DAB im Zug - Erfahrungsberichte

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Zintus
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Zintus » Mo 19. Nov 2018, 22:56

DH0GHU hat geschrieben:
Mo 19. Nov 2018, 10:09
Seltsam. Auf der letzten ICE-Fahrt über diese Strecke hatte ich den Eindruck, dass LTE besser ging als das zugeigene WLAN, nämlich fast durchgängig außerhalb der Tunnel.
Ist in den Niederlanden genauso. In fast allen Zügen, egal ob regional oder Intercity, läuft das eigene LTE besser als das Wlan des Zuges. Oft gibt es mit dem zugeigenen Wlan gar keine Verbindung, d.h. das Wlan-Signal ist da, aber kein Datendurchsatz. Ich schalte grundsätzlich im Zug mein Wlan aus.
QTH 1: Haren/Ems (D) QTH2: Rijswijk/Den Haag (NL)
RX: Technics ST-8077K+ 5 ele auf Rotor & 3 ele fix 70° 5 ele fix 10° schaltbar @QTH 1
Sat: 19,2°E, 28,2°E @QTH 1&2, AM: ICF 2001D, ICF 7600 SW, Tecsun PL-660
DAB: Panasonic RF-D10, Sony XDR-S41D

Badestadt
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Badestadt » Di 20. Nov 2018, 07:42

Seltsam. Auf der letzten ICE-Fahrt über diese Strecke hatte ich den Eindruck, dass LTE besser ging als das zugeigene WLAN, nämlich fast durchgängig außerhalb der Tunnel.
Dazu kann ich nur sagen, dass alle Mitreisenden um mich herum exakt dieselben Probleme hatten. Die Situation hat sich seit Jahren keinen Deut gebessert.
QTH: Bad Wildungen (400 m ü. NN)

Jasst
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Jasst » Di 20. Nov 2018, 08:27

Wahrscheinlich nutzen die Bahngesellschaften o2 als Internetpartner :cheers: :bruell:

Kohlberger91
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Kohlberger91 » Mi 21. Nov 2018, 12:33

Ich hab mal gelesen das Vodafone also D2 der Patner von der Bahn sein soll und das man damit nicht zufrieden sei und daher auf Telekom umschwenken möchte..

Saarländer (aus Elm)
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Saarländer (aus Elm) » Mi 21. Nov 2018, 17:11

Als ich im August auf der Rückreise vom Nordseeurlaub war, hat in der Regionalbahn auf der Moselstrecke ein Zugbegleiter mit mir ein zunehmend technisches Gespräch angefangen, obwohl ich nach der langen Fahrt gar keinen Bock drauf hatte.
Das ging dann soweit, dass er sich über die diversen 'Disfunktionalitäten' seiner schon mehrmals getauschten Tablet/Fahrscheindrucker-Kombination ausgelassen hat und mir die einzelnen Funktionen auch gezeigt hat.
Ich denke, dass da auch die Connectivity eine Rolle spielt. Auf dieser Strecke ist Vodafone auch nicht viel besser ausgebaut, als o2.
Die auch hier übliche Android-Krankheit mit über Jahren nicht aktualisierten Betriebssystemen ist da schon das kleinere Übel.

Meine Erfahrungen mit DAB+ während dieser Fahrt waren da gerade im Intercity auch nicht sonderlich erbauend, v.a. wenn mal in Programme der nur kurzzeitig empfangbaren Muxe aus Hamburg und Bremen reinhören wollte.
Und in NRW ist der WDR-Mux zwar großflächig hörbar, aber inhaltlich nichts neues.

RF_NWD
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von RF_NWD » Sa 20. Jul 2019, 23:06

Meine ersten Erfahrungen mit DAB + Empfang im Zug waren so etwa vor 5-6 Jahren in Niedersachsen und NRW gar nicht mal so schlecht. In den damals noch verkehrenden RE Zügen der DB auf den Verbindungen Rheine /Bielefeld -Hannover.

Meist ganz hinten oder vorne im Steuerwagen im Obergeschoss konnte man selbst das WDR Funzelnetz zwischen Bielefeld oder Osnabrück nach Minden mit einem kleinen Taschenempfanger ohne grosse Unterbrechungen empfangen. Optimal war dabei, die Antenne an die Führungsschiene der Fensterollos anzulehnen. Noch besser funktinierte der Empfang in uralten ehemaligen Reichsbahnwagen ohne Klimaanlage.
Im IC auf den Strecken war der Empfang deutlich schlechter.

Leider war es 2016 mit der Herrlichkeit schlagartig vorbei, als die Westfalenbahn die Strecken übernahm . Damit kamen auch neue Züge der Fa Stadler, mit völlig undurchllässigen Fenstern und sehr viel mehr HF Müll im Zug. Dafür WLAN On board. Das nutze ich gelegentlich bei Fahrten in verkehrschwachen Zeiten und funktioniert dann meist auch einigermaßen. Kann man aber bei vollbesetztem Zug am Sonntagnachmittag komplett vergessen.

