1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

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DH0GHU
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von DH0GHU »

Der Standort ist durchaus exponiert.
Ein Plot der optischen Sichtweite (die ja schlechter ist als die Radio-Sichtweite) zeigt, dass damit sowohl die A9 südlich Nürnberg (Bereich Allersberg und Hilpoltstein) teilweise erreicht wird, als auch die A9 im Bereich Ingolstadt südwärts... Damit dürfte der Standort dort durchaus Verbesserungen bringen, auch in Ingolstadt selbst.
Der Standort selbst bietet übrigens auch Alpensicht, vom Berchtesgadener Land bis ins westliche Allgäu... ;-)
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Frankenwalder
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Frankenwalder »

Hier war in den Achtzigern die Kabelkopfstation für Mittelfranken. Beide ORFs wurden von der Zugspitze empfangen, und natürlich SFDRS vom Säntis auf E7. Auf diesem Weg wurden in Nürnberg sogar DRS3 und Radio Brenner ausgekabelt. Laut eines Kollegen aus Bubenreuth muss 1986/87 sogar Radio C im Erlanger Kabel gewesen sein. Der Overspill von den Alpen nach Norden war schon grandios.
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Marc!?
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Marc!? »

SaarLux03 hat geschrieben:
Sa 20. Jun 2020, 10:54
maroon6 hat geschrieben:
Fr 12. Jun 2020, 10:12
Eine tatsächliiche Neuerung ist, dass SWR und MB gemeinsam an mehreren Standorten in Rheinland-Pfalz agieren. So sollen an den Sendern Ahrweiler und Bad Kreuznach (Rheingrafenstein) sowohl der SWR- als auch der Bundesmux in Betrieb gehen. Am Haardtkopf ist der SWR-Mux ja schon aktiv, der Bundesmux folgt. Alles wohl noch 2020. Boppard ist dagegen definitiv nicht geplant.
Dann hoffe ich mal, dass in dem Zuge dann (sofern der Ausbau stattfindet) endlich mal Saarburg dabei ist. Damit würden sich zumindest mobil/outdoor die meisten Empfangslücken im nordwestlichen Saarland auch endlich mal schließen. Daran dass irgendwann noch, wie mal auf einer Planungskarte eingezeichnet war die Sender Perl und Mettlach kommen glaube ich leider nicht. Saarburg würde das (bei ähnlicher Leistung und Diagramm wie auf 11A) zumindest outdoor recht weitgehend kompensieren. Bin letztens noch von Orscholz runter nach Mettlach und dann weiter zur Autobahnauffahrt in Merzig-Schwemlingen gefahren und hab dabei Rockland über den SWR-Mux (11A) gehört und war positiv überrascht, dass der Empfang bis auf einen Aussetzer von einer Sekunde ganz unten in Mettlach am Kreisel störungsfrei war. Auch auf der A8 geht der 11A sobald man aus dem Moseltal etwas rauskommt direkt gut.
Ach ja, dagegen kann man aus der Senderliste auf ukwtv.de den Kettrichhof für das Saarland beim 5C rausnehmen. Von dem kommt im Saarland nichts an, weil er nur nach Osten gerichtet sendet. Die fürs Saarland relevanten Sender für 5C sind Schoksberg (logischerweise), Bornberg und Idar-Oberstein-Hillschied.
Das Saarland wird bei MB schon immer als Schoksberg only gesehen. Seither ist bis auf den entfernten Bornberg nichts passiert. KL-Dansenberg hilft im Saarland nichts, Kettrichhof strahlt nur nach Osten, Trier liegt zu tief.
Sollte Saarburg kommen braucht man den Sender moseltal nicht zwingend, aber Mettlach schon. Trotzdem nützen sowohl Moseltal als auch Mettlach im eigentlichen Kernsaarland nicht viel.

DH0GHU
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von DH0GHU »

Marc!? hat geschrieben:
Mi 26. Aug 2020, 14:46
Das Saarland wird bei MB schon immer als Schoksberg only gesehen.
Wäre da nicht eher TDF bzw Radio France zuständig?

*duck*

Spaß beiseite:
Das Saarland hat knapp eine Million Einwohner. Damit würden ihm momentan statistisch maximal 2 Standorte zustehen. Wirklich dicht besiedelt ist ja eigentlich nur der Bogen von Dillingen über Saarbrücken bis Homburg. Diese Bevölkerungszentren werden damit ganz gut vom Schoksberg abgedeckt.

Die wichtigsten Lücken (Nordsaarland um Wadern/Nonnweiler, A1; westliches Saarland um Mettlach und Merzig, Bliestal) erfordern mindestens 3 Standorte. Diese Lücken sind nicht "schlimmer" als andere 5C-Lücken in Mittelgebirgen. Man denke nur an die Lücken rund um Mosel in RP und an die Eifel. Das ist nunmal eine Budget-Frage, man könnte sicher noch 50 Standorte aufschalten, bis alle Orte >10k Einwohner "deep indoor" versorgt sind....
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Nicoco
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Nicoco »

Das Deutschlandradio rechnet für eine Vollversorgung ja auch mit 200 Sendern.
Aktuell sind wir bei 140.

