DAB+ Luxemburg
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Spacelab
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Re: DAB+ Luxemburg
Interessant! Dafür dass das in Luxemburg anfangs alles so behäbig abgelaufen ist, gibt man jetzt aber ordentlich Gas.
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Randfunker
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Re: DAB+ Luxemburg
Mal kurz den Autoradio-Empfang des 7D umrissen zwischen Luxbg. und Trier dieser Tage: Autobahn bis Potaschberg durchgehend, dann rechts runter nach Grevenmacher erste Ausfälle und seeehr lückenhaft bis Moselbrücke. Deutsche Seite bis Oberbillig wieder besser, wenige Ausfälle (im Ggs. zum SWR-Mux, der hier einfach kaum existiert, Radio mehrere km nur UKW). Der Lux-Mux verschwindet größtenteils an Wasserliesch entlang, um dann kurz vor Konz (erwartungsgemäß) wiederzukommen. Geht dann am Moselufer fast durchgehend an TR-Süd entlang bis Römerbrücke, bricht aber größtenteils ab nach rechts zur Stadtmitte hin, da tauchen nur noch Fetzen auf.
Abends zurück Route Porta Nigra-Kaiser-Wilhelm-Brücke und Bitburger Straße rauf zur Autobahn: Kein Mucks vom Lux-Mux. Der kommt erst wieder ganz oben auf der A64 Höhe Rastplatz Markusberg, geht dann aber durch bis auf zwei kleine Unterbrechungen an der Merterter Senke entlang (die Ecke Grevenmacher ist problematisch, auch auf UKW, es sei denn man hört Latina vom Groesteen oder Eldo vom Potaschberg
) Ab ebendiesem Potaschberg ist DAB+ Lux. auch über die Landstraße durchs Syrtal größtenteils gut hörbar, allerdings in der jew. Dorfmitte von Wecker und Betzdorf mit mehrsekündigen Ausfällen versehen. Ab Banzelt/Olingen/Roodt durchgehender DAB-Empfang, einzige kleine Lücke noch im „Loch“ von Niederanven.
Allgemein, auch anhand vager Erinnerungen an die Indoor-Signale und Freiluftexperimente von den 2021er-Tests, habe ich eher das Gefühl, dass es jetzt minimal schwächer ist. Es werden ja jetzt auch nicht mal die eigentlich koordinierten 10 kW genutzt - das Gefühl bestätigt die Angaben, kann mich aber auch täuschen. Werde bei Gelegenheit mal noch Untersauer „probefahren“. Definitiv ist der „tiefe“ Osten Luxemburgs problematisch auf DAB+ von Düdelingen aus, während UKW doch wesentlich robuster bleibt und auch Trier sehr gut mitversorgt. Hier müssten digital einfach ein paar kW mehr kommen, sonst ist das einfach zu dünn für den Hausgebrauch. Das gilt übrigens genauso für deutsches DAB+ in diesem Grenzraum!
Um den Lux-Mux 7D besser ins Moseltal zu bringen, wird der geplante Standort Wasserbillig mit 300 Watt nur sehr lokal helfen, von Grevenmacher bis Konz, und ansonsten weder der Untersauer noch der unteren Syrtalgegend mit ihren Dörfern viel bringen - und Trier erst recht nicht. Irgendwo ging die Rede vom Groesteen bei Manternach, stand aber nicht auf letzterer Liste - dabei wäre das der Standort, der einen Ticken mehr Signal in diese Gegend bringen könnte (auf UKW geht der in einigen Teilen von Trier, auf DAB+ müsste er allerdings ein paar hundert Watt mehr bekommen). Das Gleiche dürfte für den geplanten Echternacher Standort gelten: Wenn es derjenige oberhalb der Cité Manertchen (Antenne beim Wasserspeicher) wird, dann sollten von dort schon 800 Watt rausgehen, damit die Gegend was davon hat - denn direkte Sichtverbindung besteht meistens nicht zu den Dörfern im Sauertal.
Abends zurück Route Porta Nigra-Kaiser-Wilhelm-Brücke und Bitburger Straße rauf zur Autobahn: Kein Mucks vom Lux-Mux. Der kommt erst wieder ganz oben auf der A64 Höhe Rastplatz Markusberg, geht dann aber durch bis auf zwei kleine Unterbrechungen an der Merterter Senke entlang (die Ecke Grevenmacher ist problematisch, auch auf UKW, es sei denn man hört Latina vom Groesteen oder Eldo vom Potaschberg
Allgemein, auch anhand vager Erinnerungen an die Indoor-Signale und Freiluftexperimente von den 2021er-Tests, habe ich eher das Gefühl, dass es jetzt minimal schwächer ist. Es werden ja jetzt auch nicht mal die eigentlich koordinierten 10 kW genutzt - das Gefühl bestätigt die Angaben, kann mich aber auch täuschen. Werde bei Gelegenheit mal noch Untersauer „probefahren“. Definitiv ist der „tiefe“ Osten Luxemburgs problematisch auf DAB+ von Düdelingen aus, während UKW doch wesentlich robuster bleibt und auch Trier sehr gut mitversorgt. Hier müssten digital einfach ein paar kW mehr kommen, sonst ist das einfach zu dünn für den Hausgebrauch. Das gilt übrigens genauso für deutsches DAB+ in diesem Grenzraum!
