DAB Saarland

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SaarLux03
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Re: DAB Saarland

Beitrag von SaarLux03 » Mi 2. Jan 2019, 20:52

Ich hatte heute die Gelegenheit den 9A zwischen Perl-Nennig und Luxemburg-Kirchberg auf der Strecke über die N2 (Remich - Moutfort - Umgehung Sandweiler - A1 bis Kirchberg) zu testen. Mir ist aufgefallen, dass es zwischen Nennig und dem großen Kreisverkehr hinter Sandweiler (A1-Auffahrt) keinen einzigen Aussetzer mehr gibt. Das hatte ich viel schlechter in Erinnerung. Frage mich daher, ob evtl. die Sendeleistung im Moseltal nochmal erhöht wurde. Auf der A1 zwischen Sandweiler und Kirchberg schwächelt der 9A aber dann doch (nicht nur im Tunnel), um auf dem Kirchberg wieder zu gehen.

Auf dem Rückweg hab ich noch den 11A aus RP getestet, aber der hat immer noch viele Aussetzer auf dieser Strecke (bei weitem nicht beifahrertauglich).

Marc!?
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Do 10. Jan 2019, 02:41

SaarLux03 hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 20:52
Ich hatte heute die Gelegenheit den 9A zwischen Perl-Nennig und Luxemburg-Kirchberg auf der Strecke über die N2 (Remich - Moutfort - Umgehung Sandweiler - A1 bis Kirchberg) zu testen. Mir ist aufgefallen, dass es zwischen Nennig und dem großen Kreisverkehr hinter Sandweiler (A1-Auffahrt) keinen einzigen Aussetzer mehr gibt. Das hatte ich viel schlechter in Erinnerung. Frage mich daher, ob evtl. die Sendeleistung im Moseltal nochmal erhöht wurde. Auf der A1 zwischen Sandweiler und Kirchberg schwächelt der 9A aber dann doch (nicht nur im Tunnel), um auf dem Kirchberg wieder zu gehen.

Auf dem Rückweg hab ich noch den 11A aus RP getestet, aber der hat immer noch viele Aussetzer auf dieser Strecke (bei weitem nicht beifahrertauglich).
Offiziell wurde keine Leistungserhöhung kommuniziert und auch die 3 neuen Sender kommen ja erst. Wann warst dud enn das letze mal in der Gegend, zwischenzeitlich an man mal was am Diagramm geändert under Fehlerschutz ist ja mittlerweile auf 2A?

Interessant dass RLP so schwächelt, dabei müsste doch Saarburg mit dem nassen finger gehen bei 225m Antennenhöhe. Vermutlich setzt man in der Praxis auf ein mehr Richtung als theoretisch notwendig.

Marc!?
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Fr 18. Jan 2019, 05:13

Ich möchte das ganze noch weiter ausführen mit den 3 neuen Sendern, die der SR geordert hat. Ich frage mich immer mal so zwischendurch, was er damit vor hat.

Es sind 3 Sender mit einer ERP von 5 kW. Felsberg / Kerlingen dürfte als Nr.1 gesetzt sein. Außerdem wird in Mettlach immer noch mit nur 2 kW gepowert, was dann Nr.2 wäre, der alte Sender könnte am Standort Moseltal eingesetzt werden, Dann bliebe der letzte noch für Spiesen übrig. Nur braucht man hier eigentlich keine 5 kW, außer man dreht am Standort Bliestal die Antennen nach Südwesten um den Saar-Pfalz Kreis besser zu versorgen.

und das reicht dann aus für das Saarland ?

In der Region Wadern wird es immer noch deutliche Lücken geben, hierfür liegt Mettlach einfach zu tief, Tholey hat die Richtung aufgrund der Topographie eine sehr bescheidene Reichweite und Felsberg schafft zwar einen besseren Übergang in Richtung Halberg (im Gegensatz zum Winterberg leider der deutlich schlechtere Standort im Stadtgebiet) um Völklingen, aber Kerlingen wäre halt deutlich besser für die Versorgung der Region Beckingen / Wadern gewesen. Zweites Problemgebiet ist eventuell im südlichen Saar-Pfalz Kreis und die im Bliestal gelegen Gemeindeteile von Kleinblittersdorf, zumindest noch aktuell. Kann jmd berichten wie der Empfang im Ostertal, um Freisen, Nohfelden-Türkismühle und Braunshausen ist?

Merzig ist zwar ein DFMG Standort, aber hier ist auf UKW schon SR Technik installiert, wäre das möglicher zusätzlicher Standort ?

