe X an Funzeln zu verabschieden, dürfte auch für das DRadio verkraftbar sein.
Gerade dort, wo die Dlf-Programme bereits indoor über den Bundesmux ankommen.
Manager
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Manager »

Der Anfang ist doch längst gemacht (Helgoland, Amberg, Kempten, Mittenwald, Füssen).
In Mittenwald hat zunächst das DRadio seine beiden UKW Frequenzen abgeschaltet. Nun folgen zur Jahresmitte der BR und die Privaten.
Japhi
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Japhi »

Ich bin immer noch nicht für eine UKW-Abschaltung. Eine Funzelabschaltung unter Beibehaltung der GNS wäre aber super. Die Füllsender kann man besser in DAB integrieren, da findet wenigstens keine Frequenzverschwendung statt. Und UKW bietet eine einfache Grundversorgung.

Problematisch wirds nur bei den Lokalsendern. Für die ist DAB oftmals unpassend, wegen des Ensemblezwanges, gleichzeitig wird damit das UKW-Band zugemüllt. Man hätte wie in NL z.B. die Frequenzen von 105 bis 108MHz für die Funzelei freihalten sollen.
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RudiP
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von RudiP »

Die Abschaltung funktioniert wohl nur in einer konzertierten Aktion mit ÖR und Privaten. Sonst hat jede Seite Angst, ins Hintertreffen zu geraten. Da ist es kontraproduktiv, wenn Medienanstalten UKW-Frequenzen neu (!) auf lange Jahre vergeben. Da könnten sich die OR sogar auf die vom Bundesverfassungsgericht festgelegte Bestands- und Entwicklungsgarantie berufen und die Einhaltung solcher KEF-Forderungen unter Hinweis auf mindestens Gleichbehandlung mit Privaten ablehnen. Da ja für Private langfristige Zulassungen laufen, geht es wohl nur auf dem Weg, dass UKW wirtschaftlich uninteressant wird. Diese Sprache verstehen auch die Privaten.
Nicoco
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Nicoco »

Manager hat geschrieben: Mo 3. Mai 2021, 13:31 Der Anfang ist doch längst gemacht (Helgoland, Amberg, Kempten, Mittenwald, Füssen).
Korrekt, und weitere müssen folgen.
Thomas(Metal)
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Thomas(Metal) »

Japhi hat geschrieben: Mo 3. Mai 2021, 13:49 Ich bin immer noch nicht für eine UKW-Abschaltung. Eine Funzelabschaltung unter Beibehaltung der GNS wäre aber super. Die Füllsender kann man besser in DAB integrieren, da findet wenigstens keine Frequenzverschwendung statt. Und UKW bietet eine einfache Grundversorgung.
Das deckt sich auch mit meiner Meinung! Allerdings sollte man bei den Funzeln differenzieren. Es stellt einen Unterschied dar ob man eine Funzelkette aus Frequenzermangelung geschaffen hat oder ob man ein abgeschattetes Gebiet bei den regulären Landesketten mit einem Fülksender versorgt. Klare Meinung: Durch den technischen Fortschritt, DAB+, ergibt es keinen Sinn mehr Funzelketten auf UKW zu betreiben. Das gehört dann via DAB vorsorgt und gut.
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Nasowas!
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Nasowas! »

UKW ist weltweiter Standard. DAB+ gibt es nur in Europa und Australien. Neuseeland, Ungarn und Irland haben DAB kürzlich wieder abgeschaltet. Auch in Portugal, dem Baltikum und Finnland gibt es kein DAB+. In Spanien ist ebenfalls kein DAB+ geplant(ausser ein paar Lokalmuxen). Eine UKW-Grundversorgung sollte erhalten bleiben. Erst in diesen Wochen haben verschiedene Medienanstalten UKW-Lizenzen für 10 Jahre vergeben und tun es noch(LfM am Freitag). Wer sagt, dass diese Frequenzen in 10 Jahren nicht erneut vergeben werden? Die ARD sollte kleine Füllsender abschalten und nur ihre reichweitenstarken Programme über UKW ausstrahlen. Für die Privatradios, die auf UKW senden wollen, sollte dieser Übertragungsweg erhalten bleiben. Insbesondere auch für private Lokalradios. Andere Privatradios hingegen bevorzugen DAB+. Es braucht kein Abschalttermin oder Verbot für UKW. Davon gibt es schon genug.
SÜRAG
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von SÜRAG »

Ich fand den Bericht gerade sehr gut. Auch die Aussage, dass DAB (alt) komplett gescheitert ist.
QTH: München
Chris_BLN
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Re: Tipp DLF-Sendung zu DAB+

Beitrag von Chris_BLN »

Der Bericht ist fachlich in etlichen Punkten nicht korrekt.

Es gab durchaus neue Programme, die ausschließlich auf DAB zu hören waren in bestimmten Regionen - vielleicht in einer Großstadt unterstützt durch eine UKW-Promofrequenz. So geschehen mit den Anfängen von Radio Top40, UKW nur in Erfurt, DAB thüringenweit. Das gleiche in Bayern mit BR Mobil als nur einem Beispiel.

DAB und "Krisensicher"... klar doch. Synchronisierte Gleichwellennetze. Abrupter Empfangs-Stop bei Unterschreiten einer Mindest-Signalstärke / -güte. Die schweiz behält vorerst ihr Notfall-UKW-Netz bei.

"+" stand bei DAB+ auch nicht für Zusatzinformationen im Display, sondern für AAC.

"Jedes verkaufte Auto bedeutet damit möglicherweise einen UKW-Hörer weniger". Gut, dass da "möglicherweise" steht. Ich musste im Mazda meines Nachbarn DAB+ wieder ausschalten (er hatte gar nicht gewusst, dass das drin ist), da er seine vertrauten Frequenzen auf seinen Fahrten haben will. Und ich hörte sofort am Schmirgeln und Kratzen, dass da DAB+ lief. Es hätte nicht angezeigt werden müssen. Ob das wiederum mein Nachbar wahrgenommen hat, vermag ich nicht mehr zu sagen. Der Mann ist ab 5 kHz aufwärts taub. HE-AAC-Höhen müssten ihm eigentlich vorenthalten bleiben. DAB+ als Senioren-Medium?

Wenn ich mir anschaue, wie z.B. der MDR UKW zuführt (lineares PCM) und wie er DAB+ betreibt (HE-AAC mit 72 bis 88 kBit/s), ist klar, welches der beiden Systeme besser klingt: UKW.

157 Mio. EUR in DAB+ investiert - und kein Geld übrig für kompatiblen und hochwertigen Hörfunk via Satellit und Kabel. Danke, ARD!
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