Um den Lux-Mux 7D besser ins Moseltal zu bringen, wird der geplante Standort Wasserbillig mit 300 Watt nur sehr lokal helfen, von Grevenmacher bis Konz, und ansonsten weder der Untersauer noch der unteren Syrtalgegend mit ihren Dörfern viel bringen - und Trier erst recht nicht. Irgendwo ging die Rede vom Groesteen bei Manternach, stand aber nicht auf letzterer Liste - dabei wäre das der Standort, der einen Ticken mehr Signal in diese Gegend bringen könnte (auf UKW geht der in einigen Teilen von Trier, auf DAB+ müsste er allerdings ein paar hundert Watt mehr bekommen). Das Gleiche dürfte für den geplanten Echternacher Standort gelten: Wenn es derjenige oberhalb der Cité Manertchen (Antenne beim Wasserspeicher) wird, dann sollten von dort schon 800 Watt rausgehen, damit die Gegend was davon hat - denn direkte Sichtverbindung besteht meistens nicht zu den Dörfern im Sauertal.
Re: DAB+ Luxemburg
Habe es mal in Solingen versucht eine Stelle zu finden, aber war wohl irgendwie klar, dass es hier nicht klappt, auch wegen der geringen Sendeleistung.
Hoffnung basierte darauf, dass der RTL 97.0 mit meinem Autoradio fast im ganzen Stadtgebiet einigermaßen vernünftig ankommt.
Aber hier natürlich auch der 7d MTV von den Niederlanden zu stark. War ja nur auf 7d der Lux-Mux oder habe ich mich da verlesen?
Hoffnung basierte darauf, dass der RTL 97.0 mit meinem Autoradio fast im ganzen Stadtgebiet einigermaßen vernünftig ankommt.
Aber hier natürlich auch der 7d MTV von den Niederlanden zu stark. War ja nur auf 7d der Lux-Mux oder habe ich mich da verlesen?
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Klaus Wegener
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Randfunker
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Re: DAB+ Luxemburg
Jochen gehörte zum Inventar der 'vier fröhlichen Wellen' von Radio Luxemburg. Das war noch Live-Radio zum Mitmachen. Ja, der teils brauchbare Empfang der 97,0 im vorderen Bergischen Land passte gut dazu.
Wenn wir jetzt ins luxemburgisch-deutsche Grenzgebiet, das UKW-Kernland der 97,0, zurückkommen, dann haben wir Stand heute auf DAB+ leider die Situation, dass an der Hauptstraße N11 ab Lauterborn Richtung Echternach weder Düdelingen noch Hosingen für Empfang sorgen kann. In Echternach bei der Ortsdurchfahrt bleibt das Autoradio (das wahrlich nicht taub ist) zu 95% stumm. Weiter Richtung Steinheim kommen ein paar kurze Fetzen rein, die hier wohl eher von Hosingen als Düdelingen stammen. Zwischen Rosport und Moersdorf der 7D auch nur mal dann und wann, höchstens 30 Sekunden am Stück, dann wieder ne Minute nix. Kurz vor Wasserbillig, unter der Autobahnbrücke durch, gibt es wieder etwas mehr Empfang, kann sein, dass Düdelingen hier von deutscher Seite reflektiert wird. Das war mein Schnelltest im unteren Sauertal. Da werden die geplanten Umsetzer (nicht durchgehend) etwas Abhilfe leisten.
Re: DAB+ Luxemburg
DAB+ in Luxemburg
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!
Die Vorbereitungen zum Aufbau des jetzigen DAB+Netzes begannen 2020.
Es war für viele an DAB+ interessierte Menschen unverständlich, warum sich die Einführung des neuen Übertragungsstandards in Luxemburg so lange hingezogen hat.
Das Ministerium (SMC) zierte sich jahrelang DAB+ in Luxemburg einführen zu wollen, Erst 2023 wurde eine Roadmap veröffentlicht, die den Start vorbereitete…
Einiges deutet auch darauf hin, dass der finanzstarke, große private Anbieter RTL Luxemburg aufgrund seiner starken Stellung im UKW‑Bereich auf die DAB+- Bremse getreten hat. Durch die starke UKW-Präsenz bestand wenig Anreiz, zusätzliche Investitionen in DAB+ zu tätigen. Man hat durch die DAB+-Technik (jeder Sender im Mux hat die gleiche technische Reichweite) keine Reichweitenvorteile mehr.