Wäre der Oberlimberg keine Alternative zu Kerlingen anstatt Felsberg gewesen ? Auf dem höchsten Punkt müsste es aber schon mindestens ein 70m Mast wie in Spiesen sein, besser 80 m, weil Wallerfangen und Nordwest Saarlouis ansonsten im Funkschatten lägen.

Die ganzen Standorte haben natürlich den Vorteil, dass man schön Frankreich ausblenden kann, ansonsten hätte ich für den Raum SLS noch die Ensdorfer Berghalde in den Ring geworfen, aber ich weiß nicht, ob hier ein Sender überhaupt baulich wegen dem Untergrund umsetzbar wäre.,

Außerdem hat der SR ja aufgrund der Physik des UHF Bandes und der Ausblendung der Göttelborner Höhe via DAB im Köllertal und Rosseltal Probleme im Gegensatz zu den NB Netzen, die den Schoksberg nutzen, aber wohl nicht genug um einen Sender im Raum VK, wie der alte Füllsender Standort Werden (nicht der 88,6 bzw Privat TV Standort !!!) zu rechtfertigen.

PEQsche
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Re: DAB Saarland

Beitrag von PEQsche » Fr 18. Jan 2019, 13:24

Spiesen ist definitiv notwendig, alleine um im Raum NK, speziell in der Innenstadt und im Raum IGB die Inhouse-Versorgung zu verbessern.

Für den Raum Wadern etc. kann ich mir mittel- langfristig noch ein paar Füllfunzeln vorstellen wenn es mit UKW mal zu Ende geht.

Marc!?
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Fr 18. Jan 2019, 14:00

PEQsche hat geschrieben:
Fr 18. Jan 2019, 13:24
Spiesen ist definitiv notwendig, alleine um im Raum NK, speziell in der Innenstadt und im Raum IGB die Inhouse-Versorgung zu verbessern.

Für den Raum Wadern etc. kann ich mir mittel- langfristig noch ein paar Füllfunzeln vorstellen wenn es mit UKW mal zu Ende geht.
Aber hierfür bräuchte man keine 5 kW, 2 kW würden hier auch genügen, da die Gruzndversorgung bereits über Bliestal und Göttelborn läuft

FrankSch
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Re: DAB Saarland

Beitrag von FrankSch » Fr 18. Jan 2019, 19:34

Spiesen wäre wegen der Nähe zur Neunkircher Innenstadt definitiv gut, und das nicht nur für den 9A. Der 5C hätte es da viel nötiger. Der kommt ja in Neunkirchen (immerhin zweigrößte Stadt des Saarlandes nach Einwohnern gerechnet) alles andere als gut an.
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Marc!?
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Sa 19. Jan 2019, 14:21

FrankSch hat geschrieben:
Fr 18. Jan 2019, 19:34
Spiesen wäre wegen der Nähe zur Neunkircher Innenstadt definitiv gut, und das nicht nur für den 9A. Der 5C hätte es da viel nötiger. Der kommt ja in Neunkirchen (immerhin zweigrößte Stadt des Saarlandes nach Einwohnern gerechnet) alles andere als gut an.
Das ist ja eigentlich das traurige an der Geschichte, Anbieter die nur über den Schoksberg senden, das betrifft neben DAB auch DVB-T, hätten den Standort Spiesen (oder alternativ Sulzbach bzw Kuchenberg) viel nötiger als der SR bei dem Göttelborn ja quasi um die Ecke liegt.
Man muss dem SR lassen, dass der Standort wirklich gut gewählt ist, man erreicht neben Spiesen selbst, Neunkirchen, Homburg, St.Ingbert und Bexbach, dass sind locker 150.000 Einwohner. Einziges Manko mit einer paar Meter mehr als die 70, wäre er vlt für die MB noch attraktiver gewesen.
Im Prinzip würden schon dem bundesmux via DAB 2kW und zumindest dem ZDF 5kW via DVB-T sehr gut tun. Bei entsprechender Leistung strahlt er noch zum Teil ins Bliestal bei Blieskaste rein. Nur Ottweiler und Zweibrücken sind wegen der Topographie nicht wirklich gut zu versorgen.

Für die Nutzer im Saarland und das betrifft sowohl DAB als DVB-T2 sind diese 2 Unterschiedliechen Netzstrukturen wirklich sehr ungünstig.