Thomas(Metal)
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Thomas(Metal) »

Frankenwalder hat geschrieben:
Di 25. Aug 2020, 01:36
Hier war in den Achtzigern die Kabelkopfstation für Mittelfranken. Beide ORFs wurden von der Zugspitze empfangen, und natürlich SFDRS vom Säntis auf E7. Auf diesem Weg wurden in Nürnberg sogar DRS3 und Radio Brenner ausgekabelt. Laut eines Kollegen aus Bubenreuth muss 1986/87 sogar Radio C im Erlanger Kabel gewesen sein.(...)
[OT]
Kabelkopf ja, aber nicht "der" für Mittelfranken. Nürnberg hatte soweit ich von Kollegen hörte nie ORF im Kabel. Versuche dazu wurden aber wohl auf dem Fmt Nbg5 gemacht. DRS3 war sicherlich vor der Aufschaltung von Deutschlandradio Berlin (105,6) am Fmt empfangbar. Für die anderen Schweizer vom Säntis reichen mir auch ca. 200m weniger an Höhe :dx: .

Dennoch überrascht mich Nennslingen für 5C weil es eben durch bestehende Standorte recht große Überschneidungsgebiete gibt. Interessant wird es allerdings im Altmühltal. Grundsätzlich gäbe es nach meiner Ansicht dringlichere Standorte ohne daß ich jemanden damit seinen Standort "Nennslingen" madig machen möchte.
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Scrat
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Scrat »

OT
Frankenwalder hat geschrieben:
Di 25. Aug 2020, 01:36
Hier war in den Achtzigern die Kabelkopfstation für Mittelfranken. Beide ORFs wurden von der Zugspitze empfangen, und natürlich SFDRS vom Säntis auf E7. Auf diesem Weg wurden in Nürnberg sogar DRS3 und Radio Brenner ausgekabelt. Laut eines Kollegen aus Bubenreuth muss 1986/87 sogar Radio C im Erlanger Kabel gewesen sein.
Im Kabel von N-Schweinau war ORF und SRG etc. nie empfangbar. Die empfingen ja über den FMT. Dafür ging der hr und Südwest 3 in guter Qualität.

Nennslingen war auch für Neumarkt/Oberpfalz zuständig. mW der nördlichste Abnehmer.
Viele terrestrischen Programme aus Nennslingen hatten Jalousie oder waren angerauscht. Darunter DDR I, DDR II, Südwest 3 , SRG DRS 1 und am schlimmsten ORF FS 1. Bei sommerlichen Überreichweiten hat das ansonsten eh schon stark in mittleidenschaft gezogene Bild auch noch zu springen angefangen. Herbstlicher Hochdruckeinfluss bewirkte das Gegenteil, plötzlich war das Bild so Sauber wie sonst selten.

Die Zeit wo FS 2 eingespeisst war hab ich nicht miterlebt. 1989 war FS 2 schon wieder ausgespeisst da das Bild laut Techniker zu schlecht war. FS 1 folgte ja 1998. Es blieb noch einige Zeit nach der Reichweitenreduzierung eingespeisst. Ein Bild war da kaum mehr erkennbar und erinnerte eher an viele Band 1 Sporadic E empfänge....Komischerweise schaltete sich trotzdem kein Testbild, das sonst bei schlechtem Signal ausgestrahlt wurde, aus Nennslingen darüber.

Marc!?
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Marc!? »

DH0GHU hat geschrieben:
Mi 26. Aug 2020, 20:49
Marc!? hat geschrieben:
Mi 26. Aug 2020, 14:46
Das Saarland wird bei MB schon immer als Schoksberg only gesehen.
Wäre da nicht eher TDF bzw Radio France zuständig?

*duck*

Spaß beiseite:
Das Saarland hat knapp eine Million Einwohner. Damit würden ihm momentan statistisch maximal 2 Standorte zustehen. Wirklich dicht besiedelt ist ja eigentlich nur der Bogen von Dillingen über Saarbrücken bis Homburg. Diese Bevölkerungszentren werden damit ganz gut vom Schoksberg abgedeckt.

Die wichtigsten Lücken (Nordsaarland um Wadern/Nonnweiler, A1; westliches Saarland um Mettlach und Merzig, Bliestal) erfordern mindestens 3 Standorte. Diese Lücken sind nicht "schlimmer" als andere 5C-Lücken in Mittelgebirgen. Man denke nur an die Lücken rund um Mosel in RP und an die Eifel. Das ist nunmal eine Budget-Frage, man könnte sicher noch 50 Standorte aufschalten, bis alle Orte >10k Einwohner "deep indoor" versorgt sind....
Eben das ist ja der Punkt. Man braucht Moseltal/Mettlach, die versorgen den Ballungsraum aber nicht. (Im Bliestal bräuchte man keinen Sender, wenn Kettrichhof auch nach Westen senden würde.) Das sind schonmal 2-3 Sender fürs Saarland, wobei nominell für weite Teile nur der Schoksberg übrig bleibt. Moseltal versorgt aufgrund der Topographie die Gemeinde Perl im Mosetal und noch einzelne Käffer im niedtal, vom restlichen saarland total abgeschottet.
Im Prinzip fehlt dem Saarland, wie auch auf DVB-T2, noch ein Sender im Raum Neunkirchen, der sich mit dem Schoksberg ergänzt und zwar für den Ballungsraum. Ich meine selbst Erfurt bekommt seine Funzel.