Man sollte die Einflussmöglichkeiten eines so großen Konzerns nicht unterschätzen...
Welche Schritte führten in den Regelbetrieb und wird es einen zweiten, nationalen Mux geben?
Was ist bekannt?
Zitat von Vincent Demarque (Techniker BCE):
„An diesem Montag, 14. September 2020, hat die luxemburgische Radiowelt ihren ersten Schritt in Richtung Digitalradio auf DAB+ gemacht. Das SMC hat eine Studie zu DAB+ gestartet. Dieser wird aus einem Übertragungstest bestehen, an dem die wichtigsten Radiosender des Landes beteiligt sind. Hauptziel ist die Entwicklung eines endgültigen DAB+-Netzes und die Bewertung der Betriebskosten in mehreren Fällen“.
...
„In wenigen Tagen werden die Sendern von Dudelange bei 10 kW omnidirektional und von Hosingen bei 500 W nach Süden in Betrieb genommen.
Bis Ende des Jahres werden die Teilnehmerstationen die Möglichkeit haben, verschiedene Arten der Kodierung und Übertragung zu testen. Dadurch können sie den besten Kompromiss zwischen Qualität der Auslieferung und Kosten der Auslieferung finden“.
Es kann daher festgehalten werden, dass Dudelange 2020 mit 10 kW Rundstrahlung gearbeitet hat.
Dieser Test war relativ stabil bei mir im westlichen Saarland zu empfangen, auch weitere Empfangsberichte belegen Empfänge aus größeren Entfernungen. Die Empfangswerte des jetzigen Regelbetriebes sind sehr ernüchternd.
Vom 10 kW rund ist jetzt wohl das übrig geblieben. Mehr dazu aber später…
Nach den Infos von Serge soll ein zweiter nationaler MUX für die Lokalradios in Betrieb gehen (mit weniger Füllsender).
„Dieser 2te MUX wird höchstwahrscheinlich auf 7A betrieben. Man kann diesen dann mittels Combiner an verschiedenen Standorten des 1ten Multiplexes über die gleiche Antenne zuführen. Alles andere würde keinen Sinn machen, da man bestehende Infrastruktur mit nutzen kann“.
„Insgesamt gibt es elf luxemburger Lokalradios, erklärt Serge Simon von der DLLR, dem Dachverband der luxemburger Lokalsender. Sie alle werden von der Umstellung auf DAB+ betroffen sein.
In einer zweiten Phase soll auch für lokale Radiosender ein Multiplex entstehen“.
Weitere Gespräche des DLLR mit dem Medienministerium (S M C) sind für den November 2025 angedacht.
@Serge: Haben die Gespräche mit einem positiven Ergebnis stattgefunden?
Dieser zweite Mux wird auch durch die Entscheider in Luxemburg angestrebt: viewtopic.php?p=1810559#p1810559
Was ist wahrscheinlich?
Ich habe jetzt mal meine Infos zu den Spekulationen und Andeutungen bezüglich der technischen Parameter des LUX-NATIONAL1 zusammengetragen und versuche diese zu interpretieren.
Nach den Informationen von Serge sind für den (jetzigen) Regelbetrieb 10 kW vorgesehen.
Nach den aktuellen Beobachtungen sind es, wenn überhaupt, nur bei wenigen Grad 10 kW und mit Sicherheit keine Rundstrahlung.
Es könnte aus Dudelange auch nur mit 6,0 , 6,3 oder 6,5 kW gesendet werden. Das sind Werte, die auch mal genannt wurden.
Vincent Demarque kann dazu leider keine direkte Antwort geben, da es sich um Firmendaten handelt, die er nicht einfach so veröffentlichen darf!
Nach meinen Infos ist das obige Strahlungsdiagramm wohl auch in etwa das, das von BCE verwendet wird.
Das stützt sich auf folgende Angaben aufgrund getätigten Aussagen:
„Auf jeden Fall scheinst du eine gute Lage zu haben, um so zu empfangen. Dudelange in Richtung Deutschland ist nicht gut“.
Werden die Test mit reduzierter Leistung gefahren?
„Nein, wir verfolgen das, was in den Spezifikationen des SMC vorgesehen ist“.
