DAB+ in Rheinland Pfalz

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maroon6
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von maroon6 »

Was übrigens auch interessant ist: Angeblich läuft kommendes Jahr (oder gar schon dieses? So genau weiß ich es nicht mehr) die Sonderregelung der drei Privatradios im SWR-Mux aus. Sicher, man kann das auch verlängern. Aber ohne eine Alternative durch einen echten landesweiten Privatmux würden die Veranstalter erheblich an Reichweite einbüßen. Vielleicht erhöht die Verzögerung nun die Verhandlungsposition mit dem SWR, da RPR, bigFM und Rockland ansonsten ja vorerst nicht mehr auf DAB+ verbreitet werden könnten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der SWR die CUs zurückhaben möchte für eine klanglioch bessere Ausstrahlung wie in BaWü. So oder so würden die drei Privaten bei einem eigenen Mux nie mehr an die aktuelle Reichweite rankommen, denn Standorte wie Alf-Bullay oder Diez/Lahntal wären bei einem solchen mit Sicherheit alleine aus Kostengründen nicht vorgesehen. Zumindest solange nicht, wie man noch das teure UKW an der Backe hat.
Spacelab
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Spacelab »

Gerade Rockland dürfte das hart treffen. Die sagten doch mal das DAB+ für sie reichweitentechnisch ein wahrer Segen sei.

Wenn der SWR eine höhere Klangqualität haben möchte würde es doch schon ausreichen wenn die nicht 5 mal SWR4 ausstrahlen würden. Einmal würde ausreichen und dann 4 mal einen Link setzen. Und für die paar Minuten Regionalzeit die noch übrig sind kann man auch wunderbar die Datenrate von SWR4 runtersetzen.
Nicoco
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Nicoco »

Vor dynamischer Bitratennutzung scheint sich unter den ARD-Anstalten ja eine gewisse Phobie entwickelt zu haben, obwohl für viele Anstalten die Nutzung dieser Technik ein Segen sein könnte :rolleyes:
maroon6
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von maroon6 »

Nicoco hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 10:49 Vor dynamischer Bitratennutzung scheint sich unter den ARD-Anstalten ja eine gewisse Phobie entwickelt zu haben, obwohl für viele Anstalten die Nutzung dieser Technik ein Segen sein könnte :rolleyes:
Na sicher, zumal die Regionalelemente fast nur noch aus Wort bestehen, und das könnte man gar mit nur 40 kbit/s in Mono ausstrahlen. Ansonsten halt ein High Quality-Stream mit 112 kbit/s o.ä.
freiwild
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von freiwild »

maroon6 hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 10:56 Na sicher, zumal die Regionalelemente fast nur noch aus Wort bestehen, und das könnte man gar mit nur 40 kbit/s in Mono ausstrahlen. Ansonsten halt ein High Quality-Stream mit 112 kbit/s o.ä.
Genau diesen Vorschlag habe ich hier im Forum vor zwei Jahren veröffentlicht und wurde dafür von den anderen Forenschreibern zerrissen. Letzte Woche habe ich den Vorschlag in modifizierter Form wiederholt.
Dana Diezemann
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Dana Diezemann »

Nicoco hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 10:49 Vor dynamischer Bitratennutzung scheint sich unter den ARD-Anstalten ja eine gewisse Phobie entwickelt zu haben, obwohl für viele Anstalten die Nutzung dieser Technik ein Segen sein könnte :rolleyes:
Wie ich schon hier öfters schrieb, hab ich ja einen DAB Test hier in BW auf 12B laufen. Mit 6 Kanälen wird es einen dynamischen Test geben, das baue ich gerade auf. Wenn das wirklich klappt, wäre das ein Gewinn für DAB. Im Ausland gibt es diese dynamisierung. Hier in D nur bei Eventkanälen. Weil eben 1% der Endgeräte hier das wohl nicht vertragen.
RADIO354
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von RADIO354 »

In der Schweiz hatte ich Das Dynamische Breitbandmanagement mal angesprochen. Die SRG stopft 7 x !! das Nahezu Identische
( weniger als 1 h Täglich auseinandergeschaltete ) SRF 1 Radioprogramm auf den 12 C . Man fürchtete zu Viele Reklamationen wegen Problemen Diverser Empfänger,
die Dann wiederum allesamt nicht die Spezifikationen erfüllen und somit ( Theoretisch ) nicht in den Handel gehör(t)en.
VU+ Duo2 ; microspot RA-318/ 319; Pure Sensia ; Degen DE 1103 mit 2x 80 khz Filtern, Dual DAB 102
Antennen : 4 ELement B III Yagi / SAT : 88 cm @ 19,2° East.
Mobil/ Portabel : Hama CDR 70 BT/ Philips DA 9011/ 2
QTH Ostschweiz/ Region Werdenberg
Spacelab
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Spacelab »

Also bei 90elf gab es damals erschreckend wenig Probleme mit Empfängern. Und im Ausland läuft es ja auch. Teilweise schon sehr lange. Mal davon abgesehen finde ich es eh nicht gut wenn man immer nur den kleinsten gemeinsamen Nenner nutzt aus Angst man könnte über einen Bug im Empfänger stolpern. So kommt kein Gerätehersteller auf die Idee sich mal um eine, dem Standard entsprechende(!), korrekt funktionierende Software zu kümmern. Ich erinnere nur mal an die klangliche Kröte die jeder Hörer schlucken musste (und teilweise immer noch muss) weil Gyrosignal einen Bug im AAC Decoder hatte und die Programme in einem schlechteren Audiomodus gesendet haben damit es beim Hörer mit besagtem Modul nicht blubbert. Das hat etliche Jahre(!) gedauert bis Gyrosignal reagiert und eine fehlerfreie Softwareversion auf seine Empfänger gespielt hat. Warum sollten sie auch schneller reagieren? :rolleyes:
Marc!?
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Marc!? »

Es kann ja eigentlich nur RPR sein. Man ist im SWR Mux gut bedient. Mehr als fraglich, ob das noch möglich wäre, wenn es eigene private Kapazitäten gibt. Dass die privaten Muxe nur einen Bruchteil der Reichweite haben wird, steht außer Frage.