Saarland rund 1 Sender / Mio
Thüringen hat 3,8 Sender / Mio mit Erfurt sogar 4,21 Sender / Mio ohne die ganzen Tunnelsender

Japhi
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Japhi »

NRW: 17,9Mio EW, 15 Sender, 1,19Mio EW/Tx, 0,837 Sender/Mio EW
Rhein-Ruhr: 10,6Mio EW, 6 Sender, 1,76Mio EW/Tx, 0,56 Sender/Mio
Ruhrgebiet: 5,1Mio EW, 3Sender, 1,7Mio EW/Tx, 0,59 Sender/Mio EW
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Marc!?
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Marc!? »

Japhi hat geschrieben:
Mi 26. Aug 2020, 22:44
NRW: 17,9Mio EW, 15 Sender, 1,19Mio EW/Tx, 0,837 Sender/Mio EW
Rhein-Ruhr: 10,6Mio EW, 6 Sender, 1,76Mio EW/Tx, 0,56 Sender/Mio
Ruhrgebiet: 5,1Mio EW, 3Sender, 1,7Mio EW/Tx, 0,59 Sender/Mio EW
Die Topographie ist an Rhein und Ruhr deutlich einfacher. Kritische Stellen sind hier in der Eifel, Sauer und Siegerland. In der neuen Ausbaustufe kommen noch 2 Sender dazu.
Im Saarland hilft von außern hauptsächlich Bornberg. Trier zu tief, Kettrichhof nur nach Osten. Lautern strahlt am Saarland durch die Topographie größtenteils vorbei.
In NRW sind es der GNS Eifel, bald Ahrweiler, Bad Marienberg, die Sackpfeile und Osnabrück.

maroon6
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von maroon6 »

Satnews berichtet über den Ausbau beim 1. Bundesmux noch in diesem Jahr in wieder mal typisch-spekulativer Manier. Wie so oft ist auch diesmal wieder was wahres an der Meldung dran, aber nach meinem Kenntnisstand ist das alles noch nicht so ganz in trockenen Tüchern. Richtig ist, dass MB bereits an einigen Standorten in Vorleistung getreten ist, indem man Hardware-Equipment bestellt hat (da war weder Corona absehbar noch eine Blockade von Sachsen-Anhalt beim Rundfunkbeitrag). Derzeit wird afaik u.a. der Sender Ahrweiler bereits aufgerüstet. Ob man dann allerdings tatsächlich schon dieses Jahr auf Sendung geht, also alles vorfinanziert unabhängig davon, was beim Rundfunkbeitrag geschieht, halte ich für eine etwas gewagte Prognose. Aber wir werden sehen. Schön wäre es ja.

https://www.satellifax.de/mlesen.php?id ... 701f5131db

zerobase now
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von zerobase now »

Auch ein Witz, dass der ganze Ausbau blockiert wird, weil ein Bundesland querschiesst.

Habakukk
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Habakukk »

Schätze mal, dass es um einiger der Standorte geht, die in letzter Zeit bei der BNetzA aufgetaucht sind:

Schöppingen 10kW
Hürtgenwald 5kW
Ahrweiler 5kW
Dillberg 10kW
Nennslingen 5kW
Schneidlingen 10kW
Erfurt 1kW
Wismar 1kW
Güstrow 1kW
Eisenhüttenstadt 5kW

Felix II
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von Felix II »

Auch ein Witz, dass der ganze Ausbau blockiert wird, weil ein Bundesland querschiesst.
Die ÖR schwimmen im Geld, die brauchen keine Gebührenerhöhung. Ich hoffe Sachsen-Anhalt knickt nicht ein.
mfG: Felix II

[hr]

Sticks and stones may break my bones but there will always be something to offend a feminist.

Wikipedia: Standart bezeichnet häufig eine Falschschreibung des Wortes Standard

DH0GHU
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Re: 1. DAB+-Bundesmux Ausbau 2020

Beitrag von DH0GHU »

Felix II hat geschrieben:
Mi 21. Okt 2020, 20:44
Auch ein Witz, dass der ganze Ausbau blockiert wird, weil ein Bundesland querschiesst.
Die ÖR schwimmen im Geld, die brauchen keine Gebührenerhöhung. Ich hoffe Sachsen-Anhalt knickt nicht ein.
In welchem Paralleluniversum lebst Du?
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