„Phase 2 wird es ermöglichen, die Abdeckung im Osten, Zentrum, Nordgrenze und den drei FR-BE-LU-Grenzen zu "verfestigen", aber das wird erst 2026 sein“.
und
„Leider werden die Phase-2-Sender auf deutscher Seite kaum etwas ändern. Aufgrund der Topografie, der Sendeleistung und der Strahlungsbeschränkungen ist Deutschland das am schlechtesten abgedeckte Nachbarland“.
Es scheint eine bewusste Entscheidung zu sein, nach Deutschland massiv auszublenden. Das kann man auch den Empfangsprognosekarten eindeutig entnehmen.
Annahme wohl zwischen 4,0 kW und 10 kW, in meine Richtung 4,8 kW
Annahme wohl zwischen 2,5 kW und 6,5 kW, in meine Richtung 3,1 kW
Der Vergleich der Signalwerte mit Thionville (u.a. Kanal 8B Métropolitain 2 in meine Richtung 4,0 kW, ähnliche Entfernung, Antenne ca. 150m niedriger) lässt diese Variante am wahrscheinlichsten sein.

Keine Angaben der Leistungswerte
Quellen:
https://dabmap.nicocoweb.de/?share=LX_7D-3Tx
https://rplusd.io/maps/map.php?zone=Luxembourg Fabien Cuny
BCE Vincent Demarque
„Im Rahmen der Ausschreibung für Rundfunkrechte stellte das ILR (Institut für Rundfunk Luxemburg) ein Dokument mit den damaligen Koordinatenleistungspegeln und den Abstrahlcharakteristiken zur Verfügung. Diese Parameter wurden für den aktuellen Aufbau des Luxemburger DAB-Netzes verwendet“.
Die technische Konfiguration des digitalen Multiplexes muss in Absprache mit dem SMC und dem ILR festgelegt werden, bevor der Multiplex in Betrieb genommen wird, so im Ausschreibungstext.
Die ILR und die Radiosender sind die Entscheider, mit welchen Parametern gesendet wird. Der Testbetrieb 2020 diente ja dazu, einen Kompromiss zwischen Kosten der Ausstrahlung und der Reichweite zu finden.
Leider gilt bei DAB+ nicht die Devise wie bei UKW oder dem Fernsehsender RTLplus auf Kanal 7 (eben jenem Kanal und Sender aus Dudelange, der damals nicht weit genug nach Deutschland einstrahlen konnte und jetzt für DAB+ so kläglich nach Deutschland ausblendet).
Es sind wohl Kostengründe und ein Mangel an politischem Willen, der die luxemburgischen Radiostationen auf DAB+ für das deutsche Grenzgebiet fast unhörbar macht.
Es scheint so, dass man Richtung Deutschland nur seinem Versorungsauftrag für das luxemburgische Staatsgebiet erfüllen möchte.
Ganz ausgeschlossen scheint es nicht zu sein, dass die Strahlungsleistung und das Diagramm noch zu Gunsten einer Empfangsverbesserung auch gen Osten angepasst werden könnte.
Serge meinte:
„Nur soviel zur Info: Dudelange ist mit 6,5 kW OnAir. Das, was vom SMC gefordert ist. ILR hat nachträglich Dudelange auf 10kW koordiniert“.
Der Testbetrieb 2020 lief mit 10 kW rund und bis vor ein paar Monaten war die Koordination mit Deutschland auch mit 10 kW gen Osten Stand der Dinge.
Aus dem Ausschreibungstext gibt es auch folgenden Passus:
Die technische Abdeckung des Multiplexes muss so nah wie möglich an die maximale Abdeckung herankommen, die mit den derzeit vom ILR-Frequenzdienst mit den Nachbarländern koordinierten Sendestandorten erreicht werden kann.
Sollten also doch noch die 10 kW durch SMC / ILR festgelegt (koordiniert) werden, müsste nach dem Ausschreibungstext die Leistung und das Diagramm des Senders von Dudelange angepasst werden…und dann wohl aber nur, wenn sich die Radiosender und Politik (Rundfunkbehörden) über die Finanzierung einig sind!
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!
Die Vorbereitungen zum Aufbau des jetzigen DAB+Netzes begannen 2020.
Es war für viele an DAB+ interessierte Menschen unverständlich, warum sich die Einführung des neuen Übertragungsstandards in Luxemburg so lange hingezogen hat.
Das Ministerium (SMC) zierte sich jahrelang DAB+ in Luxemburg einführen zu wollen, Erst 2023 wurde eine Roadmap veröffentlicht, die den Start vorbereitete…
Einiges deutet auch darauf hin, dass der finanzstarke, große private Anbieter RTL Luxemburg aufgrund seiner starken Stellung im UKW‑Bereich auf die DAB+- Bremse getreten hat. Durch die starke UKW-Präsenz bestand wenig Anreiz, zusätzliche Investitionen in DAB+ zu tätigen. Man hat durch die DAB+-Technik (jeder Sender im Mux hat die gleiche technische Reichweite) keine Reichweitenvorteile mehr.
