2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Alles zum Thema DAB(+) Digitalradio.
Spacelab

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von Spacelab » Mi 6. Jun 2018, 15:49

:spos:

Holdudieladio

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von Holdudieladio » Mi 6. Jun 2018, 16:14

Seltener Besucher hat geschrieben: Schon mal etwas davon gehört, dass wir in einem Föderalen System leben und Kultur Ländersache ist?
Warum muss es dann aber die vier oder fünf DLF-Programme geben, die sozusagen offiziell die gesamte BRD "grundversorgen" ?
Und warum braucht es dann überhaupt "Bundesmuxe" ?

M1905

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von M1905 » Mi 6. Jun 2018, 16:23

Damit DAB + irgendwann richtig erfolgreich werden kann, muss die Vielfalt konkurrenzfähig zum Internet werden.
Vielfalt heisst für mich, Spartenkanäle nach Genre.
Von der Klangqualität her bin ich mehr als zufrieden. UKW rauscht doch nur , zumindest im Auto.

Bis man sich jetzt einigt wird längst IP Radio sich durchsetzen.

Schade.

Danke für nichts Herr Göpel.

iro

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von iro » Mi 6. Jun 2018, 16:42

Holdudieladio hat geschrieben: Warum muss es dann aber die vier oder fünf DLF-Programme geben, die sozusagen offiziell die gesamte BRD "grundversorgen" ?
Und warum braucht es dann überhaupt "Bundesmuxe" ?
Es sind nur drei Programme (plus ein 4. Kanal, der aber nicht "Programm" sein darf), die in Beauftragung durch alle Bundesländer(!) gemeinsam veranstaltet werden. Es muss sie nicht geben, aber jetzt sind sie nun mal da und politisch gewollt. Ich möchte sie auch nicht missen...
"Bundesmuxe" braucht man auch nicht unbedingt, aber der vorhandene ist ja eine sehr frequenzökonomische Sache, da bundesweit nur eine einzige Frequenz benötigt wird.
Da das Deutschlandradio einen solchen Mux nicht alleine stemmen kann, sind auch private Sender mit an Bord.
Es gäbe auch andere Möglichkeiten, DLF und DKULTUR haben ja zu DAB-ohne-Plus-Zeiten auch nur in Landesmuxen gesendet, in Nds. z.B. im Mux des NDR.

"Brauchen" tut man diesen Bundesmux z.B. um den DAB-Hörern überall ein Grundangebot anbieten zu können, wodurch das System DAB+ in einigen Gegenden überhaupt erst für den Hörer attraktiv wird. Z.B. Niedersachsen: ohne Bundesmux gäbe es nur 3 Programme auf DAB+ zu hören, die nicht auch auf UKW zu hören sind. Kaum jemand würde sich für diesen Zweck ein entsprechendes Radio zulegen. Kommt jetzt aber zu diesen noch der Bundesmux dazu mit weiteren 11 Programmen, die nicht auch auf UKW zu hörbar sind, wird die Sache schon deutlich attraktiver.
Wenn es nicht seit August 2011 diesen ersten Bundesmux gäbe, hätte ich mir z.B. bis heute kein DAB+-Radio zugelegt

Beim DRadio kam dann auch noch das Streichen der Gelder für MW/LW hinzu, aber das ist eine andere Geschichte und muss hier nicht nochmal durchgekaut werden.

M1905

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von M1905 » Mi 6. Jun 2018, 16:53

iro hat geschrieben:
Holdudieladio hat geschrieben: Warum muss es dann aber die vier oder fünf DLF-Programme geben, die sozusagen offiziell die gesamte BRD "grundversorgen" ?
Und warum braucht es dann überhaupt "Bundesmuxe" ?
Es sind nur drei Programme (plus ein 4. Kanal, der aber nicht "Programm" sein darf), die in Beauftragung durch alle Bundesländer(!) gemeinsam veranstaltet werden. Es muss sie nicht geben, aber jetzt sind sie nun mal da und politisch gewollt. Ich möchte sie auch nicht missen...
"Bundesmuxe" braucht man auch nicht unbedingt, aber der vorhandene ist ja eine sehr frequenzökonomische Sache, da bundesweit nur eine einzige Frequenz benötigt wird.
Da das Deutschlandradio einen solchen Mux nicht alleine stemmen kann, sind auch private Sender mit an Bord.
Es gäbe auch andere Möglichkeiten, DLF und DKULTUR haben ja zu DAB-ohne-Plus-Zeiten auch nur in Landesmuxen gesendet, in Nds. z.B. im Mux des NDR.