Mobilfunkversorgung in diesen Zügen ist katastrophal. Sind mir selbst im Telekom-Netz schon Gespräche abgerissen oder wegen Unverständlichkeit abgebrochen worden. O2 Netz ist noch schlimmer. Surfen oder gar Streaming nur abschnittsweise möglich.
Auf den seit 2018 verkehrenden Linien der Eurobahn ( Hersteller der Fahrzeuge auch Stadler) sieht es auch nicht viel besser aus.

Brauchbar ist der DAB + Empfang noch in den älteren Fahrzeugen der DB auf dem RE 6 Minden-Köln und in der S-Bahn Hannover. Aber auch hier ist die Ablösung schon in Sicht. Ab Dezember fährt der RRX zwischen Minden und Köln . Die Fahrzeuge von Siemens sollern Fenster besitzen, die Frequenzen besser durchlassen.

Hat das schon jemand in diesen Fahrzeugen , die schon auf den Linien Paderborn-Düsseldorf und Wesel-Koblenz im Einsatz sind, mal getestet?
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SeltenerBesucher
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von SeltenerBesucher » Sa 20. Jul 2019, 23:45

zerobase now hat geschrieben:
Fr 16. Nov 2018, 09:29
Ich fahre jeden Tag mit dem Regionalzug vom Kreis Wesel ins Ruhrgebiet rein.
Lustig, dass Du den Kreis Wesel nicht zum Ruhrgebiet zählst.

radneuerfinder
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von radneuerfinder » So 21. Jul 2019, 10:51

Das ist eine alte Geschichte. Das Ruhrgebebiet wird um so kleiner, je näher man ihm kommt. ;)

Nicoco
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von Nicoco » So 21. Jul 2019, 11:33

SeltenerBesucher hat geschrieben:
Sa 20. Jul 2019, 23:45
Lustig, dass Du den Kreis Wesel nicht zum Ruhrgebiet zählst.
Der Norden und Osten des Kreises zählt sich selbst garantiert nicht zum Ruhrgebiet, eher zum Niederrhein.
Nur weil der ganze Kreis Wesel Teil der Metropole Ruhr, muss sich nicht jeder zugehörig dazu fühlen.

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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von zerobase now » Mo 22. Jul 2019, 10:06

Nicoco hat geschrieben:
So 21. Jul 2019, 11:33

Der Norden und Osten des Kreises zählt sich selbst garantiert nicht zum Ruhrgebiet, eher zum Niederrhein.
Nur weil der ganze Kreis Wesel Teil der Metropole Ruhr, muss sich nicht jeder zugehörig dazu fühlen.
OT:

Das stimmt. Kamp-Lintfort, Moers und Dinslaken gehören sicherlich, aufgrund der Bergbautradition, noch zum Randbereich des Ruhrgebietes, aber alles was darüber hinausgeht nicht. Sag mal einem Sonsbecker, Weseler oder Hamminkelner er würde im Ruhrgebiet wohnen. Da wirst du aber nur verständnislose Blicke erhalten. Die Region ist nunmal durch und durch niederrheinisch und so denken und fühlen weite Teile des Kreises Wesel auch und das ist historisch verwurzelt. Ein Zugehörigkeitsgefühl kann nicht von der Politik zwangsweise verordnet werden.

RF_NWD
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von RF_NWD » So 11. Aug 2019, 20:54

Ich beantworte meine Frage nach Erfahrungen mit DAB + Empfang in den neuen RRX Zügen von Siemens mal selbst.:

Auf dem Abschnitt Altenbeken-Paderborn habe ich heute den Empfang im RRX Kassel-Ruhrgebiet mit der Eurobahn und der S-Bahn verglichen. Die Fenster lassen deutlich mehr Signal durch als bei der Eurobahn, aber etwas weniger als bei der S-Bahn. NDR Empfang auf dem hochgelegenen Abschnitt bei der S-Bahn etwas besser als im RRX , in der Eurobahn ging dort nicht mal der 5 C durchgängig. WDR und NDR so gut wie gar nicht.
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RF_NWD
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von RF_NWD » Di 3. Dez 2019, 09:18

Der aktuelle Conncet- Test der Mobilfunknetze belegt noch einmal deutlich, die Herausforderungen einer Durchdringung von digitalen Funkwellen im Zug. Die Erfolgsquoten sind bei allen Anbietern mit Abstand die geringsten im Vergleich. .

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ ... netze.html

Abhile ist hier wahrscheinlich nur durch den verstärkten Einsatz von Repeatern und/oder Ausbau von WLAN möglich. Die Versorgung mit DAB + steht vor dem gleichen Problem. Die Situation ist vergleichbar mit der in Elektronik-Mörkten, wo man oft auch nur mit Hilfe von Repeatern ein Signal auf die Ausstellgeräte bekommt.

Dass ein problemloser Empfang im Zug durchaus möglich ist, zeigen meine Erfahrungen in älteren Baureihen der Bahnen. Bei der Entwicklung neuer Modelle sollten die Hersteller ein größeres Gewicht auf die Durchlässigkeit der Scheiben legen.