SaarLux03
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Re: DAB Saarland

Beitrag von SaarLux03 » Mo 21. Jan 2019, 20:10

(Moseltal)
Marc!? hat geschrieben:Offiziell wurde keine Leistungserhöhung kommuniziert und auch die 3 neuen Sender kommen ja erst. Wann warst dud enn das letze mal in der Gegend, zwischenzeitlich an man mal was am Diagramm geändert under Fehlerschutz ist ja mittlerweile auf 2A?
Ich bin zwar oft in der Gegend, teste da aber weniger oft den DAB-Empfang vom SR. Wahrscheinlich hast du da doch Recht und meine Erinnerung war noch aus der Zeit als mit nur 200 W und dem schlechteren Fehlerschutz gesendet wurde. Erfreulich jedenfalls, dass man mit den aktuellen Parametern bis an die Tore von Luxemburg-Stadt aussetzerfreien Empfang hat.

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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Di 22. Jan 2019, 03:44

SaarLux03 hat geschrieben:
Mo 21. Jan 2019, 20:10
(Moseltal)
Marc!? hat geschrieben:Offiziell wurde keine Leistungserhöhung kommuniziert und auch die 3 neuen Sender kommen ja erst. Wann warst dud enn das letze mal in der Gegend, zwischenzeitlich an man mal was am Diagramm geändert under Fehlerschutz ist ja mittlerweile auf 2A?
Ich bin zwar oft in der Gegend, teste da aber weniger oft den DAB-Empfang vom SR. Wahrscheinlich hast du da doch Recht und meine Erinnerung war noch aus der Zeit als mit nur 200 W und dem schlechteren Fehlerschutz gesendet wurde. Erfreulich jedenfalls, dass man mit den aktuellen Parametern bis an die Tore von Luxemburg-Stadt aussetzerfreien Empfang hat.
Du kannst beim nächsten mal Radio Salue testen. Salue sendet noch mit 3A.

Wie bist du denn nach LUX-Stadt gefahren? Also über die Autobahn oder die alte Nationalstraße ?

Der DAB Sender Moseltal sendet ja gerichtet nach Orscholz, grob über den Daumen, d.h. nach Luxemburg geht schon weniger als die 500 W raus. Auf der A13 könnte hier aber schon wieder Göttelborn und / oder Tholey aushelfen, die liegt ja doch einigermaßen exponiert.

Randfunker
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Randfunker » Di 29. Jan 2019, 00:59

Warum sollte Moseltal/Perl auf Orscholz, also quasi rückwärts/bergauf gerichtet sein? Die UKW-Dipole hängen ja auch Richtung Nord-Nordwest, also zum Moseltal hin, das hauptsächlich versorgt werden soll. Wenn 9A so gerichtet wäre (also rückwärts), dann wäre das nicht im Südosten von Luxemburg-Stadt der einzige deutsche (mit Unterbrechungen) empfangbare Mux, schon gar nicht mit nur 500 Watt. Ich hoffe da übrigens sehr stark auf die Leistungserhöhung - 2 kW würden schon etwas helfen.
Wirklich enttäuschend ist 11A Rheinland-Pfalz. Während Saarburg oder Haardtkopf in Luxemburg in 2/3 des Landes auf UKW problemlos ankommen, ist der 11A in Luxbg.-Stadt so gut wie nicht zu empfangen - nur in extrem freien Lagen. Wo gehen die angeblich 4 kW von Saarburg denn eigentlich hin? Und auch das rheinland-pfälzische Obermoseltal gegenüber von Luxemburg ist völlig unterversorgt - das war schon auf UKW immer schwierig. Auf DAB+ kann dort weder Saarburg noch Trier-Markusberg durchgehenden Empfang bieten. Da geht noch eher der Perler Hammelsberg. Und der Deutschlandradio-Block ist in der Ecke auch fast inexistent.
Kann sein, dass 11A etwas besser wird, wenn Haardtkopf auf 10 kW hochfährt (wann?), aber sollte eines Tages UKW abgeschaltet werden, kann man wohl sagen "Tschüss, SWR".