"Brauchen" tut man diesen Bundesmux z.B. um den DAB-Hörern überall ein Grundangebot anbieten zu können, wodurch das System DAB+ in einigen Gegenden überhaupt erst für den Hörer attraktiv wird. Z.B. Niedersachsen: ohne Bundesmux gäbe es nur 3 Programme auf DAB+ zu hören, die nicht auch auf UKW zu hören sind. Kaum jemand würde sich für diesen Zweck ein entsprechendes Radio zulegen. Kommt jetzt aber zu diesen noch der Bundesmux dazu mit weiteren 11 Programmen, die nicht auch auf UKW zu hörbar sind, wird die Sache schon deutlich attraktiver.
Wenn es nicht seit August 2011 diesen ersten Bundesmux gäbe, hätte ich mir z.B. bis heute kein DAB+-Radio zugelegt

Beim DRadio kam dann auch noch das Streichen der Gelder für MW/LW hinzu, aber das ist eine andere Geschichte und muss hier nicht nochmal durchgekaut werden.

Genau so sehe ich es auch, ohne 1. Bundesmux hätte ich nie über ein DAB Radio nachgedacht.
Und jetzt wären weitere 16 dazugekommen, die über UKW nicht empfangbar gewesen wären.
Aber das war wohl nix.

dab_4

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von dab_4 » Mi 6. Jun 2018, 17:17

M1905 hat geschrieben: Damit DAB + irgendwann richtig erfolgreich werden kann, muss die Vielfalt konkurrenzfähig zum Internet werden.
Vielfalt heisst für mich, Spartenkanäle nach Genre.
Von der Klangqualität her bin ich mehr als zufrieden. UKW rauscht doch nur , zumindest im Auto.

Bis man sich jetzt einigt wird längst IP Radio sich durchsetzen.
So, um noch ein bisschen Öl ins Feuer zu gießen, hier ein Tweet mit Verweis auf einen Blog-Artikel über den zweiten Bundesmux und die Frage nach dessen Notwendigkeit. Ich jedenfalls habe darauf eine klare Antwort, und sie steht hier.

RichtungBerlinRadiohörenderSachse

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von RichtungBerlinRadiohörenderSachse » Mi 6. Jun 2018, 17:22

Seltener Besucher hat geschrieben: Genau diese Argumentation ist scheinheilig.
Exzellenten UKW-Klang gab es lange Zeit ganz real und nicht nur im Labor. Und das muss doch nach jedem gesunden Menschenverstand der Mindest-Ausgangsstandard für einen angesagten Nachfolger sein dürfen, der über ein halbes J a h r h u n d e r t später an den Start geht. Alle genannten Problematiken für schlechtes UKW (nach 1985) sind für DAB ohnehin völlig irrelevant. Es gibt überhaupt kein Übersprechen und keine Nachbarprobleme in Bezug auf den Klang mehr. Wieso also mit schlechtem UKW vergleichen.

Und mit Radio Grundversorgung als Kategorie Eins und demgegenüber als Kategorie Zwei die Masse an Festplatten-(Nicht)-Radios, die durch DAB+ auch eine extensive Chance mit bekommen sollen, ist natürlich nicht der enge rechtliche Begriff „Grundversorgung“ aus dem Medienrecht gemeint. Aber irgendwo hört es eben auf, etwas noch als Radio zu bezeichnen. Und das beides kampflos vermischen zu lassen, genau deshalb gelingt früher oder später auch keine Abgrenzung mehr zu anderen Übertragungswegen. Dann läuft man tatsächlich Gefahr, in die Horrorvision zu geraten, dass bald die IP-basierten Varianten den DAB-Standard gänzlich wieder verdrängen und jeder, der hört, auch mitgeloggt werden kann. Und keine Illusionen - wenn das geht, wird’s irgendwann auch gemacht.