Man sollte die Einflussmöglichkeiten eines so großen Konzerns nicht unterschätzen...
Welche Schritte führten in den Regelbetrieb und wird es einen zweiten, nationalen Mux geben?
Was ist bekannt?
Zitat von Vincent Demarque (Techniker BCE):
„An diesem Montag, 14. September 2020, hat die luxemburgische Radiowelt ihren ersten Schritt in Richtung Digitalradio auf DAB+ gemacht. Das SMC hat eine Studie zu DAB+ gestartet. Dieser wird aus einem Übertragungstest bestehen, an dem die wichtigsten Radiosender des Landes beteiligt sind. Hauptziel ist die Entwicklung eines endgültigen DAB+-Netzes und die Bewertung der Betriebskosten in mehreren Fällen“.
...
„In wenigen Tagen werden die Sendern von Dudelange bei 10 kW omnidirektional und von Hosingen bei 500 W nach Süden in Betrieb genommen.
Bis Ende des Jahres werden die Teilnehmerstationen die Möglichkeit haben, verschiedene Arten der Kodierung und Übertragung zu testen. Dadurch können sie den besten Kompromiss zwischen Qualität der Auslieferung und Kosten der Auslieferung finden“.
Es kann daher festgehalten werden, dass Dudelange 2020 mit 10 kW Rundstrahlung gearbeitet hat.
Dieser Test war relativ stabil bei mir im westlichen Saarland zu empfangen, auch weitere Empfangsberichte belegen Empfänge aus größeren Entfernungen. Die Empfangswerte des jetzigen Regelbetriebes sind sehr ernüchternd.
Vom 10 kW rund ist jetzt wohl das übrig geblieben. Mehr dazu aber später…
Nach den Infos von Serge soll ein zweiter nationaler MUX für die Lokalradios in Betrieb gehen (mit weniger Füllsender).
„Dieser 2te MUX wird höchstwahrscheinlich auf 7A betrieben. Man kann diesen dann mittels Combiner an verschiedenen Standorten des 1ten Multiplexes über die gleiche Antenne zuführen. Alles andere würde keinen Sinn machen, da man bestehende Infrastruktur mit nutzen kann“.
„Insgesamt gibt es elf luxemburger Lokalradios, erklärt Serge Simon von der DLLR, dem Dachverband der luxemburger Lokalsender. Sie alle werden von der Umstellung auf DAB+ betroffen sein.
In einer zweiten Phase soll auch für lokale Radiosender ein Multiplex entstehen“.
Weitere Gespräche des DLLR mit dem Medienministerium (S M C) sind für den November 2025 angedacht.
@Serge: Haben die Gespräche mit einem positiven Ergebnis stattgefunden?
Dieser zweite Mux wird auch durch die Entscheider in Luxemburg angestrebt: viewtopic.php?p=1810559#p1810559
Was ist wahrscheinlich?
Ich habe jetzt mal meine Infos zu den Spekulationen und Andeutungen bezüglich der technischen Parameter des LUX-NATIONAL1 zusammengetragen und versuche diese zu interpretieren.
Nach den Informationen von Serge sind für den (jetzigen) Regelbetrieb 10 kW vorgesehen.
Nach den aktuellen Beobachtungen sind es, wenn überhaupt, nur bei wenigen Grad 10 kW und mit Sicherheit keine Rundstrahlung.
Es könnte aus Dudelange auch nur mit 6,0 , 6,3 oder 6,5 kW gesendet werden. Das sind Werte, die auch mal genannt wurden.
Vincent Demarque kann dazu leider keine direkte Antwort geben, da es sich um Firmendaten handelt, die er nicht einfach so veröffentlichen darf!
Nach meinen Infos ist das obige Strahlungsdiagramm wohl auch in etwa das, das von BCE verwendet wird.
Das stützt sich auf folgende Angaben aufgrund getätigten Aussagen:
„Auf jeden Fall scheinst du eine gute Lage zu haben, um so zu empfangen. Dudelange in Richtung Deutschland ist nicht gut“.
Werden die Test mit reduzierter Leistung gefahren?
„Nein, wir verfolgen das, was in den Spezifikationen des SMC vorgesehen ist“.
„Phase 2 wird es ermöglichen, die Abdeckung im Osten, Zentrum, Nordgrenze und den drei FR-BE-LU-Grenzen zu "verfestigen", aber das wird erst 2026 sein“.
und
„Leider werden die Phase-2-Sender auf deutscher Seite kaum etwas ändern. Aufgrund der Topografie, der Sendeleistung und der Strahlungsbeschränkungen ist Deutschland das am schlechtesten abgedeckte Nachbarland“.