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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Di 29. Jan 2019, 01:49

Randfunker hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 00:59
Warum sollte Moseltal/Perl auf Orscholz, also quasi rückwärts/bergauf gerichtet sein? Die UKW-Dipole hängen ja auch Richtung Nord-Nordwest, also zum Moseltal hin, das hauptsächlich versorgt werden soll. Wenn 9A so gerichtet wäre (also rückwärts), dann wäre das nicht im Südosten von Luxemburg-Stadt der einzige deutsche (mit Unterbrechungen) empfangbare Mux, schon gar nicht mit nur 500 Watt. Ich hoffe da übrigens sehr stark auf die Leistungserhöhung - 2 kW würden schon etwas helfen.
Wirklich enttäuschend ist 11A Rheinland-Pfalz. Während Saarburg oder Haardtkopf in Luxemburg in 2/3 des Landes auf UKW problemlos ankommen, ist der 11A in Luxbg.-Stadt so gut wie nicht zu empfangen - nur in extrem freien Lagen. Wo gehen die angeblich 4 kW von Saarburg denn eigentlich hin? Und auch das rheinland-pfälzische Obermoseltal gegenüber von Luxemburg ist völlig unterversorgt - das war schon auf UKW immer schwierig. Auf DAB+ kann dort weder Saarburg noch Trier-Markusberg durchgehenden Empfang bieten. Da geht noch eher der Perler Hammelsberg. Und der Deutschlandradio-Block ist in der Ecke auch fast inexistent.
Kann sein, dass 11A etwas besser wird, wenn Haardtkopf auf 10 kW hochfährt (wann?), aber sollte eines Tages UKW abgeschaltet werden, kann man wohl sagen "Tschüss, SWR".
UKW ist ja auch nicht DAB.

Der UKW Sender ist auf saarländischem Boden ein reiner Füllsender für das Moseltal. Bei DAB muss er aber noch Teile des Saargaus bis nach Merzig / Mettlach versorgen, da hierfür Göttelborn aufgrund der geringen Leistung und Höhe nicht mehr Indoor tauglich ankommt.
Die Einzüge bei dem verwendeten Antennentyp liegt bei rund 8db nach hinten. Nach Luxemburg Stadt gehen also noch rund 200-250 W raus. Außerdem gibt es ja noch Unterstützung aus Göttelborn und Tholey. Die Effektive Antennenhöhe in Tholey liegt über 600m und somit über Göttelborn auf UKW und erst Recht auf DAB.
Bei DAB merkt man eben die deutlich höhere Dämpfung des VHF-III gegenüber des VHF-II Bandes. Das war ja auch schon beim analogen TV zu beobachten. Hinzu kommt, dass alle Standorte im Rheinland wegen Belgien ausblenden müssen und in der Realität ist diese größer als das theoretische Diagramm aussagt. Für eine Versorgung des Obermoseltals wird Saarburg nicht ausreichen, aber auch Perl hilft nur bedingt, den auch der Sender Moseltal versorgt tendentiell die luxemburgische Seite besser als die deutsche.
Die Bundespost hat damals den Füllsender Palzem von der luxemburgischen Seite betrieben.

PS: Der Haardtkopf wird im Obermoseltal nicht aushelfen. Er ist so oder so abgesehen von der Mittelmosel eins ehr bescheidener Standort für einen GNS.

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Re: DAB Saarland

Beitrag von Randfunker » Di 29. Jan 2019, 16:01

Ich meinte auch gar nicht, dass der HKF das Obermoseltal besser versorgen könnte, sondern vielmehr, dass er auf Luxemburger Gebiet dank immerhin 10 kW evt. etwas Abhilfe leisten könnte, wo SAB zu schwach ankommt. Generell sehe ich ein großes Versorgungsproblem in DAB+ u.a. bei SWR, DLF und DLR im Obermosel- und Sauertal. Da muss für DAB+ in Zukunft ein weiterer Standort her.
Was Perl anbelangt, ist der Sender im UKW-Bereich schon immer weit mehr gewesen als nur ein Füllsender fürs Moseltal - er stammt zudem aus Zeiten der "Europawelle Saar", die sich auch gewissermaßen grenzübergreifend verstand. Nach heutigem, klein-national beschränktem Versorgungsdenken wäre ohnehin auch auf UKW der Hammelsberg mit allenfalls 500 Watt bestückt ...