Und mein Argument ist überhaupt nicht scheinheilig, sondern dient mit der letzten Chance, Radio als R u n d f u n k zu erhalten, Abgrenzung durch Bewahrung spürbar höherer Standards, besonders jetzt zu Beginn, wo noch sehr einfach ginge. Wer DAB dauerhaft als Rundfunk will, kann das niemals mit noch mehr Masse erreichen, Der Kampf über mehr Masse ist ja schon verloren, die Kinder hören DAB trotzdem nicht.

Chief Wiggum

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von Chief Wiggum » Mi 6. Jun 2018, 17:35

Sorry, aber wird das jetzt hier wieder eine Grundsatzdiskussion zum Thema DAB+ ?

Hatten wir doch alles schon - bitte zurück zum Thema "Bundesmux 2" aber bitte mit Fakten und nicht mit Spekulationen!

M1905

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von M1905 » Mi 6. Jun 2018, 18:50

Chief Wiggum hat geschrieben: Sorry, aber wird das jetzt hier wieder eine Grundsatzdiskussion zum Thema DAB+ ?

Hatten wir doch alles schon - bitte zurück zum Thema "Bundesmux 2" aber bitte mit Fakten und nicht mit Spekulationen!
Apropos Fakten.

Wer weiss wie es nun weitergeht ?

Irgendein Lebenszeichen von Absolut Deutschland?

iro

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von iro » Mi 6. Jun 2018, 19:25

M1906 hat geschrieben: Irgendein Lebenszeichen von Absolut Deutschland?
Gäbe es eines, würde es sicherlich maximal 5 Minuten dauern, bis es hier verlinkt wird.

Habakukk

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von Habakukk » Do 7. Jun 2018, 13:50

Bei der radioWOCHE ist nochmal etwas mehr dazu zu lesen:

http://www.radiowoche.de/2-bundesmux-st ... l-auf-eis/

zerobase now

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von zerobase now » Do 7. Jun 2018, 16:33

Was bedeutet genau Verstoß gegen den Grundsatz der Chancengleichheit?

iro

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von iro » Do 7. Jun 2018, 16:38

Heißt: beide Parteien hatten nicht die gleichen Chancen bei der Lizenzbeantragung.
Wenn ich mich recht erinnere, durfte Antenne D nochmal nachbessern, Göpel aber nicht.

DH0GHU

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von DH0GHU » Do 7. Jun 2018, 17:33

Das ist aber auch reichlich stupide. Abgabefrist ist Abgabefrist. Was danach kommt, darf nicht berücksichtigt werden. So leid es mir tut, da hat Göpel recht, falls es so ist. Und genau das zu klären ist nunmal Aufgabe von Gerichten. Das Problem ist damit eigentlich nur: Die sind zu lahm.

Spacelab

Re: 2. DAB+ - Bundesmux - Planungen und Aktuelles

Beitrag von Spacelab » Do 7. Jun 2018, 17:48

Wenn ich das noch richtig zusammen kriege hat aber die Antenne Deutschland vollkommen zu recht nachgebessert. Göpel hatte die gleiche Chance aber angeblich sei der Bescheid über die mögliche Nachbesserung zu spät bei ihm eingetroffen so das er gar keine Möglichkeit gehabt habe eine vernünftige Nachbesserung vorzulegen. Wie so etwas passieren kann, ausgerechnet beim klagefreudigsten Unternehmer im Land, und ob das ganze so überhaupt stimmt weiß wohl keiner. Ich glaube deshalb dauert das auch alles so lange weil das, wenn es denn stimmt, dann doch viel komplexer zu klären ist.

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