Es scheint eine bewusste Entscheidung zu sein, nach Deutschland massiv auszublenden. Das kann man auch den Empfangsprognosekarten eindeutig entnehmen.
Annahme wohl zwischen 4,0 kW und 10 kW, in meine Richtung 4,8 kW
Annahme wohl zwischen 2,5 kW und 6,5 kW, in meine Richtung 3,1 kW
Der Vergleich der Signalwerte mit Thionville (u.a. Kanal 8B Métropolitain 2 in meine Richtung 4,0 kW, ähnliche Entfernung, Antenne ca. 150m niedriger) lässt diese Variante am wahrscheinlichsten sein.

Keine Angaben der Leistungswerte
Quellen:
https://dabmap.nicocoweb.de/?share=LX_7D-3Tx
https://rplusd.io/maps/map.php?zone=Luxembourg Fabien Cuny
BCE Vincent Demarque
„Im Rahmen der Ausschreibung für Rundfunkrechte stellte das ILR (Institut für Rundfunk Luxemburg) ein Dokument mit den damaligen Koordinatenleistungspegeln und den Abstrahlcharakteristiken zur Verfügung. Diese Parameter wurden für den aktuellen Aufbau des Luxemburger DAB-Netzes verwendet“.
Die technische Konfiguration des digitalen Multiplexes muss in Absprache mit dem SMC und dem ILR festgelegt werden, bevor der Multiplex in Betrieb genommen wird, so im Ausschreibungstext.
Die ILR und die Radiosender sind die Entscheider, mit welchen Parametern gesendet wird. Der Testbetrieb 2020 diente ja dazu, einen Kompromiss zwischen Kosten der Ausstrahlung und der Reichweite zu finden.
Leider gilt bei DAB+ nicht die Devise wie bei UKW oder dem Fernsehsender RTLplus auf Kanal 7 (eben jenem Kanal und Sender aus Dudelange, der damals nicht weit genug nach Deutschland einstrahlen konnte und jetzt für DAB+ so kläglich nach Deutschland ausblendet).
Es sind wohl Kostengründe und ein Mangel an politischem Willen, der die luxemburgischen Radiostationen auf DAB+ für das deutsche Grenzgebiet fast unhörbar macht.
Es scheint so, dass man Richtung Deutschland nur seinem Versorungsauftrag für das luxemburgische Staatsgebiet erfüllen möchte.
Ganz ausgeschlossen scheint es nicht zu sein, dass die Strahlungsleistung und das Diagramm noch zu Gunsten einer Empfangsverbesserung auch gen Osten angepasst werden könnte.
Serge meinte:
„Nur soviel zur Info: Dudelange ist mit 6,5 kW OnAir. Das, was vom SMC gefordert ist. ILR hat nachträglich Dudelange auf 10kW koordiniert“.
Der Testbetrieb 2020 lief mit 10 kW rund und bis vor ein paar Monaten war die Koordination mit Deutschland auch mit 10 kW gen Osten Stand der Dinge.
Aus dem Ausschreibungstext gibt es auch folgenden Passus:
Die technische Abdeckung des Multiplexes muss so nah wie möglich an die maximale Abdeckung herankommen, die mit den derzeit vom ILR-Frequenzdienst mit den Nachbarländern koordinierten Sendestandorten erreicht werden kann.
Sollten also doch noch die 10 kW durch SMC / ILR festgelegt (koordiniert) werden, müsste nach dem Ausschreibungstext die Leistung und das Diagramm des Senders von Dudelange angepasst werden…und dann wohl aber nur, wenn sich die Radiosender und Politik (Rundfunkbehörden) über die Finanzierung einig sind!