Marc!?
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Marc!? » Mi 30. Jan 2019, 04:26

Randfunker hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 16:01
Ich meinte auch gar nicht, dass der HKF das Obermoseltal besser versorgen könnte, sondern vielmehr, dass er auf Luxemburger Gebiet dank immerhin 10 kW evt. etwas Abhilfe leisten könnte, wo SAB zu schwach ankommt. Generell sehe ich ein großes Versorgungsproblem in DAB+ u.a. bei SWR, DLF und DLR im Obermosel- und Sauertal. Da muss für DAB+ in Zukunft ein weiterer Standort her.
Was Perl anbelangt, ist der Sender im UKW-Bereich schon immer weit mehr gewesen als nur ein Füllsender fürs Moseltal - er stammt zudem aus Zeiten der "Europawelle Saar", die sich auch gewissermaßen grenzübergreifend verstand. Nach heutigem, klein-national beschränktem Versorgungsdenken wäre ohnehin auch auf UKW der Hammelsberg mit allenfalls 500 Watt bestückt ...
Man muss schon genau lesen, ich habe beim Sender Moseltal extra das Wort "saarländischer Boden" benutzt. Hier ist er auf UKW ein klassischer Füllsender. Was die Versorgung von Luxemburg angeht, so geht der Sender überall und nirgendwo. Zu Zeiten als die UKW Antennen am Standort Göttelborn noch höher hingen, hat dieser wieder übernommen sobald man aus dem Moseltal wieder draußen war und nach Norden (abgesehen von der Obermosel) hat er das Gebiet auch nicht großartig in der Fläche erweitert, dafür ist der Standort einfach zu gewöhnlich und es fehlt an Antennenhöhe. Wenn man günstig wohnt bzw vlt auch abgeschattet zur Göttelborner Höhe ist er natürlich eine Alternative und hilft punktuell aus. Aber kein Sender von einem Kaliber wie Linz oder der Hardberg. Dafür geht er nach hinten trotz fehlender Dipole Richtung Thionville entlang der Französischen Mosel sehr gut, da hier quasi freie Sicht besteht. Selbiges gilt im übrigen auch für den Sender Saarburg.

Wie man so hört, ist wohl der Haardtkopf doch nicht für den Bundesmux vorgesehen anno 2019, sondern ein anderer Standort und zwar nur dieser. Lassen wir uns überraschen.
Der Bundesmux hat natürlich nicht das Ziel einer Versorgung wie die Netze der LRA. Der Deutschlandfunk profitiert hier aber von dem besseren Fehlerschutz. Der Bundesmux könnte bei der Nutzung des Sender Saarburgs mit 10 kW auf den Sender Moseltal theoretisch verzichten. Für den Mobilen Empfang im Auto reich das Zusammenspiel mit Schoksberg, Saarburg und dem geplanten Standort Mettlach aus. Für das Saarland, wenn man die Rund 8.500 Einwohner der kompletten Gemeinde Perl ausklammert, wäre eine Standort im Osten des Saarlandes, wie Spiesen mit 2kW stattdessen viel sinnvoller als der Standort Moseltal. Gerade was den Indoorempfang im Raum NK, HOM und IGB angeht oder auch die Unner in SB-Güdingen.

Ich habe gehört, dass der SR und SWR im Endausbau planen die Standorte Kettrichhof und Moseltal wechselseitig zu nutzen. Keine Ahnung wie manifestiert diese Planungen sind oder ob es nur ein Gedankenspiel ist.

Habakukk
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Re: DAB Saarland

Beitrag von Habakukk » Mo 11. Feb 2019, 11:05

Media Broadcast darf DAB+-Mux im Saarland betreiben
https://www.satellifax.de/mlesen.php?id ... 582854f2ca

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Re: DAB Saarland

Beitrag von Spacelab » Mo 11. Feb 2019, 11:47

Wie in dem Bericht geschrieben wurde werden wohl die üblichen Verdächtigen beim neuen Privatmux dabei sein. Spannend ist lediglich was mit den ganzen Sprücheklopfern von Antenne Luxemburg, Top Star Radio, Kraftpaket das Radio und wie die ganzen super mega tollen Projekte auch alle heißen mögen, passiert. Wenn ich tippen müsste würde ich sagen "Gar nichts".

Ich persönlich würde mich persönlich über Salü Gold freuen. Wenn die Neuauflage so wird wie das Original damals dann wird das ein echt guter Oldiesender der mehr als die üblichen 50 immer gleichen Oldies dudelt. Gut, die Überspielungen von Schallplatte hatten zwar ihren Charme, aber man könnte diese doch durch die CD Version ersetzen da manche klanglich doch schwer an der Grenze waren. :D

Aus persönlichen Gesprächen mit dem Programmchef von bigFM Saarland weiß ich das man DAB+ gar nicht so abgeneigt ist wie das oftmals rüber kommt. Nicht zuletzt wie in dem Satellifax Bericht auch wieder. Man ist halt nur nicht bereit den vom SR geforderten Betrag für deren Mux zu bezahlen. Wenn der neue Privatmux günstiger ist kann die Sache wieder ganz anders aussehen.

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