Hier sieht man mal wieder das Problem von DAB, durch die "Quantisierung". Einzig FFH könnte sich in Hessen theoretisch einen eigenen Mux bei FEC 1A leisten. Aber hierfür gäbe es wohl auch nicht genügend Kanäle.

RPR müsste in den Privatmuxen ja schon in FEC 1A senden, damit man auch nur annährend, an den SWR Ausbau rankommt. Eine Verschlechterung der Reichweite ist immer schlecht, wobei Salue hat es im Saarland ja auch gemacht.
PrismaPlayer
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von PrismaPlayer »

Sehe ich auch so,eine Verschlechterung der Reichweite wäre absolut nicht gut.
Bei FFH ists so ne Sache,die wollen den Ausbau von 6a und 12c,doch die kleinen Programme denen es zu teuer wird bremsen. Entweder es muß ein kleiner Mux für Kassel,Eschwege,Fulda und Marburg/Gießen sowie einen Rhein Main Mux für den Großraum Wiesbaden/Mainz, Frankfurt/Offenbach/Hanau und Frankfurt geschaffen werden, wo die NKLs und anderen Programme untergebracht werden ,oder FFH wechselt mit dem Hauptprogramm, harmony und planet in den hr Mux. Nur das möchte der hr ja leider nicht. Für einen eigenen Mux gibt es mit Sicherheit nicht genügend freie Kanäle,das ist richtig. Sonst könnte FFH das locker stemmen.
Da aber der 12c für ganz Hessen koordiniert ist, könnte FFH den übernehmen und Schlagerradio, Oldie Antenne, joke und Teddy mit reinnehmen. Für die anderen Programme könnte man auf 11c den Rhein Main Mux ohne Feldberg und Hardberg, dafür mit Darmstadt und Gelnhausen machen und in Nordhessen die Leistung vom 6a am Habichtswald, Meißner und Fulda vielleicht etwas reduzieren, Sackpfeife weg und dafür den Stadtsender Marburg für Radio Unerhört.
Hieße 6a bleibt bei der LPR,11c kommt als neuer Rhein Main Mux dazu und FFH führt mit 12c hessenweit einen eigenen Mux mit FEC 2A für die FFH Programme samt Regionalversionen. Das einigst schlechte daran wäre ,das man im Nordwesten gegen Holland NPO sendet und von der Sackpfeife, Driedorf, Willingen sehr stark ausgeblendet werden müsste.
Spacelab
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Spacelab »

Marc!? hat geschrieben: So 25. Sep 2022, 02:13 Einzig FFH könnte sich in Hessen theoretisch einen eigenen Mux bei FEC 1A leisten. Aber hierfür gäbe es wohl auch nicht genügend Kanäle.

RPR müsste in den Privatmuxen ja schon in FEC 1A senden, damit man auch nur annährend, an den SWR Ausbau rankommt.
1A kannst du vergessen weil damit einige Geräte nicht klar kommen. Das hatten wir doch schon so oft. Außerdem bringt es dir ja nichts wenn das Radio den ganzen Mux nicht findet weil die Fehlerkorrektur der Muxdaten auf einen schlechteren Wert (ich glaube es ist 2A) festgeschrieben sind.
Marc!?
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Marc!? »

Spacelab hat geschrieben: So 25. Sep 2022, 11:08
Marc!? hat geschrieben: So 25. Sep 2022, 02:13 Einzig FFH könnte sich in Hessen theoretisch einen eigenen Mux bei FEC 1A leisten. Aber hierfür gäbe es wohl auch nicht genügend Kanäle.

RPR müsste in den Privatmuxen ja schon in FEC 1A senden, damit man auch nur annährend, an den SWR Ausbau rankommt.
1A kannst du vergessen weil damit einige Geräte nicht klar kommen. Das hatten wir doch schon so oft. Außerdem bringt es dir ja nichts wenn das Radio den ganzen Mux nicht findet weil die Fehlerkorrektur der Muxdaten auf einen schlechteren Wert (ich glaube es ist 2A) festgeschrieben sind.
Mit 2A würde es in einem privaten Mux massive Reichweitenverluste im Vergleich zum status quo (SWR) geben.
Spacelab
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Spacelab »

Ja. Wie bei 1A. Nur hast du da die Reichweitenverluste weil die eine Hälfte der potentiellen Hörer den Mux nicht findet oder nicht abspielen kann. Deshalb will RPR ja auch unbedingt im SWR Mux bleiben.
Ingelheimer
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Re: DAB+ in Rheinland Pfalz

Beitrag von Ingelheimer »

Ich bin ja der Meinung, dass der 12A in RLP als landesweiter Privatmux genutzt werden sollte. 11A SWR ggf. weiter mit einigen Programmen on top. Einige Programme des Test-Muxes aus KH können ja gerne mit rein. Irgendwann muss ein Test auch mal enden.
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