Zuletzt geändert von DABär am Di 23. Dez 2025, 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
3H-VHF-16-LOG (DAB)
Maximum FM 1
Diamond MR 77 (DAB/UKW)
Dach: "One for All" SV-9355 (DVB-T)
Balkon DVB-T Log/Per Wittenberg:
- SN 20 LTE passiv
- WB 345 plus LTE aktiv 20dB
RTL-SDR V.3
RSPdx-R2
QIRX 5.0.2
AbracaDABra 3.3.2
DAB-Player 1-0-2-176
Maximum FM 1
Diamond MR 77 (DAB/UKW)
Dach: "One for All" SV-9355 (DVB-T)
Balkon DVB-T Log/Per Wittenberg:
- SN 20 LTE passiv
- WB 345 plus LTE aktiv 20dB
RTL-SDR V.3
RSPdx-R2
QIRX 5.0.2
AbracaDABra 3.3.2
DAB-Player 1-0-2-176
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Randfunker
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- Registriert: Mo 3. Sep 2018, 01:01
Re: DAB+ Luxemburg
Macht es denn finanziell so einen großen Unterschied, ob mit 6,5 oder 10 kW gesendet wird? Das kann doch kein ausschlaggebender Grund sein. Persönlich empfinde ich die 6,5 kW für das, was Düdelingen normalerweise abdecken kann, als „Degradierung“ für den Standort. Es hat mich wohl nicht getäuscht, als ich geschrieben hatte, dass mir die aktuellen Reichweiten dürftiger vorkommen als die von den damaligen Tests - mit denen ich recht zufrieden war, obwohl ich nur an mehreren Stellen mit einem mobilen Gerät testen konnte und noch kein Autoradio in DAB+ hatte. Sollte einmal der Tag kommen, an dem tatsächlich UKW abgeschaltet wird, dürfte man sich bei RTL (auch RTL Lëtzebuerg) und 100,7 seine Gedanken machen, ob die jetzige Leistung u.a. für die vielen Trier-Besucher bzw. -Pendler nicht doch arg dünn ist. Das Gleiche gilt dann übrigens auch für die deutschen Sender auf DAB+ mit ihrer teils dürftigen Pendler-Versorgung nach Luxemburg. Bin heute wieder in Trier unterwegs gewesen und konnte fast überall, wenn auch stark angekratzt, Eldoradio auf 107,3 hören. Kein HiFi, aber noch verständlich. DAB+? Zu 90 Prozent nix, stumm, Totalausfall. Soll das die tolle Radio-Zukunft sein? Nee Merci! Wenn DAB+ Hörer überzeugen soll, dann muss auch die nötige Power drauf.
Re: DAB+ Luxemburg
Man spart 40% Stromkosten ....Randfunker hat geschrieben: ↑Di 16. Dez 2025, 22:26 Macht es denn finanziell so einen großen Unterschied, ob mit 6,5 oder 10 kW gesendet wird? Das kann doch kein ausschlaggebender Grund sein. Persönlich empfinde ich die 6,5 kW für das, was Düdelingen normalerweise abdecken kann, als „Degradierung“ für den Standort. Es hat mich wohl nicht getäuscht, als ich geschrieben hatte, dass mir die aktuellen Reichweiten dürftiger vorkommen als die von den damaligen Tests - mit denen ich recht zufrieden war, obwohl ich nur an mehreren Stellen mit einem mobilen Gerät testen konnte und noch kein Autoradio in DAB+ hatte. Sollte einmal der Tag kommen, an dem tatsächlich UKW abgeschaltet wird, dürfte man sich bei RTL (auch RTL Lëtzebuerg) und 100,7 seine Gedanken machen, ob die jetzige Leistung u.a. für die vielen Trier-Besucher bzw. -Pendler nicht doch arg dünn ist. Das Gleiche gilt dann übrigens auch für die deutschen Sender auf DAB+ mit ihrer teils dürftigen Pendler-Versorgung nach Luxemburg. Bin heute wieder in Trier unterwegs gewesen und konnte fast überall, wenn auch stark angekratzt, Eldoradio auf 107,3 hören. Kein HiFi, aber noch verständlich. DAB+? Zu 90 Prozent nix, stumm, Totalausfall. Soll das die tolle Radio-Zukunft sein? Nee Merci! Wenn DAB+ Hörer überzeugen soll, dann muss auch die nötige Power drauf.
Man darf auch nicht unterschätzen, dass so ein Standort wie Dudelange ein SFN zerschießen kann.
Für Trier wäre eventuell Junglister etc eine Option
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Randfunker
- Beiträge: 369
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Re: DAB+ Luxemburg
In dem Zusammenhang: Niemand spricht von den Antennen in Beidweiler: Die großen in Junglinster sollen ja abgebaut werden, von der kleinen Antenne dort kann man keine Wunder erwarten. Ein Beidweiler Mast könnte aber ebenfalls genutzt werden. Stehen zwar nicht hoch, sind aber selbst sehr hoch. Das würde allerdings einen gewissen Montage-Aufwand erfordern. Oder ist dort doch ein Abriss geplant? Gibt es dazu irgendeine Information? - Noch mal zur Leistung: Das Gros an Ausgangsleistung ERP wird ja durch die Stockung der Dipolgruppen erzielt, nicht durch die reine Senderleistung mit den Verstärkerstufen. Das dürfte zudem auf DAB+ deutlich energiesparender sein als auf UKW, wo in Düdelingen geschätzt schon 5-10 kW auf die Antennen geschickt werden. Die koordinierten 10 kW ERP für 12 Programme DAB+ sollten auf jeden Fall voll genutzt werden, hier zu knausern, wäre Sparen am falschen Platz.