Eine Bitte: Hier keine Grundsatzdiskussion über 5G oder Vor- und Nachteile der Mobilfunkanbieter führen.
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von RADIO354 » Di 3. Dez 2019, 09:54

Das ist in der Schweiz auch so.
In Älteren Waggons ist der DAB Empfang meistens gut. In den Neuen Waggons kaum
Über längere Strecken brauchbar. Ein Ausbau von Bahntunnels mit dem DAB Signal analog zu den Autobahntunnels ist auch nicht vorgesehen.
Zu Wenige Nutzer. Auf Grund Dessen nutze ich DAB im Zuge kaum noch.
VU+ Duo2 ; microspot RA-318/ 319; Degen DE 1103 mit 2x 80 khz Filtern, Pure Sensia, Dual DAB 102
Antennen : Band III : 4 Elementyagi / SAT : 88 cm @ 19,2° East.
Mobilbetrieb : Autodab Ford Fiesta / Philips DA 9011/ 2
QTH Ostschweiz/ Region Werdenberg

bennySL
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von bennySL » Di 3. Dez 2019, 12:19

Dass kommt immer darauf an, wie schnell der Zug fährt also mit welcher Geschwindigkeit v= er unterwegs ist. Bei zu hohen Tempo oder plötzlichen Bremsvorgang überschlägt sichdie Wellenausbreitung weil diese dann nicht mehr proportional zur Fortbewegung des Empfängers erfolgt und diese Datenpakete dann nicht mehr verarbeitet werden können. So kommt es dann zu Aussetzern. Das selbe ist im Auto auf der Autobahn zu beobachten, wenn man durch Täler oder über Passstraßen fährt. Dabei wurde die DAB Technologie in erster Linie für den Mobilen Empfang entwickelt. An Hindernisse wie Wälder, Brücken (die weiter entfernt stehende Standorte reflektieren - führt zu SFn Störungen) oder abschirmendes Glas in Hochgeschwindigkeitszügen hatte man damals aber noch nicht gedacht. Der ICE 2 steckte noch in den Kinderschuhen, mittlerweile fahren Züge 300 oder 350 km/h in Fernost auch über 400 km/h. Für solche GEschwindigkeiten mit von beidseitig verschiedensten einstrahlenden Standorten in unterschiedlicher Entfernung ist das System nicht ausgelegt. Das überfordert schlichtweg den Antenneneingang.

:rp:

Im Übrigen fühle mich auch nicht der EU zugehörig und deren "Gesetze" (lustiges Wort bei einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft die auf Profit und Geld-Druckerei ausgelegt ist) gelten für mich als dt. Staatsbürger und Angehöriger der BRD nicht. Ich habe die dt. Staatsbürgerschaft une keine EU-Mitgliedschaft, weil die EU kein Souveräner Staat und auch kein Staatenbund (wie die ehem. UDSSR oder VR Jugoslawien) ist sondern nur ein Konstrukt auf dem Papier um Importe und Exporte sowie deren Besteuerung zu vereinfachen und Hürden im intern. Handel abzubauen. Ich habe ja auch keinen Pass des "Landes EU". SO ein Blödsinn. Genauso unsinnig wie die Angabe auf manchen Lebensmitteln ("Herkunftsland: EU"). Die EU (=frühere EWG) ist kein Land sondern eine Wirtschaftsunion, also eine Freihandelszone! Deswegen geht es den Menschen in der Schweiz und Norwegen so gut und bei uns verhungern die Kinder im eigenen Elternhaus und die Rentner in der völlig unterkühlten Mietwohnung. :danke:

DH0GHU
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Re: DAB im Zug - Erfahrungsberichte

Beitrag von DH0GHU » Di 3. Dez 2019, 14:10

bennySL hat geschrieben:
Di 3. Dez 2019, 12:19
Die EU (=frühere EWG) ist kein Land sondern eine Wirtschaftsunion, also eine Freihandelszone!
Wenn schon OT, dann mit Widerspruch: Sorry, aber informiere Dich bitte erstmal und höre auf zu hetzen. Die EU ist eine Wertegemeinschaft, die längst weit über Marktharmonisierung hinaus geht. Themen wie Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit, Gleichberechtigung, etc. Eben das, was "abendländische" Werte ausmacht. Informiere Dich z.B. mal über die "Aufnahmebedingungen".
Dass dabei Manches schief läuft, muss man nicht in Abrede stellen, auch nicht, dass Wirtschaft oft zu sehr im Vordergrund steht, aber gemessen an anderen "Wertegemeinschaften" (Diktaturen Russland und China, Asozialstaat USA, divserse religiöse und weltliche Diktaturen in Arabien, etc...) ist bei uns Vieles von dem, was glänzt, tatsächlich noch Gold. Und die Defizite in Deutschland sind nicht EU-bedingt, sonst gäbe es sie in allen EU-Ländern. Das Rentenproblem haben wir schon selbst verbockt. Und verhungern muss bei uns niemand, dafür gibt es ein soziales Netz. Dass manche Eltern schlicht nicht die nötige Befähigung zum Elternsein haben, ist ein anderes Thema.
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
Funkamateur, DLF-Hörer, Multipler Musikgeschmack, DAB-Nutzer. Normal ist normalerweise langweilig.

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