Re: DAB+ Luxemburg
Grundsätzlich hat Düdelingen natürlich ein enormes Störpotenzial. Allerdings ist die Luftlinie bis Weiswampach gerade mal 75 km. Mit einem minimalen Delay in Düdelingen gibt es also nirgendwo in Luxemburg ein SFN-Problem.
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andimik
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- Registriert: Sa 1. Sep 2018, 19:11
- Wohnort: Arnoldstein, Bezirk Villach Land, Österreich
- Kontaktdaten:
Re: DAB+ Luxemburg
Das Guard Interval auf DAB wird hier im Forum gerne überschätzt. Es funktioniert auch mit 80 km Entfernung vernünftig (ist bei mir in Kärnten der Fall). Wichtig ist, dass der Störer unter (!) einem gewissen Empfangspegel empfangen wird. Wenn beide gleich stark daherkommen, gibt es eine Verletzung des GI.
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frank.koriander
- Beiträge: 2145
- Registriert: Mo 27. Nov 2023, 10:03
Re: DAB+ Luxemburg
Was die Versorgung von Trier angeht, hoffe ich auf Wasserbillig im kommenden Jahr. Sicher, das wird nur eine Funzel, aber die strahlt ins Moseltal hinein und könnte zumindest outdoor die Lage etwas verbessern. Gleiches gilt für Echtetnach. Es sind ja nur 10 km Entfernung vom ersten Trierer Stadtteil Euren bis Wasserbillig.
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dxbruelhart
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- Registriert: Fr 31. Aug 2018, 15:32
- Wohnort: Netstal
Re: DAB+ Luxemburg
Ich war 2017 nit einem Tesla unterwegs bis nach Luxemburg; da fiel mir auf, wie weit ich Swissmediacast auf 7D (ohne Tropo!) empfangen konnte, bis in die Region Nancy - also bis nach Lothringen herein... So beissen sich die beiden 7D Ensembles wohl zumindest teilweise in Lothringen.
QTH: CH-8754 Netstal, 9E 03 27 / 47N 03 50, HB3YOC
Mitglied des UKW/TV-Arbeitskreis e.V. - www.ukwtv.de
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Radio R.O.M.
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- Registriert: Di 4. Sep 2018, 08:05
Re: DAB+ Luxemburg
Ein paar Infos:
In Dudelange sind 3 Amplis zusammen geschaltet und auf 1.000 Watt eingestellt. Die Antenne (Rundstrahler) bringt gut 8 dB Gewinn.
Das ergibt dann 6.500 W EIRP. Maximal können die Endstufen 1.800 Watt. Um 10kW EIRP zu erreichen müssten die Endstufen auf ca. 1.550 Watt eingestellt werden.
Ich denke, das dies auch noch nach Abschluss der Phase 2 erfolgen wird, um den Indoor Empfang zu verbessern.
Huldange wird sehr wahrscheinlich durch Weiswampach ersetzt, da auf dem Wasserturm kein Platz mehr ist um noch irgendwas da anzubringen.
Anstelle von Wasserbillig wird sehr wahrscheinlich auf Groësteen (Manternach) ausgewichen, da in Wasserbillig keine Infrastruktur vorhanden ist.
Radiogrüsse:
Serge
In Dudelange sind 3 Amplis zusammen geschaltet und auf 1.000 Watt eingestellt. Die Antenne (Rundstrahler) bringt gut 8 dB Gewinn.
Das ergibt dann 6.500 W EIRP. Maximal können die Endstufen 1.800 Watt. Um 10kW EIRP zu erreichen müssten die Endstufen auf ca. 1.550 Watt eingestellt werden.
Ich denke, das dies auch noch nach Abschluss der Phase 2 erfolgen wird, um den Indoor Empfang zu verbessern.
Huldange wird sehr wahrscheinlich durch Weiswampach ersetzt, da auf dem Wasserturm kein Platz mehr ist um noch irgendwas da anzubringen.
Anstelle von Wasserbillig wird sehr wahrscheinlich auf Groësteen (Manternach) ausgewichen, da in Wasserbillig keine Infrastruktur vorhanden ist.
Radiogrüsse:
Serge
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frank.koriander
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Re: DAB+ Luxemburg
Das wäre fürs Moseltal ja fast noch besser, da der Standort exponierter ist. Was wurde denn in Wasserbillig koordiniert? Ein Dummy-Standort, wo nix ist?Radio R.O.M. hat geschrieben: ↑Mi 17. Dez 2025, 10:13
Anstelle von Wasserbillig wird sehr wahrscheinlich auf Groësteen (Manternach) ausgewichen, da in Wasserbillig keine Infrastruktur vorhanden ist.